Hund ist zu brav
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Gast88272 -
7. Januar 2019 um 00:07
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man sagt die ersten 6 Wochen testen Sie aus. Also dran bleiben, ob es so bleibt, liegt ganz bei dir
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Hallo,
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Woche 15.
Bin beruhigt. Hund hat Mistkübel entdeckt und zu leeren versucht. Er ist normal.
Wohnung und Freilauf im weitläufigen, aber wildfreien Hundeparkarreal: Hund ist aufmerksam. Abrufbar. Lässt das Hinstürmen auf andere bleiben und sich vom Hunde hetzen abhalten. Engagiert sich eifrig beim spontanen Parkagility.
Weitläufiges, wenig bekanntea Gebiet mit Eichhörnchenaufkommen. Nix mit Beinkleben. Hund spaziert autark durchs Gebüsch und hat Jagdlust. Auf Pfeife reagiert er noch, wenn noch nicht auf hetzen gepolt, ansonsten Folgsamkeit deutlich eingeschränkt. Radius: groß. Zusammenarbeitsbereitschaft: hust.
Freilauf also in dieser Umgebung vorerst gestrichen, man muss ja nicht die Fehler vom 1. Hetzjäger wiederholen, der noch dazu in den ersten Wochen und Monaten niemals so weit entfernt unterwegs gewesen wär, wie Junior jetzt schon.
Positiv: wenn ihm ein Hund blöd kommt (und nicht er dem anderen), kommt er doch zum Rockzipfel, aber schauen, wo ich und die Mithunde sind, wenn er unbekanntes Gebüsch erkundet: momentan eher nicht.
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Woche 16:
Mittlerweile 4 Eichhörnchensichtungen in sich von Mal zu Mal steigernder Intensität. Jagdtrieb wird wacher. Dämmerung und Nacht wird ein Thema. Da gibt es derzeit auch im Auslaufgebiet wo tagsüber leinefrei gilt, Leine rauf. Das jagdliche Scannen hat angefangen.
Hund heute zum 1. Mal richtig gelaufen. Vorher war das nur Gejogge. Er taut also weiter auf. Er hat auch erstmalig "gelacht".
Wenn er nicht der Nervhund ist, sondern der andere, sucht er weiterhin Schutz bei mir. Das is gut.
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Mittlerweile 4 Eichhörnchensichtungen in sich von Mal zu Mal steigernder Intensität. Jagdtrieb wird wacher. Dämmerung und Nacht wird ein Thema. Da gibt es derzeit auch im Auslaufgebiet wo tagsüber leinefrei gilt, Leine rauf. Das jagdliche Scannen hat angefangen.
Ich hab mir schon Sorgen gemacht.
Mein Galgo zog siebenjährig bei mir ein. Eneas benötigte 1,5 Jahre, bis er vollends hier angekommen war. Dazu muss ich schreiben: er hatte bereits mehr Besis und es war nicht immer schön für ihn.
Solang brauchte nicht mal meine Azen- Hündin.
Können deine Windhunde freilaufen? -
Ich hab mir schon Sorgen gemacht.
Mein Galgo zog siebenjährig bei mir ein. Eneas benötigte 1,5 Jahre, bis er vollends hier angekommen war. Dazu muss ich schreiben: er hatte bereits mehr Besis und es war nicht immer schön für ihn.
Solang brauchte nicht mal meine Azen- Hündin.
Können deine Windhunde freilaufen?
Jagdtrieb haben und hatten alle massig, aber in unterschiedlicher Ausprägung.Ich vermute mittlerweile sogar, dass der Musterschüler der Anspruchvollste wird, sobald wir bekanntes Gebiet verlassen.
Freilauf. Ja und Nein. Sie konnten und durfte/dürfen täglich, aber es ist etwas Definitionssache, ob das klassischer Freilauf ist oder nicht.
Neben all den Nachteilen in Sachen Hundehaltung die der städtische Raum mit sich bringt, hat er auch Vorteile: kaum Wild und immer wieder mal überschaubare Brachflächen, Hundeparks, die auch was taugen usw.
Lange Jahre war da der Luxus von rund 6km nahezu abhausicherer Naturfläche mit wenig Wild und je nach Tages/Jahreszeit auch kaum Radfahrern, Joggern usw. fast vor der Haustür. Da fiel auch kaum auf, wenn was nicht klappte.
