GEBISSEN! Futterneid...
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Hallo,
Am Wochenende sind mein Freund und ich nach dem Spaziergang
mit unseren Hunden zu mir gegangen. Ich hatte diesmal vergessen, ihren Napf weg zu stellen, in dem noch Restfutter war. Wir kommen rein, meine(Jona, 1,5 Jahre, Bordermix) war schon von der Leine. Mein Freund hatte seine (Fly, 13 Wochen alt, Bordercollie) noch an der Leine, da stürzt sich Jona auf die Kleine, so schnell konnten wir gar nicht gucken. Ich riss meine weg, während mein Freund mit der heulenden Fly ins Wohnzimmer ging. Ich hab meinen Hund erstmal ausgemotzt, Futter weggetan und bin ins Wohnzimmer, Jona ließ ich draussen.Fly hatte sich schon beruhigt, hatte aber einige Blutspritzer überall. Nachdem säubern sahen wir, dass die Ohrspitze eine Wunde hatte, an der Wange hat sie eine kleine Bisswunde und einen großen Kratzer am Bauch.
eine Bekannte meines Freundes hat sie sich angeguckt, die Tierärztin ist, es ist nicht weiter schlimm und muss auch nicht behandelt werden.)Wir haben Jona auch nach ca 10 minuten ins Wohnzimmer geholt und sie haben schon wieder gespielt, Fly hat auch keine Angst gezeigt, was schonmal positiv ist, ich hatte schon die Befürchtung, dass sie sich nun vor Jona ängstigt.
Jetzt meine Frage: Es ist klar, es war meine Schuld, ich weiss, dass sie Futterneidisch ist, bisher hatte sie, wenn was vorkam, "nur" weggeschnappt, aber diesmal ist sie ja richtig drauf los gegangen!
Natürlich passe ich jetzt 100%ig auf, dass nirgendwo mehr Futter rumliegt, aber was kann ich sonst noch machen??
Kann man trainieren, dass sie nicht mehr so Futterneidisch ist?(Ich und speziell Menschen können ihr alles wegnehmen! Nur bei Hunden reagiert sie so---bis auf ihre beste Freundin, Lucie, Mix, 1 Monat jünger als Jona---bei ihr macht sie nichts....
Und heute ist noch was vorgefallen:
Wir waren mit den Hunden spazieren, meine, Fly und Lucie.
ch konditioniere Jona gerade auf die Pfeife und habe ein Schälchen Katzenfutter mitgenommen als besonderes Leckerchen. Hat auch super funktioniert,
allerdings als Fly mal in meine Nähe kam, kam Jona angerannt und knurrte sie an, verteidigte also das Katzenfutter, das in meiner Jackentasche war!
Als Lucie in meine Nähe kam, machte Jona nichts.Dann kam ein anderer Hund vorbei. Begrüßung, alles ganz normal, dann roch der Hund wohl das Katzenfutter und wollte mich anspringen.
Da schnappte Jona ihn weg. Wenigstens biss sie nicht, aber auch das sollte nicht vorkommen!!!!Jetzt weiss ich nicht, was ich machen soll, für mein Training ist das Futter am verlockensten für sie und sie lässt sich so super aus Ablenkung abrufen.
Auf der anderen Seite will ich ja auch nicht, dass dadurch Beissereien provoziert werden könnten.Was meint ihr, wie soll ich mich verhalten, habt ihr Tipps, wie ich Jona das Verteidigen abgewöhnen kann?
Dazu muss ich noch sagen, dass mein Hund ansonsten super verträglich ist, freut sich über jeden Hund, hat noch nie Streitereien angefangen und vor der Situation am WE mit Fly, noch NIE gebissen...
