On the road mit Welpe in Mexico (holl. Herder)
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Hallo liebe Hundefreunde,
Mein Name ist Daniel und reise im Moment mit meinem jungen Holländischen Schäferhund Madero durch Mexiko. Der Kleine ist Ende Oktober geboren (9 Wochen alt) und ich kenne ihn seit seiner Geburt. Da hier kaum Leute sind mit denen ich mich austauschen kann, würde ich mir gerne hier ein paar Tipps zur artgerechten Haltung und Erziehung von dem Kleinen holen. Ich hab schon viel in Internet gelesen, aber einige Fragen sind immer noch offen.
Der Kleine hört auf seinen Namen, kann Sitz, No, Such (Futter), Bleib und hat die Beißhemmung schon gelernt. Grad arbeiten wir am garnicht mehr Beißen (beim Spielen), , an "Platz" und an besserem Gehorsam. Dieser ist extrem situationsabhänging.
Ich lese immer wieder zu der Erziehung "Keine harte Hand aber Konsequent" - wie kann ich mir das vorstellen? Getreten, angeschrieen oder geschlagen wird er nicht. Konsequent bin ich sehr mit ihm und da gibts auch keine Ausnahmen egal ob es ihm passt oder nicht.
Einen größeren Rüffel gibts nur bei groben Verstößen wie wiederholtes Fressen von fremdem Futter (natürlich nur inflagranti) oder zu festes Beißen beim Spielen. Ist aber deutlich weniger geworden und äußert sich in wegschubsen, zu Boden drücken und bestimmt "No" sagen. Dannach wird er ignoriert für ne Weile. Eingesperrt wird er nur zum schlafen wenns garnicht mehr geht und ich merke es ist zu viel für ihn. Dann fiept/bellt er 30 Sekunden und dann ist Ruhe und er chillt/schläft.
Der Kleine ist auch sehr temperamentvoll und neugierig. Überall wird geschnüffelt, reingebissen oder angebellt. Ist in Ordnung soweit und völlig normal meiner Meinung nach. Richtig zur Ruhe kommt er nur beim Auto fahren (mit Klimaanlage), in seiner Box mit Gitter, in der er auch immer schläft oder wenn wir in Restaurants sitzen und er angeleint unterm Tisch liegt. Sonst keine Chance. Es wird gespielt, geknabbert, gebellt und geschnüffelt. Mit anderen Hunden kommt er auch super klar, wobei hier recht viele Straßenhunde unterwegs sind, von denen ich ihn fern halte so gut es geht.
Zu Beginn habe ich zwei Fragen an euch:
1. Er hat seid 2 Wochen halbwegs Durchfall. Die Würste sind zwar geformt aber sehr weich. Kein Blut oder oder Schleim. Ist das normal oder muss ich mir Sorgen machen wegen Krankheiten oder Parasiten? Futter umstellen (füttere Welpenfutter für mittelgroße Hunde)?
2. Wie viel Stress ist gut für den Kleinen? Er sieht sehr viele neue Sachen und da wir durchs Land reisen hat er kein festes Zuhause ausser mich, das Auto und seine Box, in der er sich wohl fühlt meiner meiner Meinung nach und gut schlafen kann. Mir ist aufgefallen, dass wenn er zu wenig schläft und keine Ruhe bekommt er völlig am Rad dreht nach ner Weile. Bellen, Knurren, Beißen und völliger Ungehorsam. Nach ein paar Stunden Schlaf ist er wieder ganz der Alte. Meine Frage dazu wie schädlich sowas für den Kleinen ist und ab wann ich mir sorgen machen muss, dass er ein Problemhund wird wenn er älter wird.
Es sind noch viele andere Sachen aber ich fang mal langsam ab. Besten Dank im Voraus and die, die bis hier gelesen haben & mir gute Ratschläge geben wollen.
Grüße aus MX,
Daniel & Madero
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Hallo,
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Ich lese immer wieder zu der Erziehung "Keine harte Hand aber Konsequent" - wie kann ich mir das vorstellen? Getreten, angeschrieen oder geschlagen wird er nicht. Konsequent bin ich sehr mit ihm und da gibts auch keine Ausnahmen egal ob es ihm passt oder nicht.