23 Uhr im Winter oder sommers um 5 waren wir kilometerweit komplett allein, da sind sie dann besonders viel frei gelaufen, weil kaum Risiko für Mensch und Tier, sonst gab es mit etwas Erfahrung so "Dort vorne darf der von der Leine, da haut er nicht ab" oder "Dort vorne dürfen sie alle laufen".
Vielleicht war aber auch sehr von Vorteil, dass ein gut hörender, nicht jagender Hund mit dabei und tonangebend war.Mittlerweile sind die Dinge etwas anders. Aber immer noch so, dass ich windhundtaugliche Flächen im Umkreis hab. In 2 dürfen alle frei laufen, auf 1er nur der Senior und Junior sehr wahrscheinlich noch länger nicht.
Sonst fahren wir halt alle paar Tage bis Wochen noch zu nem Waldarreal, mehrere Hektar groß. Da geht es auch. Naja, den Junior hab ich da schon im Auge und ziehe in Erwägung, ihn doch noch mal an die Schlepp zu nehmen.
Unbekanntes Gebiet und Heimaturlaube am Land: Nein. Kein Freilauf.
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Ich vermute mittlerweile sogar, dass der Musterschüler der Anspruchvollste wird
Oh, na da bin ich gespannt, wie er sich entwickelt! :)
So, wie du die Situation mit deinen Hunden schilderst, handhaben es viele. Ist ja ok so!
In meinem Wohnort bleibt nur ein Gebiet, wo sie freilaufen dürfen.
Wir reden hier aber vom Azawakh und dem Whippet, beim Galgo verhält es sich anders. Da verbringen sie aber gut und gerne 1,5 Stden leinenlos. Bei meinem Elternhaus in der Nähe gibts auch noch ein paar Plätzchen. Phelan und Zaidit gehorchen, wär das nicht der Fall, hätte ich ein Problem. Mit Spaziergängern und HH muss man je nach Wetter und Tageszeit rechnen.Naja, den Junior hab ich da schon im Auge und ziehe in Erwägung, ihn doch noch mal an die Schlepp zu nehmen.
Pass bloß auf, meinen Galgo tu ich nie wieder an eine.
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Ich habe hier auch so ein "Engelchen", Smilla, die Chi-Hündin, die mit geschätzten 8 Jahren (eher älter) bei mir einzog vor 14 Monaten.
Sie zeigte mir explizit, dass sie nicht an der Leine laufen möchte (natürlich hatte sie "Leinenzwang" in den ersten Tagen).
Sobald ich sie freiliess, hörte sie perfekt auf mich, Rückruf, Abbruch, Richtungswechsel, egal was, sie stellte ihre Radar-Lauscher immer in meine Richtung und befolgte sofort, was ich wollte oder zeigte, dabei musste sie sogar eine "Fremdsprache" lernen, denn bisher lebte sie ja in Spanien.
Ich wartete immer darauf, dass sie dann doch irgendwann mal ihr eigenes Ding durchzuziehen versuchte, aber nein, sie war und bleibt eine Musterschülerin auch ohne dass ich ausdrücklich mit ihr trainiert hätte.
Das "Schlimmste", was sie sich getraut an Widersetzlichkeit, ist schlichtes Stehenbleiben, wenn es ihr zu kalt und zu ungemütlich wird oder sie das dringende Bedürfnis nach ein paar Gutelis hat... na ja, dann rufe ich sie halt und werfe ihr ein paar Gutelis. Und schon ist ihre Welt wieder in Ordnung.
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Spoiler anzeigen
In der Nachbarschaft gibt es 2 Galgos, die nahezu immer und überall frei laufen. Durchwegs auch neben Straße usw., wo ich grundsätzlich auch die Nichtwindbeutel anleinen würd.
Beim einen seh ich, dass er zwar öfter durchstarten will, wenn er uns sieht, aber sich gut zurückbrüllen lässt . Wär nicht mein Zugang - Unlängst war er halt auch halb auf der Straße, weil sein Windhundradar anging. Ob er richtig abhaut weiß ich nicht.
