Was möchte mein Hund mir damit sagen?

  • Ich war heute Morgen auf der Hundewiese und mir ist mal wieder ein Verhalten aufgefallen, dass ich nicht ganz einordnen kann. Vielleicht könnt ihr mir helfen.

    Wenn wir einen Hund treffen, ob er nun weiter weg ist oder schon recht nahe, kommt es öfter zu Situationen in denen beide stehen bleiben und sich "mustern" (kennt ihr bestimmt). Zwischendurch guckt Jacke immer mal wieder zu mir. So auch heute. Wir haben einen stämmigen Rüden getroffen, vor dem Jacke deutlich Respekt hatte. Dann dieses mustern, aber kein fixieren, nur ein bisschen aufgeplustere. Der kurze Blick zu mir und dann hat Jacke dem anderen quasi "Hallo" gesagt. Das passiert auch oft wenn 2 Hunde schon miteinander spielen und Jacke dazu kommt. Er nähert sich, bleibt kurz stehen, guckt zu mir und geht dann toben.

    Was sagt mir dieser Blick? Ist das ein Hilferuf auf grund von Unsicherheit? Oder ist es einfach ok Frauchen ist noch da ich kann toben gehen (ist eine seiner großen Sorgen, dass ich nicht mehr da bin :herzen1: )! Will er mich beschützen und guckt ob ich sicher bin :???: ?

    Ich weiß aus der Ferne ist es schwer und vielleicht schaff ich es mal ein Video zu machen. Aber habt ihr Ideen was das sein könnte oder machen das eure Hunde auch. Würde mich echt mal interessieren, wieso er das macht :???:

  • Vielleicht will er sich absichern, dass es ok ist, wenn er tobt?

    Ansonsten denke ich, dass er einfach sicher sein will, dass du da bist. Einstein macht das auch und für ihn ist es auch sehr wichtig, dass ich da bin.

  • Hallo,

    das ist höfliches Verhalten unter Hunden.
    Er läuft auf den anderen zu und bleibt stehen um kurz zu schaun wie der andere reagiert auf ihn reagiert.
    Der Blick zu dir scheint tatsächlich ein Absichern zu sein, ob es ok ist wenn er jetzt direkt zum anderen Hund Kontakt auf zu nehmen.
    Nutz diesen kurzen Blickwechsel zu dir doch mal, um seine Abrufbarkeit zu testen
    Kommt er zurück- alles gut ( lass ihn dann aber auch dahin, wohin er wollte ).

    LG Ramona

  • Hallo,

    Newton macht das auch. Bei ihm ist das definitiv Erziehungssache. Er muss mich immer anschauen, bevor er etwas bekommt. Das Spielzeug, sein Futter, eine Leckerchen, die Freigabe zum Freilauf, etc. pp. Das hat sich dann wohl auf alle möglichen anderen Reize übertragen. Er schaut mich auch an, wenn er einen anderen Hund, Vögel, Wild, etc. erblickt.
    Zudem bestätige ich Blickkontakt noch sehr sehr häufig.

    Liebe Grüße,
    Rafaela

  • Nutz diesen kurzen Blickwechsel zu dir doch mal, um seine Abrufbarkeit zu testen
    Kommt er zurück- alles gut ( lass ihn dann aber auch dahin, wohin er wollte ).

    Das mache ich ganz oft und es klappt solange der Abstand groß genug ist auch immer gut. Je kleiner der Abstand aber wird desto mehr zögert er, jedoch nicht weil er nicht hören möchte, sondern aus Stress. Er muss sich dann immer absichern, dass der andere Hund auch ja weit genug weg ist und ihn nicht plötzlich von hinten anfallen kann. Wenn der Abstand zu klein wird (3-10 meter je nach Gegenüber) kann er sich nicht mehr abwenden. Man merkt dann immer seinen Konflikt und er fängt an zu Fiepen :( ! Wenn ich mich irgendwie dazwischenschieben kann oder ca. im 90^Winkel stehe, dann klappt es aber auch mal. Er muss den anderen Hund aber immer im Blick haben.
    Also wenns dazu Tipps gibt, wie ich das trainieren kann, immer her damit xD !

    Aber ich bin froh, dass ihr nicht meint, dass es ein Hilferuf ist.

  • Hallo,

    ich schrieb ja schon, das ich es für höfliches Verhalten unter Hunden halte, dass er kurz stehen bleibt und nur schaut, aber dann auch schaut was deine Reaktion ist.
    Ich gehen mal davon aus: dein Hund ist nicht aggressiv sondern eher sehr erfreut Andere seiner Art zu treffen ?
    Dann find ich den Abstand von 3 / 10 Meter in dem er das aushält völlig ok.
    In dieser Distanz kannst du ja schon selbst mit dem fremden Halter klären ob ein Kontakt in Ordnung ist.
    Meinem reicht es dann meist schon, nur direkt am anderen Hund zu riechen, um zu erfahre mit wem er es zu tun hat.
    Danach ist das Interesse oft schon wieder weg ( es sein denn es ist doch mal ein lustiger Spielpartner ).
    Im Zweifelsfall anleinen und weggehen.
    Ansonsten : Ich kenn ein Training unter dem Begriff " absolutes Platz ".
    Damit lernt Hund, auch in Entfernung / Abwesenheit des Halters einfach entspannt am Ort liegen zu bleiben, bis der Halter da ist oder es einfach weiter geht ( son bissel Grundgehorsam und Vertrauen ) .
    Dabei dient das Platz nicht nur, dass Hund Platz macht sondern damit verbindet, dass ab sofort " Ruhe / Entspannen " ist .
    Z.B. : Ich leg Meinen im Außengarten des Restaurant neben meinem Stuhl ab und ich genieß das Essen. während Hund - entspannt - schläft.

    LG Ramona

  • Nein Jacke ist nicht aggressiv und sobald er geschnüffelt hat und mit dem anderen entsprechend kommuniziert hat kann ich ihn auch aus dem Spiel abrufen. Aber solange er das nicht machen konnte ist er deutlich unsicher und will seinem Gegenüber nicht sein Hinterteil zudrehen. Ich bin mir da auch nicht sicher ob ein entspanntes Platz dann sinnvoll ist, denn dann kann er wieder nicht kommunizieren und würde vielleicht in sein Leinenaggressionsverhalten fallen, wenn er denn liegenbleiben würde. Aber danke für den Tipp, vielleicht kann ich das für unser "Seeproblem" benutzen :-)

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