• Hallo zusammen

    Es ist soweit, mein Freund und ich ziehen zusammen und natürlich kommen unsere Hunde mit. :hurra: Jetzt frage ich mich, wie wir den Umzug für die Hunde am besten über die Bühne bringen.

    Hund 1:
    30 kg schwerer Rassehund mit einer SH von 70 cm und seit Welpe bei meinem Freund. Eigenständiger, selbstbewusster Hund, in seiner Wohnung (auf dem Land) ruhig, zeigt aber Wachverhalten; in meiner Wohnung nur ruhig. Hat eine grosse Individualdistanz anderen Hunden gegenüber, das ist auch seine Baustelle: Er verträgt sich nur mit wenigen Hunden und ist ein ziemlicher Leinenpöbler. Daran hat Training wohl nicht viel geändert, Management ist also angesagt.
    Er hat seine verschmusten 5 Minuten, ist sonst aber nicht so menschenbezogen. Hat keine Probleme mit vielen Leuten oder fremden Menschen.

    Hund 2:
    7.5 kg schwerer Tierschutzhund mit einer SH von 29 cm und seit über einem Jahr bei mir. Scheuer, unsicherer Hund, der sich in meiner (Stadt-)Wohnung ruhig verhält; in der Wohnung auf dem Land hat er sich mittlerweile das Wachverhalten abgeschaut. Wir arbeiten an der Leinenpöbelei (wohl auf 2 Begegnungen mit „Tut-nixen“ zurückzuführen sowie abschauen bei Hund 1) und er spricht gut an.
    Bei uns anhänglich und verschmust, Fremden gegenüber oder bei vielen Leuten ängstlich.

    Situation bisher:
    Zwischen den Hunden gibt es, ausser es geht um Fressen (früher auch Wasser), keine Probleme. Bezüglich Fressen ist es so: Wenn etwas Fressbares (oder auch nur angenommen fressbares) dazwischen ist, kann es sein, dass Hund 1 Hund 2 anbellt, was schon ausreicht damit Hund 2 sich ängstlich zurückzieht.
    Keine Probleme heisst, sie lassen sich in Ruhe, es gibt wenig Interaktion zwischen den Beiden. Sie haben und bevorzugen unterschiedliche Schlafplätze, spielen nicht miteinander (Hund 1 spielt körperlich, was Hund 2 nicht zusagt) Fress- und Wassernäpfe stehen getrennt.

    So, dies nun als kurze Zusammenfassung. Falls ihr weitere Fragen habt, könnt ihr natürlich gerne fragen.

    Ich überlege jetzt wie der Umzug gestaltet werden soll. Hab schon zwei-drei Ideen/Gedanken im Kopf, aber ist so schon genug zu lesen. Deshalb erst mal generell: Habt Ihr Erfahrungen mit Umzügen und Tipps, die ihr geben könnt? Vielleicht auch speziell für unsichere/ängstliche Hunde? Oder auch bezüglich hündisches Zusammenleben in einer Wohnung?

    Vielen Dank und herzliche Grüsse :winken:
    Florecita

  • Ich glaube, ich würde erstmal jedem Hund einzeln ein paar Stunden in der neuen Wohnung gönnen, dass er sich alles in Ruhe anschauen kann. Wenn das dann geschehen ist, würde ich mit beiden Hunden gemeinsam Gassi gehen und anschließend die neue Wohnung gemeinsam betreten.
    Ich habe damit allerdings keine Erfahrung, das ist jetzt einfach ein Bauchgefühl.

  • Mal vorweg: habe damit auch keine Erfahrung, aber ich würde noch als Tipp auf den Weg geben: Weise beiden Hunden gleich fixe Plätze zu, die für den jeweils anderen TABU sind. Besonders Hund 2 muss sich wo "sicher" fühlen...

  • Natürlich dürft ihr auch ohne Erfahrung Tipps geben :ops:

    Ich glaube, ich würde erstmal jedem Hund einzeln ein paar Stunden in der neuen Wohnung gönnen, dass er sich alles in Ruhe anschauen kann. Wenn das dann geschehen ist, würde ich mit beiden Hunden gemeinsam Gassi gehen und anschließend die neue Wohnung gemeinsam betreten.
    Ich habe damit allerdings keine Erfahrung, das ist jetzt einfach ein Bauchgefühl.


    Das ist ein guter Tip, danke :bindafür:
    Ich hatte mich nämlich gefragt, wie ich besonders Hund 2 in Ruhe "ankommen lassen" kann. Er ist ja eher der Vorsichtige, der auf Veränderungen sensibel reagiert. So kann er sich umsehen, ohne dass ihm Hund 1 in die Quere kommt.
    Bei Hund 1 sähe ich weniger das Problem, der ist von der Sorte "alles meins", auch in fremden Wohnungen :hust: Aber natürlich soll auch er diese Chance bekommen :smile:


    Mal vorweg: habe damit auch keine Erfahrung, aber ich würde noch als Tipp auf den Weg geben: Weise beiden Hunden gleich fixe Plätze zu, die für den jeweils anderen TABU sind. Besonders Hund 2 muss sich wo "sicher" fühlen...


