„Bully-Whippets“ und das

  • Hunde, die heterozygot das MSTN-Gen tragen, haben so etwas wie eine doppelte Muskulatur.


    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17530926/


    Bully-Whippets rennen schneller als ihre Kollegen ohne dieses Gen.


    Noch bekannter ist das MSTN-Gen in der Masttierzucht, wo es ja um die Produktion von von Muskelfleisch geht.


    Mich würde interessieren: Wie geht es Tieren, die dieses Gen homozygot tragen?


    Oder werden die heterozygoten Träger gezüchtet, indem man heterozygote Träger mit homozygoten Tieren ohne Genveränderung verpaart?


    Aber dann hätten nur 25% der Nachkommen dieses Gen, oder?

  • Ich kann nur aus der Erfahrung von heterozygoten Trägern von Weißblauen Belgiern (Rindern) reden.

    Die Rasse wird ja "rückgezüchtet", weil sie so anfällig und eben eine Qualzucht sind, durch die doppelte Muskulatur.

    Doch auch die heterozygoten Träger und auch die Mischverpaarungen mit diesen Tieren sind extrem empfindlich. Bei zu kaltem oder zu warmen Wetter stellen sie einfach das Fressen und trinken ein, weil die Bewegungen zu anstrengend sind (so unsere Annahme). Und wir hatten da wirklich für den kurzen Zeitraum sehr milde Varianten, denen man die Muskelmasse nicht so anmerkte, wie es auf gegoogelten Bildern der Fall ist.

    Bei WBB weiß ich, dass man diese wohl mittlerweile bewusst mixt. Auch, weil es über, sorry, keine Kuhhaut geht, dass diese einfach an Herzversagen versterben. Und in der extensiven Landwirtschaft müsste man sie, bis zu einem guten Ertrag deutlich länger halten. Das sind Kalkulation die sich nur bei der intensiven Landwirtschaft lohnen, wo man die Tiere schnell groß füttert und dann innerhalb eines kurzen Zeitraum verkauft. Das Risiko so also minimiert.


    Zu Hunden kann ich leider nichts sagen. Oder zum Glück? In meinen Augen ist das eine Mutation die alles andere als gut ist, weil das Herz auch betroffen ist.

  • Whippets mit 2 Genkopien haben meist deutliche Probleme mit Muskelkrämpfen.


    Die Zucht mit Trägern ist in manchen Ländern erlaubt, in anderen nicht.


    Einen echten Bully-Whippet will und braucht keiner. Die Doppelbemuskelung muss nicht so krass ausfallen, wie bei "Wendy", die massiv eingeschränkt war, zwar relativ alt wurde, aber etwa nen halben Flugplatz für simple Wendemanöver brauchte.


    Ein Teil des "Sind schneller" Mythos mag auch daher kommen, dass eine Weile Rennhunde unter Generalverdacht standen, betroffen zu sein. Die teils deutliche stärker ausgeprägte Muskulatur vieler Rennlinienwhippets im Vergleich zu Showhunden oder Working Whippets ist zwar wohl auch ne getische Sache, hat aber nix mit dem Myostatindefekt zu tun.


    Tatsächlich waren und sind gar nicht soooo viele Hunde betroffen. Möglicherweise trat der Defekt schon in den 60ern,70ern manchmal auf, genauso gut möglich aber, dass die "Ich kannte da mal einen" Non Ped Whippets mit Bullrasseneinschlag waren.


    Hauptsächlich betroffen waren amerikanische und kanadische Rennhunde so Ende der 90er, Angang der 2000er. Dass es dort auch Greyhoundeinkreuzungen gab, ist ein offenes Geheimnis, das u.a. die grundsätzlich oft recht markante Muskulatur miterklärt, neben der Selektion auf Sprint.

    Die ersten Hunde, die da in Sachen Myostatin auffällig wurden, kamen halt aus gewissen Dunstkreisen (wobei der Defekt beim Greyhound nicht nachgewiesen wird, muss aber auch nicht zusammen hängen)

  • In Europa war wahrscheinlich ein französischer Popular Sire der Ausgangspunkt, ev sogar früher (spannenderweise dürft der ein "offenes Zuchtbuch" Hund gewesen sein) und unabhängig von den Amis.


    Manchmal munkelt man auch heute in Rennkreisen dieser oder jener Hund könnte Träger sein, aber würde es irgendwas bringen, hätten die Züchter, denen es nur um Tempo geht, schon längst auf Bully Whippets umgesattelt. Sie bleiben stattdessen bei ein paar Prozent Greyhound.


    Testverfahren haben sicher auch dazu beigetragen, dass der Defekt eine Randerscheinung ist, auch wenn er vorkommt - aber das dürft dann eher ein Grundsatzproblem gängiger Zuchtpraktiken, als Absicht sein.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face


  • Und da Deine Frage war, wie es den Trägern geht: Sie sind optisch meist nicht von Nichtträgern unterscheidbar. Möglicherweise haben sie aber auch schon eine erhöhte Neigung zu Muskelkrämpfen, das ist allerdings mehr Gerücht, als Wissen.

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