Hund ist zu brav

  • Entschuldige, falls ich es überlesen habe: wo kommt denn der Hund her?
    Was genau meinst du mit "Windhund"? Es gibt zig verschiedene Windhundrassen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Gerne werden Hunde aus dem Ausland als "Windhund"oder "Windhundmix" betitelt und bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus, dass die Ähnlichkeit vernichtend gering ist...

  • Entschuldige, falls ich es überlesen habe: wo kommt denn der Hund her?
    Was genau meinst du mit "Windhund"? Es gibt zig verschiedene Windhundrassen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Gerne werden Hunde aus dem Ausland als "Windhund"oder "Windhundmix" betitelt und bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus, dass die Ähnlichkeit vernichtend gering ist...

    Du kannst nicht wissen, dass ich den gesamten! Windhund- und Windhundmischlinge Thread gelesen hab und dann doch einfach in der Rubrik postete. Doch doch. Waschechter Windhund (Mein 3.ter). "Anfängersorte" sprich Galgo Espanol, wobei als Tierschutzhund sicherlich Gebrauchskreuzung, bisserl Galgo Inglese dabei und vielleicht eine Prise Podengo. Orientaleneinschlag eher nicht, sollen aber auch vorkommen.

  • Oh, na dann: herzlichen Glückwunsch zu deinem Galgo! :cuinlove:
    Ich weiß von ein paar TS- Galgos, welche auch nach Eingewöhnungszeit herrlich unkompliziert sind. Nur der Jagdtrieb ist ein Thema, aber das brauch ich dir nicht zu erzählen. :tropf: Diese Landrasse ist breit gefächert, es gibt solche und solche. Mein Eneas hat 1, 5 Jahre gebraucht, bis er 100 Prozent hier angekommen ist. Er hat aber auch eine dementsprechende Vergangenheit. Wenn du von Anfang die Zügel straff hältst, ist das schon mal erfolgversprechend.
    Meine Azawakh- Hündin habe ich als Second- Hand- Hund achtjährig erhalten. Sie verhält sich absolut rassetypisch, war und ist problemlos.

  • @GhAres

    Ich find ja Galgos, sofern es keine Angsthunde sind und keinen "unguten" Mixanteil mitbringen, generell deppensicher. Kaum bis genau kein Schutz- und Wachtrieb, nicht territorrial, meistens mit anderen Hunden stapelbar. Hund der schreiend in der Leine hängt und bei Plastiksack weht im Wind flackernde Killeraugen kriegt ist mir persönlich nämlich wurscht. Damit kann ich.

    Allerdings, um halbwegs beim Thema zu bleiben (das nun auch nur so halbernst verfasst war), hier gab es seit 8 bzw 10Jahren keinen Neugalgo mehr, kann mich echt nimmer gscheit erinnern.

    Ich meine, der Senior war so ein klassischer Fall von neuer Hund weicht einem nicht von der Seite, was gern zu "Oh, wir haben nach 3 Wochen schon so ne tolle Bindung" verleitet. Die Realität trifft einen dann ein paar Wochen bis Monate später in Form eines abgängigen oder jedenfalls sehr autark herum spazierenden Hundes, der doch gar nicht so toll gebunden ist, aber nun in der neuen Umgebung die Hosen nicht mehr voll hat.

    Charakterlich würd ich sagen, hat sich keiner meiner meist Direktimporte bzw Pflegestellenverlierer und sonstiger Kurzzeithunde extrem verändert in der Zeit bei mir. Der Bei Fuß Hund wurde halt weeesentlich unabhängiger im Freilauf und sprang nach nem Jahr oder so keinen Menschen mehr ins Gesicht um ihnen über die Nase zu lecken.

    Der Neue im Team wirkt auf mich, als folge er mir nicht aus Verunsicherung, sondern tatsächlich Erziehung und Leberwurst, aaaaber man kann sich schon sehr täuschen und mir kommt der Zeitraum einfach zu kurz vor, mit verlässlicher Folgsamkeit (Wildsichtung ausgenommen) zu rechnen. Ich mein, der dürft schon ein eher hochbegabter Galgo sein, jedenfalls im Vergleich zum schlichten Gemüt des Vorgängers, aber...

