HILFE! Panische Angst beim Spazierengang
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Hallo ihr Lieben,
Seit August habe ich meinen nun inzwischen 6 Monate alten Golden Retriever Jungen.
Er ist eine super liebe Seele und lernt relativ schnell.
Mein Problem ist das Spazieren gehen. Ich habe ihn unwissend als Hundebeginner von einem Züchter, lebend auf einem Reiterhof, geholt. Da gab es auch Traktoren, Autos, Kinder etc.
Jedoch hat der Kleine panische Angst vor allem und jedem. Pkws, LKWs, Mamas mit Kinderwagen, ältere Leute mit Rollatoren.
Beim Spazierengehen in ruhiger Atmosphäre ist er Happy und entdeckerisch. Aber in unserem Vorstadtviertel zur kurzen Gassirunde ist er gestresst, hat stets die Rute zwischen die Beine geklemmt, lässt sich nicht ablenken nicht mal mit der besten Leberwurst und zieht stets heimwärts an der Leine. Soweit ich weiss, hatte er keine traumatischen Erlebnisse.
Unsere Hundetrainerin hat uns die Arbeit mit dem Halti gezeigt. Zumindest zieht er nicht mehr an der Leine und ich habe ihn gefühlt besser unter Kontrolle. Ausserdem sollen wir mit einem Futterdummy arbeiten. Aber wie schon erwähnt, lässt er sich damit nicht ablenken.
Ich gebe seine Futterrationen draussen. Aber ich möchte ihm irgendwie den Stress nehmen, dass er diese panische Angst vor allem verliert.
Bin um jeden Vorschlag dankbar.
Liebste Grüße. - Vor einem Moment
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Hi,
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Seit August habe ich meinen nun inzwischen 6 Monate alten Golden Retriever Jungen.
Dann hast du ihn doch eigentlich schon im Welpenalter bekommen?
Bist du nicht von Anfang an mit ihm rausgegangen, um ihn an Umweltreize zu gewöhnen?Ihn jetzt mit diesen ganzen Reizen abrupt zu konfrontiern halte ich für keine so gute Idee. Solange er so panisch ist, daß er nur die Rute einklemmt, wird er nichts Positives lernen.
Ich würde ihn ins Auto packen und zwecks Training an belebte Plätze, Parkplätze und dgl. fahren und ihn vom sicheren Auto aus alles beobachten lassen. So kann er sich an den Trubel gewöhnen, ohne daß er direkt damit in Kontakt kommt.
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Hatte der Hund eigentlich mal die Möglichkeit, sich das alles aus der Distanz mal anzuschauen und zu lernen, dass nichts böses passiert?

Mit dem Hund durch die Fußgängerzone, oder an der Hauptstraße spazieren zu gehen (mal übertrieben gesagt), wird das Problem nicht lösen.
Im Panikmodus wird der Hund überhaupt nichts lernen. Kann er nicht. Deswegen nimmt er auch keine Leckerlies an. Er kann einfach nicht. Er ist zu sehr mit Panik beschäftigt. Da geht nichts mehr durch.
Mein Weg wäre es, sich mit dem Hund mal regelmäßig an einer Stelle hinzusetzen und ihn einfach die Angstmacher aus der Entfernung anzuschauen. Wenn er nicht dicht macht, kann er auch lernen.
Wo warst du denn die letzten Monate mit ihm Unterwegs, dass es JETZT ein Problem macht?
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Huhuuuu
Willkommen im Forum
Oh ein Goldibub, mein Tröti würde sich freuen
ihr bester Hundekumpel ist auch ein Goldi
Wie heisst er denn?Ich bin jetzt nicht begeistert zu lesen, dass Dir ein Halti empfohlen wurde bei so einem jungen Jungspund. Und Futterdummykram... nun ja.
Nicht meins.
Wie lief das denn bis jetzt so? Hatte er schon immer so Schiss?
Mein Schäfi ist auch in der Stadt grossgeworden, ich kann also ziemlich vieles nachvollziehen
Magst bissel erzählen von Euch?
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Mein Hund hatte damals (4 Monate war er da alt) auch Panik vor allem möglichen. Menschen, Kinderwagen, Mülltonnen, anderen grossen Gegenständen, die am Gehweg standen...Das war das kleinere Problem. Ich bin ruhig und in seinem Tempo mit ihm an alles herangegangen (Auch an Menschen, wenn das für diese ok war), es durfte untersucht und beschnüffelt werden, und so hat sich das irgendwann in Luft aufgelöst.
Schwieriger waren laute Motoren, allein schon von normal vorbeifahrenden Autos, steigerbar bis zu Bussen oder Traktoren. Er hatte echt riesigen Schiss.
