• Mal ne andere Frage - nicht, dass das ein "Lösungsansatz" ist, aber um das besser begreifen zu können:

    Wenn du ihn zwingst - das heißt Leine ist dran und du gehst nicht drauf ein, sondern gehst weiter (und wenn er dann die Pfoten in den Boden rammt hälst du dagegen bis er von selber wieder einen Schritt vor macht - oder so ähnlich) - wie würde er dann reagieren (nach dem vermutlich ersten Zustand von Bocken oder Angst)?

    Wenn die Begrenzung sein "Problem" ist, dann wäre doch der genannte Lösungsansatz mit "in die Stadt setzen", Menschen vorbeigehen lassen etc pp - bis er sich selbst beruhigt hat an der Leine gar nicht so verkehrt, oder? Es ist auch insofern ein Weg ihn die eigenen Schritte machen zu lassen, als dass es seine Entscheidung ist, wie lange er dann steht oder immer aufspringt. Auch wenn es ein paar Stunden dauert - wenn er einmal merkt, dass er nicht weg muss, dann hat er das ja als eigene Lernerfahrung (und auch nicht Belohnungsgebunden an dich) gelernt.

    Ist jetzt nur so ein Gedankenspiel. Ich finde das klingt wie etwas, was man eigentlich live sehen müsste für ne echte "Ideenentwicklung". Viel Erfolg auf jeden Fall.

  • Mal ne andere Frage - nicht, dass das ein "Lösungsansatz" ist, aber um das besser begreifen zu können:

    Wenn du ihn zwingst - das heißt Leine ist dran und du gehst nicht drauf ein, sondern gehst weiter (und wenn er dann die Pfoten in den Boden rammt hälst du dagegen bis er von selber wieder einen Schritt vor macht - oder so ähnlich) - wie würde er dann reagieren (nach dem vermutlich ersten Zustand von Bocken oder Angst)?


    Geordy bockt schon aktiv. Also erst ist es ein "Pfoten in den Boden rammen" und dann ein "wie komme ich aus Halsband oder Geschirr" und kann mich rückwärts aus der Situation befreien. Wenn ich ihm dann, weil Herr Hund ist ja kein Welpi mehr, bestimmt (also nicht geschrien oder böse, sondern immer noch recht neutral) sage, er soll die Albernheiten lassen, bricht er zusammen. Dann fängt er an zu zittern. Spätestens da ist ja der Punkt erreicht, wo er nichts mehr lernen kann.
    Fremden Menschen gegenüber ist er nicht so sensibel. Ein Seminarleiter hat mal versucht, Geordy in eine korrekte Fußstellung zu zwingen. Der wollte nicht glauben, dass man dieses 18kg-Hündchen da nicht hinbringen kann. Er hat überhaupt kein "Sitz" geschafft, auch nicht mit körperlichem Einsatz. Da hat Geordy aber nicht dieses Zusammenbrechen gezeigt, sondern war eher gewillt in die Hände zu hacken.

    Zitat


    Wenn die Begrenzung sein "Problem" ist, dann wäre doch der genannte Lösungsansatz mit "in die Stadt setzen", Menschen vorbeigehen lassen etc pp - bis er sich selbst beruhigt hat an der Leine gar nicht so verkehrt, oder? Es ist auch insofern ein Weg ihn die eigenen Schritte machen zu lassen, als dass es seine Entscheidung ist, wie lange er dann steht oder immer aufspringt. Auch wenn es ein paar Stunden dauert - wenn er einmal merkt, dass er nicht weg muss, dann hat er das ja als eigene Lernerfahrung (und auch nicht Belohnungsgebunden an dich) gelernt.


    Eigentlich hast Du Recht. Ich bin noch unsicher, ob er sich da dann nicht hinstellt und alle Passanten aufmerksamkeitheischend anwedelt... aber ich werde es probieren und dann sehe ich ja, was passiert.

  • Ja klar, er kann nichts lernen, wenn er zitternd zusammenbricht - da gebe ich dir absolut Recht. Ich meine auch nicht, dass du ihn da zurechtweisen sollst, sondern ihn sozusagen selber merken lässt, dass er aus der Nummer nicht rauskommt. Sozusagen nur beharrlich sein - aber nicht sauer. Aber selbst WENN er dann auch Stress hat - ich habe jetzt schon zwei Mal erlebt - auch wenn das immer etwas Geduld vom Halter brauchte, dass der Hund - wenn er denn mal selber in dieser Situation gelassen wurde (natürlich ist der Mensch in der Nähe) und gewartet wurde bis er von sich aus (hat einmal 5 Stunden gedauert) runterkam und er wahrnehmen und sich auseinandersetzen konnte - dass das gut geholfen hat. Die Erkenntnis kann man von außen nicht in den Hund bekommen - die muss aus ihm heraus erwachsen-. Auf jeden Fall interessiert es mich sehr, wie es weitergeht!!!


    PS: Selbst wenn er dann jeden Passanten beifallsheischend anwedelt - wenn du verhinderst, dass er damit nen Erfolg hat, dann wird er sich überlegen, ob ihn diese Strategie weiterbringt oder ob es nicht sinnvoller und energiesparender wäre, sich irgendwann hinzulegen. WEnn er das Verhalten schon lange zeigt, sitzt es natürlich tief. Also ich würde warten bis es ein warmer Tag ist *lach* sonst frierst du nacher noch wenn es dauert.

