Hund will nur in der Küche sein
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Hallo,
Ich hatte bis vor eineinhalb Jahren zwei Hunde. Beide hatten im Wohnzimmer jeweils ein Körbchen, wo sie sich meistens aufgehalten und nachts auch geschlafen haben (Schlafzimmer ist nebenan, Tür immer offen). Der eine ist dann altersbedingt verstorben.
Ich hab dessen Körbchen in die Küche gestellt, damit Jack in beiden Räumen eins hat. Seitdem möchte er nur noch in der Küche sein. Die ist ein wenig abgelegen, direkt am Eingang der Wohnung und Schlafzimmer und Wohnzimmer liegen am anderen Ende.
Ich hab das so akzeptiert, aber jetzt hab ich wieder einen Zweithund angeschafft, damit er nicht allein ist, wenn ich arbeite und das klappt auch gut. Die Beiden mögen sich und wenn ich weg bin liegen sie zusammen in der Küche.
Wenn ich Zuhause bin ist der neue Hund meistens bei mir und Jack liegt immer allein in der Küche. Ich hab ein total schlechtes Gewissen, aber er möchte partout nicht mit rüber. Ich müsste ihn am Halsband mitnehmen und dann ergreift er die erste Gelegenheit zur Flucht.
Also einfach so hinnehmen? Versteht jemand dass ich ein schlechtes Gewissen habe?
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Also einfach so hinnehmen? Versteht jemand dass ich ein schlechtes Gewissen habe?
"Schlechtes Gewissen" vielleicht nicht - aber ich verstehe schon, dass du irritiert bist. Sucht der Hund denn nie deine Nähe? Damit meine ich jetzt nicht unbedingt Kontaktliegen - aber in der Nähe Ruhen zumindest? Also ist er wirklich immer im selben Raum?
Hat er Angst über Schwellen zu gehen? Ist der Bodenbelag im Wohnzimmer anders? Wie verhält er sich im Urlaub oder wenn ihr mal bei Freunden seid? Läuft er da problemlos durch verschiedene Zimmer?
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Ich verstehe dein schlechtes Gewissen, welches ja vor allem durch den neuen Hund, der in deiner Nähe ist und bleibt, entsteht, oder? Du fürchtest, dass dein anderer Hund sich benachteiligt fühlen könnte?
Du sagst, dein Hund hat nun in der Küche das Körbchen vom Verstorbenen. Was passiert denn, wenn du das Körbchen ins Wohnzimmer stellst und in die Küche ein anderes, folgt er dann dem Körbchen, oder bleibt er in der Küche?
Ist dein verstorbener Hund zuhause gestorben? Konnte dein verbliebener Hund Abschied nehmen bzw. hast du das Gefühl, dass er trauert?
Hat sich in der Beziehung zu dir sonst noch etwas geändert, außer, dass er nun halt in der Küche ruht? -
Naja, wenn ich nach Hause komme begrüßt er mich und wenn wir Gassi gehen oder es Futter gibt freut er sich. Sonst liegt er eigentlich in der Küche. Der Bodenbelag hat sich nicht geändert, auch sonst nichts. In anderen Wohnungen läuft er schon überall rum, sucht sich dann aber auch seinen Platz. Das ist schon oft in der Küche oder im Esszimmer.
Ja genau, das schlechte Gewissen hab ich vor allem wegen dem neuen Hund. Nein, er folgt dem Körbchen nicht. Selbst als ich in der Küche gar keins stehen hatte blieb er lieber auf dem Boden liegen. Das war nämlich auch meine erste Idee.
Nein, unser Hund wurde beim Tierarzt eingeschläfert. Er war aber dabei und konnte sich verabschieden. Intensive Trauer habe ich nicht wahrgenommen. Ein bisschen natürlich schon, aber wir haben ganz viel unternommen um uns abzulenken.
Hm, also das einzige was sich sonst noch geändert hat ist dass er besser frisst. Als sie noch zu zweit waren hat er oft ne Mahlzeit ausgelassen oder nicht fertig gegessen. Die mochten sich aber eigentlich.
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Gesundheitlich ist alles ausführlich abgeklärt? Schmerzmittel wurden getestet? Ich habe nicht selten erlebt, dass so "schrulliges" Verhalten am Ende doch mit gesundheitlichen Problemen zusammenhing.
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Ich schließe mich PinguinEmmi an und würde einmal ausprobieren, das Körbchen wieder ins Wohnzimmer zu stellen und ein anderes dafür in die Küche. Dann kann man sehen, ob es ihm um das Körbchen oder tatsächlich den Platz in der Küche geht.
Ist hier nämlich so: das Tier wandert mit den Körbchen, in denen es am liebsten liegt.

Und vielleicht braucht Euer Hund noch den Bezug zu seinem verstorbenen Gefährten. -
War auch mein Gedanke Sunshinelady
Nur weil sich das zu dem Zeitpunkt des Todes des anderen Hundes entwickelt hat, muss es nicht zwangsläufig zusammenhängen. Vielleicht wäre er vorher schon gern ausgewichen, kam aber gar nicht auf die Idee in die Küche zu gehen, bis das Körbchen da war. Also würde ich erst Gesundheitliches abklären.
Wenn da sicher nichts im Argen ist, würde ich persönlich nichts forcieren. Schon gar nicht den Hund zwangsweise rüberschleppen. Ein schlechtes Gewissen wegen des anderen Hundes würde ich nicht haben, sofern sie gut miteinander auskommen. Er ist ja nicht der Grund für den Rückzug.
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