Begrüßung Fremder!
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Inzwischen werde ich da auch gerne mal pampig.
Wenn sich jemand bewusst falsch verhält, werde ich auch pampig. Letztens hat ein erwachsener (!!!) Mann Newton angebellt und hat mich dann ganz vorwurfsvoll angeschaut, als Newton zurück gebrummelt hat... Dem habe ich ganz deutlich gesagt, was ich davon halte...
Manche Leute wissen es allerdings leider nicht besser. Die versuche ich aufzuklären. Ein Kollegin hat zum Beispiel relativ großen Respekt vor Newton und möchte eigentlich keinen Kontakt. Sie schaute Newton aber grundsätzlich immer an und begrüßte ihn mit "Hallo, Newton!" wenn sie ins Lehrerzimmer kam. Newton hat dann sofort angefangen mit dem Schwanz zu wedeln und hatte sichtlich Mühe ruhig sitzen zu bleiben, was wiederum ihre Bedenken, er könne gleich herkommen, erhöhte. Irgendwann habe ich ihr erklärt, dass sie ihn einfach ignorieren soll, wenn sie rein kommt...
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Hi,
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Ich hab die Erfahrung gemacht, dass Leute zu 80% auf mein (höflich formuliertes) "Bitte ignorieren!" mit einem Gespräch antworten. Meist kommt dann ein "Och, der is aber doch so süüüüüüüß!", "Wieso, der will doch nur Hallo sagen!", "Der ist ja noch jung, oder?" oder auch ein ängstliches "Wieso, beißt der?"...in Kombi mit erst recht stehen bleiben und Hund anstarren!
10% der Menschen reagieren eingeschnappt/pampig und die restlichen 10% verstehen was ich meine. -
Aber ich frage mich, ob sowas nötig ist. Eigentlich ist es deine Aufgabe als Halterin, deinen Hund vor solchen unangenehmen Situationen zu bewahren.
Ich zumindest würde nicht wollen, dass Newton von einer wildfremden Person eins mit der Handtasche übergebraten bekommt....
Wenn Nero mit Kommandos soweit gut kontrollierbar ist, würde ich diese Methode eindeutig vorziehen.
Sicher. Ich sagte ja auch, dass das ungeplant und von mir nicht gewollt war und andere Leute meinen Hund nicht erziehen müssen, das ist meine Aufgabe.
Ich dachte aber an vielleicht sowas:
Ich spreche mal meine HuSchu-Trainerin an. Vielleicht kann sie ein paar Freiwillige aus anderen Kursen zusammentrommeln (die Nero nicht kennt), und ich gehe mit ihr und dem Hund spazieren. Zufällig kommt dann ein Freiwilliger ums Eck. Zuerst versuche ich, Nero bei mir zu halten/ihn vom kontakten abzuhalten. Ignoriert er meinen Rückruf/das Abbruchsignal, zeigt der Freiwillige ihm, dass er nicht an ihm interessiert ist. Ein Ausfallschritt, ein lautes Nein, ein Schubser?Je mehr ich drüber nachdenke, wird mir eigentlich klar, dass sich das Problem aus mehreren Puzzelteilen zusammensetzt.
- er ist noch jung
- er denkt alle Leute sind nett
- er ist ein Retriever
- in dem Moment, ist der Reiz des anderen größer als die Motivation des Rückrufes
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Ich wäre damals so froh gewesen, wenn das nur im Freilauf passiert wäre. Meine Schulter hätte es mir gedankt.
Ich glaube eigentlich auch von dem was du schreibst, dass ihr auf einem echt guten Weg seid.
Wenn er doch schon über Kommamdos soweit kontrollierbar ist, dass er auch in Fuß ohne Leine am Leuten vorbei geht, ist das super. Ich würde ihn an sehr unübersichtlichen Stellen wohl einfach vorher zu mir rufen, damit er in der Nähe ist und ich ihn ins Fuß holen kann.Das wäre bei Lina in dem Alter definitiv nicht gegangen. Aber ich bin auch heute noch jemand, der lieber einmal zu viel anleint, nicht dass sie doch Hallo sagen geht.
Ganz zur Not könntest du auch zusätzlich noch ne dünne Schleppleine fest machen damit er nicht abhauen kann im Zweifelsfall.
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Ich hab die Erfahrung gemacht, dass Leute zu 80% auf mein (höflich formuliertes) "Bitte ignorieren!" mit einem Gespräch antworten. Meist kommt dann ein "Och, der is aber doch so süüüüüüüß!", "Wieso, der will doch nur Hallo sagen!", "Der ist ja noch jung, oder?" oder auch ein ängstliches "Wieso, beißt der?"...in Kombi mit erst recht stehen bleiben und Hund anstarren!

10% der Menschen reagieren eingeschnappt/pampig und die restlichen 10% verstehen was ich meine.
Ja, so kenn ich das auch noch. Vor allem als Lina noch klein war.