Also sind wir jeden Tag raus, erst über ruhigere Wege bis kurz vor die befahrene Strasse, soweit, dass ich merkte, ok er ist aufmerksam, hat aber keine Angst. Dort habe ich mich mit ihm hingehockt und beobachtet. Zwischendurch mal nen Keks, auch mal ein kleines Spielchen, aber im Prinzip nur gucken und entspannen.
Wir sind immer ein bisschen näher ran und nach gar nicht so langer Zeit war auch das kein Problem mehr.Ich muss sagen, wir wohnen sehr ländlich. Wenn es jetzt wirklich mal zu extremen Verkehrsverhältnissen mit quietschenden Reifen u d Hupen kommt, dann zuckt er auch zusammen. Aber im Alltag können wir ganz normal auf dem Gehweg gehen.
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Wo warst du denn die letzten Monate mit ihm Unterwegs, dass es JETZT ein Problem macht?
Ich habe es nicht so verstanden, dass das Problem erst jetzt aufgetaucht ist, sondern so, dass es von Anfang an besteht.
Ursachen kann es viele geben, da müsste man mehr wissen...
z.B. eine reizarme Aufzucht auf dem Hof
z.B. eine unsicher-ängstliche Mutterhündin (überträgt sich auf die Welpen)
z.B. eine schlechte Erfahrung oder Fehlverknüpfung in der neuen Umgebung...usw.Ich würde jetzt an Stelle der TE hoffen, dass der Hund kein Deprivationssyndrom hat und erstmal nur mit dem Auto in reizarme Umgebung zum Gassi fahren. Hund also vomHaus direkt ins Auto setzen und erst irgendwo in der Pampa aussteigen.
Ist der Hund da dann sicher, locker und gelöst, würde ich die Eindrücke und Reize möglichst kleinschnittig steigern und extrem darauf achten, dass ich dem Hund einerseits Schutz und Sicherheit vermittle, ihn andererseits aber nicht in seiner Angst bestätige (z.B. durch "Trösten" und übertriebenes Gewese).
Nebenbei würde ich versuchen, das Selbstbewusstsein des Hundes zu stärken, z.B. für den Anfang zuhause durch Beutespiele, bei denen er IMMER sofort gewinnt und leichte, spielerische Übungen, die ich sofort bestätigen kann.
Halti wäre für mich bei einem solchen Hund ein absolutes NoGo und ein Armutszeugnis für den Hundetrainer.
Mehr kann ich nicht sagen, ohne den Hund gesehen zu haben.
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Halti wäre für mich bei einem solchen Hund ein absolutes NoGo und ein Armutszeugnis für den Hundetrainer.
Das Halti stört mich auch. Erstmal ist er zu jung dafür, zweitens lernt er nichts durch das Halti.
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Schön, daß Du siehst, daß der Hund massiven Streß hat - dazu sind viele Anfänger gar net erst in der Lage ;-)

Wie es scheint, ist der Kerle so schon recht neugierig, aber eben noch nix gewöhnt. Daß er so gestreßt ist, in Verbindung mit "ich freß nix!", das zeigt ganz deutlich, daß es ihm zu viel ist. Nichtfressen ist bei einem Hund immer ein deutliches Streßzeichen.
Deine Konsequenz daraus muß nun sein: erstmal Streß rausnehmen. Unter Streß ist der Hund nicht aufnahmefähig. Das ist, wie wenn Du ne wichtige Aufgabe zu lösen hast, Dir dabei aber 100.000 Leute zugucken, und schon vor dem ersten Schritt darauf warten, daß Du alles falsch machst. In der Situation wärst Du nicht mehr in der Lage, Hilfe anzunehmen oder so, weil die Aufregung einfach den Kopf dicht macht. Und so geht es dem Hund bei zu viel Aufregung.
Also muß der Streß erstmal weg: wie hier schon empfohlen wird, erstmal außerhalb Gassi gehen, wo er unbeschwert sein kann. Und wenn er dann nach einigen Tagen etwas ruhiger ist beim Rausgehen, kannst Dich mal mit ihm irgendwo hinsetzen/stellen, wo zwar etwas Action ist, aber das muß dann so weit weg sein, daß er die Action zwar bemerkt, aber in der Lage ist, damit umzugehen. Sich nach ner Weile einfach von alleine zu setzen, und zu gucken. Du mußt ihn einfach nur gucken lassen. Wenn er ruhig schaut, kann man das auch mal bestätigen. Auch gern mal mit nem leckerlie, weil Du daran erkennen kannst, wie hoch der Streßlevel in dem Moment ist. Und wenn der Hund dann echt entspannt ist, nimmst ihn und gehst wieder heim. Fertig. Dann bitte in paar Tage nix Großes machen, nur ruhige Gassigänge, damit das Hirn Zeit hat, das Erlebte zu verarbeiten. NICHT gleich am nächsten Tag "einen draufsetzen", wie man so schön sagt, sondern paar Tage warten, bevor Du wieder was machst in der Richtung.....
