Schatten in Lunge beim Röntgen
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Hallo,
unsere Hündin, 8 Jahre, Podenco-Mix hatte Ende Mai eine OP wo ihr der komplette Analbeutel entfernt wurde, auf Grund eines Analbeutelkarzinoms. Der Tumor war erbsengroß, laut Pathologie gab es keinen klaren Gefäßeinbruch und die Schnittränder waren Tumorfrei.
Die OP hat sie super überstanden und sich sehr schnell erholt.
Jetzt haben wir das erste Mal eine Nachuntersuchung gemacht mit Röntgen, Ultraschall und Blutbild. Der Ultraschall war ohne Befund, auf das Blutbild warten wir noch, aber beim Röntgen wurde ein Trachealkollaps festgestellt und Schatten auf der Lunge ziemlich weit unten, mein Mann sagte die hatten ungefähr die Form einer Kidneybohne.
Der Tierarzt sagt er geht nach der Vorgeschichte von Metastasen aus, kann aber eine Schleimansammlung nicht ausschließen auf Grund der gebogenen Luftröhre.
Symptome hat mein Hund überhaupt nicht, ausser kurzes Husten bei Aufregung und nach dem Trinken, das hatte sie aber schon einige Jahre. Außerdem hat sie ca. alle zwei Wochen mal Rückwärtsniesen, am Abend vor dem Röntgen auch.
Kann der Tierarzt eigentlich das Röntgenbild an Hand eines einzigen Bildes auf der Seite beurteilen? Habt ihr Erfahrungen mit Schatten auf der Lunge, die sich vielleicht wirklich als etwas anderes herausgestellt haben? Kann ein erbsengroßes Karzinom innerhalb so kurzer Zeit so streuen, dass es auf dem Röntgen sichtbar ist?
Ich habe gelesen, dass Lungenwürmer, Schleim, Ödem und Metastasen fast gleich auf dem Bild aussehen. Meine Hündin frisst auch sehr gerne Gras und Kot anderer Hunde, außerdem leckt sie sich oft die Pfoten und den Bauch.
Der Tierarzt möchte in einem Monat ein Vergleichsbild machen, um zu schauen ob der Schatten sich verändert oder vergrößert hat, aber die Zeit kommt mir ewig lange vor. CT ist wohl auch nicht Aussagekräftiger sagt er, da man auch nur einen Schatten sieht.
Ich weiß gar nicht was ich tun soll, wenn es wirklich Metastasen sind. Ich kann seitdem nicht mehr Schlafen und nichts mehr Essen. Die Vorstellung, dass mein Hund in einigen Monaten stirbt ist unglaublich schlimm.
Ich hoffe ihr könnt mir irgendwie helfen und mich irgendwie aufbauen und mir Mut machen.
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Kontrolle der Lunge stand bei uns eigentlich bei allen Tieren, ob Hund oder Katze, vor der eigentlichen Tumor-OP immer auf dem Plan, meist als CT. Einfache um vorher schon zu wissen ob man dem Tier die Tumor-OP noch zumutet oder ggfs. in der Narkose direkt mehr operiert.
Die Größe eines Tumors sagt leider nicht viel darüber aus, ob und wie sehr er streut. Ich habe deswegen jetzt eine ganze Weile auf meine Eltern eingewirkt, ihren Hund an der Milz operieren zu lassen. Der Tumor ist zwar noch sehr klein aber die sind rund zur Hälfte bösartig und streuen dann auch sehr klein schon. Also worauf warten, wenn der Tumor zwangsläufig sowieso irgendwann raus muss… Nur erhöhtes Risiko, weil der Hund älter wird und eben dass der Tumor metastasiert.
Im Röntgen sieht man nur einen Schatten, man müsste eine Bronchoskopie machen um eine Probe zu nehmen. Aber auch die hat jedoch ihr Risiko, unser Kater ist aus der Narkose für die Bronchoskopie nicht wieder aufgewacht….
Also nein, realistisch gesehen kann ich dir die Sorgen jetzt nicht nehmen. Ohne Verlaufskontrolle oder weitergehende Untersuchungen wird man jetzt nichts sagen können, alles nur Vermutungen. Es bringt aber auch nichts, sich jetzt schon verrückt zu machen, solange noch andere Möglichkeiten bestehen.
Wobei das auch leichter gesagt als getan ist, aus der Erfahrung von fünf Hunden und zwei Katzen tendiere ich mittlerweile immer zur schlimmeren Variante -
Habt ihr Erfahrungen mit Schatten auf der Lunge, die sich vielleicht wirklich als etwas anderes herausgestellt haben?
Ja. Bei uns war es ein Zufallsbefund, eigentlich ging es um die Wirbelsäule. Es bestand dann aufgrund des Röntgenbildes der Verdacht auf Lungenwürmer und wir mussten zur Endoskopie. Mit dem Hund war alles bestens, die Röntgenaufnahme war nicht in Ordnung
Ich will dir keine falschen Hoffnungen machen. Aber manchmal kann es auch ein technischer Fehler sein (das würde ich dir sehr wünschen!)
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Wir hatten eben Austausch mit dem Tierarzt. Die Blutwerte sind wohl top und das Röntgenbild habe ich mir auch nochmal angesehen. Es ist ein etwas unförmiger Kreis mit einem längeren Schwänzchen.
Donnerunddoria das macht mir wirklich Mut, vielen Dank!
ChrisAG Der Arzt sagte uns damals, dass es reicht Röntgen und Ultraschall nach 3 Monaten zu machen, weil der Tumor wirklich sehr klein war und der Pathologische Bericht relativ gut ausfiel.
Eine Bronchoskopie hat der Arzt abgelehnt, weil die Gefahr besteht, dass sich sonst Metastasen verteilen würden.
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Ich würde mir eine Zweitmeinung einholen.
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Nach dem Zufallsbefund Milztumor wurde beim Röntgen auch ein Schatten auf der Lunge festgestellt. Biopsie war aufgrund der Lage nicht möglich.
Nach Auswertung mit einem Radiologen wurde der Schatten als Tumor identifiziert.
Die Milz kam am nächsten Tag raus und während der Narkose wurde ein CT gemacht, was die Diagnose bestätigt hat.
Sechs Wochen später haben wir den Tumor und einem Lungenlappen entfernen lassen. Wilma hat alles gut überstanden und sich, nach kurzen Problemen mit dem Magen, schnell erholt.
Wir werden keine Nachkontrollen mehr machen lassen, da eine weitere Tumoroperation nicht mehr in Frage kommt.
Wilma ist acht Jahre alt und ich habe am Gewichtsverlust gemerkt, dass etwas nicht stimmt.
Ich würde an deiner Stelle in eine gute Klinik mit Fachtierärzten (Radiologen, Onkologen) gehen.
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