Erfahrungen mit Chihuahuas und anderen Kleinhunden

  • Wer eine Zwergrasse hat sollte wissen, dass zwischen diesen ein Grössen-, Gewichts- und Gesundheitsunterschied liegt.

    Beim Chi wären 1300 g noch Mini aber unter 1000 g halt Teacup mit vielleicht 3 bis 7 Jahren Lebenserwartung. Aus einer Teacupverpaarung eher nur ca 3 Jahre.

    Ich mag mich nicht mit dir streiten, aber das ist doch Blödsinn, dass man wissen sollte, dass es da einen Unterschied gibt, wenn es keine allgemeingültige Aussage im Bezug auf Teacups und Minis gibt. Ein Dromedar und ein Kamel können auf den ersten Blick das Gleiche sein. Es gibt aber die Definition, dass ein Dromedar nur einen Höcker hat und das Kamel zwei. Deswegen unterscheiden sie sich und somit sind sie nicht das Gleiche. Bei Minis und Teacups gibt es jedoch keinen Unterschied, es sind nur zwei verschiedene Bezeichnungen, die auch gar nicht offiziell anerkannt sind.
    Ich wiederhole es gerne noch einmal: Es gibt keine offizielle Definition für den Mini- bzw. Teacup-Chihuahua. Wenn ich Google kommt für die beiden Bezeichnungen ein Gewicht von 500g-1500g als Ergebnis auf vielen Seiten und das ist auch das, was ich unter Teacup bzw. Mini verstehe.
    Dass es da einen Unterschied geben soll, hast du ganz bestimmt aus einem gewissen Chihuahuaforum - die unterscheiden da nämlich zwischen Mini und Teacup, soweit ich mich erinnern kann. (ich meine das völlig wertfrei)

  • Ganz ehrlich, gibt es dazu Zahlen? Wie viele Teacups kennst du wirklich und welche davon hatten eine geringe Lebenserwartung, ohne, dass sie z.B. einen Wasserkopf hatten?
    Teacup, Mini, das ist alles nicht offiziell anerkannt und dazu gibt es keine offenziellen Definitionen. Es gibt nur Chihuahuas als Rasse und die können im Gewicht variieren.

    Ich bin auch kein Freund vom Mini-Trend, aber ich finde es moralisch sehr verwerflich derart gegen Lebewesen zu wettern, die einfach nichts für ihre Existenz können. Von wegen pervers und unwürdig. So redet man doch nicht von Lebewesen die ein Herz haben, leben und fühlen. Das sind ganz normale Hunde die einfach zu klein sind. Aber vermutlich leben die meisten ihr Leben ganz normal, rennen, spielen, toben, freuen sich und haben dadurch keine oder nur wenige Einschränkungen.

    Ich wetter nicht gegen die Tiere, sondern gegen Menschen die diese Tiere vermehren.

    Mit Zufall im Wurf muss man leben, aber nicht mit dem Wunsch nach solchen Tieren.

    Von wegen pervers

    Und, warum wird nun wieder was hinzugedichtet.

  • @02wotan Du hast da schon wieder Infos, die allen anderen unbekannt sind und offiziell können die auch nicht sein. :ka:

    woher soll man Zahlen und Nachweise nehmen? Von den Vermehrern?

    Ich schrieb ja schon, dass ich lange nur im Chi-Forum war. Da gibt es Züchter und Betroffene.

    Ansonsten: Internet "teacup qualzucht".

    Ich will hier niemandem zu nahe treten aber bei Teacup bin ich recht dünnhäutig.

  • woher soll man Zahlen und Nachweise nehmen? Von den Vermehrern?

    Eben. Deshalb gibt es auch keine offizielle Einteilung auf der du beharren könntest. ;)

  • Naja die Frage hast du dir doch schon beantwortet. Es steht so im Rassestandard und dann sollte man sich meiner Meinung nach dran halten. Wenn man Chis mit mittellangem Fell will, dann könnte man ja dafür eine eigene Linie aufmachen oder eine andere Rasse züchten.
    Es sagt ja niemand, dass dein Hund nicht schön ist so wie er ist. Im Übrigen denke ich, dass da auch noch viel passieren kann. Bei Fred kam es wirklich auch erst mit dem 3. Lebensjahr und er hat viel Fell (vor allem im Winter).
    Ich bekomme besonders für ihn auch immer viele Komplimente und auch Deckanfragen, aber bei ihm weiß man nicht mal ob er reinrassig ist.

    Ist alles, was im Rassestandard der Hunderassen steht, wirlich sinnvoll?
    Und sollte die Optik wirklich so "wichtig" sein, wenn dadurch die Gesundheit der Tier nicht negativ beeinträchtigt wird?
    Warum sollte man da extra eine eigene Linie aufmachen oder eine eigene Rasse züchten? Ich finde, jeder hat andre Vorlieben und wer gerne weniger plüschige Chis hat, kann doch einfach einen weniger plüschigen nehmen, während die, die das nicht so wollen, halt aus einer Verpaarung besonders flauschiger Elterntiere kaufen.

