Zylkene bei Stressigen Situationen und Unsicheren Verhalten
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Hallöchen zusammen :)
Sam gehört in die Kategorie unsicherer Hibbelhund. Er war schon immer so, leicht erregbar und auch leicht zu verunsichern. Im großen und ganzen haben wir es auch ganz gut in den Griff bekommen, draußen läuft er bei mir überwiegend ohne Leine, kann vorbeilaufende Leute gut ignorieren (ganz am Anfang ging das nur an der Leine und mit sehr viel getöse) er reagiert auch in Aufregenden Situationen noch gut auf mich (bei Hundesichtung z.B) und auch größere Hunde, die er nicht besonders leiden kann, kann er jetzt still umrunden.
Problematisch ist es zuhause. Sobald er ein Geräusch draußen oder im Hausflur hört fängt er an zu knurren und/oder zu bellen, läuft auf seinen Platz und knurrt da erst mal ne Weile weiter. Sein Platz steht unter dem Schreibtisch, er liegt dort also völlig geschützt, aber egal was ich sage, was ich mache, wie oft ich ruhiges Verhalten lobe, ihn Ignoriere oder nach dem rechten schauen und mich mit einem "Alles gut" wieder setze, er knurrt und öfft solange weiter bis die Geräusche nicht mehr zu hören sind, erst dann beruhigt er sich langsam. Vor der Tür/Haus ist es noch viel schlimmer. Im Hausflur rastet er fast völlig aus, wenn wir jemanden Begegnen, er fährt dabei so schnell hoch, dass ich gar nicht dazu komme, ein Alternatives Verhalten anzubieten. Mittlerweile nehme ich ihn sofort auf den Arm, wenn ich höre das noch jemand im Hausflur ist, ich weiß dass es Kontraproduktiv ist, aber ich würde es auch nicht unbedingt toll finden, wenn ich im engen Hausflur ein kläffendes Monsterchen begegnen würde und auch noch daran vorbei müsste, ich weiß ja, dass er niemals jemanden was tun würde, aber meine Nachbarn wissen das ja nicht und erzählen könnte ich ja viel. Auf dem Arm läuft es aber auch etwas leiser ab, da knurrt er nur und bellt nur, wenn ich oder er Angesprochen werden.
Vor der Tür ist es noch mal ne Ecke schlimmer, allerdings kann ich da nicht mit Gewissheit sagen ob es aus Unsicherheit passiert oder es ihm einfach nicht passt dass sich jemand in "seinem Reich" bewegt. Ich vermute letzteres, da er hier durchaus auch nach vorne geht, anstatt wie üblich, auszuweichen oder Distanz zu schaffen. Auch hier fährt er innerhalb von Millisekunden so extrem hoch, dass ich gar keine Chance mehr haben, zu ihm durch zu kommen, Erfolg hab ich nur, wenn ich vor ihm sehe/höre dass gleich jemand kommt und ihn sofort ablenke, dann bleibt es bei einem Verhaltenen knurren die Person wird dann aber weitgehenst ignoriert (weil er gerade mit Leckerchen suchen in der Wiese beschäftigt ist) aber soviel Glück habe ich selten. (Aber wir haben sehr viel Glück, dass unsere Nachbarn so gechillt sind
)Kritisch ist es auch, wenn wir Besuch bekommen oder wir wohin fahren. Er fährt sehr schnell hoch und kommt dabei nur sehr schwer wieder runter. Durch Zufall sind wir über unsere Tierärztin auf Adaptil gestoßen, es war eine Kriesensituation aber Sam hat sich durch die gabe von dem Adaptil super gemacht und ist auch nicht unangenehm aufgefallen, daher haben wir es bei Besuchen oder Autofahrten immer mal wieder benutzt und sind von der Wirkung auch ganz angetan, Sam fährt zwar immer noch recht schnell hoch bleibt dabei aber im Rahmen, also Ansprechbar und fährt auch ganz gut wieder runter. Nun ist Adaptil, so wie ich gelesen habe, nicht zur Daueranwendung geeignet, sondern eben nur für "Extrem Situationen" wie Gewitter, Autofahrten und co. Daher bin ich auf das Produkt Zylkene gestoßen Zylkene für Hunde & Katzen | Tabletten | Beruhigung & Verhalten | Nahrungsergänzung | Katzen | MedicAnimal.de das man über einen längeren Zeitraum geben kann.