Und NICHT jedes Mal länger sitzen lassen, oder jedes Mal mehr Aufregung, sondern abwechseln: mal länger, mal kürzer, mal sehr aufregend (dafür weiter weg! Immer nur einen Schwierigkeitsfaktor auf einmal üben!), mal eher wenig stressend, dafür aber längere Zeit aushalten lassen. Und wenn Du Situationen hast, in denen der Hund nach ner Weile Guckens einfach hingehen möchte, um sich was anzugucken - dann tu das mit ihm zusammen! Dann hat er von sich aus beschlossen, das ist nicht allzu gefährlich, das ist toll - dann geh mit ihm hin und verschaff ihm das Erfolgserlebnis, das aus näherer Entfernung betrachten zu können, oder gar erforscht zu haben. Ermutige ihn, aber dräng ihn net dort hin. Das muß von ihm selbst kommen, diese Erkenntnis, daß ihm dabei nix passiert, daß er Dir vertrauen kann, sonst lernt er nix dabei!
Ihr schafft das schon, ganz bestimmt! Dein Hund hat mit Dir jemanden, der seine Gemütslage erkennt, seinen Streß erkennt, und bereit und in der Lage ist, zu helfen. Das wird er schnell merken und lernen, Dir zu vertrauen und unbekannte Situationen mit Dir zusammen zu erforschen! ;-)

Achja - nochwas: wenn Du mal zu dicht an der Aufregung dran bist, und der Hund sich sichtbar schwer tut mit dem Runterkommen, dann geh ein Stückerl weiter weg. Das macht Dir nix kaputt, vor allem, weil Hund sieht, Du erkennst, daß das noch zu viel ist - es zeigt Dir lediglich, daß an DEM Tag DIESES Maß an Aufregung oder DIESE Zeitdauer zu viel war. Dann nimmst halt beim nächsten Mal bissel mehr Abstand, oder schaust, daß der Hudn echt komplett entspannt ist an dem Tag, und dann gehts wieder besser. Muß man sich rantasten, was der Hund in welcher Situation an Streß erträgt, udn das kann auch gut tagesformabhängig sein! Habt ihr einen Tag zB daheim viel Besuch, würd ich am nächsten Tag KEINE Experimente in Sachen Stadt-Gewöhnung machen, weil das Nervenkostüm dann eh schon stark beansprucht ist - dann wird er nur sehr schwer entspannen können.
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Hab ich jetzt nen Denkfehler? Wenn du deinen Kleinen seit August hast und er jetzt 6 Monate alt ist, wie alt war er denn, als er bei dir eingezogen ist

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Ganz lieben dank für eure Antworten schon mal.
Ich habe meinen Max wie gesagt von einem Reiterhof bekommen. Er hatte 7 Geschwisterchen und die Elterntiere habe ich auch kennen gelernt. Die waren super lieb, zugänglich und selbstbewusst.
Sobald ich Max hatte bin ich mit ihm spazieren gegangen, hab ihn versucht zu sozialisieren mit Menschen, Tiere. Wir sind Bus und Bahn und Auto gefahren. Aber bei vorbeifahrenden Autos, Rollatoren etc war er schon immer unsicher.
Bin dann zur welpenspielstunde/hundeschule gegangen. Er kann soweit alles gelernte umsetzen, wenn er entspannt ist.
Wohnen in der Vorstadt, neben einer Schule und mit S-Bahn Geräusche etc. Also eigentlich relativ viel los für Vorstadtverhältnisse.
Die kleinen Runden gehen wir hier mit stetiger Unsicherheit wenn er Dinge hört die ihm nicht geheuer sind.
Für die größeren Runden Pack ich ihn ins Auto und wir fahren direkt zum wald/see/wiesen. Autofahren klappt 1A. Und auch bei den runden ist er total relaxed.
Ich habe auch Berichte über das Halti gelesen und war nicht begeistert. Aber da ich Hundeanfängerin bin hab ich da ehrlich gesagt der Trainerin vertraut.
Witzig ist dass er das städtische treiben ständig von unserem Balkon aus beobachtet. Und dadurch eigentlich auch mit den Geräuschen vertraut wird.
Sollte ich ihn mit Halsband oder mit Geschirr spazieren führen?
Drinnen oder draussen füttern?
Soll ich ihn schnuppern lassen beim spazieren gehen oder nicht?
Wie kann ich Sicherheit ausstrahlen?
Ich werde es wirklich weiterhin verstärkt versuchen alles aus sicherer Distanz zu beobachten und ihn dadurch heranzuführen. - Vor einem Moment
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