Woran erkennt man, daws ein Hund ein Einzelhund ist ?

  • Ich möchte ja auch gerne einen Zweithund in den nächsten 2-3 Jahren und kann mir überhaupt nicht sicher sein wie mein Rüde darauf reagieren würde.

    Bei unseren Spaziergängen ist es ähnlich wie @Tahlly auch beschrieben hat, Interesse ist erstmal nicht wirklich da...er geht in 9 von 10 Fällen lieber schnell weiter, ist neutral oder findet die anderen eher zu aufdringlich, zu körperbetont und wild und mag das nicht so gerne.

    Dadurch dass er bei diesen kurzen Begegnungen desinteressiert ist ergeben sich auch kaum gute Bekanntschaften weil ich einfach fast nie das Gefühl habe ihm was gutes zu tun wenn man sich dann bewusst zum gemeinsamen spaziergehen treffen würde. Er hat drei lockere Freundinnen mit denen er gerne ab und an läuft bei allen anderen merke ich sofort sein Unbehagen und er will sie wieder loswerden :omg: xD

    Ich habe aber irgendwie so ein Bauchgefühl, dass er mit einem passenden Zweithund nach gewisser Zeit wirklich auftauen und einen tollen Sozialpartner haben könnte - aber das ist nur mein Bauchgefühl, mehr nicht.

    Am wichtigsten ist da bei uns die Rassewahl, tendenziell distanzlose überschwängliche Rassen (Retriever zB) würde ich bei ihm nicht riskieren wollen auch wenn natürlich auch viel von der Erziehung dann abhängt.

    Ich weiß jetzt schon dass ich vor dem endgültigen Schritt schlaflose Nächte haben werde eben weil das ganze Vorhaben nur darauf beruht dass ich ein gutes Bauchgefühl hätte :ugly:

  • Auch wenn eine dauerhafte Bindung was anderes ist.

    Warum nicht einfach mal nen Gasthund/Pflegehund aufnehmen? Ich habe ziemlich oft Hunde anderer Leute hier (wg. Urlaub etc.). Und es gibt Hunde, die freuen sich über Gäste, die ein paar Tage bleiben und es gibt Hunde, die sind nachher spürbar froh, wieder allein zu sein.

  • Auch wenn eine dauerhafte Bindung was anderes ist.

    Warum nicht einfach mal nen Gasthund/Pflegehund aufnehmen? Ich habe ziemlich oft Hunde anderer Leute hier (wg. Urlaub etc.). Und es gibt Hunde, die freuen sich über Gäste, die ein paar Tage bleiben und es gibt Hunde, die sind nachher spürbar froh, wieder allein zu sein.


    Er würde glaube ich zu lange brauchen um diesen Hund hier als normal und dazugehörig anzusehen, da wäre dann die Zeit warscheinlich schon wieder vorbei...über einen Gast der nur ein paar Tage bleiben soll würde er sich erstmal warscheinlich gar nicht freuen und nur irritiert sein (außer bei einer sehr charmanten Dame wo die Chemie absolut stimmt), nach ein paar Wochen könnte ich glaube ich erst sagen ob das was wäre oder nicht.

    Er ist auch territorial, ich rechne also so oder so damit dass er länger brauchen würde um einen zweiten Hund hier gut zu finden da ist das dann schwer vorher zu testen.

  • Okay, dann ist das nichts. Mit territorialen Hunden habe ich keine Erfahrung. Hier waren Gasthunde immer okay. Und mancher freute sich über Gäste, andere über deren Abschied.

    Ich weiß auch ehrlich nicht, wie ich dann in so einem Fall vorgehen würde - dass man einen Zweithund holt und damit Probleme, die vorher nicht da waren... das will ja keiner.

  • Eigentlich ist es ganz einfach, der zweithund kommt für mich, nicht für meinen Ersthund.

    Ich geb die Regeln fürs Zusammenleben vor und Ersthund hat zweithund nicht aufzufressen.
    Sie müssen sich nicht lieben, denn das kann man nicht erzwingen und nie(!) vorher wissen. Aber akzeptieren und tolerieren ist Pflicht. Zur not eben ohne ein Herz und eine Seele zu sein.

