Zweithund-Überlegungen Hundesport

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    Wir haben aktuell eine 1,5 Jahre alte Dobermann-Hündin die mittlerweile auch langsam erwachsen wird und an sich vom Wesen her großartig entwickelt hat! An sich ist sie jedoch die Hündin meines Mannes, dass heißt er arbeitet größtenteils mit ihr und irgendwie ist es halt sein Hund. 1-2mal pro Woche sind wir auf dem Hundeplatz und machen VPG mit ihr (bzw. UO und Schutzdienst macht mein Mann mit ihr..ich gehe gerne mit ihr fährten).


    Wir überlegen nun so langsam einen weiteren Hund zu holen, mit dem ich auch Hundesport machen kann.


    Anfangs wollte ich unbedingt auch einen Dobermann dazu. Mittlerweile habe ich doch bezüglich der ganzen Krankheiten einfach meine Bedenken! Zu viele Dobermänner auch hier im Umkreis sind an DCM erkrankt, bzw. gestorben. Ansonsten haben sie Wobbler, oder irgendwelche anderen Probleme. Unsere Hündin ist bisher zwar absolt gesund, aber ich glaube, ich möchte dieses Risiko einfach nicht mit einem zweiten Hund eingehen!


    Wenn ich nun auf dem Hundeplatz frage, ist die Non-Plus-Ultra Antwort eigentlich immer "hol dir nen Mali". Keine Frage, ich finde die Rasse toll und es ist der Wahnsinn, wie arbeitsfreudig diese Hunde sind. Meine Bedenken diesbezüglich sind jedoch, ob ich einem Mali wirklich gerecht werden kann. Ja wir machen gerne Hundesport, aber durch meinen Arbeitsplatz wird das auch weiterhin nur ein Hobby bleiben, welches ich 1-2mal pro Woche gerne mache, jedoch eben nicht täglich.


    Ich suche also nach einem Hund, mit dem ich durchaus Schutzhundesport betreiben kann, der aber auch mal einfach mit Spazieren gehen zufrieden ist oder auf dem Sofa neben mir liegt (wir sind allerdings auch neben dem Hundeplatz recht sportlich. Gehen mehrmals wöchentlich joggen, machen Wanderungen, fahren Fahrrad/ Inliner und lasten unsere Hündin auch kopfmäßig durch Suchspiele und viel Kopfarbeit aus) . Zusätzlich bin ich an sich ein absoluter Rüdenmensch, wiege jedoch nicht so sonderlich viel und habe den Anspruch an mich selbst, dass ich körperlich jederzeit in der Lage sein muss, meinen Hund selber halten zu können! (Ja ich weiß, hier hängt viel von der Technik und der Erziehung ab, aber ich möchte mit meinen ~50kg einfach keinen +55kg Rottweiler an der Leine halten...gerade beim Schutzdienst zeiht der Hund am Geschirr ja doch ab und an mal während der Ausbildung)


    So von den gängigen Gebrauchshunderassen sind meine aktuellen Überlegungen:
    -Mali - zu anspruchsvoll
    -Dobermann - gesundheitliche Probleme
    -Boxer - brachycepale Rassen möchte ich seit meinem Mops nicht mehr halten
    -DSH - alle die ich kenne sind extrem laut! Ständig fiepen, schreien, winseln sie...vielleicht kenne ich hier aber auch einfach nur sehr nervenschwache Tiere
    -Rottweiler - mir zu groß, zu massig


    Andere Gebrauchshunderassen habe ich näher einfach noch nicht kennengelernt. Ich würde auch durchaus auf andere Rassen gehen...in einem anderen Verein habe ich mal einen AmStaff gesehen, den ich wirklich klasse fand (wohne in NDS, Rasselisen sind kein Problem). Mein Mann ist da eigentlich auch sehr offen, nur wirklich langhaarige Hunde mag er einfach nicht.


    Habt ihr vielleicht einfach ein paar Rassevorschläge, die passen könnten? Ich möchte vielleicht einfach mal über den Tellerrand schauen...

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  • Huhu,


    ich hab mir genau die gleichen Gedanken gemacht, da dieses Jahr wieder ein Hund einziehen soll und ich aber aus gesundheitstechnischen Gründen weg vom Dobi möchte.
    Bei mir wird's ein Arbeitslinien-Tervueren bzw. Mali werden, nachdem ich mich mit verschiedenen Rassen auseinander gesetzt hab und eine tolle Züchterin gefunden hab.


    Bei den Gebrauchshunderassen bist du mit deinen Überlegungen ja schon relativ durch. Mir fällt noch der holländische Schäferhund und der Riesenschnauzer ein.
    Zu ersteren hab ich mich auch informiert, bin aber davon abgekommen, da die tendenziell schon eher dazu neigen, eigenständig zu sein und relativ oft mit Menschen/ Hunden unverträglich werden, trotz guter Zucht und Sozialisierung.
    Beim Riesenschnauzer weiß ich nur, dass die gesundheitstechnisch zu einer Mastzellkrebsart neigen und deswegen häufiger Zehen amputiert werden müssen. Charaktertechnisch kann ich da nicht wirklich was dazu sagen.


    Ansonsten waren bei uns in der VPG-Gruppe noch Aussies, die waren gar nicht so schlecht, allerdings weiß ich auch nicht, ob da wirklich jeder dazu geeignet ist. Hütis sind nicht meine Welt.