    Ich wurde auch schon gefragt, ob Rex eine Chi-Hündin decken möchte. Also, ER möchte gewiss, aber ich möchte das nicht. Wir haben ja auch keinen Nachweis dass er reinrassig ist, zudem darf man mit Tierschutzhunden ohnehin nicht züchten. Und es gibt eh schon genügend Hunde, die ein Zuhause suchen, da muss ich ja nicht extra noch mehr Welpen "produzieren" lassen, vor allem wenn ich kein seriöser Züchter bin.

    1) Nö, ein Chihuahua braucht kein Katzenklo, der kann ganz normal stubenrein werden. Meiner kam mit fast 6 Monaten nicht stubenrein zu mir, war dann mit 8 Monaten stubenrein. Wenn man von Anfang an dahinter sein kann, geht es vermutlich in einigen Fällen auch schneller. Die meisten Zwergis, die ich kenne, haben aber schon ein paar Monate gebraucht für die zuverlässige Stubenreinheit.

    2) Ich bin ja Langhaar-Chi-Fan. Die Kurzhaarigen, die ich kennengelernt habe, waren bisher nicht so mein Fall, kann aber auch Zufall sein und ist wahrscheinlich nicht repräsentativ. In Rassebüchern steht öfters, die Langhaarigen seien sanftmütiger und nachgiebiger, die kurzaarigeren hingegen wären durchsetzungsfähiger und starrköpfiger. Ich denke aber, das stimmt nur sehr bedingt, da es generell charakterlich ganz unterschiedliche Chis gibt. Mein LH-Chi ist schon sanftmütig, aber er hat durchaus seinen eigenen Kopf. Ich denke, die Unterschiede sind nicht so stark ausgeprägt, würde eher darauf schauen, dass die Sympathie zwischen dir und dem Hund passt :)

    3) Kommt darauf an. Mein Tierheim-Chi kostete 300 Euro. Bei einem Welpen vom Züchter würde ich 1000 bis 1500 Euro einplanen.

    Wahrscheinlich würde ich es mit einem erwachsenen Hund einfacher haben, aber da habe ich bisher nichts passendes gefunden. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, wo ich da genau suchen soll (außer ebay-Kleinanzeigen usw.) Am liebsten wäre mir eine Hündin aus Zuchtverkleinerung oder ähnliches, aber sowas zu finden ist natürlich immer schwierig...

    LG

    Bei uns in den Tierheimen meiner Stadt und Umgebung saßen in den vergangenen 14 Monaten (seitdem ich regelmäßig auf die HPs gucke) schon mehrmals Chis. Unlängst erst saß in einem Tierheim eine entzückende 5-jährige LH-Chihündin, die eigentlich perfekt zu uns gepasst hätte. Allerdings war diese bereits nach einem Tag vermittelt. Generell blieb kaum einer der CHis viel länger als 2 Wochen im Tierheim. Charakterlich dürften da ein paar echte Goldschätze dabei gewesen sein.
    Meinen Chi habe ich ja auch aus dem Tierheim. Er kam an dem Sonntag rein, wir kamen ca. 2 Stunden später ins TH zum "Umgucken" und fuhren dann mit Rex heim :lol: Es lohnt sich also, echt die Augen offen zu halten, evtl. auch den Tierheimmitarbeitern seine Kontaktdaten z ugeben, falls mal ein CHi zur Vermittlung freisteht (man muss denen halt erklären, dass man keinen Handtaschenhund will, sondern die Rasse aus anderen Gründen toll findet, falls es da "Vorbehalte" gibt).

    In einem früheren Beitrag hast du allerdings geschrieben, der Hund sollte reinrassig sein. Nur hat halt kaum ein Hund im Tierheim Papiere vom Züchter (Stammbaum etc), da ist das immer schwierig. Ich bin mir auch zu 99% sicher, dass Rex reinrassig ist, aber zu 100% Gewissheit gibt es bei Tierheimhunden halt nicht. Ist mir aber egal, für mich ist er ein Chi und fertig. Weiß halt nicht, wie wichtig dir dieser Punkt ist.
    Aber wenn es dir hauptsächlich um das typische Aussehen und Wesen eines Chis geht, dann sollten ja auch 99% Sicherheit genug sein =)


    Zum hier diskutierten Thema mit den Teacup-Chis: Für mich käme nur ein Chi ab 2 Kilogramm in Frage, mit einem leichteren Hund würde ich gar nicht züchten und bei keinem Züchter kaufen, der mit Chis unter 2 Kilo züchtet. Rex wiegt immer so zwischen 3 und 3,5 Kilo und ist sehr robust und geht nicht so leicht "kaputt". Wir sind ihm nämlich durchaus schon ma lversehentlich auf die Pfoten und den Schwanz getreten :ops: , einen Sturz vom Fensterbrett, auf dem er so gerne liegt, hat er auch schon mitgemacht, und umgerannt von nem größeren Hund wurde er auch schon mehr als einmal - und zwei "Angriffe" von großen Hunden gab es auch schon. Hat er bisher alles ohne eine Schramme überstanden.