    Ich hab bisher Glück gehabt und nie das Problem, dass mein Hund im Endeffekt an dem Neuzugang keinen Spaß gehabt hätte, aber das war nie Voraussetzung für den zweithund :ka:

    Und wie gesagt, gefressen wird sich nicht, Punkt. :rotekarte:

  • Eigentlich ist es ganz einfach, der zweithund kommt für mich, nicht für meinen Ersthund.

    So einfach finde ich es nicht.

    Ich will ja einen Zweithund als Bereicherung in meinem Leben. Und zu meinem Leben gehört der Ersthund. Und wenn ich Stress habe und dauernd manage, mit meinem Ersthund Probleme auftauchen ... dann ist die Frage, ob der zusätzliche Hund tatsächlich eine Bereicherung ist unterm Strich.

  • @Tahlly ich seh das auch so wie du aber trotzdem will man ja den vorhandenen Ersthund nicht ins "Unglück stürzen" nur weil man selber unbedingt einen zweiten Hund will.

    Die Regeln sind klar, wenn der zweite dann da ist wird das gemanagt und gut ist. Es muss sich arrangiert werden.
    Aber bis es so weit ist kreisen halt schon die Gedanken ob man damit dem Ersthund einen Gefallen tut oder eben so gar nicht und ihm sein Leben erstmal versaut (überspitzt ausgedrückt). Mich beschäftigt das definitiv.

    Es ist eh klar, ICH will einen zweiten Hund, er - nein eher nicht. Wenn es nur danach gehen würde dürfte also sowieso nie im Leben einer einziehen.

    Mein Kompromiss ist dann dass ich mir viele Gedanken mache und auch die Rasse und dann das Individuum so aussuche dass es höchstwarscheinlich mit ihm klappen kann. Und auch wenn ich jetzt zB Retriever und deren Art lieben würde, würde hier wegen ihm keiner einziehen, er kann damit einfach nicht.

    Im Gegenzug dazu wird auch keine kleine Terrierdame einziehen (das wäre wohl seine Wahl) weil ich das nicht will - also muss ein Kompromiss her.

    Ich denke schon, dass man das seinem Ersthund in gewisser Weise "schuldet" dass der zweite dann wenigstens bestmöglich zu ihm passen kann und nicht nur all meine Vorstellungen erfüllt.

  • Meine Hündin möchte defintiv eine Einzelhündin sein.
    Sie ist von dem Rüden eigentlich die meiste Zeit genervt. Woran man das merkt? Sie geht ihm aus dem Weg, manchmal meckert sie ihn an, aber er ist ziemlich lästig.
    Manchmal hat sie keine Lust wegzugehen und dann stellt er sich schon mal gern auf sie drauf und drückt ihr sein Ding ins Gesicht.
    Wenn es ums Streicheln geht knallt er auch gern dazwischen, nur um dann sofort wieder abzudampfen. Ich denke bei ihm ist das sehr viel "Selbstfindung" und auch Verspieltheit. Dafür hat sie aber kaum Verständnis. Nachts quetscht er sich zu ihr ins Körbchen, das sie hat seit sie bei uns ist. Diesen Platz möchte sie auf keinen Fall räumen und auch keinen Terror machen, weil sie uns nicht wecken will (so isse <3 ) und deshalb toleriert sie ihn dort.

    Er hingegen wäre als Einzelhund gut, weil er am liebsten alle Aufmerksamkeit für sich hätte. Wann immer irgend etwasw (sogar Fliegen!) zwischen ihn und sein begehrtes Objekt (meistens seine Menschen) kommt, wird er ungemütlich. Er ist nicht aggressiv, aber er weiß genau wie er seine Nebenbuhler loswird.
    Die Hündin "arscht" er einfach an die Seite, andere Hunde werden verknurrt, bzw. verbellt und andere Menschen beklettert und berempelt.
    Ich bin sicher, dass man das mit ein bisschen länger Training in den Griff kriegen würde. Aber in seinem Kopf ist er der Prinz und ich will tot umfallen, wenn er nicht am liebsten allein zwischen seinen geliebten Menschen, Körbchen, Plüschis und Futter wäre.

  • Sie ist von dem Rüden eigentlich die meiste Zeit genervt. Woran man das merkt? Sie geht ihm aus dem Weg, manchmal meckert sie ihn an, aber er ist ziemlich lästig.

    Warum sorgt ihr denn nicht dafür, dass sie in Ruhe gelassen wird?

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