Der "Hunde arbeiten am Vieh" - Quatsch-Thread

  • Ich habe heute meine Mutterschafe auf eine neue Fläche gebracht. Dafür habe ich die Lämmer und zwei Muttern, die nichtgehen sollten mit Nian und Sheila aussortiert. Nian ist ja schon 13 Jahre alt und schwerhörig. Sheila hört eigentlich noch sehr gut, aber der geht immer alles zu langsam. Die würde gerne Elefanten schieben. |) (Unglaublich, wenn man bedenkt, dass sie damals zu mir kam, weil sie angeblich keine Schafe bewegen konnte.) Sie ist allerdings jetzt auch schon 11 Jahre. Mein Arbeitsmaterial altert ganz schön rasant. =)

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  • Den eigentlichen Umtrieb hat dann in erster Linie Fleek gemacht. Ich habe die Gelegenheit genutzt und das Wegtreiben geübt. (Für die Unkundige: Für den Hund ist das Zutreiben zum Menschen hin logisch, denn im Jagdverhalten ist es einfach viel sinnvoller dem Jagdpartner den Braten zu bringen, als ihn wegzuscheuchen.) Ich habe das mit Fleek ja erst angefangen und sie "mag" es noch nicht so gern wie ihre Mutti. Außerdem ist sie nicht ganz so eine Dampflok, was ich sehr gut finde, denn Sheila ist da manchmal echt anstrengend.

    Zunächst hat Fleek die Schafe eine ganze Weile vor uns hergetrieben, dann kam ein kleines Wegstück, wo ich schlecht einsehen kann, was von vorne kommt, daher hat Aina sie nachgebracht und Fleek ist zum ersten Mal vorne gegangen. Ich hatte gar nicht auf dem Schirm, dass sie das noch nicht kannte, so gab es anfangs etwas Diskussion (ist nicht auf dem Video) und einen langezogenen Hals vom Mitziehen, aber dann rumpelte es im Köpfchen und sah so aus:

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    Danach habe ich wieder aufs Wegtreiben umgeschwenkt. Man sieht wie "mühsam" es noch für Fleek ist. Vor allem in ihrem Kopf. Die Schafe nutzten aber auch jede Gelegenheit sich am Buffet zu bedienen. Sie waren papp satt als wir ankamen. (Äpfel, Klee, Kastanien, Eicheln, Gras und was weiß ich noch alles an Kräutern.)

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    Gegen Ende stelle ich Fleek daher Aina zur Seite, damit es etwas besser flutschte. Aina hat's sehr gefreut und so habe ich auch direkt wieder eine Premiere gehabt: Gemeinsames Wegtreiben mit einem anderen Hund.

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    Das Ziel ist in Sicht:

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  • Aina im Einsatz. Ich hatte die Jungs weitergesteckt, sie sollte sie zurück in den Zaun bringen. Ja, ich hätte das Nadelöhr an der Ecke größer machen können. Ich hatte aber gedacht, sie laufen da einfacher durch. Und letztendlich war's eine gute Übung für Aina sie da durchzufädeln. Ja, sie hätte das wohl auch ohne Beißen lösen können, indem sie da ruhig hingegangen wäre und fixiert hätte. Tatsächlich bin ich aber sehr froh, dass sie das Werkzeug Beißen wieder benutzt, denn ich hatte sie durch ihre Verletzung sehr schwach gegenüber den Schafen gemacht. Ich hatte jedes Hüpfen, jede Attacke unterbunden, weil ich Angst ums Bein hatte. Die Schafe haben das natürlich ratzfatz gelernt, dass man diesen Hund nicht mehr ernst nehmen muss. Vor allem meine Böcke und die Coburger-Fuchsschaf-Muttis. Da Aina in dieser Situation sauber auf die Hinterbeine zum Antreiben ging und sich, als die Jungs endlich wieder liefen, sofort wieder zurückdosierte, habe ich es laufen lassen. Ich bin so froh sie wieder zurück zu haben an den Schafen. Sie ist so ein guter Arbeitshund und war ja schon vor ihrem Unfall komplett ausgebildet.

