Was ist "Radiustraining"?
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In einem anderen Thread kam das Thema zur Sprache und ich würde gerne wissen, was "Radiustraining" ist.
Bevor ich hier wild spekuliere und eigene Erfahrungen mit den Begriffen "Radius", "Entfernungseinwirkung" oder "Sichtweite" darlege, brauche ich mal Leute, die sich damit auskennen, es angewendet haben, evtl. Erfolge verbucht haben oder zumindest theoretisch wissen, worum es sich dabei handelt.
Ich bin gespannt!
L. G. - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Angefangen habe ich mit einem Radiustraining nach dem Buch 'Antijagdtraining'. Zusammengefasst: Man hält die Schleppleine in der Hand und gibt immer kurz vorm Ende der Leine ein Signal. Dann das Ende festgehalten, falls der Hund reinläuft. Wenn der Hund vorher abstoppt, markern und belohnen. Tut er das nicht, also läuft in die Leine, bleibt man stehen und wartet bis der Hund die Spannung von der Leine nimmt (das ist variabel).
Ich kam damit aber nicht gut zurecht, nun markere ich einfach jedes stehen bleiben im gewünschten Radius, anschauen wird eh belohnt und in meiner Nähe gibt es immer Leckerlies.
Das ist natürlich kein reines Radiustraining mehr, sondern verbessert auch die Aufmerksamkeit. Welcher Anteil dem Radiustraining beizumessen ist, weiß ich nicht, aber bei uns wird es so schon besser. -
Mich würde mal interessieren, ob Hunde unterschiedliche "Radien" haben.
Z.B. läuft ein Pointer ja von Natur aus viel größere Radien als z.B. mein Labrador.
Ich stelle aber fest, dass mein italienischer Jagdhundmix innerhalb eines bestimmten Radius` angesprochen werden muss (im Freilauf), damit er nicht auf "Durchzug/Bohnen in den Ohren" schaltet.
Radius = Einflussbereich?
Was meint ihr?
L. G. -
Auf jeden Fall sind die unterschiedlich, das ergibt sich oft schon aus dem Zuchtziel, wenn du schon verschiedene Jagdhunderassen ansprichst. Aber Radius ist erst mal bloß ein Kreis um dich rum, den der Hund nicht verlassen soll. Das dient zwar auch (oder zum größten Teil?) der Ansprechbarkeit, aber nicht ausschließlich. Es ist zum Beispiel auch wichtig, damit der Hund nicht schon irgendwo 500 Meter weiter vorne ein Reh hetzt, ohne dass man es überhaupt mitbekommt usw.

Es gibt auch Hunde, die sind noch zurückpfeifbar, wenn sie schon lange außer Sicht sind. Das heißt aber nicht, dass nicht ein kleinerer Radius meist sinnvoller wäre. (Je nach Gelände und Arbeitseinsatz wahrscheinlich.) Also würde ich sagen Radius muss nicht immer mit Einflussbereich übereinstimmen, nein.
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Mich würde mal interessieren, ob Hunde unterschiedliche "Radien" haben.
Z.B. läuft ein Pointer ja von Natur aus viel größere Radien als z.B. mein Labrador.
Ich stelle aber fest, dass mein italienischer Jagdhundmix innerhalb eines bestimmten Radius` angesprochen werden muss (im Freilauf), damit er nicht auf "Durchzug/Bohnen in den Ohren" schaltet.
Radius = Einflussbereich?
Was meint ihr?
L. G.Die BX hatten einen recht grossen Radius ( wobei das ja immer subkektiv ist) , die sind halt viel autonomer als mein Labbi, der von sich aus viel näher bei mir bleibt.
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Ein Radius ist für mich der Bereich, dem der Hundehalter dem Hund bei gemeinsamen Aktivitäten wie zb Spazierengehen/gewisse Sportarten/Jagdeinsatz zuteilt und der nicht verlassen werden soll.
Ich finde es für mich praktisch, wenn die Hunde einen variablen Radius kennen und akzeptieren, das heiß, dass man je nach Gelände und Notwendigkeit entscheiden kann, wie weit sich der Hund entfernen darf.
Sind wir zB auf freiem Feld unterwegs, dann darf der Radius größer sein, sind wir auf schmalen gewundenen Pfaden, sollen sie in meiner näheren Umgebung bleiben, ebenfalls, wenn mehrere andere Menschen unterwegs sind. Bei Layla mache ich manchmal eine Ausnahme, da sie ihre Umwelt immer gut im Blick hat und von selbst an die seite geht, wenn ein fahrrad kommt und sie lässt andere leute eh links liegen.
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Ich kann mir das schon gut vorstellen, sehe bei uns aber keinen starken Zusammenhang zwischen Radius und Ansprechbarkeit.
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@muecke
BX = Bordeauxdogge oder? Sorry
.Bei mir reduziert sich der von mir "erlaubte" Radius je nach Einsehbarkeit. Meinem Labrador vertraute ich sogar, wenn ich ihn nicht sähe - passiert aber nicht. Er hört höchstens nicht, wenn ich mal wieder nicht gerafft habe, dass er am Waldesrand mal ein "Ei" legen muss.
Vor einer Bergkuppe rufe ich meinen Jagdhundmix immer zurück. Ist mir sicherer.
L. G. -
An lockerer Leine gehen als Targetaufgabe - MarkertrainingMarkertraining
Die Übung ist ja für die Leinenführigkeit gedacht, aber diese Aufgabe kann man natürlich auch für den gewünschten Radius im Freilauf verwenden.
Ich finde es rücksichtsvoll gegenüber anderen Hunden, wenn ich meinen Hund im Radius von 5m bei mir behalte. Er kann zwar in seinem Tempo alles machen, sollte sich aber nicht weiter als 5m entfernen.Hat sehr gut funktioniert, man muss halt wie bei allem konsequent üben. Die 5m Schlepp kann ich immer mal in die Tasche stecken und hab ja außerdem kaum Möglichkeit meinem Hund legal freilaufen zu lassen. In der Stadt, Wald und Park is nämlich Leinenzwang.
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@Tastatur
Heißt das, dass Dein Hund wünschenswerterweise niemals den Radius von 5 Metern verlassen sollte?
L. G. - Vor einem Moment
- Neu
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