Freue mich auf eure Antworten
und bin dankbar für jeden Tipp!!verzweifelte Grüße, Nicole
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20. März 2007 um 16:50
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GEBISSEN! Futterneid... - Vor einem Moment
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Hi,
du hast an sich einen ganz normalen Hund. Mein Hund verhält sich kein bisschen anders. Der fremde Hund hat an dir nichts zu suchen, da darf dein Hund schon mal verwarnen. Ich war früher immer entsetzt, heute kann ich drüber stehen, denn es sieht meist schlimmer aus als es ist. Die meisten hunde, die meinen Hund kennen, wissen genau ihre Grenzen und gehen schon gar nicht mehr an mich ran. Setzte ich meine etwas weg, dann geht es. Ich denke, Hunde dürfen durchaus Grenzen setzten. Wenn die anderen damit ein Problem haben, selber schuld. Menschlich gesehen schlimm, hündisch gesehen an sich eher normal. Pass auf, dass kein Futter rumliegt oder runterfällt. Du kannst versuchen mit einer Wasserspritze oder Wasserflasche in den kritischen Situationen deinen Hund nass zu spritzen, das müsste am ehesten helfen.
Denke ja nicht, dein Hund hat ne Macke, das gibt es und auch nicht selten, so doof es für uns Menschen ist. Ich muss dazu sagen, dass mein Hund dabei noch nie einen Hund verletzt hat.
Gruß Biber
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Das Thema hatte ich grade mit ein paar Freundinnen: dass unsere Hunde uns zwar nicht verteidigen, aber das Essen, das wir manchmal dabei haben schon :wink: .
Snoop verwarnt auch fremde Hunde, wenn sie mich anspringen. Das finde ich okay.
Ansonsten musst du halt aufpassen, dass kein Futter rum steht. Das kenn ich von anderen auch.
Was das Superfutter für das Pfeifentraining angeht, sollte dein Hund ja sowieso nicht wissen, dass du was Besonderes in der Tasche hast.
Pfiff und Superfutter sollten ja unmittelbar aufeinander folgen und nicht vorhersehbar sein.
Konditioniere doch zu Hause.Und wenn du später draußen übst, braucht Jona auch nicht wissen, dass du was Besonderes dabei hast.
LG Christine
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hmm..was ich mich grad frage:
ist es denn nicht meine aufgabe recourcen zu verteidigen und zu entscheiden wer z.b. ans futter ran darf und wer nicht?? -
Schwer zu sagen, seit neuestem sieht man manches völlig anders. Alles was beim Hund ist, gehört ihm. Wir vermenschlichen Hunde viel zu sehr.
Ich denke das Hauptproblem liegt in der Präge- und Sozialisierungsphase. Lernt der Welpe mit allen zu fressen, wird es kaum Probleme geben. Mein Hund hat angeblich als Welpe das Futter schon vertreidgt und nicht mal ihre Mutter hat sie gemaßregelt. Hätte sie es nur mal getan. Dazu ist mein Hund eifersüchtig und ein Hütehund. So hat sich vermutlich alles ins Hüten verwandelt. Sie hütet/verteidigt den Ball und Futter und zur Not auch mich. Leider wußte ich damals nicht, wie ich dagegen angehen kann und so ist leider nutzlose Zeit verstrichen. Heute kommt Futter und Ball bei anderen Hunden weg und gut ist.
Recourcen verteidigen, ne, das kann man nicht so sehen. Oft wird auch rangniederen Wölfen das Futter nicht weggenommen. Außerdem, ich darf ja ans Futter. Wären die Hunde untereinander ein Rudel das dauerhaft beisammen wäre, würde sich ganz schnell alles regeln. Da wüßte jeder Hund wie weit er bei den anderen gehen kann. Und die lernen das ganz schnell. Wir Menschen sehen leider oft gar nicht, was zw. den Hunden so genau abgeht. Manchmal provozieren Hunde, einer reagiert und wir Menschen haben es nicht bemerkt. Wir sollten Hunde nicht immer wie Kleinkinder betrachten und auch die hauen sich die Schaufel im Sandkasten um die Ohren, wenn da einer ran will.
Gruß Biber
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Danke für eure Antworten!
@Biber:
Ja, so dachte ich auch und fands ok, wenn sie anderen mal Bescheid sagt,
dass es ihrs ist, also Grenzen setzt. Nur dass es jetzt zu einer Beisserei kam, beunruhigt mich etwas.
Aber da passe ich jetzt besser auf!Schön, das ich einen normalen Hund habe, habe in den letzten
Tagen meinen Hund nämlich immer vor anderen verteidigen müssen,
die meinten, dass Futterverteidigung nicht normal sei, bzw. sie es lernen müsse, zu teilen.Hab bei einer Freundin drum kämpfen müssen, dass sie den Napf ihres Hundes wegnahm, wenn ich mit Jona zu Besuch war, weil sie meinte, dass sie es so lernen müsse. Aber warum denn Streit provozieren, wenn man einfach die Sache, also den Napf, das Futter wegstellen kann...
