Plötzliche Verhaltensänderung (Verschlechterung)

  • Sehe ich auch nicht als Andichten, man weiß es ja nicht ohne Abklärung. Und selbst wenn vor einem Jahr nichts war, kann es ja trotzdem diesmal etwas sein. Blut abgenommen wurde ihr schon mehrfach, beim letzen Check wurde in Sachen SD aber nur der T4 Wert bestimmt und weil der gut war, wurde dahingehend nichts weiter in Betracht gezogen.

    Weißt du noch wie hoch der war? Und wie der Referenzbereich war?

  • Mir ist noch eingefallen, dass ihr Verhalten etwa genau so ist, wie da wo sie das Tryptophan bekommen hatte und dadurch ihr Verhalten draußen auch wieder gestresster wurde. Und sie wieder anfing, auch alles, was sich bewegte anzugehen. Soweit ich gelesen habe, hätte aber weder das Futter (Hills Biom) noch das Sivomixx Einfluss auf Tryptophan. Außer den beiden Dingen bekommt sie auch nichts, da die Anweisung vom TA war, dass sie während der Darmsanierung nichts anderes bekommen darf.

    Sie ist auch drinnen schneller "drüber" vor allem abends kippt es manchmal wieder, dass sie hochdreht und heute kommt sie auch drinnen nicht gut zur Ruhe. Springt einen an, ist aufgedreht (wir waren ohne Hunde- oder Menschenbegegnungen kurz Gassi wie jeden Morgen, selbe Runde) und braucht häufig Kauartikel um die Energie los zu werden.

    Weißt du noch wie hoch der war? Und wie der Referenzbereich war?

    Der Wert war 3,1 µg/dl und 1-4 der Normbereich.

  • Der Wert war 3,1 µg/dl und 1-4 der Normbereich.

    Ok, das ist ja wirklich in Ordnung. Bin gespannt ob sich daran was geändert hat. Drücke die Daumen das ihr die Ursache bald findet. Vielleicht wird das Gaba jetzt wirklich durch die Darmsanierung anders aufgenommen.

  • Kann man sich von den Laboren (wie LaboKlin, Idexx usw.) eigentlich eine Übersicht der möglichen Leistungen geben lassen? Oder haben Tierarztpraxen so eine Übersicht vielleicht?

    Ich wollte nach den ungefähren Kosten gucken und habe gesehen, dass es Leistungsprofile gibt, die man damals schon längst hätte beie ihr machen können:

    Zum Beispiel ein "Verhaltensprofil" welches T4, rT3, CRP, Cortisol, Serotonin, Vitamin B6 an Werten enthält, anstatt zum Beispiel nur den T4 und Cortisol extra zu bestimmen. Gerade Serotonin wäre bei Themen wie Dauerstress und Aggression bestimmt nicht unwichtig gewesen. (Und bei einem Mangel hätte man dann auch gleich passend Serotonin geben können, oder einen Mangel ausschließen und man hätte nicht auf Verdacht Tryptophan gegeben)

    Es gibt auch ein "Schilddrüsenprofil" mit den Werten T4, fT4, T3, fT3, TSH, Thyreoglobulin-AK (ATG), T4-AK, T3-AK. Wenn man da manche dieser Profile sinnvoll kombiniert, kann man vielleicht auch einiges abdecken.

    Aufgeschrieben hätte ich für die Blutuntersuchung:

    Gaba-Medikamentenspiegel (nicht zwingend aber bevor man ggf. wieder an der Dosis schraubt)
    Gaba/Glutamat, Tryptophan (oder alternativ wenn es das gibt ein Aminosäurenprofil)
    Serotonin (den Wert auf jeden Fall)
    Schilddrüse+Antikörper (Schilddrüsenprofil, dass das auch einmal ausführlich gemacht wurde)
    Geschlechtshormone (Testosteron, Östradiol; Wird auch bei Aggressivität von Laboklin empfohlen)
    Blutharnstoffstickstoff/Ammoniak, ALT (Wegen dem shunt)
    A22 Dopamintranspondergen (ein Genfehler, der bei Malis und dt. Schäferhunden zu plötzlicher Aggression führen kann)

  • Ja, die TA Praxen haben Leistunskataloge. Finde ich persönlich übersichtlicher als das Online Ding. Aber das bringt dir natürlich nur was wenn der TA auch Zeit hat das dann mit dir gemeinsam durchzugehen. Generell würde ich empfehlen das mit dem TA zu besprechen denn nicht alles was man so untersuchen kann ist auch sinnvoll bzw. aussagekräfigt. Gibt immer wieder Werte die man zwar testen kann, die aber nicht wirkich aussagekräftig sind.

  • Die findest Du auf den jeweiligen Internetseiten:

    Ich habe den Eindruck, dass da nicht alles drin steht. Serotonin zum Beispiel wurde in einem Artikel von Laboklin selbst empfohlen checken zu lassen, aber auf deren Webseite finde ich es nicht.