Auch gerne: "Ach, ich hab doch auch einen Hund." Oder "Bei mir darf der das!"
Inzwischen sag ich auch etwas unfreundlicher Bescheid, dass ich das grade so nicht möchte und meist klappt das besser.
Kinder sind übrigens in 99% der Fälle viel einsichtiger und akzeptieren ein freundliches Nein oder die Begründung, dass es grade im Moment halt schlecht ist. -
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Ich freue mich, dass ihr das so seht
Ist nur so, dass ich mich wie der absolute Versager fühle, wenn "es" dann trotz aller Vorsicht und Training passiert, der Mensch mich blöd anmacht und der Spaziergang für mich im Eimer ist...
Wobei es ja auch "nur" selten passiert, meistens ist hier ja kein Schwein unterwegs.Ich habe jetzt mitgenommen, dass:
...weiterhin üben
...Nero belohnen, wenn er an den Leuten vorbeigehen kann
...im Zweifel ins Fuß holen/anleinen
...warten bis er älter ist
Für das Welpi (Odin soll er heißen):
...Kontakte, wenn gewünscht, ruhig mal zulassen
...ruhiges Verhalten/vorbeigehen belohnen
...den Leuten aber auch klar zeigen, wenn ich keine Lust auf so Gedöns habeBei Nero habe ich ja auch schon immer gesagt: bitte nicht, jetzt ist das noch niedlich, aber wenn er 30kg wiegt nicht mehr...
Da wurde ich gekonnt überhört.
Zukünftig werden ja sowohl hallo-hier-bin-ich-Nero, als auch Baby Odin dabei sein - vielleicht verstehen die Leute am Beispiel des Großen dann auch besser, warum ich nicht möchte, dass der Kleine zu viel betüddelt wird
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Moin!
Habe auch eine Retriever-Mix ;-)Sicher. Ich sagte ja auch, dass das ungeplant und von mir nicht gewollt war und andere Leute meinen Hund nicht erziehen müssen, das ist meine Aufgabe.Ich dachte aber an vielleicht sowas:
Ich spreche mal meine HuSchu-Trainerin an. Vielleicht kann sie ein paar Freiwillige aus anderen Kursen zusammentrommeln (die Nero nicht kennt), und ich gehe mit ihr und dem Hund spazieren. Zufällig kommt dann ein Freiwilliger ums Eck. Zuerst versuche ich, Nero bei mir zu halten/ihn vom kontakten abzuhalten. Ignoriert er meinen Rückruf/das Abbruchsignal, zeigt der Freiwillige ihm, dass er nicht an ihm interessiert ist. Ein Ausfallschritt, ein lautes Nein, ein Schubser?Je mehr ich drüber nachdenke, wird mir eigentlich klar, dass sich das Problem aus mehreren Puzzelteilen zusammensetzt.
- er ist noch jung
- er denkt alle Leute sind nett
- er ist ein Retriever

- in dem Moment, ist der Reiz des anderen größer als die Motivation des Rückrufes
Sicher. Ich sagte ja auch, dass das ungeplant und von mir nicht gewollt war und andere Leute meinen Hund nicht erziehen müssen, das ist meine Aufgabe.Ich dachte aber an vielleicht sowas:
Ich spreche mal meine HuSchu-Trainerin an. Vielleicht kann sie ein paar Freiwillige aus anderen Kursen zusammentrommeln (die Nero nicht kennt), und ich gehe mit ihr und dem Hund spazieren. Zufällig kommt dann ein Freiwilliger ums Eck. Zuerst versuche ich, Nero bei mir zu halten/ihn vom kontakten abzuhalten. Ignoriert er meinen Rückruf/das Abbruchsignal, zeigt der Freiwillige ihm, dass er nicht an ihm interessiert ist. Ein Ausfallschritt, ein lautes Nein, ein Schubser?Je mehr ich drüber nachdenke, wird mir eigentlich klar, dass sich das Problem aus mehreren Puzzelteilen zusammensetzt.
- er ist noch jung
- er denkt alle Leute sind nett
- er ist ein Retriever

- in dem Moment, ist der Reiz des anderen größer als die Motivation des Rückrufes
Ich würde deine letzte Variante auch bevorzugen, mit eingeweihten Personen arbeiten.
Ich würde allerdings nicht über positive Strafe arbeiten, wenn der Hund nicht reagiert, sondern über negative Strafe (Ignoranz, wegdrehen etc.) - erstens finde ich persönlich diesen Weg schlichtweg sympathischer, vor allem, da dein hund noch sehr jung ist... Andererseits ist positive Strafe meiner Meinung nach noch schwieriger zu timen als negative Strafe... und gehört daher nicht in die Hände von Statisten.Abgesehen davon würde ich wohl auch mit anderen Verstärkern arbeiten als mit Futter-Belohnungen, irgendwas, wobei er Interaktion ausleben darf, denn das will er ja. Vielleicht wäre ein Spiel mit dir möglich/bedürfnisorientierter?