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  • Ja, das hat jetzt irgendwie auch plötzlich "schwupps" gemacht und ich kann sie im Grunde bei allem einsetzen. Vor wenigen Wochen hätte ich noch befürchtet, dass sie sich im Zweifel gegen die Böcke nicht durchsetzen kann, aber da mache ich mir mittlerweile kaum noch Sorgen. Nur das Wegtreiben auf größere Distanz fehlt noch im Werkzeugkasten. Und natürlich Routine und Erfahrung.

  • Gestern ist Fleek zum zweiten Mal bei einem Trial in der Anfängerklasse gestartet. Da so ein Lauf den Hund ja nicht an seine körperlichen und mentalen Grenzen bringt, habe ich für andere Teams die Schafe zum Pfosten gebracht. Ich liebe solche Aufgaben - zum einen hat man etwas zu tun und friert weniger, aber vor allem bietet es eine tolle Gelegenheit mit dem Hund einen Routinejob immer wieder zu wiederholen. Man hat jedes Mal eine andere Schafgruppe, heißt, man bekommt sonst nie in so einer "Schlagzahl" die Gelegenheit, dass der Hund sich auf eine neue Gruppe Schafe einstellen muss. Ich hatte im Sommer so etwas schon mal mit Fleek gemacht und das hat einen richtigen Schub im Umgang mit Schafen gegeben.

    Weil es trotz Sonnenschein klirrend kalt war und der Hund zwischendurch immer wieder warten muss, mit Brille und Mantel. Ich habe zum ersten Mal die Brille beim Hüten eingesetzt und festgestellt: Es macht überhaupt keinen Unterschied zum Arbeiten ohne Brille. Sehr spannend.

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  • Ich habe drei Schafe geschenkt bekommen, die die Arbeit mit Hund nicht kennen. Außerdem waren sie noch nie an fremden Orten und fremde Schafe haben sie auch noch nie gesehen. Vor allem keine Kleinen und auch keine Dunklen. Die Aufgabe von Fleek war neben dem zur Weide treiben daher die Schafe einzuarbeiten bzw. daran zu gewöhnen für den Hund zu laufen, aber nicht hysterisch davon zu rennen, denn auch Schafe müssen ja lernen adäquat und angemessen auf den Hund zu reagieren. Ich finde, dass hat mein Marsupilami sehr gut gemacht.

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  • Gestern hatte ich mich ganz frech bei Cherubina zum Hüten eingeladen. Vielen Dank dafür!

    Utas Schafe kennen ja keine anderen Hunde, so hatte ich den Effekt, den ich gerne haben wollte: Fleek sollte lernen sich mit "anderen" Schafen auseinandersetzen. Ihre Lämmer fanden Fleek erst mal etwas spooky, merkten dann aber recht schnell, dass dieses schottergraue Teilchen mit großen, langen Ohren doch nicht so gefährlich war. Ich übte dort das Wegtreiben und Shedden. Dann wechselten wir zu den Böcken, die beim ersten Auftauchen von diesem seltsamen Geschöpf, also meinem Hund, erst Mal beratschlagen mussten, was DAS denn bitte darstellen soll und ob das wohl ein Hund sei. :thinking_face::rolling_on_the_floor_laughing:Fleek ließ ihnen die Zeit und so lief die bunte Truppe danach auf der tollen großen Fläche sehr gut für den nun identifizierten Hund.

    Zum krönenden Abschluss gab es noch einen 300-Meter-Outrun außer Sicht , weil die Fläche einen leichten Buckel hat. Die ersten zwei Drittel musste sie ins Blinde laufen bevor die Schafe in Sicht kamen. Ich konnte Fleek nicht sehen und sie mich auch nicht, daher ist es ein silent Outrun, Lift und Fetch, also ohne Kommandos, der Hund muss das selbst lösen. Das war das erste Mal auf so eine große Distanz auf fremder Fläche.

    Uta hat es für mich gefilmt:

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