HILFE! Panische Angst beim Spazierengang
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Ich würde ihn jetzt ein paar Tage gar nicht den Reizen aussetzen. Überhaupt rein gar nicht.
Also für jedes Bisi und Poopie ab ins Auto und irgendwo in ein stilles Eck, kann auch in der Stadt ein ruhiges Eckchen sein, gibt's ja auch
Dann würde ich wirklich langsame Spazierstehs machen
Aus sicherer Entfernung gucken, beobachten. Immer mal wieder ein feines Gutzeli reinstopfen und gut drauf achten, ob er noch was fressen kann oder nicht.
Wenn nicht, bist Du zu nah und der Hund hat zu viel Stress.Füttern ganz normal drinnen, er soll in Ruhe essen können. Du kannst einen Drittel abzwacken und mit Gutzelis ersetzen die Du als Belohnung fütterst
Dazu würde ich in aller Ruhe und Gemütlichkeit ein "schau" konditionieren und langsam aufbauen, so dass er sich an Dir orientieren kann wenn er unsicher ist
Wie kann ich Sicherheit ausstrahlen?
Hast Du Angst vor einem Bus? Wenn nein, reagier genau so.
Ja da ist etwas, du hast Recht. Aber das ist okay.Soll ich ihn schnuppern lassen beim spazieren gehen oder nicht?
Klar darf er schnuppern, so viel er will
Ausser Du willst von A nach B, dann sagst Du sowas wie "zack, jetzt wird gelaufen!" und gehst
Ich würde den Hund am Geschirr führen, wenn er zum abhauen tendiert, ein Sicherheitsgeschirr.
Am Halsband würde ich nur in ganz kurzen Phasen Leinenführigkeit üben, auch erst in Ruhe und ohne grosse Ablenkung. - Vor einem Moment
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Hi,
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Hab ich jetzt nen Denkfehler? Wenn du deinen Kleinen seit August hast und er jetzt 6 Monate alt ist, wie alt war er denn, als er bei dir eingezogen ist

Also nochmal um die Zeiten genau abzuklären. :) Am 3.7. ist Er geboren, am 9.9. Hab ich ihn abgeholt. Habe extra geschaut.
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Hab eben versucht ein Foto hochzuladen. Leider zeigt es mir ständig an, dass diese zu gross wären. Aber das Profilbild habe ich geändert und darauf sehr ihr meinen Max.
Vielen lieben dank für eure vielen ausführlichen und aufschlussreichen Beiträge. Ich werde weiter hart trainieren und vor allem mich selber an Geduld üben
Ich berichte mal in ein paar wochen, wie es uns ergeht. :) -
Ich werde weiter hart trainieren
Versuch's mit Spass
geht auch 
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Versuch's mit Spass
geht auch 
Es ist manchmal schwer den richtigen Zeitpunkt zu finden bzw die Waage zwischen dem selbstbewussten "Hab keine Angst, es passiert nix, vertrau mir" und dem tröstenden "mein Baby, sei nicht gestresst".
Ich lerne ja selber noch
Und will ihn nicht verziehen.
Aber ich werde versuchen entspannter zu sein :) -
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Du darfst jederzeit in Babytuzuduusprache verfallen, damit schadest Du dem Hund nicht.
Es ist nicht falsch, dem Hund beizustehen!
Falsch ist, in alarmierter Körperhaltung Ausschau nach dem nächsten Gespenst zu halten um dann zusammenzuzucken, leicht überspitzt gesagt
Wenn Dein Hund Deine Nähe sucht, ist das gut.
Wenn er sich an Dich kuschelt, ist das super!
Wenn er das Gespenst in Deinen Armen überstehen darf, ist das auch super! Damit verstärkst Du keine Angst, im Gegenteil. Er weiss dann dass Du da bist und ihn beschützt.Du verziehst ihn nicht wenn Du ihn ernst nimmst und für ihn da bist.
Was meinst wie oft mein Schäferhund Mäuselein, mein Hundebaby, ist alles okay du süsse kleine Maus duuuuu hört, sie kuschelt sich draussen ganz gern ganz ganz doll fest an mich und will in den Arm.
Sie darf das
Ich mag das.
Warum auch nicht? Dazu bin ich ja da
Das Foto müsstest Du extern hochladen, picr.de oder sowas in der Art und dann hierhin verlinken
Wär natürlich toll
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Meine Hündin ist auch eher ängstlich und hatte auch einmal ne richtig ausgewachsene Panikattacke....
..das dir vorher empfohlene ist alles total richtig und deswegen will ich es nicht wiederholen...
...ein wichtiger Punkt ist aber noch:
Geschirr ja....aber: wenn wirklich mal ne Panikattacke kommt, kann sich ein Hund aus fast allen herauswinden und dann rennen die ohne Sinn und Verstand bis sie nicht mehr können....
...bei Youma ist mal ein paar Meter entfernt nen Skateboard Fahrer gesprungen und dieser Knall von den Rädern beim aufkommen hat nen psychischen totalausfall herbeigeführt ....ich war echt froh, dass sie nen Halsband umhatte, aus dem sie sich nicht rauswinden konnte...ich hab sie dann irgendwann einfach geschnappt und getragen, weil sie sich sonst wahrscheinlich halb erhängt hätte und ich sie nicht anders halbwegs kontrolliert zum Auto bekommen hätte
...dies hat uns natürlich im Stress Training meilenweit zurückgeworfen aber auch das wird ganz langsam wieder besser....wir sitzen oft und gucken von gaaaanz weit Skateboards an
Wenn wir in den Stadtpark zum Trainieren fahren hat sie seither immer nen Geschirr um und nen Halsband zur Sicherheit (beide leinenenden quasi eingehakt...aber vorrangig halt Zug aufm Geschirr ...weiß nicht, ob das jetzt gut erklärt war
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Dein Max erinnert mich an meinen Dicken. Der ist auch ein Schisserchen, schon immer gewesen. Aber es wird besser.
