Bullaosteotomie mit Gehörgangsablation - Erfahrungen?
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Hat jemand hier im Forum jemanden, der Erfahrungen mit diesem Eingriff hat?
Mich hat die Notwendigkeit dieses Eingriffs nach Erstellung eines CTs am Dienstag wie ein Vorschlaghammer getroffen. Das kam sehr unerwartet. Morgens stand ich noch witzelnd mit der TÄ auf dem Parkplatz und wir hatten beide offensichtlich Zweifel, ob ein CT nicht Kanonen auf Spatzen ist. Da ich die Untersuchung des äußer Gehörgangs aber sowieso in Narkose durchführen ließ, habe ich mich dafür entschieden und die Bilder entsetzen mich. Mit sowas habe ich nicht gerechnet. Ryder hatte bis auf vor wenigen Wochen niemals eine Otitis Externa, auch sonst keine bemerkbaren Problem mit den Ohren, keine merkbaren Schmerzen, keine Gleichgewichtsprobleme o.ä.. Es sind aber sichtbar Mittelohr und auch Innenohr betroffen.
Aktuell warten wir noch auf das Ergebnis aus der Histopathologie wegen einem Gewächs im Gehörgang, das das Trommelfell durchbrochen hat.
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Hallo,
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Ich hab keine Idee, aber auf jeden Fall drücken wir Ryder die Daumen.
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Ich hab keine Idee, aber auf jeden Fall drücken wir Ryder die Daumen.
Danke.
Das Gewächs war immerhin gutartig. Nur die OP wird uns wohl nicht erspart bleiben. Die Entzündun scheint eine Folge seiner Gaumensegelhypoplasie zu sein.
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Ich selbst hatte Cholesteatome - aber ob das dasselbe ist?
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Ich selbst hatte Cholesteatome - aber ob das dasselbe ist?
Nein, es ist aber nicht ausgeschlossen, dass das ein weiteres Thema ist, da auch Keratinablagerungen gefunden wurden.
Der TA sagt zwar auch, dass beides beim Hund eigentlich sehr selten ist und eine Kombination eigentlich kaum vorstellbar, aber er sagt auch, einen solchen Befund mit Innenohrbeteiligung ohne Klinik gibt es eigentlich nicht.
Er meinte, vielleicht hat Ryder einen angeborenen Defekt der Eustachischen Röhre neben der Hypoplasie des Gaumensegels.
Stand heute versuchen wir es jetzt nochmal ohne OP. In drei Wochen folgt die nächste Untersuchung und dann wird entschieden, wie es weitergeht.
Stand heute würde ich für die Gehörgangsablation keine Einwilligung geben und nur der ventralen Bullaosteotomie zustimmen.
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Für diejenigen, die interessiert sind, aber (wie ich) keine Ahnung haben, worüber hier eigentlich wirklich geredet wird, hab ich mal gegoogelt und folgendes gefunden:
ZitatGrund für diese Operation sind beim Hund meist chronische Ohrentzündungen. Gelegentlich sind auch Tumorerkrankungen Anlass für diesen operativen Eingriff.
Beim Hund liegt das Mittelohr tiefer. Daher hängt es vom jeweiligen Fall ab, ob man den Zugang von unten oder aber von der Seite (lateral) wählt. Beim seitlichen Zugang wird auch der äußere Gehörgang mit entfernt. Man nennt dies auch Ablation des Gehörgangs mit lateraler Bullaosteotomie und wählt diesen Zugang, wenn die Erkrankung auch den Gehörgang betrifft.
Die knöcherne Begrenzung des Mittelohrs wird eröffnet und alles entzündliche oder tumoröse Gewebe und/oder Sekret entfernt.
Beim seitlichen Zugang kann es als Komplikation zu einer Reizung des Fazialisnerv kommen. Dies tritt häufiger bei Katzen als bei Hunden auf, weil die Nerven insgesamt fragiler und dünner sind. In einem solchen Fall funktioniert der Lidschluss des Auges nicht mehr richtig und es wird postoperativ nötig sein, das Auge mehrmals täglich mit Augentropfen zu befeuchten. In aller Regel kehrt auch hier die Nervenfunktion innerhalb weniger Wochen zurück.
Quelle: Operation Mittelohr - Hund | AniCura Deutschland
Ich drück Euch weiter die Daumen.
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Bei Ryder ist das absurde, dass er bis vor wenigen Wochen niemals eine Otitis Externa hatte.
Sonst kennen die solche Bilder von jahrelangen Ohrenpatienten.
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Genau
Bei mir kam das auch über reine chronische Entzündung
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