Meine Hoffnung ist, dass ich mithilfe von Zylkene Sam in Problematischen Situationen wie oben beschrieben, in einen Modus bekommen kann, wo er Ansprechbar bleibt und leichter wieder runter kommt und ich so besser ein Alternatives Verhalten dauerhaft aufbauen kann. Meint ihr, mit dem Produkt könnte uns das gelingen, oder ist es dafür eher unbrauchbar?
Ich bedanke mich schon mal recht Herzlich für eure Antworten und Ratschläge :)
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Ich weiß leider nichts über Zylkene, lese aber mal mit, mein Hund hat manchmal ähnliche Probleme.
Mittlerweile nehme ich ihn sofort auf den Arm, wenn ich höre das noch jemand im Hausflur ist, ich weiß dass es Kontraproduktiv ist,
Warum ist das kontraproduktiv?
Nun ist Adaptil, so wie ich gelesen habe, nicht zur Daueranwendung geeignet, sondern eben nur für "Extrem Situationen" wie Gewitter, Autofahrten und co.
Ist es nicht? Bei uns hat es leider nicht gewirkt, aber ich dachte eigentlich, dass man zumindest das Halsband dauerhaft dran lassen kann.

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Zylkene kann unterstützend helfen (bei uns hilft es sehr!) ersetzt aber kein Training und braucht durchaus auch etwas bis es wirkt, man kann anfangs oder in "Notsituationen" auch mehr geben, was dann einen stärkeren Effekt hat (machen wir z.B. in Absprache mit unserer TÄ bei Sylvester und anderen Stresssituationen). Adaptil Spray auf einem Halstuch ist ebenfalls gut geeignet.
Habt ihr mal die Schilddrüse testen lassen (T4, freies T4, T3, freies T3, TSH, TAK, Cortisol) Wie sieht es denn bei euch allgemein mit Entspannungstraining (Entspannungssignal etc), Management (z.B. Sitzdose) und Impulskontrolle aus? -
Ich finde das Hochnehmen in der Situationen kontraproduktiv, da ich meine, Sam in seiner Unsicherheit in dem Moment zu bestärken. Vielleicht sehe ich das auch falsch, aber im Hausflur war mir der Haussegen dann doch etwas wichtiger ^^ Vielleicht gibt es ihm aber auch mehr Sicherheit, da er auf dem Arm ruhiger ist und mit knurren nur Signalisiert dass er keinen Kontakt wünscht. Schöner fände ich es aber auf jedenfall, wenn er einfach ruhig neben mir sitzen bleibt, wenn uns im Hausflur jemand entgegen kommt, oder zumindest nicht ins kläffen verfällt, dass ist im Hausflur echt Schmerzhaft für die Ohren

Das Halsband haben wir mal kurzzeitig getestet, Sam mag es nicht, er ist damit die ganze Zeit umhergerannt und hat sich auf dem Boden gewälzt und hat erst ruhe gegeben, als ich es wieder abgemacht habe. Das Transportspray fürs Auto haben wir auch mal getestet, dass hat allerdings null gebracht, vielleicht reagiert Sam auf die Duftstoffe nicht so gut, wie auf die gabe der Tabletten
Und die Tabletten sind, wie ich gelesen habe, tatsächlich nicht für eine Dauerhafte Anwendung gedacht.ZitatDas Ziel der Tabletten ist Ihren Hund in gelegentlichen, stressreichen Situationen zu entspannen. Bei Hunden, die eine längerfristige Unterstützung benötigen, empfehlen wir andere ADAPTIL® Produkte, wie den ADAPTIL® Verdampfer, das ADAPTIL® Halsband oder den ADAPTIL® Spray.
Die Verträglichkeit der ADAPTIL® Tabletten wurde mit dem dreifachen der empfohlenen Dosierung für 5 Tage getestet. Keine Nebenwirkungen oder Auswirkungen auf die klinischen Parameter der Hunde wurden festgestellt. -
Zylkene kann unterstützend helfen (bei uns hilft es sehr!) ersetzt aber kein Training und braucht durchaus auch etwas bis es wirkt, man kann anfangs oder in "Notsituationen" auch mehr geben, was dann einen stärkeren Effekt hat (machen wir z.B. in Absprache mit unserer TÄ bei Sylvester und anderen Stresssituationen). Adaptil Spray auf einem Halstuch ist ebenfalls gut geeignet.
