Futterneid
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Hallo liebes Forum,
unser Hund Oskar ist mittlerweile 2 Jahre alt. Wir haben ihn im Alter von 6 Monaten zu uns genommen. Er kommt ursprünglich aus Griechenland und ist anschließend in einer Pflegefamilie groß geworden. Dort lebten neben seinen zwei Geschwistern noch zwei große Hunde. Innerhalb der Besuche bei der Pflegefamilie war schon deutlich,dass Oskar sein Futter z.T. wegtrug oder Knochen, wenn er sie mal ergattern konnte, im Haus versteckte.
Als wir ihn zu uns nahmen, sind wir erstmal mit dem Problem des Futterneides nicht mehr in Kontakt gekommen,da er keinerlei Anstalten macht,wenn wir ihn füttern oder ihm sogar mal das Futter zwischendurch wegnehmen oder sonstiges.
Aufgefallen ist das Problem dann nach einem Jahr im Urlaub,als ein Nachbarhund in unser Haus kam und an Oskars Futternapf gerochen hat. Dann hat Oskar direkt geknurrt und wollte nach dem Hund schnappen.
Wenn wir bei Freunden mit Hund sind, macht er das gleiche Spiel. Erst spielt er fröhlich mit den anderen Hunden, doch entdeckt er einen Knochen und kommt ihm dann ein anderer Hund zu nah,fängt das Gepöbel wieder an. Er knurrt und schnappt nach den Hunden,damit sie von ihm und SEINEM Knochen wegbleiben.Im Bekanntenkreis ist das Problem gar nicht so dramatisch,weil die Knochen dann einfach bei Besuchen weggeräumt werden, aber heute waren wir bei Bekannten und da kam ein Hund spontan zu Besuch und ein Knochen lag noch rum,da hat Oskar direkt wieder geknurrt und nach dem Hund geschnappt.
Wenn ihr Tipps habt,wie man das üben könnte,ohne direkt eine Beißerei zu provozieren,wäre ich euch sehr dankbar :-)
Liebe Grüße
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Hallo,
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Bei Hunden, die sich nicht länger kennen, nur zum Besuch sehen und wo nicht geplant ist, dass sie länger zusammen wohnen sollen, würde ich da, ehrlich gesagt, gar nix trainieren. Futter wegräumen und gut isses.
Dass Hunde gegen fremde Artgenossen ihr Futter verteidigen, ist völlig normal – und euer Hund macht das doch eigentlich ziemlich gut: er warnt sogar durch Knurren vor, dass er da 'Besitzansprüche' erhebt, anstatt dem anderen Hund gleich im Gesicht zu hängen, was er ja auch tun könnte.

Insofern: Wenn ihr jetzt einen Zweithund planen würdet, würde ich da für den eigenen Haushalt Regeln aufstellen, Ressourcen/Kaukrams zuteilen und über sowas wie feste Plätze nachdenken, wo der Hund dann bleiben muss, bis er fertig gefressen hat und wo er umgekehrt dann aber auch in der Zeit seine Ruhe hat, das entspannt die Lage und den Stress um den Futterneid meist enorm. Aber bei "nur" locker bekannten oder sogar völlig fremden Hunden würde ich da, wie gesagt, nicht groß herumprobieren oder trainieren.
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Abruf erstmal Zuhause mit vorhandenen Verlockungen üben und dafür hochwertige Leckerli verwenden, sodass er lernt "von euch gibt's was Besseres und Tauschen lohnt sich immer".
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Okay,sehe das eigentlich ähnlich und habe normal mit so etwas auch kein Problem, aber wenn dann doch bei anderen Leuten spontan ein anderer Hund zu Besuch kommt und sich Oskar dann so divenhaft verhält und da Streit wegen des Knochens anfängt,ist es schon sehr unangenehm.
Wenn irgendwann mal Nachwuchs ins Haus kommt und der Hund da auch Dinge für sich in Anspruch nehmen will,wie würdet ihr das handhaben?Ich meine,Babies können da natürlich erstmal nichts Wildes in den ersten Wochen und Monaten anstellen,aber denkt ihr,beim eigenen Rudel könnte er da auch so ein Verhalten zeigen?
Ich würde die Sachen von Hund und Kind streng trennen und beiden deutlich machen,dass der eine an den Dingen des anderen nichts zu suchen hat.
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Ich sehe das wie @pardalisa
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Okay,sehe das eigentlich ähnlich und habe normal mit so etwas auch kein Problem, aber wenn dann doch bei anderen Leuten spontan ein anderer Hund zu Besuch kommt und sich Oskar dann so divenhaft verhält und da Streit wegen des Knochens anfängt,ist es schon sehr unangenehm.
Ich finde das gar nicht divenhaft, sondern, wie gesagt, völlig normales Verhalten. Vielleicht liegt das an der Art 'Hundetyp', die ich mag und in meinem Umfeld viel habe, aber ich kenne wirklich deutlich mehr Hunde, die mit fremden Artgenossen kein Futter teilen möchten, als welche, die völlig entspannt was von ihrer 'Beute' abtreten oder beim Fressen unbekannte Hunde in ihrer Nähe haben wollen würden.
Wenn ihr bei Bekannten seid und ein anderer Hund spontan dazustößt, einfach "Hey, lass' uns kurz gucken, ob irgendwo Futter rumliegt und das wegräumen, nicht, dass es unnötig Stress gibt" sagen und die Situation gar nicht erst entstehen lassen. Wäre jetzt zumindest meine Vorgehensweise.

