Hund oder Elster? Tipps für diebische Hunde gesucht.

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    Guten Morgen Zusammen,


    bislang war ich immer der Meinung einen mittelgroßen, rumänischen Hund aus dem Tierschutz bekommen zu haben. Seitdem Emil so richtig in der Pubertät ist, bin ich mir da aber nicht mehr so sicher. Möglicherweise handelt es sich bei Emil nämlich um die weltgrößte rumänische Elster. Hier wurden wir wohl vom vermittelnden Verein getäuscht. Sobald er unbeaufsichtigt ist geht es los - er klaut alles was nicht niet und nagelfest ist. Bevorzugtes Opfer seiner Beutezüge ist die Arbeitsplatte in der Küche. Auch die Klopapierrollen haben es aktuell nicht einfach mit Emil. Steht die Badtür auf, geht es auch hier auf Beutetour. Wurde die gefährliche Beute erlegt, wird diese genüsslich zerrupft.


    Spaß beiseite: Ich dachte eigentlich, dass wir die richtigen Grundlagen gelegt haben, als er noch jünger war. Geklaut und Verschleppt hat er nur selten. Seit 2-3 Wochen geht es jedoch regelmäßig auf Beutetour, wenn grade niemand schaut. Habt ihr bei euren Junghunden ähnliches Verhalten feststellen können mit Beginn der Pubertät? Ist das dieses berüchtigte "Grenzen erneut austesten" ? Legt sich das wieder? :ugly:

  • Reika ist auch grade in so einer Phase. Bei uns werden bevorzugt Klamotten geklaut, aber wenigstens nicht zerstört, sondern nur dran genuckelt :headbash:

    Ob sich das wieder legt kann ich dir in ein paar Monaten sagen :hust:

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  • Von alleine legt sich das wohl eher nicht. Da muss man schon bissel Erziehungsarbeit leisten.


    Ich kann es mir zwar schon vorstellen, wie das abläuft, aber hatte es selbst selten bis gar nicht. Ich hab immer einen Tag vorm Einzug des Welpen die Wohnung welpensicher gemacht. Alles hochgeräumt oder in ein anderes Zimmer geräumt. Und da wo räumen nicht wirklich ging, wurde eben die Tür zugemacht und wir gingen da nur gemeinsam rein.

    Da kommt der Hund schonmal gar nicht auf die Idee, alles zu klauen, was nicht niet- und nagelfest ist.


    Punkt zwei ist dann natürlich deine Reaktion, wenn der Hund etwas ergattert hat. Meist merkt er recht schnell, dass er damit Aufmerksamkeit bekommt und macht es dann erst recht, weil es für ihn in ein lustiges Spiel ausartet, wenn der Mensch hinter ihm herrennt und versucht, ihm die Beute wieder abzunehmen.


    Lass einfach etwas ungefährliches rumliegen und interessiere dich nicht dafür. Dann verliert der Hund in aller Regel auch wieder schnell das Interesse.


    Ein witziges Beispiel für eine solche Verhaltenskette war unser Boxer, den wir vor gefühlt 100 Jahren hatte, als ich noch ein Kind war. Der hat meiner Mutter immer den Putzlumpen geklaut und dann sind beide durch die Wohnung gesaust und haben drum gekämpft. Allerdings war es so, dass der "Putzlumpen" den er "klaute", ein extra Hundelumpen war, den meine Mutter neben den Eimer legte, wenn sie mit Putzen durch war und Lust hatte, mit dem Hund eine Runde zu spielen. Unser Boxer nahm dann den Lumpen schon ganz "provozierend", oder vielleicht besser ausgedrückt, er achtete sorgfältig drauf, dass meine Mutter auch genau mitbekam, dass er sich jetzt den Lumpen schnappte. Wenn keiner guckte, nahm er ihn nicht mal auf.


    Langer Rede kurzer Sinn: alles wegräumen, notfalls Türen schließen und nicht drauf eingehen.


    Für Notfälle kannst du auch tauschen üben, aber auch da musst du drauf achten, dass es kein Selbstläufer wird.

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