2 Gesichter - Leine / Freilauf

  • Wollte noch hinzufügen, dass wir vor einer Woche nochmal an einer Stunde in der Schule teilgenommen hatten. Mehr aus Spaß.
    Der Trainer sagte mir ziemlich schnell, dass ich Chili mehr führen soll :-D sie würde mich spazieren führen.

    Aber irgendwie passt das nicht mit meinem -komm ich heut nicht komm ich morgen- Gang.
    Ich will sie gar nicht großartig und zügig Gassi führen.
    Ich möchte wie sie schlendern.

    Langsam wird es aber deutlich, dass es vielleicht doch an mir liegt.
    Wenn ich noch mal drüber lese, ergibt es schon ein klares Bild.

    Übernehme ich die Führung, ist alles normal soweit.
    Je länger ich die Leine lasse - im übertragenen Sinne, führt sie mich?
    Und KLÄRT gar selbst, wenn ein Hund kommt!?

    Oh mir geht ein Licht auf :-D

    Aber die Ladenaktion?
    Vielleicht war es schlicht für sie, die Erlaubnis zu gehen und vertraute darauf, dass ich nachkomme.

  • Ich will hier einfach mal ein kleines Gegenbeispiel einwerfen... Grisu ist angeleint sehr viel weniger ein -ich lös das jetzt mal selbst und reg mich prophylaktisch auf-Typ als im Freilauf. Er hält sich angeleint wesentlich mehr zurück, pöbelt nicht und erträgt mehr Nähe. Im Freilauf ist er nur mit wenigen Hunden verträglich bei direktem Kontakt, angeleint ist er zwar auch nicht verträglicher, ignoriert aber um Längen mehr. Vielleicht eine Mischung aus 1. er weiß, dass ich an der Leine sehr viel schneller durchgreifen kann und er mit nichts durchkommt und 2. an der Leine bin ich auch besser darin, ihm andere Hunde vom Leib zu halten (bzw. war da früher konsequenter drin). Also er ist angeleint wirklich sehr viel relaxter als ohne bei nahen Fremdhunden. Er unterscheidet auch sehr, ob der andere Hund angeleint ist. Angeleinte Hunde interessieren ihn nicht.

    Interessant ist, dass er im Hundeverein mittlerweile sehr entspannt ist (so lange trainieren wir ja dort noch noch nicht, das ging tatsächlich recht schnell), auch ohne Leine im Training, bzw. wenn die anderen Hunde freilaufend um ihn viel Dynamik zeigen (nicht im Freispiel, sondern im Training). Da weiß er, die nehmen keinen Kontakt auf, es braucht ihn nicht zu interessieren. Also ist es bei ihm auf Spaziergängen wohl tatsächlich so, dass ich sicherer bin und Kontakt erfolgreicher verhindere, wenn er angeleint ist.

  • @Lucy_Lou wie bist du denn, wenn du deinen Hund an der Leine führst?
    Immer "voll dabei"? Oder lässt du auch mal einfach geschehen?

    Würdest du, wenn die Regel bei euch ist, dass du immer irgendwie auf ihn einwirkst, oder regelst (wenn was kommt) mal versuchshalber gar nichts machen und mir / uns berichten, ob was anders ist?
    :smile:

  • Meine Hunde (auch Grisu) laufen ja meist frei, Wohnlage sei Dank. Grisu läuft aber in belebter Umgebung an der Flexi und darf da im Radius frei tun, was er auch im Freilauf täte. Ich hangel ihn auch nicht ran bei Hundesichtung, sondern rede mit ihm, dennoch bin ich dann wohl sicherer und Grisu weiß, dass er am Ende einer Leine ist. Also das macht zu kurzer Leine so keinen Unterschied.
    Wenn er an der Flexi ist, werde ich allerdings einen Teufel tun, ihn (und den Gegenüber) nicht anzusprechen, wenn uns jemand mit freilaufendem Hund entgegen kommt |) . Ich mein, du kannst deinen Hund ja gerne zu Verfügung stellen und ich berichte dann :p . Grisu schaut mich allerdings automatisch an, wenn ein Hund auftaucht, erst mal ohne Einwirkung meinerseits, ist so eintrainiert. Auch im Freilauf tut er das, da ist das Problem, wenn ein Hund unmittelbar vor ihm plötzlich auftaucht oder aber auf ihn zurennt. Entsprechend scanne ich die Umgebung und leine ihn an unübersichtlichen Stellen an.

