Mein Hund zwackt mich in die Wade-Leinenaggression?

  • Bestenfalls ja, das stimmt :) Aber leider nicht immer. Man sollte aber immer irgendwie auf den Hund einwirken können und das könnte eine Möglichkeit sein, wenn die Ansprache bereits nicht mehr fruchtet.

    Wenn ein Hund so in Rage ist, dass er einen angeht, würde ich es tunlichst vermeiden, in so einer Situation irgendwie mit dem Hund körperlich zu diskutieren. Ich habe zwei Narben am Arm, weil ich das damals bei meinem 28 Kilo Rüden versucht habe. Der hat sich zu mir umgedreht und zugepackt, als ich ihn nur berührt habe.
    Lieber alles checken und falls eine Situation blöd läuft, weil man eben nicht alles im Blick hatte, einfach kommentarlos da durch, es als "blöd gelaufen" abheften und beim nächsten mal früher reagieren.

  • Wenn du Pech hast, stupst dich dein Hund zurück, vielmehr er schnappt.

    Tut er doch sowieso schon....

    Ich würde lieber am Blickkontakt arbeiten, damit der Hund sich auf seinen Halter konzentriert und nicht auf den kläffenden Hund.

    Da muss man aber früher einsetzen und nicht jedem ist die perfekte Beobachtung und das geniale Timing gegeben!

    Ansonsten stimme ich Dir zu!

    Bevor der Hund SO hoch fährt, dass er ins nächstbeste schnappt, sind VOR der Pöbelei bereits ganze Romane an Hundekommunikation zwischen den beiden abgelaufen. Es macht (außer, wenn´s nicht mehr anders geht) wenig Sinn, ein zu greifen, wenn das Kind im Brunnen schon ertrunken ist.... Die Handlung des HH (dem Hund entsprechend!) muß VIEL früher kommen!

    Mit Worten und Stimme erreicht man leider einen wirklich hochgefahrenen Hund kaum mehr, im schlimmsten Fall wertet er Dein "Schimpfen" als "anfeuern".

    Im schlimmsten Fall steigt er in die Leine,

    Das war aber doch schon früher... ;9

  • Ich hatte vor einigen Jahren einen 1,5jährigen Mix als Gassigänger im Tierheim der sich beim Anblick anderer Rüden wie ein Irrer an der Leine aufführte. Kam er mit seiner Pöbelei nicht weiter ließ er seinen Frust an der Leine und dann an meinem Arm aus. Er wog nicht nur 10kg sondern um die 30.
    Er hat von mir einen dermaßenen Anschiss bekommen das er förmlich in sich zusammen sackte. Meinen Arm konnte ich tagelang nicht benutzen und wollte eigentlich nie mehr mit ihm gehen.
    Wir haben dann Gehorsamsübungen gemacht, auf dem Tierheimgelände ohne Ablenkung. Der Hund war klasse, lernwillig und zuverlässig.
    Irgendwann bin ich wieder mit ihn raus, aber diesmal mit Maulkorb. Da er das Kommando PLATZ mittlerweile super beherrschte machte ich mir das zu Nutze. Ein anderer Hund näherte sich von weitem und ich gab den Befehl, stellte aber meinen Fuß auf die Leine so das er gar nicht aufstehen konnte. Er randalierte kurz und merkte das ich wohl diesmal stärker war. Er schaute mich richtig verzweifelt an, war aber still. Sofort kam ein Lob und der andere Hund konnte, Dank des aufmerksamen Besitzers, in größerem Abstand an uns vorbei.
    Ich habe mich mega gefreut und wir haben dann ganz viel gespielt.
    Bei weiteren Spaziergängen reichte dann ein leises Räuspern und ich hatte seine Aufmerksamkeit. Andere Hunde ignorierte er.
    Im Nachhinein fand ich das Draufstellen des Fußes auf die Leine und dieses Einengen furchtbar, aber es hat gewirkt. Ohne dicke Jacke hätte er damals meinen Arm krankenhausreif gebissen.
    Er wurde später sehr gut vermittelt und die neuen Besitzer sind sehr glücklich mit ihm. Fast wäre er Dauerinsasse geworden und wenn dann nur mit Maulkorb unterwegs gewesen.
    Ich würde immer wieder über den Gehorsam arbeiten und kann im Fall der TE durchaus mal ein Training in einem Verein oder einen guten Hundetrainer empfehlen.
    Meine Hündin hatte so mit 18 Monaten auch eine Zeit wo sie mobben und pöbeln wollte. Dank gutem Gehorsam war es kein Problem sie ruhig zu halten, auch wenn ich kurzfristig mal laut werden musste. :pfeif:

    LG Terrortöle

  • Naja, dass mit der Unterordnung wird auch ein Problem sein. Unser Hund kann im Prinzip machne was er will, er darf raus und rein, wann er will. Im Garten kann er machen was er will. Grundkommandos kann er. Auf der Hundewiese, wo er ohne Leine ist, habe ich absolut keine Probleme.

    Den HUnd habe ich auch schon vom weitem gesehen, habe auch überlegt umzukehren. Aber ich dachte nein, da müssen wir jetzt durch. Es sind wirklich nur ein paar wenige Hunde, wo er so reagiert, seine Erzfeinde halt :-)

    Sonst bei fremden Hunden alles ohne Probleme.


    Aber wir haben besprochen, dass es jetzt strengere Regeln gibt und eine kurze Leine :-)

  • Unser Hund kann im Prinzip machne was er will,

    Mit der Einstellung kriegst du das Problem aber nicht in den Griff!

    Ich hatte immer bei meinen Rüden das Gefühl, wenn die sich so hochpuschen, daß sie dankbar sind, wenn sie klare Befehle bekommen.
    Zum Glück hab ich ja jetzt eine sehr leichtführige Hündin, die zudem auch leichtgewichtig ist (20 Kilo).
    Aber ich hab in meinen besten Zeiten auch schon Rüden von 35 Kilo geführt.
    Gebissen oder geschnappt hat mich keiner meiner Hunde, auch nicht als Übersprungshandlung.

    Ich würde da wirklich ernsthaft an der Erziehung arbeiten.

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