Zu den unten gestellten Fragen können dir sicher andere besser weiterhelfen. Zu der Konsequenz, ich bringe das gar nicht mit positive Strafe in Verbindung. Für mich ist es eher so, dass die Regeln immer gelten (z.B warten vor dem Futternapf, erst auf ein Signal andere Hunde begrüßen, etc.) und dass auf bestimmtes Verhalten des Hundes immer die gleiche Aktion vom Menschen kommt (z.B belohnen wenn Kommando richtig ausgeführt wird). Dadurch wird der Mensch und der Alltag für den Hund vorhersehbarer.
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Seit wann und woher hast du den Knirps wenn er 9 Wochen alt ist und er seit 2 Wochen Durchfall hat?
Allgemein weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. Für zu wenig Gehorsam brauchst du bei einem 9 Wochen alten Welpen gar nix maßregeln, Programmtechnisch würd ich runter schrauben, wenn er eh schon nicht gut zur Ruhe kommt. Auf so einer Reise bekommt er schon genug Eindrücke da muss er nicht noch extra Kommandos lernen.
Alles anbellen ist quch nicht normal, sondern oft ein Zeichen von Unsicherheit.
Les dich gut ein in spezifische Themen.
Herder können sehr speziell sein und sind nicht gerade die einfachsten was Erziehung angeht. -
Der Kleine ist Ende Oktober geboren (9 Wochen alt) und ich kenne ihn seit seiner Geburt.
Hey HO!
Mach mal langsam!
DAS:Der Kleine hört auf seinen Namen, kann Sitz, No, Such (Futter), Bleib und hat die Beißhemmung schon gelernt. Grad arbeiten wir am garnicht mehr Beißen (beim Spielen), , an "Platz" und an besserem Gehorsam. Dieser ist extrem situationsabhänging.
ist definitiv viel zu viel für einen 9 Wochen alten Hund!
Klar kann er das alles so schnell lernen, aber das überfordert ihn einfach!
Ein menschlicher Erstklässler lernt auch nicht in der Vorschule 2 Fremdsprachen fließend und dazu das große Einmaleins!Wie viel Stress ist gut für den Kleinen? Er sieht sehr viele neue Sachen und da wir durchs Land reisen hat er kein festes Zuhause ausser mich, das Auto und seine Box, in der er sich wohl fühlt meiner meiner Meinung nach und gut schlafen kann.
Arnbeite weniger an diesem ganzen "Gehorsams-Schnick-Schnack" und lass ihn seine sicher sehr spannende, da sehr abwechslungsreiche Welt kennen lernen.
so Tricks wie "sitz" und "Platz" die kommen so nebenbei....dass wenn er zu wenig schläft und keine Ruhe bekommt er völlig am Rad dreht nach ner Weile.
Wie gesagt: Weniger ist mehr

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zu Boden drücken und bestimmt "No" sagen.
Das lass besser sein.
Es ist ein 9 Wochen altes Hundebaby, es macht nichts mit böser Absicht, um dich zu ärgern.
"Erkläre" und "zeige" ihm, was du möchtest, anstatt ihn unfair zu behandeln.Liebevolle, aber konsequente Erziehung dauert und mit 9 Wochen ist im Grunde nichts zu erwarten, aber du erwartest recht viel von ihm, was er bei so einem Tagespensum gar nicht erfüllen kann.
Eine Fremdsprache ist auch nicht schnell erlernt.
Jedes Wort ist für den Welpen eine neue Sprache.LG Themis
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Vielen Dank für die Antworten! Genau deshalb hab ich mich hier angemeldet

Er ist in meiner Wohnung geboren worden, seine Mutter ist die Hündin von meinem Mitbewohner gewesen.
Also mit weiteren Komandos werde ich nicht anfangen und die "Platz" Geschichte erstmal komplett sein lassen. Solche Sachen wie sitzen vor dem Napf bevor es essen gibt werde ich aber aber beibehalten, da das super funktioniert und mMn Schwachsinn wäre da anzufangen inkonsequent zu werden.
Vielleicht habt ich mir was das maßregeln angeht falsch verstanden. Bei nicht beachteten Kommandos passiert überhaupt nichts. Weder streicheln, noch Leckerli noch sonst irgendwas.
Allerdings wenn er grob beißt oder Sachen macht die wirklich oft wiederholt verboten worden dann gibts einen Rüffel. Das ist im Rudel doch auch nicht anders. Er beißt die größeren die Knurren, Schubsen ihn weg, und dann ist auch wieder gut. Klang wohl deutlich brutaler wie es eigentlich ist. Ein Rüffel gehört meiner Meinung nach einfach dazu, zu zeigen was okay ist und was nicht.