  • Ja klar, er kann nichts lernen, wenn er zitternd zusammenbricht - da gebe ich dir absolut Recht. Ich meine auch nicht, dass du ihn da zurechtweisen sollst, sondern ihn sozusagen selber merken lässt, dass er aus der Nummer nicht rauskommt. Sozusagen nur beharrlich sein - aber nicht sauer.


    Dass ich ihn zurechtgewiesen habe, ist natürlich aus der Not heraus passiert. Das mache ich heute nicht mehr. Dummerweise sind das bei Geordy ja so Örtlichkeiten, wo man nicht unbedingt 5 Stunden Zeit hat. Wenn da eine enge Brücke ist und es kommen Menschen.... aber diese Themen haben wir durch.

    Ich habe verstanden, was Du meinst .

    Zitat


    Aber selbst WENN er dann auch Stress hat - ich habe jetzt schon zwei Mal erlebt - auch wenn das immer etwas Geduld vom Halter brauchte, dass der Hund - wenn er denn mal selber in dieser Situation gelassen wurde (natürlich ist der Mensch in der Nähe) und gewartet wurde bis er von sich aus (hat einmal 5 Stunden gedauert) runterkam und er wahrnehmen und sich auseinandersetzen konnte - dass das gut geholfen hat. Die Erkenntnis kann man von außen nicht in den Hund bekommen - die muss aus ihm heraus erwachsen-. Auf jeden Fall interessiert es mich sehr, wie es weitergeht!!!


    Ja. Genau das ist bei Geordy immer mein Eindruck. Er muß sich das selbst erarbeiten, dann kommt es auch wirklich an und wird problemlos.

    Zitat


    PS: Selbst wenn er dann jeden Passanten beifallsheischend anwedelt - wenn du verhinderst, dass er damit nen Erfolg hat, dann wird er sich überlegen, ob ihn diese Strategie weiterbringt oder ob es nicht sinnvoller und energiesparender wäre, sich irgendwann hinzulegen. WEnn er das Verhalten schon lange zeigt, sitzt es natürlich tief. Also ich würde warten bis es ein warmer Tag ist *lach* sonst frierst du nacher noch wenn es dauert.


    Ich werde das in Angriff nehmen und berichten, jawohl. Ich fürchte, ich muß mir ein Schild basteln "Bitte den Hund ignorieren".... Eigentlich will ich auch nicht noch lange auf einen warmen Tag warten. Aber im Moment ist es echt sehr ungemütlich naßkalt da draußen. Es könnte also sein, dass ich mich doch noch ne Weile drumrum drücke :pfeif:
    Ich berichte auf jeden Fall.

    Danke an Dich und alle Mitdenker :winken:

  • Ich bin da leider auch nicht so firm drin :ops: und der Trainer hat es uns bis jetzt nur für den Anfang der Übungen gezeigt. Nicht dafür, wenn später eine Position länger gehalten werden soll. War nur eine Idee, vielleicht kann man das ja doch irgendwie ins Training auf dem Platz einbauen.

  • Können die anderen Menschen auf dem Hundeplatz ihn belohnen (also geht das ok für ihn)? Gehen auf ihn zu, achten auf Distanz, die ok geht, werfen ihm Lieblingsfutter zu, wenn er in Position bleibt, drehen einfach kommentarlos wieder ab, wenn er aufsteht...

    Er nimmt neben dir eine Position ein (du schreibst ja, das geht). Du gehst einen Schritt zur Seite, wieder auf ihn zu... Lob. (oder halt 2 cm am Anfang). Das könnte man ja auch ausbauen. Nimmt er die Position ein, wenn andere Menschen 2m neben dir stehen? (also was halt bisher auch geht, Grundstellung etc). Auch an der Distanz könnte man ja langsam arbeiten.

  • Können die anderen Menschen auf dem Hundeplatz ihn belohnen (also geht das ok für ihn)? Gehen auf ihn zu, achten auf Distanz, die ok geht, werfen ihm Lieblingsfutter zu, wenn er in Position bleibt, drehen einfach kommentarlos wieder ab, wenn er aufsteht...


    Lieblingsfutter sollte klappen. Dass die anderen Menschen ihn belohnen, haben wir auch noch nicht probiert. Allerdings steht er ja auch bei mir auf und ich bin ja die, die belohnt oder auch nicht.

    Zitat


    Er nimmt neben dir eine Position ein (du schreibst ja, das geht). Du gehst einen Schritt zur Seite, wieder auf ihn zu... Lob. (oder halt 2 cm am Anfang). Das könnte man ja auch ausbauen. Nimmt er die Position ein, wenn andere Menschen 2m neben dir stehen? (also was halt bisher auch geht, Grundstellung etc). Auch an der Distanz könnte man ja langsam arbeiten.


    Ja, so in der Art mache ich das jetzt schon längere Zeit und trete auf der Stelle. Da stellt sich kein Fortschritt ein, snief. 2m sind übrigens kein Problem. Eher der 50cm Bereich.

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