Habt ihr mal die Schilddrüse testen lassen (T4, freies T4, T3, freies T3, TSH, TAK, Cortisol) Wie sieht es denn bei euch allgemein mit Entspannungstraining (Entspannungssignal etc), Management (z.B. Sitzdose) und Impulskontrolle aus?Zu langsam zum Bearbeiten

Die Schilddrüse haben wir damals, als Sam noch ein Welpe war, testen lassen und da war alles in Ordnung. Der Jährliche Check Up steht allerdings auch wieder bevor, da können wir sie noch mal Überprüfen lassen.
Entspannungssignal haben wir nicht, was eine Sitzdose ist weiß ich gerade nicht (hoffe auf Aufklärung ^^) Impulskontrolle ist bei ihm 1aAls wir noch ganz am Anfang im Training standen hat Sam alles und jeden das sich bewegte verbellt und angeknurrt, wie erwähnt haben wir das mittlerweile sehr gut in den Griff bekommen, so dass er heute Entspannt an Leuten einfach vorbei laufen kann, nur eben in den oben genannten Situationen kann ich kein Alternatives Verhalten aufbauen, weil Sam einfach viel zu schnell hochfährt und dann auf nichts mehr reagiert und es gibt zu selten Gelegenheiten, wo ich vorher die "Ankommende Gefahr" erkenne und ihn da schon ablenken kann.
von den Zylkene erhoffe ich mir eben, dass er erst gar nicht sooo extrem hochfährt, dass er noch Ansprechbar bleibt und ich so ein Alternatives Verhalten etablieren kann und dass er eben wieder schneller runter kommt. Dass sowas nicht von heute auf morgen geht ist mir bewusst, bis Sam draußen überwiegend ruhig war haben wir 2 Jahre gebraucht
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Ich würde auf jeden Fall auch die SD untersuchen lassen!
Linus, der Hund von meinen Eltern, hat extreme Angst vor Silvester. Seit 3 Jahren bekommt er jetzt Zylkene, schon eine ganze Weile vorher, und es hilft ihm wirklich sehr! Ich würde es an deiner Stelle einfach mal probieren, wenn mit der SD alles ok ist.
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Ah, sorry, ich wusste nicht, dass du nur von den Tabletten sprichst.

da ich meine, Sam in seiner Unsicherheit in dem Moment zu bestärken
Wie genau meinst du das? Das alte Märchen davon, dass Angst größer wird, wenn man etwas angenehmes hinzufügt?
Im Treppenhaus ist es bestimm viel zu eng für ihn. Es ist ja kein Platz dort, um einen Bogen zu laufen wie er es draußen macht. Also wird der Wohlfühlabstand unterschritten und keiner der Beteiligten kann im Grunde etwas dagegen tun. Wurde er auf dem Arm mal angetatscht oder angesprochen von den Nachbarn? Ist er in einer geschlossenen Tasche ruhiger?
Vielleicht kannst du Statisten anheuern, um die Situation gezielt und kontrolliert zu üben, ohne dass er sich überhaupt erst in die Ecke gedrängt fühlt. -
Ähnlich wie dein Hund verhielt sich Fussel und er hat eine stressbedingte Epilepsie (seit seinem 9 Monat). Er war immer auf 180, nicht ansprechbar und angstaggressiv.
Als ich alle Ärzte durch hatte, die Ausschlussdiagnostik beendet war, ging ich einen ganz eigenen, sehr speziellen Weg.Fussel bekommt seit seinem 3 Lebensjahr Zylkene (er wird bald 8 Jahre). Erst in seiner Gewichtsdosis, was schon ein wenig half, dann erhöhte ich die Dosis schrittweise. Er war endlich ansprechbar und für eine Verhaltenstherapie bereit. Nach und nach setzte ich alles ein, was das ZNS unterstützt und so bekommt er zusätzlich Taurin und pure encapsulation B - Komplex Plus mit B12 in Form von Methylcobalamin. Fussel hat nachgewiesenen B12 Mangel. Das alles und die Verhaltenstherapie haben den Erfolg gebracht. Er ist ruhiger und ausgeglichen, kann mit ungewohnten Situationen besser umgehen und flippt nicht gleich aus.