    Und zum Thema DSH, das laute, hibbelige kann ich jetzt eher nicht so bestätigen. Ich habe ein Weilchen mit den Hunden eines AL-Züchters gearbeitet, die haben mir eigentlich schon sehr gut gefallen. mir persönlich sind DSH tendenziell zu langsam und zu träge, verglichen mit meinem 27 kg-Dobi oder einem Mali. Daher auch wieder meine Entscheidung Richtung Mali. (Meiner soll neben IPO-Hund hauptsächlich beim exzessiveren Wandern, MTB und Trailrunning dabei sein und da ist weniger Masse besser).
    Eine Freundin von mir hat einen altdeutschen Schäferhund, die sind zwar nicht vom VDH anerkannt, aber sie hat einen Züchter gefunden, der im Dissidenzverein Sporthunde züchtet. Der Rüde ist wunderschön (lackschwarz), riesengroß (45 kg) und sehr erfolgreich im Sport (IPO und Agility). Hat wirklich ganz tolle Arbeitsanlagen und einen sehr guten Charakter (allerdings ist der tatsächlich laut). Mir wäre er viel zu groß.


    Mehr fällt mir grad auch nicht ein...
    Kannst ja mal melden, wie du dich entscheidest :)

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  • Im Vergleich zum Durchschnittlichen Dobermann ist der DSH eigentlich eher leise. Wie der Dobermann neigt aber auch der DSH zum "Singen" wenn die Trieblage stimmt und man ihn lässt.
    Hat wenig mit Nervenschwäche zu tun, sondern einfach mit Erziehung.


    Wenn du wirklich im IPO arbeiten möchtest, wäre mein persönlicher Favorit eindeutig der DSH. Die Auswahl ist sehr groß vom kleinen Sporthundchen bis zum Koloss, du hast je nach Zuchtrichtung alle Facetten und der DSH ist in seinen Eigenschaften nicht so übertrieben, wie die anderen Spezialisten.


    Riesenschnauzer, Holländer, Tervueren, Groenendal, Briard, Airdeale, Hovawart, Rotti, Boxer und Co sind halt in den meisten Zuchten noch weniger auf Gebrauchshund ausgelegt als der Dobermann. Da kann es dir schnell passieren, dass du am ende einen Hund hast, der sich für Sport im allgemeinen und IPO im besonderen nur mäßig begeistern lässt.


    Ich würde wohl zum DSH tendieren, mich von den Extremen und den "alles besser Märchen" Varianten (Ostblut, Altdeutsch) fernhalten, damit fährt man meistens am Besten

    LG Raphaela


    The problem is not the problem, the problem is your attitude about the problem - Cpt. Jack Sparrow

    Dolor hic tibi proderit olim. - Ovid

    Schön ist, was dem Gebrauch dient

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Boxer muss man halt mögen. Die meisten sind richtige Clowns, von ernsthaften Hunden weit entfernt. Hazel beste Freundin ist eine Boxerhündin. Ich hatte sie auch schon mal ein paar Tage am Stück hier. Sehr netter Hund, aber für mich wäre sie nix.

    Liebe Grüße von Jasmin und Hazel (Aussie)

  • Boxer muss man halt mögen. Die meisten sind richtige Clowns, von ernsthaften Hunden weit entfernt. Hazel beste Freundin ist eine Boxerhündin. Ich hatte sie auch schon mal ein paar Tage am Stück hier. Sehr netter Hund, aber für mich wäre sie nix.


    Jop und so ganz helle sind sie nicht.
    Wenn Schäfer versteht ist der Boxer noch beim Bahnhof.
    Dafür meckern sie nicht wie der Schäfer

  • Dass DSH leise sind kann und will ich nicht behaupten. Aber so übertrieben wie du denkst sind sie in der Regel nicht. (natürlich gibt es immer Ausnahmen.)
    Finde, dass gerade der Kompromiss Sport und auch mal lockere Tage zum Deutschen Schäferhund gut passt.


    Alternativ fände ich noch den weißen Schäferhund eine Überlegung wert. finde sie etwas aktiver im Alltag als die Deutschen und haben meist auch etwas weniger Masse. Wobei da dann halt wieder die Frage ist wie lange man nach einer guten und erfolgreichen Linie im Sport suchen muss und will.

  • finde sie etwas aktiver im Alltag als die Deutschen und haben meist auch etwas weniger Masse.


    Habe ich ganz gegenteilige Erfahrungen gemacht.
    Gerade die Weißen werden ja mehr auf Begleithund gezüchtet und lassen daher oft die Sportlerfigur vermissen, obwohl sie die gleichen Standardmaße wie der Deutsche haben. Im Vergleich sind die Weißen daher oftmals länger und weniger kompakt

    LG Raphaela


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    Schön ist, was dem Gebrauch dient

  • Also Boxer wäre bei mir auch direkt raus. Mag ja sein, dass es ein paar gibt, die wirklich im Sport was taugen, aber die muss man ja wirklich mit der Lupe suchen...
    (Es sind natürlich tolle Hunde! Falls man n sportlichen Familienhund sucht. Und dabei mal die Gesundheitsfrage außer Acht lässt)


    Kommt halt wie bei jedem Sport auch immer drauf an, wie ambitioniert man wirklich ist. Also ob man's "nur" zur Hundebespaßung machen möchte, oder ob man wirklich Turnierambitionen hat.


    Und wenn du dich doch nochmal bei den Belgiern umguckst? Ich hatte nämlich anfangs auch großen Respekt davor, aber hab mich dann eben viel informiert, Züchter und Halter kennengelernt und gemerkt, dass das schon machbar ist.

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