Wildes Herumtoben und lautstarkes Bellen bei Begrüssung
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Ich wollte hier auch nichts Zwischenmenschliches erörtern, sorry, wenn das so rüberkam. Mir ging/geht es um den Hund.
Aber es ist ok, dann beenden wir das Thema wieder, weil ich wirklich nicht viel ausrichten kann, außer vielleicht nochmal vorsichtig das Gespräch mit meiner Freundin darüber zu suchen.
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Der Hund kann halt auch verknüpft haben, dass wenn deine Freundin kommt, dass er angeschrieben wird und seine Schnauze zugehalten wird. Der muss das ja nicht mit seinem Verhalten in Verbindung bringen. Das führt ja zu Stress und einer Erwartungshaltung. Auch beim Menschen, sie wird auch nicht entspannt rein kommen, wenn sie schon erwartet dass der Hund gleich tobt. Das überträgt sich meiner Meinung nach auch auf den Hund.
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Ich denke auch, dass Du nichts machen kannst. Ein Gespräch suchen kann natürlich nie falsch sein, aber wird m.E. nicht viel bringen.
Was Du tun kannst: dir überlegen, was dir unangenehm ist, z.B. die Hektik beim Abholen, und da dann einfach Management betreiben. Z.B. Hund an die Leine bevor deine Freundin reinkommt, so dass wenigstens das Herumgespringe nicht stattfindet.
Und ehrlich gesagt würde ich mir in meinem Haus verbitten mit Maßnahmen zu agieren, die ich nicht gut finde (Schnauze zuhalten, rumbrüllen). Dies aber vorher (!!!) klären, nicht in der stressigen Situation auf einmal mit diesem Anspruch ankommen.
Viel Erfolg

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Ich lese hier zwei Aspekte, die ich beide nachvollziehen kann.
1. Deine Freundin hat mit dem Hund ein Problem bei sich zu Hause mit Begrüßungen.
2. Du hast ein (m. E. sehr berechtigtes) Problem damit, wie deine Freundin mit ihrem Hund umgeht, wenn sie ihn bei dir abholt. Ich würd mich dabei auch entsetzlich fühlen.
Aspekt 2 lässt sich vielleicht ganz gut lösen, indem du deine Freundin bittest, dieses Verhalten bei dir zu unterlassen. Dazu brauchst du ja nur ehrlich zu sein – und ein wenig einfühlsam. Ich kenne sie natürlich nicht, aber ich würde zusehen, dass ich ihr sage, dass ich mich in der Situation sehr unwohl fühle und es mir 1.000 Mal lieber wäre, wenn die Hündin einfach tobt und aufdreht.
Damit entlastest du ja vielleicht auch deine Freundin etwas von der Scham darüber, wie der Hund sich aufführt.
Aspekt 1 wird für dich nicht zu lösen sein und das kann man auch kaum ansprechen, ohne einem Hundehalter mit normalzerbrechlichem menschlichen Ego auf die Füße zu treten.
Vielleicht könntest du aber eine Lösung für Aspekt 2 anbieten, die sie dann aus eigenem Antrieb auf Aspekt 1 übertragen kann – wenn die Lösung funktioniert.
Bei ihr zu Hause verstehe ich es so, sind Gäste das Problem (nachvollziehbar, wäre mir auch peinlich).
Vielleicht ist da die gute alte Sitzdose ( -> https://www.spass-mit-hund.de/die-sitzdose/) eine Lösung. Einfach für den Hund zu verstehen und toll weil sie Leckeres liebt, für den Menschen nicht so langwierig zu trainieren wie auf den Platz schicken und außerdem etwas, was lustig ist und den meisten Gästen bestimmt auch Spaß macht (und bei hundeängstlichen Gästen nimmt halt Herrchen oder Frauchen die Sitzdose).
Du könntest die Sitzdose mit der Hündin bei dir üben und dann, wenn es gut sitzt (hihi, sitzt!) die Dose dem Frauchen mal beim Abholen bei dir in die Hand drücken - Abrakadabra! Selbst wenn sie die Sitzdose dann nicht für Zuhause übernimmt hast du damit vielleicht sogar eine stillere Lösung für Punkt 2, also bei Abholen bei dir. Toi, toi , toi!
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Ich bin eigentlich auch so eingestellt dass ein bisschen bellen nicht schlimm ist.
