Frage - Antwortspiel - welche Tipps habt ihr für die Erziehung meines Hundes! Welche Handhabe hat bei euch geholfen?

  • Hallo zusammen,

    es gibt ja in der Hundeerziehung verschiedene Herangehensweisen und vielleicht könnt ihr mir bei meinen Problemen eventuell Tipps geben. Also ich habe eine fast 6 Monate alten Bolonka Zwetna Hündin (glaube zwar das ich verarscht wurde und da ein Yorkshire mit drin ist aber gut anders Thema).

    Sie ist nun seit der 12. Woche bei uns und hat das super Glück (und ich leider das Pech) dass ich meinen Job verloren habe und sie nicht allein bleiben muss. Seid einigen Tagen schläft sie Nachts nicht mehr in ihrem Laufstall und meldet sich auch brav wenn sie nachts raus muss. Tagsüber sagt sie allerdings nicht Bescheid...bzw sie schaut mich mit großen Augen an und läuft dann irgendwo hin und löst sich da (kleines Geschäft). Gern verarscht sie mich aber und sitzt vor der Tür oder schaut mich nur an weil sie raus will um draußen auf der Wiese zu liegen und in der Weltgeschichte rum zu schauen. Nicht falsch verstehen...nicht jedes Geschäft macht sie drin. Aber man kann ihre Zeit echt nicht einschätzen. Mal schafft sie 3,5 std dann wieder nur 2 oder gerade mal 1. Sie hatte zwischendurch eine Blasenentzündung aber die ist ordentlich abgeheilt. Gibt es Möglichkeiten, dass sie lernt sich besser bemerkbar zu machen?

    Dann das Thema allein bleiben üben... sie verfolgt mich sehr stark... wir üben fleißig ins Körbchen zu gehen um eventuell zu verhindern das sie gleich hinterher kommt... auch Zimmertür schließen usw machen wir... allerdings sobald sie die jacke rascheln, den Schlüssel klappern oder die Tür hört ist sie auf jeden Fall an der Tür bzw. auf dem Weg dort hin.
    Dann wenn sie drin bleibt jault sie mittlerweile nur noch ca. 5minuten (hab ich aufgenommen mit dem Handy), dann ist aber Ruhe. Allerdings macht sie egal wie lang die Zeit ist... Wäsche raus bringen, kurz die Straße runter einkaufen.... dann immer in die Wohnung! Welche Ratschläge habt ihr bei dem Thema?


    Freue mich auf eure Ideen!

  • Du hast einen Junghund; bei dem sitzen eben die Erfahrungswerte noch nicht. Also reagiert er unangemessen.

    Du musst für den Hund im Bezug auf Stubenreinheit einfach eine Regelung schaffen: alle 2 Stunden raus, warten bis es geklappt hat, wenn ja Party veranstalten.

    Alleine bleiben: das schafft man nicht in ein paar Tagen oder Wochen. Das ist eine Vertrauenssache und Vertrauen musst Du Dir bei Deinem Hund erst erarbeiten. Der Ansatz ist da und ist gut. Geduld und darauf aufbauen, mehr geht nicht!

  • Nun, wenn sie dich anschaut und dann irgendwo hin läuft und sich löst, dann sagt sie dir doch, dass sie muss. Mit Anschauen. Mein Rüde macht es ähnlich. Der wird dann plötzlich extrem schmusig, sitzt vor oder neben mir und starrt mich an.


    Das sie dir in die Wohnung macht, wenn du sie allein läßt zeigt, dass sie ordentlich Stress hat. Nur weil sie nach 5 Minuten aufhört zu jaulen, bedeutet nicht, das sie es okay findet. Ich denke da läßt du sie zu früh allein. Das musst du noch kleinschrittiger aufbauen.

  • Willkommen im Forum :winken:

    Zur Stubenreinheit:
    Es gibt durchaus Hunde die länger brauchen um komplett stubenrein zu werden. Ich würde hier vermutlich vorgehen wie bei einem Welpen, nach jedem Essen, Spielen, Schlafen den Hund nehmen, rausgehen. Jedes Geschäft mit großer Party loben, Leckerlie geben.
    Trotzdem ist es wichtig den Hund im Auge zu haben, oft zeigen Hunde bevor sie ihr Geschäft machen schon etwas an, nur Mensch versteht es nicht :) Lieber einmal zu oft raus als zu wenig.

