Aus Frust und Unsicherheit

  • Hallo,

    Ich lese schon eine Weile hier mit und habe nun auch eine Frage.
    Unser junger WSS Rüde bellt beim spazieren andere Hunde an. Es ist nicht wirklich aggressiv sondern eher aus Frust und Unsicherheit.
    In vielen Situationen reicht es aus wenn ich ihm das Kommando sitzt gebe und mit leckerchen arbeite. Ganz wichtig ist für ihn das er den Hund sehen kann.
    Leider habe ich oft das Gefühl das wir nicht wirklich Fortschritte machen. Deswegen wollte ich hier mal nachfragen ob jemand ein paar Tipps für uns hat.

  • Hallo Amber,

    Wenn du die Situationen nicht genauer beschreibst, wird es schwierig, dir einen guten Rat zu geben. Also:

    1. wann entsteht das „unerwünschte“ Verhalten? Wie verhält sich dein Hund wie der andere Hund?
    2. hast du deinen Hund an der Leine? Verändert sich die Spannung?
    3. wie verhältst du dich? Also zum Beispiel: Bestätigung durch Leckerei? Bist du genervt, aufgeregt oder ängstlich?
    4. wie trainierst du abseits dieser Situationen an der Frustrationstoleranz?
    5. wie alt ist dein Hund, welches Geschlecht, wie lebt ihr so zusammen? Gibt es weitere kleine Baustellen?

  • Meine grundsätzlich v.a. großen Artgenossen unsichere Hündin bellt, wenn der andere Hund
    - ihr in Drohhaltung entgegen kommt (Schleichgang, Kopf nach unten, starre Körperhaltung
    - zuerst bellt

    Beides verhindere ich im Vorfeld, indem ich sie auf mich konzentriere, je nach Situation und Platz einfach Fuß und "schau" fordere, sie sitzen lasse oder Wendungen gehe.

    Wenn sie doch los bellt, bekommt sie ein deutliches Nein! und wird auf mich umgelenkt. Ich mag Leinenkläfferei grundsätzlich nicht.

  • Hallo Amber,

    Wenn du die Situationen nicht genauer beschreibst, wird es schwierig, dir einen guten Rat zu geben. Also:

    1. wann entsteht das „unerwünschte“ Verhalten? Wie verhält sich dein Hund wie der andere Hund?
    2. hast du deinen Hund an der Leine? Verändert sich die Spannung?
    3. wie verhältst du dich? Also zum Beispiel: Bestätigung durch Leckerei? Bist du genervt, aufgeregt oder ängstlich?
    4. wie trainierst du abseits dieser Situationen an der Frustrationstoleranz?
    5. wie alt ist dein Hund, welches Geschlecht, wie lebt ihr so zusammen? Gibt es weitere kleine Baustellen?

    zu 1. Das verhalten entsteht meistens wenn der andere Hund ihn fixiert bzw. Ihn anbellt oder knurrt. Selten ist es bei Hunden die ihn ignorieren.
    Zu 2. Ja diese Situationen sind eigentlich nur an der Leine. Leider ist bei uns absolute Leinenpflicht und der abendspaziergang findet bei uns hier im Dorf statt. Naja oft wenn ich ihn absitzen lasse kann ich seine Aufmerksamkeit behalten. Dabei habe ich ihn locker. Manchmal springt er dann allerdings auf und die Leine spannt sich dann.
    Zu 3. Leckerchen bekommt er wenn er “brav“ war. Wie ich dabei bin ist leider unterschiedlich. Hatten wir viele gute Situationen bin ich total entspannt. Leider bin ich nach mehreren schlechten Situationen oft frustriert und brauche ein bisschen bis es wieder wird.
    Zu 4. Die Frustrationstoleranz üben wir eigentlich viel. Beim Aussteigen im Auto, bei offenen Türen, beim Füttern beim Ballspielen. Überall muss er auf das Kommando warten.
    Zu 5. Es ist ein Rüde und fast 13 Monate alt.
    Er wohnt bei uns im Haus.
    Die einzigen kleinen Baustellen hängen irgendwie zusammen. Wenn er zum Beispiel mal nicht mit in den Garten darf wird er stinke sauer. Oder wenn sein “Rudel“ sich trennt. Dann flippt er aus.

  • Unser junger WSS Rüde bellt beim spazieren andere Hunde an. Es ist nicht wirklich aggressiv sondern eher aus Frust und Unsicherheit.
    In vielen Situationen reicht es aus wenn ich ihm das Kommando sitzt gebe und mit leckerchen arbeite.

    Könnte sein dass er gelernt hat, dass er mit seinem Verbellen anderer Hunde ein Leckerli ergattern kann. Also bellt er mit wachsender Begeisterung, weil dann ja was nettes für ihn passiert.

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