Aber trotzdem bin ich mit meinem Leinenrambo in diese Spirale gerutscht. Hund bellt, es kommt vielleicht noch ein blöder Kommentar von jemand Außenstehendem, mein Stresspegel steigt und ich motze den Hund an. Beim nächsten Mal steigt mein Stresspegel schon wenn ich sehe da kommt der Auslöser, mein Hund fährt dadurch noch schneller und mehr hoch und ich ebenfalls.
Mich da rauszukämpfen war nicht einfach. Der erste Schritt war einzusehen dass das Bellen mich viel mehr stört als die meisten anderen bzw zu merken wenn mein Hund bellt stört mich das, wenn ein anderer Hund das gleiche macht nicht.
Das ist mir erst aufgefallen als ich bei einer Freundin ganz genau das gleiche beobachten konnte.
Ab da könnte ich mein Mindest ändern, was endlich Die ersten Trainingserfolge gebracht hat.
Also vielleicht hilft es deiner Freundin wenn du ihr in einer ruhigen Minute sagst dass dich das Bellen nicht stört und sie sich nicht deswegen schämen muss weil es ganz natürlich ist. Dann kannst du ihr auch anbieten gemeinsam einen Plan zu erarbeiten, wie ihr daran arbeiten wollt.
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Danke für eure guten Tipps und Gedanken!
Ich habe schon ein paar Mal meine Freundin auf ihr den Hund Anschreien angesprochen und ihr ehrlich gesagt, dass ich das stressig finde, wenn sie z.B. beim längeren Spazierengehen mit dem Hund alle zehn Minuten neben mir losbrüllt, weil der Hund sich wieder volle Pulle in die Leine warf und zog, dass er sich fast strangulierte. Ich bin selber jedesmal zusammengezuckt, wenn sie wieder losgeschrien hat.
Vorab es zu besprechen ist schön und gut, aber wenn ihr dann wieder die Nerven durchgehen, weil die Hündin tobt, bellt oder wie blöd zieht, hilft das vorher Thematisieren nicht mehr.
Hundeschule war schon jahrelang, mehrere sogar, Trainer war auch schon. Wie so oft auf Hundeplatz alles fein, Hund kann alles, zuhause ist dann alles weg, weil die Hh nichts umsetzen und selber konsequent durchhalten.
Was ich machen kann, ist zu versuchen, meiner Freundin ein wenig die Anspannung zu nehmen, dass sie sich blamiert, wenn der Hund mal laut wird bei mir. Wir können aber nicht beide gleichzeitig mit dem Hund agieren, auf unterschiedliche Art. Und ihr zu sagen, setz dich mal hin, sag nichts und lasse mich mit dem Hund umgehen, weil es meine Wohnung ist, finde ich übergriffig und respektlos, das möchte ich nicht machen.
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Habt ihr einen Ratschlag für mich, wie man die Situation de-eskalieren könnte? Ich kann ja nichts an den häuslichen Gegebenheiten ändern.
Darum würde ich in einer Situation, die mit der Hundebegrüßung nichts zu tun hat, das Gespräch mit der Freundin suchen, ihr meine Eindrücke schildern und ihr ggf. Anlaufstellen nennen, an die sie sich wenden kann, wenn sie was ändern will. (Z.B. Hundetrainer, evtl. Forum für weitere Tipps zur Trainersuche.)
Du schreibst, dass sie seit Jahren erfolglos versucht, das Hundeverhalten zu ändern - dann scheint es an der Zeit für einen Profi von außen zu sein.
Danach würde ich nichts mehr unternehmen. Sie muss Dinge in ihrem Haushalt selber lösen, wenn sie das will.
Und hätte ich persönlich diese Abholsituationen würde ich den Hund grundsätzlich ans Auto bringen.
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Machen wir normalerweise immer. Diesmal musste meine Freundin dringend auf die Toilette. Ausnahmesituation.
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Und ihr zu sagen, setz dich mal hin, sag nichts und lasse mich mit dem Hund umgehen, weil es meine Wohnung ist, finde ich übergriffig und respektlos, das möchte ich nicht machen.
Nur der Sicherheit halber, hast du mich so verstanden? Falls ja, ist das ein Missverständnis.
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Nein, ich habe dich nicht so verstanden, alles gut.
Deine Anregungen und Gedanken fand ich sehr gut und hilfreich.Das war nur ein weiter Überlegen meinerseits ohne konkreten Bezug auf einen Beitrag bzw. konkrete User hier.
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