Angst vorm Wassernapf? Angst vorm Trinken?

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    Vielleicht kann mir eure Schwarmintelligenz helfen:


    Nastro hat immer mal wieder Angst zu trinken.


    Er meidet dann den Napf, nähert sich ihm nicht mal. Wenn ich ihn locke, beschwichtigt er ohne Ende, "gehorcht" - aber trinkt nicht. Versuche ich ihn zu locken, zu motivieren, ist das für ihn wie ein Befehl.


    Keine Sorge, der Hund bekommt Wasser. Momentan bin ich bei meinen Eltern, eine der großen Gießkannen draußen "geht" momentan.


    Es ist anders als bei meinen vorherigen Hunden, die immer eine präferierte Stelle hatten - drinnen oder draußen, Plastik, Metall oder Keramik, hell oder dunkel... Bei Nastro ist es keine Präferenz, es ist Angst vor der bisherigen Wasserquelle.


    Es ist offensichtlich so, dass er denkt, es wurde verboten. Er verknüpft irgendwas - die akute Wasser-Phobie wurde durch ein Knacken im Kaminfeuer just in dem Moment, als er anfangen wollte zu saufen, ausgelöst. Habe ich zufälligerweise gesehen.

    Vor zwei (?) Jahren ist er auf dem Weg zum Wasser zu nah am Korb des damaligen Hunds meiner Eltern vorbei - und der hat mimimal geknurrt.


    Oft weiß ich aber auch nicht, was den jeweiligen Napf "verbrannt" hat. In meiner Wohnung gibt es etliche (!) Wasserquellen, immer.


    Irgendeine Idee? Hat jemand so etwas schon mal erlebt?


    (Zu Nastro: Habe ihn mit etwa sechs Monaten bekommen, sehr defensiv, am Anfang ängstlich aber nie panisch. Wenn er Dinge nicht konnte/wollte, hat er immer einfach "dicht" gemacht, ist quasi in Starre verfallen. Geholfen hat dann immer Zeit, irgendwann ging's. Nicht zuviel Druck, nicht zuviel Zureden, ihn einfach lassen hat bisher bei seinen Ängsten am besten geholfen.)

  • Hi,


    locken würde ich bei ungeklärter Angst eher nicht, meine Lilly würde das zusätzlich verunsichern. Hast Du es mal mit Tricks, probiert, also z. B. Wurstwasser oder einen Klecks Sahne rein? Oder mal was zu futtern in den Napf, der gerade „angstbelegt“ ist?

    Steht der Napf auf dem Boden oder ist er erhöht? Vielleicht ziept ihm ja ab und an was in Schultern oder Rücken, wenn er trinkt.


    Dass es ggf. an reflektierendem Material hängt hast Du ja ausgeschlossen.


    Wie sieht es den generell mit Wasser aus, auch fließendem Wasser - hat er da ein Problem?

  • Wurstwasser lässt er stehen, Wurst"schleim" und hartes hochwertiges Futter nimmt er aus dem jeweiligen Napf. (Ich habe mal versucht, den Aggregatszustand zu bestimmen, ab dem es kritisch für ihn wird).


    Er geht nicht besonders gerne ins Wasser, schwimmen tut er nicht. Aber ich würde das jetzt nicht als allgemeine Wasserphobie einschätzen. Auf Wanderungen kann ich ihn in Bäche schicken, um sich abzukühlen. Dann trinkt er auch jedes Mal. Mir ist das wichtig, weil anders als der Hund kann ich ja abschätzen, wenn das die letzte Gelegenheit für längere Zeit ist. Hin und wieder traut er sich auch, unterwegs Wasser von mir aus einem Napf zu nehmen. Aber da gibt es keine Garantie.


    Höhe - vielleicht. Ich stelle mal einen Napf hoch. Ich glaube zwar eher nicht, denn oft nimmt er aus der Auswahl der Näpfe einen recht flachen.

    Reflexion etc. - ich denke, ich habe alle Varianten durch:

    Hell Keramik, dunkel Keramik.

    Hell Plastik, dunkel Plastik,

    Glas,

    Metall.

    Wenig Wasser, viel Wasser.

    ...

