Frage zur Erziehung, ich verstehe es nicht

  • Bei mir gibt’s ein „Ok“, weil das immer unsere Freigabe ist. Leckerlis kriegt er vorher auf dem Platz fürs Liegenbleiben. Nach der Freigabe soll er sich entspannt irgendwohin legen, deshalb mache ich da nix, was ihn pushen könnte - wie rufen.
    Das kannst du aber machen, wie du magst.

  • Ja ohne Ablenkung, klappt es gut.
    Mich würde es noch interessieren, wie ihr eure Hunde wieder frei gebt. Ich rufe ihn dann und belohne ihn. Weiss aber nicht ob das so OK ist

    Ich würde stattdessen hingehen (ohne Besuch), ihn auf der Decke fürs Liegenbleiben belohnen und dann freigeben. Ich streue ein paar Futterstücke vor die Nase, weil das Futteraufsammeln dann noch mal ein paar Sekunden dauert und beruhigt.

    Wenn es ohne Ablenkung momentan klappt, geh mal zur Tür und tu so, als ob Besuch kommt. Wenn er dabei auch schon aufspringt, ist der Trainingsschritt zu groß.

  • Bei uns haben die in der HuSchu schon in der Welpengruppe uns beigebracht, dass wir klingeln an der Tür von Klein auf üben sollen.

    Ich empfehle es hier weiter, weils bei uns einwandfrei genauso funktioniert.

    Das wurde so aufgebaut:

    1.Einer klingelt (oder Funkklingel eben),
    der andere (oder man selbst) steht mit dem Hund und Superleckerli (Käse, Fleisch,Wurst) vor dem Liegeplatz/Korb.

    2. Beim Ertönen der Klingel kriegt Doggo Futter.

    3. Am Anfang direkt vor die Nase halten, dass er erst gar nicht in Versuchung kommt, zur Türe hin zu steuern - danach bitte die Wurst/Käse/Fleischstückchen auf den Liegeplatz/ in den Korb werfen. Wie oben schon gesagt = Belohnung + Ablenkung + Konditionierung

    4. Nach wenigen Malen baust du so eine Erwartungshaltung auf, wie sie jetzt derzeit mit "Eindringling!/ Besuch!" verknüpft ist zu "Geil! Wurst!" um.

    So. Im Idealfall baust du parallel dazu das Kommando "In den Korb" "Auf deinen Platz" auf. Auch mit Superleckerli. Dann kannst du ihn dort vom ganzen Haus aus hin schicken, wenn's sein muss.

    Eine Leine zum festbinden geht natürlich auch, aber Mal ehrlich, die sind doch nicht blöde und wissen, wenn sie das Ding nicht umhaben. Und sie sollen ja lernen, von sich aus auf ihrem zugewiesenen Platz zu bleiben.

    Deshalb am Anfang einfach aufmerksam sein und zu 100% wieder reinschicken, wenn er ohne OK rausgeht. :bindafür:

    Mach am Anfang einfach kurze Sequenzen, in denen er bleiben muss. Ein einheitliches Freigabesignal wie "ok!" ist generell super - egal bei welcher Übung. Habt ihr denn keins?

    Woher weiß Doggi dann, wie lang er sitzen oder platzen soll? :fear:

  • Wir haben ihn seid er 4-5,Monate alt ist und ja in der Hinsicht haben wir es etwas schleifen lassen.
    Er hört ansonsten gut, lässt sich abrufen.... Aber das mit dem Besuch hat sich so langsam eingeschlichen und wir waren nicht konsequent genug.
    Deshalb heisst es jetzt hier üben üben üben

  • Hm. Für den Hund ist es ja egal, aber mir käme es komisch vor, wenn ich z.B. meinen Hund aus dem Fuß mit "Komm" freigeben würde.
    Bei uns ist Freigabe "okay", aber empfehlen kann ich das Wort auch nicht, weil man es doch im Alltag zu häufig anderweitig benutzt.

  • Der Hundetrainer sagt auch "okay" zu seinen Hunden bei Auflösung. Aber ich habe eben auch gemerkt, dass ich das zu oft anderweitig verwende.
    Habe also das "lauf" - gewohnt durch den ersten Hund - aufgenommen. Finde ich zwar auch nicht soo optimal, aber sitzt noch so in mir drin :-).

  • Mich würde es noch interessieren, wie ihr eure Hunde wieder frei gebt.

    Gar nicht, weil Decke kein klassiches Kommando wie ein Trick ist, sondern ein Ruheort.
    D.h. sie soll da entspannen und nicht angespannt wie ein Flitzebogen da sitzen und kontrollieren.

    Wenn sie sich entspannt hat, kann und darf sie ganz von alleine sich wieder in der Wohnung bewegen.
    Ab da ist der Besuch eh uninteressant. :ka:

  • @Vakuole

    Unsere liegt nicht gespannt da und wartet auf das Auflösungszeichen.

    Sie weiß, Korb = Ruhe - meistens für längere Zeit.

    Wenn dann ein "OK" von uns kommt, wird sie natürlich wach. Bin mir sehr sicher, dass sich die Auflösung nicht nur für Tricks anwenden lässt.

    Tipp von mir hinsichtlich alltäglichem Sprachgebrauch und Auflösung:

    Das OK übertrieben stimmhaft, hoch aussprechen. Ich sage am Tag tausendmal okay aber eben komplett anders. :bindafür:

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