Diese Ansicht "Er macht nichts um mich zu ärgern" teile ich 100%. Er versteht es einfach nicht besser.
Und "Weniger ist mehr" werde ich mir zu Herzen nehmen.
Ich versuche ihn möglichst oft schlafen zu lassen und ihn von unnötigen Stresssitustion fern zu halten.
Ab wann würdet ihr mir empfehlen mit der weiteren Erziehung zu beginnen? Ihm macht das auf jeden Fall Spaß wenn ich mit ihm "arbeite" und solche Sachen wie einer Futterspur nachgehen macht er auch gerne.
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Der weiche Kot kommt m.E. von zu viel Stress. Ich denke, dass dieses Programm das ihr mit dem Welpen momentan durchzieht ohne festes Zuhause und ausreichend Ruhe (außer in einer Box) nicht gut für einen Welpen ist und schon gleich gar nicht für einen Welpen dieser Rasse.
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Ab wann würdet ihr mir empfehlen mit der weiteren Erziehung zu beginnen?
Du verwechselst "Erziehung" mit dem Beibringen von Tricks

Erziehung bedeutet erstmal, dass er seinen Namen kennt, freudig zu Dir gerannt kommt, wenn Du ihn mit diesem Namen rufst, dass er Dir folgt (Folgetrieb des Welpen nutzen) und dass er erste Alltagsregeln lernt. Sowas wie "Hand des Menschen ist kein Kauknochen"
Das Befolgen irgendwelcher Kommandos ist im Prinzip das Erlernen von Tricks. Für den Hund ist es kein Unterschied, sich in Erwartung eines Leckerlis auf "Sitz" auf die 4 Buchstaben zu setzen oder auf "Give five" die Pfote hoch zu halten.
All das erlernt ein halbwegs ausgeglichener, intelligenter Hund in sehr kurzer Zeit, damit mußt Du sein Hirn die nächsten Wochen noch nicht fluten.
So, wie Du Dein Leben kurz beschreibst, hat er täglich neue Eindrücke zu verarbeiten und das ist erstmal genug.
Wichtiger als ob er "Platz" kann ist, dass Du ihm zeigst, dass er bei Dir Ruhe und Sicherheit findet. Dass Du ihn vor Dingen schützt, die ihn ängstigen.Eine Futterspur kannst Du ihm sicher mal legen, aber nur SEHR kurz und nicht zu oft.
Denn auch, wenn das einem Hund naturgemäß richtig Spaß macht, ist das für ein so junges Hundehirn unglaublich anstrengend.Ich habe meine mit beiden Roten damals im Alter von 5 Monaten mit Mantrailing begonnen.
Die ersten Suchen dauerten keine 5 Minuten und die Hunde haben den Rest des Tages ausgelastet und zufrieden verpennt und dabei das neu gelernte verinnerlicht. -
Der weiche Kot kommt m.E. von zu viel Stress. Ich denke, dass dieses Programm das ihr mit dem Welpen momentan durchzieht ohne festes Zuhause und ausreichend Ruhe (außer in einer Box) nicht gut für einen Welpen ist und schon gleich gar nicht für einen Welpen dieser Rasse.
Ich habs gefürchtet ehrlich gesagt. Ich geb mir Mühe ihm mehr Ruhe zu gönnen und die Reise (4 Monate noch) zu seinen Gunsten umzugestalten. Bin mir nur absolut sicher, dass selbst wenn das nicht optimal für ihn ist, es ihm von seinen Geschwistern am allerbesten geht. Das Verhältnis zu Hunden hier drüben ist ein ganz anderes und sein Schicksal wäre sonst als streichelhund in einer Familie geendet. Gassi gehen kennt man hier nicht.
Genau das tut er. Namen, folgen usw. Spazieren ohne Leine ob am Strand oder auch an mäßig besuchten Orten sind kein Problem.
Habt ihr ein Paar gute Lektüren zu dem Thema zu empfehlen? Das ist mein erster Hund und ich hab zugegebenermaßen kaum Erfahrungen mit den Tieren.
Danke für eure Antworten! Werde sie mir zu Herzen nehmen!
Grüße Daniel
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