Operation von krummen Vorderpfoten

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    Hi zusammen,


    wir haben uns heute einen Tierschutzhund angeschaut. Total lieb, freundlich. Kann auch etwas alleine bleiben, stubenrein. Ein toller Familienhund.

    Das Problem bei der kleinen ist/war, dass sie mit krummen Vorderbeinen zur Welt kam und im Ausland operiert wurde (Platte/Nägel). Sie ist jetzt geschätzt 3 Jahre alt. Die OP ist jetzt ca 4 Monate her. Laut Pflegestelle wurde es so operiert, das die Platte drin bleiben soll. Die Fehlstellung wurde laut Pflegestelle gut korrigiert und sie hat keine Schmerzen.


    Die Hündin ist nun seit ca 1 1/2 Wochen in Deutschland und macht sich super und wir konnten uns heute davon überzeugen. Große Spaziergänge sind noch nicht möglich. Einmal um den Block ist wohl ok (ca 10-15 min)

    Jetzt meine Frage halt. Wie lange dauert so etwas denn bis es komplett verheilt ist? Natürlich ist eine Ferndiagnose hier halt schwierig. Nur gerne würde ich halt wissen ob sich nach einer Korrektur-OP eine weitere Verbesserung einstellt und sie auch längere Strecken laufen kann. Uns ist bewusst, dass man keine großen Wandertouren machen kann, aber ob die Möglichkeit besteht, dass man durch Training auf einen guten Spaziergang von einer Stunde kommt.


    Gerne würden wir der Hündin eine Chance geben. Jeder Hund hat es verdient ein liebevolles zuhause zu bekommen.

  • Hallo :)


    Was für eine Fehlstellung hatte die Hündin denn und wie sehen die Beine jetzt aus?

    Was sagt der Tierarzt bzw. die Organisation (lasst euch von denen aber nicht einlullen, die erzählen oft viel, um die Hunde loszuwerden!)

    Ist es ein kleiner oder großer Hund?

    Handicaphunde haben im Alltag mit mehr Dingen Probleme als man glauben mag...Treppen, steile Wege, unebene Wege, frühe Probleme mit Arthrose, eventuell erhöhte Näpfe, müssen mehr alleine bleiben, weil sie nicht als Mitnehmhund "taugen", wetterfühliger aufgrund von Schmerzen, usw



    Meine Hündin kam 2011 mit einem verkrüppelten Vorderbein aus dem Tierschutz zu mir (mir wurde gesagt, das könne man in einer einfachen OP beheben - konnte man nicht). Nach 2.5 Jahren hab ich einen Tierarzt gefunden, der ihr Bein operieren konnte. Sie konnte vorher nur auf 3 Beinen laufen und das kaputte Bein maximal als Stütze nutzen.

    Nach der OP hat sie 9 oder 10 Wochen einen Cast (einen starren Verband) getragen. Danach waren wir mehrmals bei ihrer Physio, wo sie am Unterwasserlaufband gelaufen ist. Finya baut als halber Terrier allerdings sehr schnell Muskeln auf und so waren wir damit nach etwa 5 Wochen durch.

    Sie wurde im März 2014 operiert und im Sommer 2014 konnte sie schon längere Runden von ein paar km (so 5km schätz ich mal) laufen. Im Jahr darauf und in den folgenden Jahren konnte sie auch gut mal 10km laufen, obwohl sie durchtrittig ist.

    Jetzt ist die Maus alt und wir sind wieder runter auf 3-4km für die große Runde. Sie hat starke Arthrose, geht aber immer noch sehr gern spazieren.

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  • Wenn Hund schon 3 Jahre mit Fehlstellung rum läuft, macht sich die auch im Rest des Körpers längst bemerkbar.

    Abhängig davon, wie schlimm es war, wird es womöglich nicht die einzige orthopädische Baustelle sein oder bleiben.


    Was mit diesem Hund gehen wird oder nicht, wird hier keiner sagen können.


    Was wollt und könnt ihr leisten? An Rücksicht, Engagement, Therapien, Folgekosten? Die sein können, aber nicht müssen.


    Persönliche Meinung: ich würde keinen ausgewiesenen Handicaphund nehmen. Also nicht bewusst aussuchen (Das Leben ansich und das Älter werden kann noch genug Einschränkungen und Überraschungen bringen) Nicht, weil die es nicht verdient haben, sondern weil ich das nicht leisten kann und will und ich andere Erwartungen an Hundehaltung habe, die ich mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit erfüllt haben möchte, wie ein gewisses Maß an körperlicher Belastbarkeit beim noch jungen Hund. Trotzdem übrigens einen chronisch kranken Hund aufgenommen. Mit der Krankheit kann ich, nach ner gewissen Risikoabwägung.


    Als Familienhund würde ich, denk ich, zb möglichst nicht zu einem Hund mit gravierenderen orthopädischen Problemen und eventuell, langfristig sehr wahrscheinlich, damit einhergehender Schmerzthematik, jetzt oder auch erst in 3 Jahren, tendieren. Vorallem nicht mit kleineren Kindern im Haus.

    Seniors Schmerzschübe zb

    (die ich übrigens nicht immer erkannte, obwohl ich den Hund 11 Jahre kannte. Nach 1 1/2 Wochen Hund kennen würd ich mich da noch gar nix sagen trauen) machte ihn unleidlich und Trubel ihm Stress.


    Was Ihr von einem Leben mit Hund wollt, könnt nur ihr beantworten. Wie stark der Hund betroffen ist, kann n Tierarzt oder Physiotherapeut ev beurteilen.

  • Ein besseres Foto hatte ich nicht hin bekommen. War auch schon recht dunkel als wir angekommen waren. Mehr Infos habe ich leider nicht. Verkrümmte Vorderpfoten stand in der Annonce. Anbei mal das Foto

    https://ibb.co/gTkHsZB

    Das ist das Bein nach der OP, oder?

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Nach vier Monaten ist eine solche OP defintiv verheilt. Was aber nicht bedeutet, dass der Hund damit gesund ist.

    Wie pinkelpinscher schon schrieb, eine solche Fehlstellung wirkt sich auch auf den Rest des Körpers aus und selbst wenn das Bein komplett begradigt wurde, wird es immer anfällig bleiben.

    Ihr müsst damit rechnen, auch wenn die OP ideal verlaufen sein sollte, immer einen Hund zu haben, der regelmäßiger Physitherapie bedarf und auch am operierten Bein können immer Probleme auftreten. Von Reaktionen auf die Platte über Arthrosebildung und und und... Da darf man halt auch den Kostenfaktor nicht aus den Augen lassen.

    Und die große Frage ist, wenn sich Arthrosen und Co einstellen, ob der Hund der freundliche Familienbund bleibt. Es kann durchaus sein, dass Schmerzen das Wesen verändern und das kann sehr schnell gehen. Das wäre mir persönlich mit Kindern zu heikel.


    Muss natürlich nicht alles so eintreten, aber all das ist theoretisch möglich und nicht wirklich unwahrscheinlich.

  • Nachricht heute morgen auf dem Handy nach dem Aufstehen. Der Hund ist überraschend vermittelt??‍♂️. Dabei hatten wir uns eigentlich schon für ihn entschieden und wollten halt nur eine Nacht drüber schlafen. Also ehrlich. Ärgert mich. 400km mal so umsonst gefahren.

    Vielen Dank trotzdem nochmal für die Nachrichten.

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