Verhalten bei (fremden) aufdringlichen Hunden, ignoranten Haltern und etwas ängstlicher Hündin?

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    Hallo Forenmitglieder,


    ich melde mich aus aktuellem Anlass. Zur zeit befinde ich mich im schönen England als Au Pair in einer Familie, zu der auch ein kleiner Springer Spaniel namens Misty gehört.
    Momentan laufe ich täglich die lange Runde mit Misty und dabei sehe und erlebe ich viel Schönes, aber auch Komisches. Es handelt sich um ein spezielles Problem und ich hoffe, einige von euch können mir raten, wie ich mich am besten verhalten kann. Selbst habe ich mäßige Hundeerfahrung und daher möchte ich nichts falsch machen – und Misty nicht verunsichern.


    Es geht um Folgendes: Ich spaziere ganz locker und fröhlich durch das Hundeauslaufgebiet, manche Hunde nähern sich, schnüffeln, Begrüßung mit Misty. Alles klar, weiter. Andere fordern sie einmal zum Spielen auf, aber sie läuft dann meist weg – sie spielt nie mit anderen Hunden, begrüßt sie eben kurz und rennt dann ihrer Wege, schnüffelt die Umgebung ab, etc. Aber sie ist eben nicht scharf auf langen Hundekontakt (bestätigte mir auch meine Gastmutter, dass Misty zwar verträglich ist, aber nicht gerne mit anderen Hunden spielt). Misty kommt auch mit jedem Hund aus und geht Konflikten aus dem Weg.


    Was ich bei ihr beobachte, und was das eigentlich Problem ist, was mich besorgt: Nähern sich große, unangeleinte Hunde sehr euphorisch und fordern sie zum Spiel auf, bekommt sie Angst. Erst versucht die, wegzulaufen, gelingt dies nicht und folgt ihr der Hund dann, rennt sie neben mich, schaut mich die ganze Zeit an und dann läuft sie um mich rum. Dann rennen meist der große Hund und Misty um mich rum. Bisher hatte ich einige Situationen, in denen der andere Hund anfing zu bellen, mich ansprang und ich einfach nicht wusste, was ich tun sollte. Ich versuche dann, ruhig zu bleiben und keine Angst zu zeigen und drehe mich von den aufdringlichen Hunden weg und gehe weiter, Misty folgt dann. Die fremden Hunde rennen mir dann aber hinterher, rennen auf Misty zu, bellen sie an, bellen mich an und ich bekomme dann wirklich Angst. Ich rufe den Haltern zu, dass sie bitte den Hund zurückrufen, da mein Hund das nicht mag und ich mich nicht gut damit fühle.


    Zwei Situationen gingen so aus, dass die Hunde nach ca. 10 mal Rufen dann von Misty und mir "abließen". Ich bin danach irgendwie immer ziemlich fertig und auch genervt von den anderen Haltern, weil sie meist lässig weitergehen und mir zurufen: Der/Die will nur spielen! Dann rufe ich: Ja, toll, die (Misty) aber nicht!


    Könnt ihr mir sagen, was ich tun kann? Klar, ruhig bleiben auf jeden Fall, ich möchte nicht, dass Misty wegen mir noch mehr Panik bekommt. Aber sie schaut mich in diesen Situationen immer so flehend an und kommt so nah an mich ran, als wollte sie sich hinter mir verstecken. Sie knurrt und bellt dann auch nie oder stutzt den fremden Hund mal irgendwie zurecht, nein. Entweder sie rennt weg und versucht zu fliehen vor dem anderen Hund, oder sie läuft neben/vor/hinter mir her und sieht mich die ganze Zeit an. Klar, sie möchte, dass ich handle?! aber wie? ich kann ja nicht mehr als weggehen, den anderen Hund ignorieren, dem Halter zurufen dass er den Hund bite zurückruft. So richtig den Hund blocken (also körperlich), da habe ich Angst, dass ich gebissen werde...




    Vielleicht könnt ihr mir helfen.
    Vielen dank und Grüße aus Südengland:)

    Nothing in all the world is more dangerous than sincere ignorance and conscientious stupidity.


    – Martin Luther King, Jr. –
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  • Aber sie schaut mich in diesen Situationen immer so flehend an und kommt so nah an mich ran, als wollte sie sich hinter mir verstecken


    Ganz genau das will sie. Deine Beschreibung klingt haargenau so, wie ich meine eigene Hündin beschreiben würde. Sie ist auch verträglich, verabschiedet sich schnell aus Begrüßungen und geht jedem Konflikt aus dem Weg. Du musst der Hündin den Schutz geben, den sie sucht. Wenn du dich das nicht traust, dann überlass die Runden ihren Besitzern oder geh mit ihr nicht ins Hundeauslaufgebiet. Es ist furchtbar und traurig, dass die Menschen in Hundeauslaufgebiete immer denken, ihr Hund dürfte dort alles tyrannisieren, wie er lustig ist. Aber ändern wirst du die Leute nicht (auf die Schnelle.)

  • Klingt auch ungefähr 200% nach Winky.


    Ich habe da zur Zeit zwei Varianten.
    Ist der andere Hund an sich nett und nähert sich einigermaßen weich/ freundlich, ich kann aber absehen, dass es Winky (auch körperlich, weil Handicap) zu viel würde- dann nehme ich sie rechtzeitig und ruhig hoch, gehe entspannt weiter, lasse sie wieder runter und das war's.


