Rüde hört nicht mehr/lässt sich nicht mehr abrufen
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Hallo, ich bin ganz neu hier im Forum und erhoffe mir ein paar Ratschläge, die mir vielleicht weiter helfen. :)
Kurz zu mir: Ich habe einen neunjährigen Briardrüden, der als Welpe bei uns eingezogen ist, nachdem ich in meine gesamte Kindheit von diesem Hund geträumt hatte. Ich bin damals (anfänglich wegen meinem Alter mit meiner Mutter) in die Hundeschule gegangen. Obwohl ich mit meinen zehn, elf, zwölf Jahren nicht viel größer, als mein Hund war, konnte ich dennoch problemlos mit ihm allein spazieren gehen. Er hat immer aufs Wort gehört, ist mir ohne Leine gefolgt und seit vielen Jahren sind wir ein Herz und eine Seele :)
Nun aber zu dem Problem: In den letzten Monaten hört, beziehungsweise reagiert er immer schlechter, wenn ich ihn rufe (keine medizinische Ursache). Wenn es keine Ablenkung gibt, klappt es weiterhin gut, sieht er andere Menschen oder Hunde, dauert es ewig, bis er mal reagiert. Sobald er dann kommt, reagiere ich mit Lob (Leckerchen nimmt er selten an, Bälle interessieren ihn nicht) , aber so wirklich effektiv ist das nicht. Mir ist bewusst, dass man da von außen nicht viel zu sagen kann, aber vielleicht hat jemand Hundeerfahrenes ja ein paar allgemeine Tipps (gerne auch Ideen für andere Belohung).LG

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Hi,
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Der Briard ist ein großer Hund, die werden schneller alt, als mittlere oder kleine Hunde. Geriatrisch wurde er gecheckt?
Und alte Hunde, genau wie alte Menschen, werden manchmal etwas "wunderlich".
Erlebe ich gerade bei meinem Schäfermix, 12 Jahre.
Solange es nicht stört, lasse ich ihm seine Eigenheiten, ist es wichtig, wird er angeleint! -
Schwerhörigkeit erkennt man nicht so leicht. Reagiert er , wenn er dich sieht besser, als wenn er abgewand von dir ist?
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Ich kenne das von meiner BX , ich vermute, dass allgemein die Sinne nachlassen und sich die Reaktionszeit erhöht, d.h. dass die Reizverarbeitung länger dauert.
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Klingt ganz danach, dass sich die Wertigkeiten für den Hund geändert haben. Er scheint wirklich länger zu brauchen, um stärkere Reize zu verarbeiten und setzt mich mit ihnen einfach länger auseinander. Selbst wenn er wöllte, könnte er nicht schneller reagieren. Und wenn er dann trotz mehrmaligem Rufen auch noch Leckerlis bekommt, brauch er auch nicht schneller werden

Ich würds im Hinterkopf behalten, dass die Verarbeitung im Hirn nun etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt und vllt etwas vorausschauender in, für ihn nun unübersichtliche, Situationen gehen.
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Altersbedingte Langsamkeit und evtl. Schwerhörigkeit würde ich auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.
Ansonsten kann man auch einen älteren Hund mit der richtigen Belohnung beschleunigen.
Oft macht man auch den Fehler, dass man nix mehr fordert und nix neues mehr einübt. Und den Rückruf kann der Hund ja, das wird dann nicht mehr aufgeladen oder hochwertig belohnt.
Deswegen mein Tipp: Abruf neu üben mit geringer Ablenkung und sehr hochwertigen Leckerli, z.B. Käse, Wurst, gekochte Leber o.Ä. Auf irgendwas steht jeder Hund. Vielleicht zieht auch Melone oder Bananenchips.Was auch möglich wäre: ein Stopp- bzw. Sitzsignal einführen, damit der Hund bei Sichtung irgendwelcher Dinge da bleibt wo er ist und du ihn da abholst. Dann kann er weiter beobachten und du kannst ihn einsammeln.
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Ich mache beides : fürstlich belohnen, wenn es gut klappt, andererseits lass ich ihm die Zeit, die er braucht, um Situationen einzuordnen.
Siehe den Beitrag von @Estandia
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Erstmal danke für die schnellen Antworten. Dass sie Reaktionsfähigkeit abgenommen hat, kann natürlich sein. Was mich dabei aber wundert ist, dass er direkt kommt, selbst wenn er nicht mehr in Sichtweite ist, aber eben nur, wenn es für ihn keinen Anreiz gibt, da zu bleiben (andere Hunde, Menschen...). Es scheint mir eher, als würde er einfach nicht wollen... Leckerchen sind leider ein Problem, (alle eigentlich tolle Sachen, wie Wurst usw.) weil er sie draußen nicht nimmt. Im Haus freut er sich wie jeder andere Hund, draußen scheint für ihn alles andere interessanter zu sein. Das hat er aber schon seit er aus dem Welpenalter raus ist. Deswegen such ich andere Arten der Belohung. Bei der Hündin, die meine Familie früher hatte, hat das immer super mit dem Ball geklappt, aber der interessiert ihn nicht die Bohne

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Was mag er denn so allgemein?
Meiner liebt zum Beispiel Zerrspiele.
Wenn er den Ball nicht mag, vielleicht andere Spielzeuge?Würde er denn Spaziergänger o.Ä. angehen oder zu den Hunden hin rennen? Oder will er nur schauen?
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Zitat von pinkrosie
Leckerchen sind leider ein Problem, (alle eigentlich tolle Sachen, wie Wurst usw.) weil er sie draußen nicht nimmt. Im Haus freut er sich wie jeder andere Hund, draußen scheint für ihn alles andere interessanter zu sein. Das hat er aber schon seit er aus dem Welpenalter raus ist. Deswegen such ich andere Arten der Belohung.
und das möchtest du jetzt nach 9 Jahren ändern ?
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