Nummer 2 dackelt im Alltag leinenlos hinterher, ist aber immer wieder mal weg und kommt auch verletzt zurück. Nach 3 Stunden oder so.
Ansich kenn ich so gut wie niemanden, bei dem normaler Freilauf wie es zb mit dem Zwerg möglich ist, immer funktioniert. Da waren auch schon wirklich üble Verletzungen - pfählen wegen full speed in einen Ast ist "beliebt.
Richtig abgehauen ist der Senior in gut 10 Jahren ein Mal. Hinter irgend nem Tier her. Kam 40 Minuten später glücklich und dampfend vor Anstrengung und Aufregung zurück. Da hab ich dann ein paar Dinge am Freilauf geändert.
Ich beobachte den Junior aktuell ja auch im Standardfreilauf, weil da bei Dunkelhei eben so erste Tendenzen erkennbar waren, dass er stiften gehen würde, wenn sich ne interessante Gelegenheit böte.
Schleppleine mag ich übrigens nicht bzw ist die beim durchstarten halt nicht ungefährlich. Mehr als 10 Meter nutzte ich auch nicht und war auch nicht klassisch in Verwendung, sondern eher nur als Sicherung. Ich hab damit ausprobiert, wie er draußen auf manche Dinge reagiert. Hätt ja ein ängstlicher Hund sein können oder den krassen Wechsel von Land zu Stadt, Tierheim zu Wohnung nicht so gut verkraften können.
Überleg aber so grundsätzlich herum, wie ich ihm Radius geb und ihn trotzdem sicher hab, bis wir uns besser kennen. Also auf bestimmte Auslaufgebiete bezogen. Er scheint ganz anders gepolt zu sein als der Senior, der als junger auch ein Jagdschwein war und ein Streuner obendrein und schwererziehbar, aber der kam mir in Sachen jagen trotzdem einfacher vor, Langzeitpflegling Blondie war auch wieder ganz anders, aber halt an den damaligen Hunden Windbeutel und Kampftier orientiert. Oder meine Erinnerung erzählt Blödsinn.
Die Alltagswege funktionieren weiterhin wunderbar, der Freilauf unter bestimmten Voraussetzungen auch, aber wir haben so viele Dinge noch nicht zusammen erlebt, dass ich mich nicht trau zu sagen "Ich kenn den Hund".
Spoilerende, weil die Kurve zum in topic gekriegt:
Rein gefühlsmäßig wird sich sein Jagdtrieb noch deutlicher bemerkbar machen, beim Rest vermute ich mittlerweile - der wird wirklich ungefähr so bleiben. Netter, aufgeschlossener, aber nicht aufdringlicher Hund, der gerne lernt, nicht ängstlich ist, menschenbezogen ist und wenn ich es nicht voll verhau, ist da auch schon sowas wie ne Bindung, also ich bin mir sehr sicher, er würd zb zurückkommen, ich will es nur nicht ausprobieren.
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Da hast Du ja einen absoluten Jackpot abbekommen mit dem Fräulein.
Wobei ich sagen muss: Rückruf hab ich zb mit meinem nichtwindigen Zwerg überhaupt nie bewusst geübt - die hat den integriert.
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Ich bin totaler Azawakh- Liebhaber, ich liebe sie.
JA, die habens in sich, aber erziehbar. Mit Galgo hab ichs mir anders vorgestellt...hab so viele nette TS- Galgos kennengelernt, auch die Hunde meiner Züchterin sind coole Socken. Das wär Eni auch, wäre er damals wo anders untergekommen.
Nichtsdestotrotz: ich hab ihn unglaublich lieb, ohne ihn wäre ich erziehungstechnisch nie soweit gekommen.Ansich kenn ich so gut wie niemanden, bei dem normaler Freilauf wie es zb mit dem Zwerg möglich ist, immer funktioniert. Da waren auch schon wirklich üble Verletzungen - pfählen wegen full speed in einen Ast ist "beliebt.
Ja, das Verletzungsrisiko mit diesen Hunden ist nicht zu unterschätzen. Eneas Vater ist gerannt, gestürzt und hat sich das Rückrad gebrochen. Leider weiß ich von mehr solchen Unfällen.
Ich hab hier im Df schon öfters von Eneasls Schlepp- und Flexieskapaden berichtet...was diesen Hund angeht: never again.
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