Aber das ist unser Weg und sollte wohl nicht ohne ärztliche Begleitung gemacht werden!!
Doch wie bei euch, ist er schnell hoch,wenn er im Hausflur etwas hört und im Gegensatz zu meinen anderen Hunden, kann ich da nicht mit einem Abbruchswort arbeiten, es verunsichert ihn nur noch mehr, also habe ich angefangen ihm eine Geschichte zu erzählen, wenn er dann neben mir am Schreibtisch sitzt.
"Fussel das ist Patrick, unser Nachbar oben ... der darf das, der geht hoch und runter, macht bumbumpeng ... das ist O.K."
Das erzähle ich dann immer wieder und aus knurren und bellen, werden dann nur dicke Backen.Ach ja, die Anfälle haben sich extrem reduziert (1-2 Anfälle pro Jahr).
Im Flur auf dem Arm nehmen, finde ich völlig richtig, solange man weiß, das es aus Unsicherheit geschieht und er sich so geborgener fühlt.
Wenn ihr noch keine Diagnostik hattet, würde ich auf jeden Fall die Schilddrüsenwerte überprüfen lassen, eventuell auch B12.
LG Sabine
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Ich danke euch :) Dann werden wir das mal testen und schauen ob wir damit die Probleme in den Griff bekommen

Wegen der Schilddrüse, genau aus dem Grund hat unsere damalige Trainerin dazu geraten, die Schilddrüse bei Sam checken zu lassen, auch weil er als Welpe anfällig für Krankheiten war und da waren die Werte eben unauffällig. Aber sie noch mal Überprüfen zu lassen ist ja kein großes Ding, werden wir dann beim Check Up im September machen lassen :)
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Hab jetzt ein wenig über Schilddrüse (über und Unterfunktion) gelesen. Also, eine Unterfunktion kann ich, denke ich, ausschließen. Sam ist weder träge, noch Lustlos, noch neigt er zum zunehmen, eher im Gegenteil, er bekommt recht viel Futter und obwohl er Kastriert ist, nimmt er eigentlich kaum zu
Auch spielt er gerne und ist draußen alles andere als träge.
Also dann, eher noch die Überfunktion, da passt das mit dem "Futter verwerten", die gelegentlichen Unruhen, die Hibbeligkeit, die geringe Reizschwelle und das häufige Zittern. Er ist auch immer sehr warm, dass habe ich aber eigentlich immer auf seine karge Behaarung geschoben (irgendwie muss er sich ja warm halten oder?) Aber, wenn eine Überfunktion der Fall wäre, müsste dieses Verhalten dann nicht dauerhaft auftreten und nicht nur in bestimmten Situationen?
Was mir da schon eher Sorge macht, ist dass mit dem Schilddrüsen Tumor. Seit letztem Jahr "röchelt" er nämlich vermehrt, Anfangs war es nur in Aufgeregten Situationen, wo wir dann an das "Rückwärts niesen" gedacht haben. Heute macht er es immer wieder, ganz plötzlich aus dem Schlaf heraus steht er auf und röchelt, die TA meinte, dass wäre bei kleineren Hunden gar nicht so unüblich (irgendwas mit einem Läppchen das sich im Entspannten Zustand zurück klappt) wäre aber nicht weiter schlimm. Und seit Anfang des Jahres verschluckt er sich auch recht häufig beim Fressen, was ich immer auf "zu hastig" geschoben habe
Was mir aber sehr auffällt, an manchen Tagen ist es schlimmer als an anderen. Heute z.B muss draußen nur jemand Husten und Sam knurrt und öfft gut 20 Minuten vor sich hin. Gestern sind Kinder kreischend und schreiend auf und ab gelaufen, hat ihn null gejuckt, an einem anderen Tag regt er sich dann wieder darüber auf. Passt das mit der Schilddrüse zusammen?
Werde das direkt am Montag abklären lassen, macht mir doch etwas zu viel Sorgen als das ich es bis zum Check Up aufschieben mag. - Vor einem Moment
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