    Das ist auch ein guter Punkt, danke =)
    Bisher hatte Hund 2 in beiden Wohnung so einen Rückzugsort, für Hund 1 gibt/gab es sowas nicht. Aber macht natürlich Sinn beiden einen Platz zuzuweisen und den für den jeweils anderen als Tabuzone zu erkären :dafuer:

  • Mal abgesehen vom gemeinsamen Einzug würde ich jetzt schon dafür sorgen, dass die Hunde es kennen viel Zeit gemeinsam zu verbringen und evtl auch mal vom jeweils anderen Besitzer betreut zu werden oder zumindest Zeit alleine mit dem anderen Besitzer und dessen Hund in der Wohnung zu verbringen ohne dass der eigene Besitzer dabei ist.

    Die Hunde sollten es auch zulassen in der Abwesenheit des eigentlichen Besitzers vom andern körperlich und/oder verbal aus dem Raum geschickt zu werden.

    Wenn die Hunde es kennen mehrere Tage am Stück zusammen zu sein und sich dabei auch (ggf abgesehen vom Füttern) auf Dauer gut vertragen würde ich mir da aber keine großen Sorgen machen.

  • Oh, vielen Dank!
    Das hatte ich ja so gar nicht im Visier. Bisher begleiten uns die Hunde jeweils bei der Arbeit bzw sind bei einem "Sitter", wenn ersteres nicht möglich ist. Aber klar, nach dem Umzug wird die Situation dann möglicherweise auch anders ansehen :tropf:

    Müssen mal sehen, ob und wie wir das vor dem Umzug noch einrichten/üben können :omg: Oder auch Gassi gehen, bei Hundesichtung sollte ich Hund 1 auch im Griff haben und nicht hinterhergeschleift werden :hust:

    Bezüglich mehrere Tage: Wir hatten zu 4. einen Kurzurlaub, wo es keine Probleme gab und dann verbringen wir regelmässig die Wochenenden (Freitagabend bis Montagmorgen) zusammen. Und da entwickelt es sich, meiner Meinung nach, in eine gute Richtung =)

  • Vor was genau hast du denn Sorge? Sry, dass ich so blöd frage, ich verstehe glaube nur die Frage nicht ganz :D

    Bei mir sah der Umzug so aus, dass die Viecher eig nicht viel damit zu tun hatten. Wir haben halt gearbeitet :D

    Und dann haben wir den Alltag einziehen lassen genauso wie vorher auch. Sie kennen ja offenbar das Zusammenleben und wenn das läuft, würde ich das genauso weiterhin gestalten.

    Habt ihr sonst nie gegenseitig mal alleine den Hund des Partners gehabt!?

  • Vor was genau hast du denn Sorge? Sry, dass ich so blöd frage, ich verstehe glaube nur die Frage nicht ganz :D

    Erster Hund, erster Umzug, da mache ich mir Gedanken. Aber lass mich nochmal darüber nachdenken, okay? :smile:



    Habt ihr sonst nie gegenseitig mal alleine den Hund des Partners gehabt!?

    Nein, wegen der Entfernung kam es bisher nicht dazu. Er hat jemanden vor Ort, ich ebenfalls, da wäre es zu umständlich gewesen, die Hunde zum Partner zu bringen. Auch sonst hat es sich nie ergeben :ka:

  • Erster Hund, erster Umzug, da mache ich mir Gedanken. Aber lass mich nochmal darüber nachdenken, okay? :smile:

    Nein, wegen der Entfernung kam es bisher nicht dazu. Er hat jemanden vor Ort, ich ebenfalls, da wäre es zu umständlich gewesen, die Hunde zum Partner zu bringen. Auch sonst hat es sich nie ergeben :ka:

    Ja, bin mal gespannt zu welchem Schluss du kommst. Das einzige, was hier "besonders" war. Habe am Anfang im neuen Zuhause etwas langsam getan mit Alleinebleiben. Also wieder nur kurze Zeiten und nach und nach gesteigert, als die Hunde mir gezeigt haben, dass sie sich wieder zu Hause fühlen (also nicht mehr aufspringen bei meinen Bewegungen / hinterherlaufen etc).

    Achso, ihr habt weiter auseinander gewohnt. Klar, dann macht das Sinn.

  • So, ich glaube ich konnte meine Sorgen etwas mehr eingrenzen.
    Zum einen mache ich mir Gedanken wie mein Hund den Umzug verdauen wird. Mir ist klar geworden, dass -vor allem der Hauptumzugstag- zu viel Stress für ihn wäre und ich ihn daher zu meiner Mutter geben muss. Er ist zwar am liebsten bei mir, aber da hätte er keine Ruhe.

    Zweitens mache ich mir um sein "Ankommen" in der neuen Wohnung Sorgen. Vor allem, wenn Hund 1 schon eher mit und dabei ist und sich schon heimischer fühlt.
    Ich mag mich noch an die ersten gegenseitigen Übernachtungen erinnern. Während Hund 1 sich eben gleich zuhause fühlte, war Hund 2 die erste Zeit sehr zurückgezogen und nahm wenig an unserem Leben teil, weil er sich -in fremder Umgebung und mit Platzhirsch (Hund 1)- nicht raus traute.
    Da werde ich meinen Partner wohl mit Hund 1 auf eine grössere Runde bitten, damit Hund 2 sich mal in Ruhe umsehen kann...
    Dann die vorgeschlagenen fixen Plätze bzw auch schauen, dass Hund 1 keine "strategischen" Plätze blockiert.

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