  • Pia hat ohne Leine mit fremden Hunden mehr Probleme, als mit Leine. Die Leine gibt ihr Sicherheit. Die doofen Situationen waren bei ihr immer, wenn sie frei lief. Sie kann an der Leine viel mehr ertragen, als ohne.

    Bei Gio ist es eigentlich egal. Ich muss nur seine Leine locker halten, aber das sollte man ja sowieso. Wenn ich seine Leine doll straffe, wird er komisch anderen Hunden gegenüber.
    Passt vielleicht nicht ganz, aber wenn andere Hunde angeleint sind und Kontakt haben dürfen, die Halter aber sehr an der Leine rumreißen und ihren damit in eine ungünstige Position zwingen, wird Gio auch komisch.

  • bei uns ist es auch so, dass Benni extreme Probleme OHNE Leine hat. Mit Leine ist alles im Rahmen, es gibt eine Hunderasse, die pöbelt er an und wenn ein großer hund ihn verbellt bellt er auch mal zurück, je nach Laune. Bei kleinen Hunden ignoriert er diese. Ohne Leine sprintet er sofort los, sucht etwas zum jagen und wäre im Zweifel einfach weg. Andere Hunde stören ihn, das Problem ist, dass er im Zweifel dann knurrt und schnappt wenn die ihm auf die nerven gehen. Also: Gassi immer Leine oder 10m schleppleine, wenn das Feld weit und breit frei ist werfe ich auch schon mal ein Spielzeug, aber eigentlich bin ich immer am schauen um fremde Hunde im Zweifel zu blocken. Und beim normalen Gassi gehen schlurfe ich manchmal, manchmal renne ich mit Wuffel, wir schlendern, wie uns eben ist. Warum Benni sich so verhält ist mir inzwischen wurst. Wir haben einiges durchgemacht und wenn er eben jetzt ein wenig spinnen will, dann soll er das tun. :ka:

  • Ich bin ja fast beruhigt, dass es doch mehrere Hunde gibt, die angeleint relaxter sind :lol:

    Für Smilla macht es keinen Unterschied, ob Leine oder nicht, die ignoriert eh... Wenn ein fremder Hund fletschend in der Leine hängt, 2Meter neben ihr, interessiert es sie nicht, die schaut nicht mal hin. Im direkten Kontakt muss ich mehr schauen, denn den will Smilla an sich nicht. Sie ist höflich und weicht im Zweifelsfall aus, sie interessiert sich nicht für fremde Hunde

    Lucy klärt gerne selbst (und das souverän), die nimmt aber lieber ohne Leine Kontakt auf (bleibt aber auch ohne Leine im Fuß, bzw. ist abrufbar), sie leine ich selten an, wenn wir Hunden begegnen, sondern nehme sie in Kommando. So kann ich sie auch im Notfall klären schicken |) . Lucy fühlt sich durch die Leine eingeschränkt, sie ist aber allgemein recht selbständig und von meiner Seite aus darf sie das auch. Angeleint brummelt sie eher mal oder macht sich groß, ohne Leine hat sie mehr Optionen. Sie ist wesentlich weniger an mir orientiert, als Grisu

  • hi Usambara...

    denke auch.. ob langsam oder schnell tut hier wohl weniger zur sache..eher, ob er voran geht und zieht bzw.dich zu seinen lieblingsstellen führt... würde auch sagen, führe mehr ihn bzw. gerade, wenn du ein bestimmtes ziel anvisierst.. kannst ja dann immer noch ihn machen lassen (und auch mal ziehen lassen, falls es berghoch geht und du aus der puste bist*g*)...
    demnach versteh ich auch das loslaufen, wenn du die leine fallen lässt (und nichts sagst)... wenn er das draußen gewöhnt ist, zu führen, ist dies hier nicht anders..er läuft los und erwartet, dass du ihm folgst (warum sollte es hier denn auch anders herum sein, wenn sonst draußen auch nicht).
    was mir noch einfiel... wenn du einfach mal nen ganz anderen weg nimmst, so dass nicht so früh seine "Vorfreude" kommt und er immer aufgeregter wird und hier und da auch mal zügig gehst und ihn nicht ziehen lässt...
    aber bin nun nicht wirklich ein experte... wenns dich ansonsten kaum stört, gibts auch kein bedarf, was zu ändern...
    wünsch dir alles gute und euch ne schöne Weihnachtszeit.
    LG Amigo

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