Ganz wichtig finde ich auch Ruhe und Geduld. Und @CH-Troetes Beitrag finde ich richtig gut. Es gibt zwar auch Hunde, die auf Berührung oder körperliche Nähe in Angstsituationen nicht gut reagieren, aber ich erlebe es hier auch oft umgekehrt. Wir haben hier von anderen Hundehaltern auf der Straße öfter den "Tipp" bekommen, Marleys Angst zu ignorieren, um sie nicht zu bestärken. Hat Null geholfen, eher im Gegenteil. Hier ist es immer noch so, dass er besser reagiert, wenn er merkt, wir haben den Angstauslöser auch bemerkt und nehmen seine Angst ernst. Wenn er kopflos flüchten will (kommt zum Glück nicht mehr so häufig vor), bleibe ich oft stehen und lege ihm die Hand an die Flanke. Hastiges Streicheln und "Oh Gott, es ist ja alles soooo schlimm" würde ich auch nicht empfehlen, aber ein ruhiges "Hey, ich bin da, du bist nicht allein, wir kriegen das hin" hilft ihm ungemein. Beobachte deinen Max da ganz genau, dann wirst du bald feststellen, was ihm hilft.
Ich persönlich würde übrigens auch zum Sicherheitsgeschirr raten. Marley hat leider ratzfatz gelernt, sich aus seinem Geschirr zu winden. Zum Glück ist das nur in Situationen passiert, in denen wir weit genug weg von Gefahren waren. Das Risiko war uns dann aber zu hoch. Und in Panik passiert sowas schneller als einem lieb ist.
Entstressende Runden in reizarmer Umgebung helfen hier auch immer noch sehr. Auch Routine gibt Marley Sicherheit. Wir gehen hier eigentlich für kleine Pinkelrunden fast immer die gleiche Strecke. Auf dieser Strecke fühlt Marley sich auch recht wohl und ist wesentlich weniger gestresst als in neuen Umgebungen.
Füttern würde ich ihn vorerst nur drinnen. Futter ist eine lebensnotwendige Ressource; wenn er die nur in "gefährlicher" Umgebung bekommt, kann ihn das zusätzlich stressen. Du kannst aber z.B. den Futterbeutel in der Wohnung verstecken und ihn suchen lassen. Marley hat da immer großen Spaß dran - nur jeden Tag und zu jeder Mahlzeit würde ihm und mir das auf Dauer zu öde werden
Draußen setzen wir den Beutel im Moment nur in der Pampas ein. Da sind dann besonders tolle Leckerlies drin, auf die wir aber fütterungstechnisch nicht angewiesen sind. Wenn's halt mal einen Tag nicht so klappt wie geplant, muss Hundi deswegen dann trotzdem nicht hungern.Ansonsten übe ich mit Marley zu Hause auch gern verschiedene Sachen. Kleine Tricks und sowas machen ihm sehr viel Spaß und sorgen für Glückshormone. Das finde ich nämlich auch immer wichtig zu wissen: Stresshormone werden sehr viel schneller ausgeschüttet als abgebaut. Daran sollte man gerade mit Angsthund immer denken. Wenn also ein Tag besonders gruselig war, braucht der Hund mehrere Tage, bis die Hormone wieder abgesunken sind. Wenn in der Zwischenzeit neue Stresssituationen auftreten, steigt auch der Stresshormonpegel wieder. Daher auch die Empfehlung, mal eine Weile nur in reizarmer Umgebung mit Max spazieren zu gehen. Und Pausentage einplanen.
Das hier fand ich übrigens in Marleys Welpen- und Junghundzeit auch sehr hilfreich: spooky periods (klick). Altersbedingt werden noch ein paar Unsicherheitsphasen auf euch zukommen, die bei vielen Hunden zu finden sind. Es kann also sein, dass es, auch wenn ihr Fortschritte macht, nochmal schlechter wird. Marley hat so ziemlich jede dieser Phasen mitgenommen... und ja, das war trotz seiner generellen Unsicherheit spürbar.
Ich wünsche euch viel Geduld und Erfolg!
Edit: Noch vergessen: das mit dem Spaß kann ich nur unterstreichen! Ich hab am Anfang vieles zu verbissen gesehen, weil ich es unbedingt richtig machen wollte. Inzwischen gehe ich lockerer mit vielen Situationen um und schaue vor allem, dass der Spaß mit Hund dann zumindest zu Hause nicht zu kurz kommt. Ist unheimlich wichtig für euer beider Entspannung und Bindung
Und schön noch dazu 
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Sollte ich ihn mit Halsband oder mit Geschirr spazieren führen?
Wenn du Angst hast, daß er sich in Panik mal losreissen könnte, dann führe ihn besser mit Geschirr und Halsband. Ist auf jeden Fall besser als das Halti.
Ich würde viel mit dem Hund zusammenarbeiten, ihm kleinere Aufgaben stellen, wie Gegenstände suchen lassen und über kleinere Hindernisse springen. Und viel überschwänglich loben, das stärkt sein Selbstbewußtsein.
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