Hundebegegnung Wie verhalten?

  • Hallo zusammen,
    Da dies unser erster Beitrag hier ist möchte ich uns erst einmal kurz vorstellen. Ich heiße Lukas und zusammen mit meiner Frau haben wir uns letztes Jahr unseren ersten Hund geholt, einen Malteser, unseren Lenny. Er ist jetzt 13 Monate alt und nicht kastriert.

    Zu Anfang als er noch ganz jung war hatte er vor allen anderen Hunden Angst und versteckte sich nur zwischen unseren Füßen, bis er sich nach einiger Wartezeit in der er die anderen Hunde beobachtete sich raus traute und irgendwann auch anfing mit zu spielen. Wir freuten uns über jeden Hund vor dem er keine Angst hatte und ließen auch jeden Kontakt zu. Mittlerweile hat er vor keinem Hund mehr Angst egal wie groß dieser ist und Unfreundlichkeit ist für ihn ein Fremdwort, er liebt jeden Artgenossen und will zu diesen hin. Dabei wird er furchtbar aufgeregt bellt, fiept, zieht an der Leine und schreit regelrecht wenn er nicht den Hund begrüßen darf. Letztens wollten wir mit ihm in ein Restaurant gehen, allerdings war dort schon ein anderer Hund und als er diesen entdeckte ging es los, er drehte so hoch das wir das Restaurant umgehend wieder verlassen mussten und ins nächste gehen.Wenn er so hochdreht ist er für uns überhaupt nicht mehr ansprechbar, wir existieren für ihn quasi gar nicht, er nimmt auch kein Leckerlie. Sobald der andere Hund außer Sichtweite war beruhigte er sich aber wieder relativ schnell. In solchen Situationen sind wir mittlerweile wirklich überfordert und wissen nicht wie wir uns verhalten sollen damit unser Lenny irgendwann entspannt damit umgehen kann wenn ein Hund in der Nähe ist. Wir nehmen ihn gern überall hin mit aber so müssen wir vorher ganz genau überlegen ob er mit kann oder nicht..

    Ach ja wir sind noch auf der Suche nach der richtigen Auslastung für ihn. Das Tricksen liegt uns eher weniger, ein paar standart Sachen kann er zwar und ruft diese auch recht zuverlässig ab. Auf Gassigängen ist er sehr Nasenorientiert, darauf wollten wir jetzt vll aufbauen.

    Viele Grüße
    Lukas

  • Ich hatte auch so ein Problem

    ich würde dir raten in eine gute Hundeschule zu gehen in der ruhige Hundebegegnungen geübt werden
    du musst dich da etwas schlau machen, weil nicht in jeder Hundeschule sowas gemacht wird.
    Es gibt durchaus welche bei denen die Hunde einfach Spielen gelassen werden.

    und lass ihn nicht mehr zu so vielen hin auch wenn du weißt dass sie Freundlich sind

    LG und viel Glück

  • Hi,

    Wenn es um Hundebegegnungen geht, sind meine auch nicht perfekt. Andere Kleinhunde findet vor allem mein Chi-Rüde sehr spannend und ich gebe ehrlich zu, dass er da auch dazu neigt, sich in die Leine zu hängen.

    Ein Problem ist, wenn oft Leinenkontakt zugelassen wird - ich weiß aber, dass es je nach Wohnumfeld schwierig sein kann, jeglichen Leinenkontakt zu meiden. Aber ich würde an eurer Stelle daran arbeiten, dass Lenny deutlich seltener zu anderen Hunden hin darf, gerade an der Leine. Ein klares Signal das ihm signalisiert "Ok jetzt darfst du hin" kann da helfen.
    Da Lennys Erregungslevel sehr hoch sein dürfte, wäre ich in dem Fall tatsächlich dafuer Leinenkontakte wirklich zu meiden so gut es geht

    An der Leinenführigkeit arbeiten (zunächst ganz ohne Ablenkungen) wäre ein weiterer Baustein, der evtl zu einer Verbesserung beitragen könnte, zB mittels eines lockeren Alltags-Fußkommandos, das lenny signalisiert, er soll jetzt einfach dicht an euch laufen und nicht zum anderen Hund hin ausscheren.