    Niemand sagt, dass Teacup-Chis "pervers", "abartig" oder sonst was seien. Aber man empfindet es eben als pervers von den Menschen, dass sie solche Mini-Winzlinge züchten, die oftmals gesundheitlcihe Probleme haben und nicht selten einfach kein normales Hundeleben führen können. Ich habe bislang zum Glück nicht viele Teacup-Chis kennengelernt, aber die, die ich kannte, waren immer sehr ängstlich :verzweifelt: Hatten sogar vor meinem Rex Angst, und der ist ja nun wirklich kein Riese :ka:
    Ich finde schon, dass bei solchen kleinen 1-Kilo-Hunden die Lebensqualität beeinträchtigt ist. Da kann man den Hund ja nie ohne Ängste irgendwo frei laufen lassen, wo ein größerer Hund auftauchen und den niederrennen könnte.
    Auch der Fall, der ein paar Seiten zuvor geschildert wurde, wo eine Halterin sich auf ihren Teacup-Chi setzte und dieser daraufhin starb, sollte zu denken geben. Rex wäre da nicht so schnell platt gewesen, sage ich jetzt mal.

    Einen TEacup-Chi aus dem Tierschutz würde ich schon adoptieren, wenn es sich ergäbe, aber nimelas würde ich einen Teacup-Züchter unterstützen. Ich finde es generell bescheuert, kleine Rassen noch winziger zu züchten, wie man es ja z.B. auch beim Yorkie oder Malteser sieht. Die GEsundheit der Hunde steht da sicher nicht im Vordergrund, sondern eher Hunde zu schaffen, die möglichst kindlich, süß und hilflos wirken.

  • Ich persönlich find den Rassestandard sowieso überzogen...
    Und das manche Leute dann plötzlich ihren Hund nicht mehr wollen weil er doch nicht reinrassig ist....
    In der Nachbarschaft sind Leute zugezogen mit einem Chihuahua Mix. Eine sehr ruhige liebe Hündin mit einer genialen Fellfarbe, die tendiert zu carcoal Farben.
    Laut Besitzer sollt sie von einem russischen Ehepaar stammen welche sie als reinrassig gekauft haben und ertränken wollten weil sich rausstellte dass sie doch nicht reinrassig ist.
    Natürlich ist man erstmal empört und kann rechtliche Schritte einleiten wenn man einem Mix als reinrassig verkauft bekommt. Aber deswegen dann den Hund ertränken wollen....?

    Bonny fällt ja aus dem Rassestandard raus... trotz Papiere...
    Mich juckt es gar nicht ob sie reinrassig ist oder nicht oder Papiere hat....

  • Eben. Deshalb gibt es auch keine offizielle Einteilung auf der du beharren könntest. ;)

    Ich brauche mir doch nur einen 700 g Chi ansehen und werde bestimmt nicht an eine Lebenserwartung von 10 Jahren und mehr glauben.

  • Mir ging es um diesen Teil deines Beitrags:

    Du hast entweder einen Teacup oder einen Mini, bzw kann nicht sein.
    Wer eine Zwergrasse hat sollte wissen, dass zwischen diesen ein Grössen-, Gewichts- und Gesundheitsunterschied liegt.

    Beim Chi wären 1300 g noch Mini aber unter 1000 g halt Teacup [...]

  • Mir ging es um diesen Teil deines Beitrags:

    Offiziell gibt es den "Chihuahua".

    Ich bin jetzt bei den Gewichtsklassen raus. :smile:

    Bei mir käme kein Chi unter 2000 g in Frage (ausser Notfalllhund) und ich weiss warum (das genügt mir).

  • Ich persönlich find den Rassestandard sowieso überzogen...
    Und das manche Leute dann plötzlich ihren Hund nicht mehr wollen weil er doch nicht reinrassig ist....
    In der Nachbarschaft sind Leute zugezogen mit einem Chihuahua Mix. Eine sehr ruhige liebe Hündin mit einer genialen Fellfarbe, die tendiert zu carcoal Farben.
    Laut Besitzer sollt sie von einem russischen Ehepaar stammen welche sie als reinrassig gekauft haben und ertränken wollten weil sich rausstellte dass sie doch nicht reinrassig ist.
    Natürlich ist man erstmal empört und kann rechtliche Schritte einleiten wenn man einem Mix als reinrassig verkauft bekommt. Aber deswegen dann den Hund ertränken wollen....?

    Bonny fällt ja aus dem Rassestandard raus... trotz Papiere...
    Mich juckt es gar nicht ob sie reinrassig ist oder nicht oder Papiere hat...

    Dann kann man sich aber letztlich die ganze seriöse Rassehundzucht sparen und fröhlich zum Vermehrer "um die Ecke" gehen. Nette Hundchen bekommt man da auch, mit viel Glück sogar gesunde.
    LG von Julie

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