Wenn irgendwann mal Nachwuchs ins Haus kommt und der Hund da auch Dinge für sich in Anspruch nehmen will,wie würdet ihr das handhaben?Ich meine,Babies können da natürlich erstmal nichts Wildes in den ersten Wochen und Monaten anstellen,aber denkt ihr,beim eigenen Rudel könnte er da auch so ein Verhalten zeigen?
Mit (Krabbel-/Klein-)Kindern würde ich da auch feste Regeln einführen, aber das wäre dann ja bei euch zu Hause, also viel besser plan- und überschaubar. Solche Sachen wie "der Hund bekommt seinen Knochen auf seinem Platz und man achtet darauf, dass das Kind in der Zeit da nicht hinkommt" sind bestimmt ganz sinnvoll und mit Türgittern o.ä. einfach umzusetzen. Da muss man sich ja keinen Stress machen – weder den Zwei-, noch den Vierbeinigen Familienmitgliedern.

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Ich bin froh jemanden wie dich hier zu finden.Viele andere hätten vielleicht etwas anderes geraten oder meinen Hund auf Links gedreht.
Ich denke auch,dass man das in den Griff kriegen kann und der Hund sich ja langsam dann an das Kind gewöhnen wird und es bestenfalls nicht als Feind sondern anerkanntes Rudelmitglied wahrnimmt .
Denkt ihr ein Hund merkt es bereits,wenn eine Frau schwanger ist und nimmt er den Geruch des Kindes als in dem Fall meinen Geruch war?
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Ich denke auch,dass man das in den Griff kriegen kann und der Hund sich ja langsam dann an das Kind gewöhnen wird und es bestenfalls nicht als Feind sondern anerkanntes Rudelmitglied wahrnimmt .
Auf jeden Fall. Wobei man bedenken sollte, dass der Hund ein Kind als Familienmitglied voll akzeptieren und wirklich gerne haben kann – und ihm gegenüber trotzdem Ressourcen wie Futter oder Spielzeug verteidigen kann. Das schließt sich gegenseitig nicht aus und heißt ja nicht, dass er das Kind nicht 'mag', sondern bloß, dass er dieses Futter/diesen Gegenstand jetzt in dem Moment nicht teilen oder abgeben will.
(Und auch das ist völlig normal – natürlich muss man da als Erwachsener ein Auge drauf haben und nötigenfalls rechtzeitig eingreifen, aber nur, weil das Kind aus Hundesicht dazugehört, muss er das noch lange nicht "als Autorität anerkennen", auf die er irgendwie hören muss. Solche Späße wie "das Kind muss dem Hund jederzeit den Futternapf weggnehmen können", werden manchmal noch als Training empfohlen, sind aber wirklich kritisch zu sehen und ich würde da nicht unnötig Stress und Druck reinbringen. Aber ich hab' auch keine eigenen Kinder und hier im Forum gibt's, glaub ich, einen extra Austausch-Thread für das Alltagsleben mit Kindern und Hund, wenn du da ein bisschen querlesen willst, kannst du ja da mal vorbeischauen.
)Ich würde mich einfach nicht verrückt machen, mit dem Hund gelegentlich üben, dass das Herausgeben von Dingen auf Kommando eine völlig entspannte, alltägliche Sache ohne 'Kampf' und Stress ist – aber auch Orte schaffen, an die er sich mit 'seinem Krams' zurückziehen kann und dort nicht gestört wird.
Und wenn dann irgendwann ein Kind zur Familie gehört, würde ich diese "meins/deins"-Trennung von Spielzeug, Liegeplätzen, etc. von Anfang an einplanen und dann mal schauen, wie's läuft.
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Baxter ist da ganz genauso: Zuhause gegenüber uns zeigt er kein Futterneid. Gegenüber seinen engsten "Freunden" zeigt er ebenfalls kein Futterneid. Aber bei Hunden die er nur sehr sehr selten oder gar einmal sieht, sieht es anders aus. Das haben wir festgestellt, als wir bei meinen Eltern zum ersten Mal zu besuch waren und ich beide vor mir absitzen lies, um Leckerlies zu verteilen (klappt ja schließlich auch Zuhause), pustekuchen, Baxter wirde grantig und schnappte auch knurrend nach Spencer. So war es dann auch im urlaub mit dem Hund meines Bruders.
Ob wir was trainieren? Nö. Weil das Situationen sind, die wir so selten begegnen das es keine rede wert ist. Wir werden dann halt bei Besuch mit fremden Hunden oder bei fremden Hunden, nur nicht mehr Leckerlies verteilen bzw. nur noch wenn die nicht nebeneinander sind.
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Meine Hündin ist fremden Hunden gegenüber stark Futterneidisch!
Wir passen einfach auf das da nichts rumliegt und gut ist es.
Mit unserer 1,5 Jahre alten Tochter zu Hause gibt es da eigentlich keine Probleme!
Klare Regel bei uns:das Kind isst nur am Tisch und es wird nicht mit essen herum gerannt! Ansonsten würden sich hier Hunde und Katzen drauf stürzen.Wenn meine Hündin ihr Fressen bekommt, dann steh ich daneben und schaue das sie nicht gestört wird. Knochen gibt es nur in geschlossenen Räumen, oder in einer geschlossenen Box - so kann unsere Tochter gar nicht auf die blöde Idee kommen und es klauen!
Reste werden nicht liegen gelassen.Während wir essen, müssen die Tiere sich vom Tisch fernhalten und dürfen erst aufstehen, wenn ich alles weggeräumt habe (da meine Tochter gerne mal Essen um den Tisch verteilt, ist das besonders wichtig...)
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