    Brettert der Hund auf uns zu und ich habe keine Chance so zu reagieren wie oben beschrieben, dann wehre ich die Hunde mittlerweile vehement ab. Da kann mir der andere Besitzer auch 100mal zurufen, dass der nur spielen will. Finde ich echt nicht optimal, aber was Anderes bleibt einem schlicht nicht übrig- meine Meinung.

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  • Im Prinzip ist hier körperliches Blocken die beste Lösung. Ich hatte am Anfang auch schiss fremde Hunde körperlich zu blocken, vorallem wenn ich wusste, dass sie meinen Hund angreifen wollen. Da ging es eben nicht nur um spielen. Aber bevor mein Hund angegriffen wird, stelle ich mich eben lieber davor. Bei meinem ersten Versuch war ich noch nicht mal wirklich überzeugend, ich hatte Panik, weil ich wusste, dass die beiden Hündinnen meiner Hündin nichts gutes wollten. Aber es hat schon gereicht, dass ich mich vor sie gestellt habe und ganz zaghaft auf den Boden "gestampft" habe :lol: Die sind ganz schnell umgedreht und zur Halterin geflüchtet. Mit jedem Blockversuch, bin ich mutiger geworden. So oft, musste ich das noch nicht machen und ich habe immer noch Herzklopfen wie verrückt, wenn es eine brenzliche Situation ist, aber es fällt mir nicht mehr so schwer.


    Misty scheint hohes Vertrauen zu dir zu haben, wenn sie bei dir Schutz sucht. Trau dich einfach mal, stell dich dazwischen, neige deinen Körper nach vorne und stampf mal auf den Boden und sprich den Hund streng an. Wenn der Hund frei läuft und andere zum Spielen auffordert, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht gering, dass er dir etwas böses will. Die meisten Hunde haben schnell Respekt, wenn ein fremder Mensch ihnen so gegenüber tritt.


    Alternativ kannst du auch einen Schrim mitnehmen und den in Richtung Hund aufspannen, wenn er euch belästigt. Aber davor darf Misty dann auch keine Angst haben, sonst jagst du ihr auch einen Schrecken ein.

  • [quote='Lagurus','http://www.dogforum.de/index.php/Thread/187157-Verhalten-bei-fremden-aufdringlichen-Hunden-ignoranten-Haltern-und-etwas-ängstli/?postID=12923048#post12923048'Aber es hat schon gereicht, dass ich mich vor sie gestellt habe und ganz zaghaft auf den Boden "gestampft" habe [/quote]


    die meisten Hunde werden dann einfach nach links oder rechts ausweichen und um dich rum zum Hund laufen.
    Ich habe es noch nie geschafft einen Hund zu blocken, die rennen stur im Bogen um mich herum zum Hund, Kleine Hunde sogar durch meine Beine

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Bei mir hat das bis jetzt bei jedem Hund funktioniert, den ich geblockt habe. Je nach Temperament des Hundes lassen sich manche aber nicht davon beeindrucken, gerade wenn sie sehr klein und entschlossen sind, wird blocken schwer.
    Aber wie gesagt, bei mir ist das noch nicht passiert.

  • danke erst einmal für eure hinweise.
    ich hab misty sehr gern und möchte die auch einfach schützen; ihr zeigen, dass ich ihr Sicherheit geben kann.


    das blocken werde ich demnach versuchen, sollte es wieder zu solch einer Begegnung kommen. sonst hilft wohl einfach nur ruhig bleiben, ignorieren, weitergehen, halter bitten, hund einzusammeln. ich lasse mich davon nicht unterkriegen:)

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  • ja, sonst hilft da nicht viel. ich versuchs ja immer dem halter ruhig und freundlich zu erklären, die meisten achten dann beim nächsten mal drauf. es gibt aber auch einfach unbelehrbare kandidaten.

  • Ignorieren würde ich es auf keinen Fall. :verzweifelt:
    Wenn dir wirklich nur die Flucht bleibt (ja, ich kenne das auch, dass manchmal nichts anderes übrig bleibt) dann schiebe dich wenigstens beim Gehen immer zwischen Fremdhund und Misty.

  • Ignorieren würde ich es auf keinen Fall. :verzweifelt:
    Wenn dir wirklich nur die Flucht bleibt (ja, ich kenne das auch, dass manchmal nichts anderes übrig bleibt) dann schiebe dich wenigstens beim Gehen immer zwischen Fremdhund und Misty.


    ok, das würde ich dann sicherlich auch tun– oder es zumindest versuchen. ich sage den menschen auch dann, dass misty große Hunde fürchtet und nicht gerne spielt, auch freundlich. habe bisher niemanden angepampt, sondern immer freundlich hingewiesen oder, wenn Hund gar nicht hörte, bestimmter ausgedrückt, dass mir und misty das jetzt zu viel wird.



    finde solche Situationen nur immer sehr unangenehm, da ich eh ein mensch bin, der vor SEHR großen Hunden Respekt hat, besonders wenn sie auf mich zugerannt kommen. klar, meist sind sie lieb und möchten begrüßen oder spielen, aber ich finde das einfach nicht so prickelnd, extrem distanzlose Hunde die mich anbellen und anspringen (kleine Exemplare natürlich genauso wenig).

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