Zuletzt würde ich auch über funktionale Verstärker nachdenken - das passt zu deinem Punkt "anderer Reiz größer als Motivation des Rückrufs"... Dein Hund will gerne begrüßen? Bei uns gibt es dafür ein Signal und es gibt Personen, die wollen gerne Kontakt zum Hund (zum Beispiel ein Mann von der Stadtreinigung, der sich immer n Loch in den Bauch freut und toll mit Titus Quatsch macht) - von daher gibt es DAS als Belohnung für Umorientierung zu mir... und der Hund hat daraus nicht gelernt, dass man zu Hans und Franz hin darf, sondern dass UO/Konzentration bei mir bei Begegnungen sich lohnen, belohnt werden, und zwar ab und zu auch mit dem, was der Hund gerne/am liebsten hätte ;-)
Liebe Grüße, Anni
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Kinder sind übrigens in 99% der Fälle viel einsichtiger und akzeptieren ein freundliches Nein oder die Begründung, dass es grade im Moment halt schlecht ist.
Kinder sind hier eine ganz große Baustelle. Kleinkinder und alles was hüpft, rennt, quietscht... da muss er hin. Da hängt er auch in der Leine. Da lasse ich mich auch auf keine Experimente oder Kompromisse ein, der Hund kommt an die Leine und bekommt zur Not den Anschiss seines Lebens. Da habe ich nämlich wirklich Angst, dass das mal Ärger gibt, wenn ein Kind zb stürzt oder sich sehr erschreckt.
(Er frisst die ja nicht auf, aber Eltern sind da seeeeehr unentspannt, wenn ein großer Hund hektisch vor der Brut rumwuselt, habe ich die Erfahrung gemacht.) -
Kinder sind hier eine ganz große Baustelle. Kleinkinder und alles was hüpft, rennt, quietscht... da muss er hin. Da hängt er auch in der Leine. Da lasse ich mich auch auf keine Experimente oder Kompromisse ein, der Hund kommt an die Leine und bekommt zur Not den Anschiss seines Lebens. Da habe ich nämlich wirklich Angst, dass das mal Ärger gibt, wenn ein Kind zb stürzt oder sich sehr erschreckt.(Er frisst die ja nicht auf, aber Eltern sind da seeeeehr unentspannt, wenn ein großer Hund hektisch vor der Brut rumwuselt, habe ich die Erfahrung gemacht.)
Hier ist Titus in solchen Momenten auch an der Leine, ruhiges Verhalten wird belohnt (und anfangs war das eine Mili-Sekunde stillsitzen oder ruhig schauen oder was weiß ich). Ich schirme ihn ab, so dass kein Kind ungeplant zu uns hinrennen kann. Falls Kontakt, gebe ich den Eltern ganz genaue Anweisungen, beobachte Titus gut dabei und lasse ihn abliegen oder absitzen. Dann geht es echt gut.
Den Anschiss des Lebens würde ich grad in solchen sensiblen Dingen wirklich nur im äußersten Notfall (die Leine reißt mir und der Hund rast auf Kinder zu) als Management einsetzen... grade weil das gefährlich werden könnte, ist es mir umso wichtiger, dass der Hund Kinder (oder andere Reize) überwiegend mit Entspannung, ruhigem Verhalten und "Frauchen regelt das" verbindet.
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Ich finde es auch wichtig und gut dass dein Hund viele freundliche Kontakte zu Menschen hat. Aber wie wäre es, wenn der Hund darauf warten muss, bis er hin darf auf Kommando? Z.b. "Geh zum Mensch"/"Geh hin"/"Geh Hallo sagen" oder so. Wir machen das so. In unserer HuSchu gibt es zu Beginn immer eine Begrüßungsrunde. Wir gehen im Kreis zu den anderen HH, geben uns die Hand, sagen Hallo und wechseln 1-2 Sätze, Hunde müssen dabei ruhig absitzen und dürfen weder zum HH noch zum andern Hund.
Draußen hab ich es mit allen Freunden und auch Fremden weiter so gemacht. Also Luna ganz neu hier war habe ich auch meinen Freunden anfangs die Hand gegeben, mittlerweile kann ich Leute auch umarmen, auch Freunde die sie nicht kennt und sie bleibt hinter mir sitzen und wartet bis ich begrüßt hab und dann darf sie - wenn ich sie freigebe - hin und begrüßen. Funktioniert auch bei Fremden super. Und klappt auch ganz gut es den Menschen zu vermitteln. Wenn mich jemand fremdes fragt ob er sie streicheln darf (und Luna ist ja eher manchmal unsicher bei Fremden) frage ich, ob ich zuerst die Hand geben darf, dass wir das von der Hundeschule aus so üben und erkläre bei Interesse noch kurz, fand bisher jeder okay. Find' ich eine echt gute Methode, vielleicht ja auch was für euch

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