Die Wasserspritze möchte ich lieber nicht einsetzen, weil ich Angst habe, dass sie es zb. durch schlechtes Timing falsch verknüpfen könnte und sie es auf mich, oder andere Hunde beziehen könnte.
Sie macht übrigens keine Probleme, wenn ich Fly und ihr nebeneinander bei Übungen abwechselnd ein Leckerchen gebe.
Nur wie gesagt, wenn sie sich ihrem Napf nähert.(den man ja eh wegstellen sollte, wenn er nicht leergefressen wird,
was ich ja an dem Tag leider vergessen hatte.)Jona ist übrigens mit 6 Monaten erst zu mir aus Griechenland gekommen, sie wurde mit ihren Geschwistern auf der Strasse gefunden und dort saß sie bis sie zu mir kam im Tierheim in Griechenland. Daher wohl auch ihr Futterneid...
Hast recht, Kinder streiten sich ja auch um Spielsachen, oder gar Bonbons
:freude:Snoop:
Hm, mache ich dann da was falsch, weil, wenn ich sie rufe, also pfeife und sie kommt, bekommt sie ja etwas von dem Katzenfutter. Aber ja nicht alles, den Rest stecke ich ja wieder ein für das nächste Abrufen...
Also weiss sie ja wo es ist...?! -
Zitat
Hm, mache ich dann da was falsch, weil, wenn ich sie rufe, also pfeife und sie kommt, bekommt sie ja etwas von dem Katzenfutter. Aber ja nicht alles, den Rest stecke ich ja wieder ein für das nächste Abrufen...
Also weiss sie ja wo es ist...?!
Für normale Rückrufübung würd ich das auch so machen. Aber nur mit Hühnchenfleisch oder Käsewürfeln.Aber Pfeife konditionierst du ja wahrscheinlich für den "Ernstfall".
Schau mal hier http://www.hovawart-info.de/hovawart.html unter Antijagdtraining und dann Superpfiff.
Da ist das super interessant und verständlich beschrieben!Viel Spaß dabei
LG Christine -
Zitat
Schau mal hier http://www.hovawart-info.de/hovawart.html unter Antijagdtraining und dann Superpfiff.
Da ist das super interessant und verständlich beschrieben!Wow, die Seite ist allgemein sehr interessant! Auch eine tolle Beschreibung der SchuH-Ausbildung, besonders für deren Gegner und Zweifler!! Und über Hundeverhalten...und...viele tolle Sachen richtig gut beschrieben! !

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Danke für die Seite

Hm, eigentlich wollte ich generell später mit Pfeife abrufen.
Also nicht als Supersignal verwenden.
Z.B.
wenn Jona vor mir einen anderen Hund entdecken würde, könnte ich
sie mit der Pfeife zurückholen. Klappt bis jetzt super so.Ich wollte es eigentlich auch nur die erste Woche regelmßig mit dem Katzenfutter verbinden und dann reduzieren, bzw. abwechseln mit Käse, oder Fleischwurst. Den Jackpot, also das Katzenfutter würde sie nur noch in Situationen großer Ablenkung bekommen, wenn sie dennoch auf Pfiff kommt.
Ich hoffe ich hab jetzt verständlich beschrieben, wie ich es meine,
es soll kein Supersignal sein, sondern generell ein Rückrufsignal, auf das sie zuverlässig kommen soll.lg und einen schönen Tag :blume:
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Zitat
Recourcen verteidigen, ne, das kann man nicht so sehen. Oft wird auch rangniederen Wölfen das Futter nicht weggenommen.
Für Wölfe stimmt das auch, ABER Hunde sind keine Wölfe. Gerade darin, dass Hundegruppen im Gegensatz zu Wölfen eine ausgeprägte Futterrangordnung haben, unterscheiden sie sich sehr.
Futterverteidigung lasse ich nicht zu, genausowenig aber auch Vertreibung vom Futter. Und dass mein Hund entscheidet, wer mit mir Kontakt aufnehmen darf? Nö, das wäre ja noch schöner.
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