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  • Ennio hatte mal ein paar Tage fast nichts aus seinem Napf getrunken (hatten wir aber erst nachträglich festgestellt), und allmählich auch immer schlechter gefressen. Es dauerte etwas, bis wir anfingen, uns Sorgen zu machen. Der Groschen fiel erst, als er beim Halsband und Geschirr anziehen aufjaulte. Da er zwei Tage vorher beim Spielen mit meinem Sohn voll ins Treppengitter geknallt war, machten wir uns nun ernsthaft Sorgen und fuhren in die Klinik (es war Wochenende). Fünf Stunden Wartezeit, mindestens, wir fuhren wieder nach Hause.


    Hund bekam Rückenmassagen, Näpfe wurden hochgestellt. Er trank erst mal einen kompletten Napf leer (da ging es mir schlecht!) und fraß seine folgenden Rationen mit riesigem Appetit. Am nächsten Morgen ging es ihm noch besser, und wir sind gar nicht nochmal zum Tierarzt gefahren. Wahrscheinlich hatte er eine heftige Verspannung im Nacken/Rücken.


    Wenn dein Hund eher der ängstliche Typ ist - wären Verspannungen ja vielleicht eine Erklärung? Zumindest als Auslöser für akute Anfälle?

    LG, CaGiRa


    Ennio, Großspitz (*26.11.2016)
    Gizmo und Ramba, Mäuseschrecks (*26.09.2015)


    Cara, Leonberger (13.03.2010-19.10.2016) und Cleo, Mäuseschreck (18.08.2003-04.12.2015)

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Nach der bisherigen Erfahrung, mag ich ehrlich gesagt, keinen Brunnen kaufen.

    Ich scheue die Ausgaben (selbst wenn der zuerst geht - wie die eine Gießkanne, die momentan klappt - bisher war immer irgendwann etwas und es brauchte eine Alternative).


    Der eine Napf steht jetzt höher, Phonhaus hat den Tipp ja auch gegeben. Eben ist er dran vorbei gelaufen aber vielleicht geht er im Laufe des Tages ran.


    Ist halt Wasser - und es stört mich schon, dass er nur selten die Gelegenheit hat. In meiner Wohnung war im Sommer ein Mini-Keramik-Blumentopf die einzige Wasserquelle. Wann immer ich nach Hause kam, war der komplett trocken (daneben standen x Alternativen, im anderen Raum auch).

  • Als Alternative: Futter als Suppe verfüttern? In der Konsistenz, die er noch annimmt?

    LG, CaGiRa


    Ennio, Großspitz (*26.11.2016)
    Gizmo und Ramba, Mäuseschrecks (*26.09.2015)


    Cara, Leonberger (13.03.2010-19.10.2016) und Cleo, Mäuseschreck (18.08.2003-04.12.2015)

  • In meiner Wohnung war im Sommer ein Mini-Keramik-Blumentopf die einzige Wasserquelle. Wann immer ich nach Hause kam, war der komplett trocken (daneben standen x Alternativen, im anderen Raum auch).

    ja und hast du so nen Blumentopf mal ne Nummer größer versucht? Oder nen entsprechenden Untertopf?

    Blumentöpfe sind ja matt. Vielleicht scheut er vor glatten, glänzenden Oberflächen?

  • und mir kommt noch ein Gedanke.

    Er trinkt ja gern aus ner Gießkanne. Gießkannen werden normaler Weise nicht so sauber gehalten wie z.B. ein Napf.

    Blumentöpfe können Rückstände von Erde und so haben.

    Ausm Bach trinkt er...


    Mag er vielleicht einfach kein frisches Leitungswasser?

  • CaGiRa Das funktioniert. Er kriegt auch auf seine monkige Art genug Wasser (zumindest ist er topfit und wir eiern seit drei Jahren diesbezüglich rum). Ich möchte den Hund auch ungern "wässern" - ich denke, dass Lebewesen selbst am besten abschätzen können, wie viel Wasser sie brauchen.


    Ich hätte es nur gerne unkomplizierter. (Vor allem wenn ich mal wieder nasse Socken habe, von einem Napf, der da neu steht, weil die alte Ecke gerade verbrannt ist.)


    @AndiB Ich glaube, ich habe alle haushaltsüblichen Gefäße durch. Auf die Kombination (vielleicht mag er ja kein Plastik und kein weiß) habe ich extra geachtet. Ich erkenne auch kein Muster aus den Näpfen, aus denen er säuft. (Momentan bei mir in der Wohnung Pastikschale, viereckig, hell - bei meinen Eltern große, grüne Gießkanne)

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