  • Da ich keine Vergleiche habe kann ich nur von unserem berichten und da war es so, dass er uns die ersten Wochen wirklich an den Fersen geklebt hat. Sind wir mit Schlepp laufen gegangen ist er non-Stop neben uns gelaufen und hat uns angeschaut. ich hatte zwischenzeitlich die Befürchtung ich müsste ihm beibringen, dass er auch die Welt erkunden darf :lol: Natürlich haben wir das Verhalten gelobt, jedes stehen bleiben unsererseits und er ist ebenfalls stehen geblieben. Wenn er sich mal ein paar Meter weiter getraut hat und wir haben einfach umgedreht kam er hinterher geschossen als könnten wir ihn im Wald vergessen. Hat in etwa 3 Monate gehalten. Er schaut immer noch nach uns, bleibt mit einem Vorlauf von ca. 5-10 Meter stehen und schaut ob wir auch kommen, fragt immer wieder mal ab aber er geht inzwischen die Welt erkunden. Beim Rückruf haben wir leider versagt und mussten den nochmal neu Aufbauen aber in letzter Instanz hilft bei ihm nach wie vor rumdrehen und in die andere Richtung laufen.
    Also an eine krasse Wesensveränderung glaube ich nicht, aber dass ihr irgendwann schon anfangen ihre Umwelt mehr wahrzunehmen und auf Entdeckung gehen das schon. Für unseren ist einfach wichtig, dass er sich in einem Radius bewegt in dem er uns noch sieht.

    Joa und nach 4-5 Monaten ca. ist es uns das erstmal passiert, dass er freiweg zu einem fremden Hund hingerannt ist. Da kam wohl die immer sicherer gewordene Umwelt und seine erste Pupertätsphase (wir haben ihn als Junghund zu uns genommen) zusammen und da haben wir auch feststellen müssen, dass der Rückruf doch noch nicht so weit sitzt :???: Also wieder ab an die Schlepp und Rückruftraining. 2 Monate sind seit dem vergangen und ich bekomme ihn abgerufen solange er sich noch nicht auf den Weg zum Fremdhund gemacht hat daran üben wir natürlich jetzt noch weiter.

  • Mir geht es zZ ähnlich mit meiner Fundhundin (border) klebt beim gassi und im Garten an meinen Fersen, hört aufs Wort :ka: im Haus liegt sie rum.
    Ich bin auch gespannt ob sich das noch ändert oder so bleibt :ka:
    Ich drücke dir (und mir xD ) die Daumen

  • Ich finde schon, dass es auch bei den Galgos Kackbratzen gibt. Es sind halt Mobber, es gibt genügend, welche im Freilauf zum Jagen abzischen oder ne Gefahr für Kleinhunde darstellen. Aber ja, auch ich finde sie im Vergleich zu manch anderer Windhundrassse gut zu händeln!
    Mein Galgo stammt aus einer dt. Zuchtstätte. Er brachte einige Pakerl mit, als er zu mir kam:
    Stellen von Passanten, asoziales Verhalten ggü Fremdhunden, ein Leinenpöpler, wie ich es zuvor noch nie erlebt habe. Er hatte schon mehrere Vorbesitzer, die Züchterin konnte nichts dafür.
    Ich glaube, du wirst ganz froh mit diesem Hund. =)
    Übrigens: auch mein Azawakh konnte von Anfang an freilaufen. Da zu Beginn die Bindung ned vorhanden ist, wäre ich trotzdem sehr vorsichtig. Wer weiß, ob er bei Wildsichtung oder nen Schreckreiz zu dir zurückkommt. Es ist nicht selten, dass die abhanden kommen.

  • Unser Yukon- er war 4 Jahre als er zu uns kam ( kein Windhund)
    war am Anfang auch brav bei uns und ist nicht jagen gegangen.

    Nach einigen Wochen - Monaten , nachdem er uns und die täglichen Wege ganz gut
    kannte, ist der Herr dann schon strawanzen gegangen.
    Also war es aus mit Freilauf.

    Dein Hund wird es sicher toll finden jetzt etwas "lernen zu dürfen"
    im Tierheim ist dafür ja keine Zeit.
    Das fördert die Bindung, kann also sein das es so bleibt , muss aber nicht. :lepra:
    Viel Spaß mit Deiner Maus :bindafür:

  • (Mr. Musterschüler hat sich heut so prompt von der Kleinhundehatz abpfeifen lassen, zu der ihn eine windige Damenbekanntschaft angestiftet hat, dass ich vor Überraschung fast vergessen hätte, ihn mit Katzenfutterjackpot vollzustopfen.)

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