Rückruf üben, wenn der Hund sich nicht entfernen will
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anfängerinAlina -
15. September 2015 um 12:33
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Kannst du aber schlecht üben, wenn dein Hund keine Wildbegegnung hat und du ansonsten alle anderen kniffligen Situationen schon durch hast (Hundebegegnung, Schnüffeln, Ball...)
Meiner Meinung nach ist das ok so, es funktioniert doch und ein arrangiertes Treffen mit Wild wirst du nicht hinbekommen.
Kann dich aber beruhigen, ist hier nicht anders. Meine Hündin hört auf's erste Wort, bei Hundebegegnung muss ich nicht mal was sagen, sie bleibt auch so. Sie kommt und bringt den Ball, bleibt auch sitzen wenn ich werfe, legt sich auf Distanz ab und wartet und und und... egal wann
ABER. Wenn wir doch einmal im Jahr unerwartet auf ein Reh stoßen, habe ich keine Chance, außer ich rufe grade noch so in der Minute wo sie es sieht. Ist sie am Hetzen, kann ich's vergessen...
Dafür sind diese Situationen einfach zu selten, als dass ich da groß üben könnte.. Sie bleibt halt nun, seit ich das weiß, in Wildgebieten an der Flex
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1) Was haltet ihr von den Möglichkeiten, die ich bis jetzt ausprobiert habe?
2)Soll man nun überhaupt unter Ablenkung üben, oder nicht?Hallo,
ich glaube, du machst dir, speziell bei deiner Hündin zu viel Kopf, es läuft doch bisher supi bei euch.

Zu häufig würde ich sie jetzt nicht abrufen, wenn sie sich (endlich?) mit der Umwelt beschäftigt.
Wie alt ist sie überhaupt?
Wenn du den Abruf unter Ablenkung übst, würde ich weiterhin bedürfnisorientiert belohnen.
Beim ersten Jagdtrieb wirst du sehen, was passieren wird, falls dieser überhaupt einsetzt...
Würde sie dann tatsächlich nicht kommen, müsstest du noch mal überlegen, aber auch das würde ich nie überbewerten, da ist dem besten Hundehalter schon passiert.LG Themis
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Finde den Einwand in deinem ersten Post spannend :)
Also ich würde an deiner Stelle unterschiedliches üben. Mal rufen wenn sie etwas entfernt ist und nach außen orientiert, mal wenn du was wirfst und dann wenn sie neben dir ist. Dann schauen, was am besten klappt und was nicht so und wie sie darauf reagiert.
Wenn du möchtest, dass sie auch mal öfter weg von dir geht, solltest du dir rechtzeitig einen zweiten Hund dazu holen

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Einfach einen Hund dazunehmen, der ein Jagdproblem hat und dann kommt alles von alleine

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Wie reagiert sie auf ihren Namen und Ansprache?
Wenn sie immer schaut und gut ansprechbar ist, dann hast du ja schon die Basis. Wenn nicht, würde ich das üben.
Dann kannst du in der Wohnung üben, dort wird sie wohl nicht dauernd hinterherdackeln. Hoffe ich.
Wenn es einen Hundekumpel gibt, dann aus dem Speil mit dem abrufen.
Sollte sie ihren Jagdtrieb entdecken, wird eh alles anders...
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Ein Zweithund mit Jagdtrieb oder mit dem sie vielleicht eines Tages spielen würde, das wäre mein großer Traum, ja. Das erlauben die Vermieter leider nicht.
So ist und bleibt sie halt leider mein verwöhntes Einzelkind, um das ich mir immer ein bisschen zu sehr "einen Kopf mache," das stimmt auch. Hat aber in diesem Fall geholfen. Mir ist wieder eingefallen, womit ich den Schwierigkeitsgrad gut steigern könnte: Menschen mit Futter.

Wild haben wir hier sehr viel, vermutlich wird da bei ihr nichts mehr kommen, wenn ich es mir recht überlege. Sie ist jetzt schon drei Jahre alt, ich habe von Anfang an (Alter ca. 9 Monate) Anzeigen belohnt und im Dummytraining hat sie auch gelernt, dass sich auf der Jagd die Zusammenarbeit lohnt. Oh, fürs Training hatten wir übrigens unter anderem auch einen Rückpfiff aufgebaut. Nachdem ich den einige Wochen nicht benutzt hatte, wusste sie nicht mehr, was er bedeutet.
Aber mich selbst hat die Pfeife auch immer nur genervt, deshalb war das nichts für uns.So. Nachdem ich jetzt erst mal weiß, wie ich weiter trainiere und ich mir aus jedem eurer Beiträge was mitnehmen konnte,

würde mich immer noch interessieren, was ihr zu dem Zitat im ersten Beitrag sagt.
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würde mich immer noch interessieren, was ihr zu dem Zitat im ersten Beitrag sagt
Meinst du den von "flying-paws"?
Vielleicht magst du sie mal fragen...
Ich kann mir vorstellen, dass sie so eine Art Verhaltenskette meint.
Zum Beispiel:
Hundi läuft immer 100m voraus und möchte dem Wild nachhetzen, würde ich meinen Hund immer in diesen Situationen zurückrufen, entsprechend belohnen, würde er lernen, dass er erst 100m vorlaufen muss und ansatzweise Wild hetzen wollen, damit er zurückgerufen wird und eine Belohnung kassieren kann. -
Genau, aber das komplette Zitat. Da steht ja schon drin (von BlueDreams) welche Fragen das aufwirft, wenn man "normal" einen Rückruf mit steigender Ablenkung aufbauen will. In dem entsprechenden Thread kam noch keine Antwort und es geistert mir einfach im Kopf rum, weil ich jetzt genau an dem Punkt bin, wo ich was ins Training einbauen würde, was der Hund eigentlich bitte bitte nicht wieder vermehrt zeigen soll (Betteln.) Wenn es "nur" um die Verhaltenskette geht, dann habe ich bis jetzt immer gedacht, man kann das erkennen. Der Hund läuft dann z.B. absichtlich aufs Feld und ist dabei aber mindestens mit den Ohren bei mir, weil er auf den Rückruf spekuliert. Damit könnte ich leben und wie man damit umgeht habe ich auch schon oft gelesen.
Aber ich hatte das Zitat eher so verstanden, dass der Rückruf selbst zum sekundären Verstärker wird und damit das (...okay, ich nehme mal meinen Fall) Betteln mit der Zeit ein tertiärer Verstärker - falls es sowas überhaupt gibt.
Damit würde ich ein Verhalten positiv belegen, bei dem ich jahrelang dran gearbeitet habe, dass es als nicht-lohnend abgespeichert wird.
Könnte ich in Kauf nehmen, aber mir ist eben noch nicht ganz klar, ob ich die Theorie dahinter verstanden habe. Wenns bloß um die Verhaltenskette geht, dann habe ich mir da wirklich mal wieder unnötig den Kopf zerbrochen.
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Jane, hast du Theby's "Verstärker verstehen" schon gelesen? Da geht's um das "Vorgreifen" der positiv belegten Signale auf die Verhalten, die man eigentlich nicht mehr haben will

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Nee, habe ich nicht gelesen. Sollte ich wohl, was?

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