    Alleine bleiben:
    Wenn du derzeit viel Zeit hast, dann zieh doch 20 Mal am Tag die Jacken an, raschle mit Schlüssel damit sie merkt dass es nicht immer raus geht. Schließe die Türen hinter dir, das ganze muss für den Hund "selbstverständlich" werden. Sobald sie merkt dass nichts passiert nur weil du das Zimmer verlässt wird sie irgendwann liegen bleiben. Wenn sie anfängt zu jaulen dann warst du schon zu lange draußen, die Zeiten langsam steigern, das kann am Anfang wirklich nur 2 Sekunden sein und sich dann langsam steigern mit Müll rausbringen, Post holen, Wäsche in den Keller bringen, Bäcker gehen.
    Gerade wenn du im Moment zwangsweise viel Zeit hast ist es super sich jetzt die Zeit zu nehmen um sich das Ganze langsam aufzubauen.
    Du kannst beim Training auch z.b. Mal einen gefüllten Kong oder Kausachen geben und dann das Zimmer verlassen.

    Viel Erfolg und viel Spaß mit der Kleinen :bindafür:

  • Aber kleinschrittiger als nur Wäsche aufhängen geht ja fast nicht oder? Oder Müll rausbringen...

    Wie ist das denn mit dem Thema Futter... nach der Blasenentzündung sind wir von Trockenfutter auf Nassfutter umgestiegen...bzw halb halb umgestiegen... also von beiden im Wechsel. Ich habe unter anderem jetzt von jemandem gehört das Nassfutter dick macht... von anderen habe ich gehört das Trockenfutter Blasenentzündung begünstigt weil ja der Hund bei trofu mehr trinken muss was sie allerdings nicht macht....barfen trau ich mich nicht so...iwie ist mir das noch nicht so schlüssig bezüglich Bakterien usw.

    Das mit dem anschauen ist bei ihr aber auch eine Methode nur um raus zu kommen zb wenn sie draußen spielen will.

    Was ist mit Beschäftigung drinnen? Sie hat ein paar Spielzeuge aber wenn es nicht mit Fressen zu tun hat dann ist es nur interessant wenn jemand dran zieht.... kann ich ihr für die zeit wo sie zb allein bleiben soll einen kauknochen geben? Welche gehen in ihrem alter???


    Sorry hab halt viele fragen und hoffe hier endlich mal mehrere Meinungen zu hören ;)

  • Kleinschrittig bedeutet unter Umständen die Wohnung gar nicht erst zu verlassen. Türen hinter sich in der Wohnung zu schließen, so dass Hund einem dort nicht folgen kann und lernt zu entspannen. Oder, wie bereits geschrieben, die Jacke/Schlüssel zu nehmen, aber nicht zu gehen. So das die Handlungsabläufe normal werden und nicht mit Alleine bleiben oder Rausgehen verbunden sind.
    Oder aus der Tür zu gehen und gleich wieder reinzukommen. Die Tür von aussen zu schließen und gleich wieder zu öffnen. Etc. Müll raus bringen oder Wäsche aufhängen ist schon ein großer Schritt, je nach Hund.

    Jaulen ist das Rufen nach dem Hundehalter. Nur weil der Hund es (wegen Mangel an Reaktion) aufgibt, heißt es nicht, dass er entspannt. Das siehst du ja an den "Unfällen" wenn du wieder kommst.

    Zum Thema Futter: Was du schlussendlich fütterst, solltest du vom Hund abhängig machen. Das Nassfutter dick machen ist Unsinn. Wenn du dauerhaft zu viel fütterst, natürlich. Passiert aber auch bei Trockenfutter.

    Spielzeug wird schnell uninteressant, es sei denn jemand reizt den Hund damit. Das ist völlig normal. Bei mir liegt kein Spielzeug rum. Das wird nur zu gezielten Spieleinlagen benutzt. Und das auch nicht in der Wohnung. Dort möchte ich Ruhe, kein Halligalli. Aber das ist auch jedem selbst überlassen.

  • Nassfutter (Dosenfutter) macht nicht dick, wenn Du es nicht im Übermass verfütterst. Es beinhaltet im Gegensatz zu Trockenfutter viel Wasser, folglich müsstest Du mehr füttern.

    Trockenfutter dagegen ist konzentriert, das Wasser wurde entzogen und ist deshalb Gehaltvoller.

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