    Generell würde ich empfehlen das mit dem TA zu besprechen denn nicht alles was man so untersuchen kann ist auch sinnvoll bzw. aussagekräfigt.

    Das schon, teilweise hätte ich mir im Nachhinein aber echt gewünscht, dass ich auf manche Testmöglichkeiten überhaupt hingewiesen worden wäre. Sie hatte ja letzes Jahr speziell wegen ihres Verhaltens diverse Laborwerte untersucht bekommen. Da fände ich so etwas wie Serotonin schon sinnvoll, das mit zu machen. Einen möglichen Mangel bekommt man nur mit Training nicht gebessert, aber auf Verdacht was nehmen kann da auch nach hintgen los gehen.

    Laboruntersuchungen bei verhaltensauffälligen Hunden und Katzen

    Ein Mangel an Serotonin im ZNS führt demnach zu ängstlichaggressivem Verhalten. Obwohl Serotonin die BlutHirn Schranke nicht überwinden kann, korreliert ein niedriger Serotoninspiegel im Blut mit entsprechenden Verhaltensauffälligkeiten. Daher ist bei Hunden mit ängstlichaggres sivem Verhalten die Messung von Serotonin im Serum empfehlenswert.

    Aminosäure-Plasmakonzentrationen bei aggressiven Hunden

    haben wir bei einer Gruppe aggressiver Hunde (N=10) die Plasmakonzentrationen der freien Aminosäuren bestimmt. Im Vergleich zu verhaltensunauffälligen Hunden (N=10) zeigen die aggressiven Hundecharakteristische Veränderungen in den Plasmakonzentrationen der freien Aminosäuren wie erhöhte Werte der neurophysiologisch wichtigen aromatischen Aminosäuren Tryptophan (46/171 µmol/l,p

    Wenn das von fachlichen Quellen zur Untersuchung bei Verhaltensauffälligkeiten empfohlen wird, würde ich schon vermuten, dass das dann auch machbar und sinnvoll wäre das zu checken.

  • Der aktuelle Fahrplan:

    -Schmerzen konnten bisher ausgeschlossen bzw. kein Hinweis darauf festgestellt werden.
    -Gentest Verhaltensanomalie (zu dem Gen, welches bei bestimmten Rassen zu episodenhafter plötzlicher Aggression führen kann)
    -Geriatrisches Profil (weil da sehr viele allgemeine Werte mit drin sind, auch Leber, Niere usw.)
    -Schilddrüsenprofil
    -Gastroprofil (wegen der Darmsanierung)
    -Reisekrankheitenprofil (da sie ursprünglich aus dem Ausland kommt bevor sie in DE im Tierheim war)
    -Serotonin u. Tryptophan (war mir auch sehr wichtig, bevor man evtl. mit Psychopaharmaka weiter blind herumexpierimentert)

    Sollte in den Laborwerten nichts herauskommen, müsste sie ein MRT bekommen um einen möglichen Tumor abzuklären, bzw. auszuschließen. Nicht weil es sehr wahrscheinlich wäre, aber weil man es ausschließen sollte, um eventuell symptomatisch das Verhalten zu behandeln.
    (Sie hatte zwar damals ein CT von den Gelenken um körperliche Ursachen abzuklären, aber laut dem heutigen Arzt könne man da im Kopf nichts erkennen, da es nicht zielgerichtet auf den Kopf war)

    Falls beim MRT auch nichts gefunden wird, wäre eventuell eine fokale Epilepsie als Ausschluss Diagnose denkbar. Wegen der plötzlichen Änderung ihres Verhaltens, und dann die Steigerung bis Freitag als Höhepunkt. Sie würde dann, da sie schon Gabapentin hat, auf Verdacht dauerhaft auf eine gleichbleibende Dosis eingestellt werden.
    (Ich habe gefragt, man würde Epilepsie nicht per Laborwert feststellen können. Und fokale Anfälle würde man auch kaum mitbekommen, ihr Verhalten bzw. der Verlauf könnte aber dafür sprechen)

    Es kann sein, dass ihr das Gabapentin zufällig die ganze Zeit schon geholfen hatte und erst durch die Reduzierung bei zu niedrigem Pegel dann wieder ein (möglicher) Anfall eintreffen konnte. Da würde ich zur Abklärung dann aber zum Neurologen gehen. Um erstmal zeitnah die Laborwerte zu machen, das konnte der Vertretungsarzt auch.

    Aber egal was herauskommt oder auch nicht, gäbe es eigentlich für jede Option eine Behandlungsmöglichkeit. Und wenn es hilft sie eben lebenslang auf Gabapentin einzustellen wäre auch nicht das Problem.

  • Ich hatte Anfang des Jahres auch eine deutliche Verschlechterung im Verhalten (allerdings plötzliche Umweltängste), habe auch Vorfälle etc. hinterfragt bis des Rätsels Lösung kam: Gallengries und Harnkristalle. Kurz nach Behandlungsbeginn war alles gut.

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