    Bei meinem Rüden klappt es auch gut jede Umorientierung zu mir hin zu bestätigen. Da müsst ihr sehr aufmerksam sein und wirklich bestätigen sobald Lennys Ohren auch nur in eure Richtung zucken. Dann sofort hochwertig belohnen, eventuell anfangs mehrmals nacheinander, um ihn so am anderen Hund vorbeiführen zu können. Ich habe das eine Weile sehr konsequent mit meinem Rüden so gemacht und nach einer Weile sah er dann bei Hundesichtung von sich aus zu mir und wartete auf Bestätigung und Belohnung, anstatt sich ganz auf den anderen Hund zu konzentrieren.

  • Wir freuten uns über jeden Hund vor dem er keine Angst hatte und ließen auch jeden Kontakt zu. Mittlerweile hat er vor keinem Hund mehr Angst egal wie groß dieser ist und Unfreundlichkeit ist für ihn ein Fremdwort, er liebt jeden Artgenossen und will zu diesen hin. Dabei wird er furchtbar aufgeregt bellt, fiept, zieht an der Leine und schreit regelrecht wenn er nicht den Hund begrüßen darf.

    Das ist ein hausgemachtes Problem.
    Ihr habt ihn anfangs dafür belohnt, wenn er distanzlos ist.
    Nun verhält er ich so, wie Ihr das gut fandet.

    Zurück auf Null.

    Konzentration auf Euch in möglichst stressfreien Umgebungen üben.

    Kontakte zu anderen Hunden nur, wenn er ruhig bleibt.

  • Ich kann das von @frolleinvomamt Gesagte nur unterstützen.

    Seht das Ganze mal von der andeern Seite: Nicht jeder Hundebesitzer wünscht Hundekontakt, schon gar nicht, wenn der eigene Hund angeleint ist oder/und er den anderen Hund/Hundebesitzer nicht kennt. Oder anders gesagt: Ich finde es ganz furchtbar, wenn derartige Hunde auf uns zustürmen und das Ganze vom Hundehalter auch noch zugelassen wird und erwünscht ist.

    Ich kann ein Stück weit nachvollziehen, dass ihr aus der ersten Angstsituation heraus Hundebegegnungen zugelassen habt. Aber für meine Begriffe ist das der komplett falsche Weg. Er muss lernen, dass nicht er solche Situationen managt, sondern ihr. Und dass nicht er entscheidet, zu welchem Hund er wann hindarf, sondern ihr.

    Erster Schritt wäre also, Hundebegegnungen und Frustrationstoleranz zu üben. Sprich jetzt erstmal erlernen, dass er bei Hundebegegnungen bei euch bleibt, ihr ihn zum Beispiel absitzen lasst und Fokussierung auf euch verlangt. Wenn das klappt, könnt ihr von Situation zu Situaion entscheiden, ob er zum anderen Hund hindarf oder - nächster Schritt - entspannt am anderen Hund vorbeilauft.

    Das ist für euch jetzt wahrscheinlich ein ziemlich langer Weg, weil das andere antrainiert ist. Trotzdem solltet ihr jetzt damit anfangen, Orientierung zu euch zu belohnen (auch ohne Hundesichtung). Und vielleicht hilft es ja bei den nächsten Runden, sich irgendwo hinzusetzen, wenn ihr andere Hunde seht, und dort gemeinsam das Ruhige sitzenbleiben übt.

    Ach, und noch was: Bittet jetzt auch andere Hundebesitzer darum, dass sie an der Leine erst einmal keinen Kontakt suchen und an euch vorbeigehen. Das könnt ihr den anderen ja zurufen, die meisten Leute sind da sehr verstndnisvoll.

  • Wenn Dein Hund kein Leckerchen nehmen kann, ist das ein deutliches Zeichen für zu viel Stress. Ich sag' dem "Würstlitest" :D
    Zeigen und benennen könnte etwas sein für Euch - ansonsten genau das:


    Zurück auf Null.

    Konzentration auf Euch in möglichst stressfreien Umgebungen üben.

    Kontakte zu anderen Hunden nur, wenn er ruhig bleibt.


    Habt Geduld und seid konsequent :smile:

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