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Erster Eindruck: Hundepension

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    Hallo zusammen,


    ich habe mir gestern mal eine Hundepension angesehen und würde gerne mal eure Einschätzung hören, ob das so Gang und Gäbe ist bei Hundepensionen. Dann kann ich nämlich gleich aufhören zu suchen...


    Also ich hatte da einen Termin um 16.30 Uhr und war nach ca. 20km Anfahrt überpünktlich da, so dass ich mir noch die Umgebung ansehen konnte. Das Haus war so ein alter Bauernhof, der aber nun vollständig als Wohnraum, bzw. die Scheune als Garage umgebaut wurde/genutzt wird. Einen Garten gab es nicht, nur einen gepflasterten Innenhof. Direkt am Haus vorbei laufen zwei Hauptstraßen.


    Um halb 5 klingelte ich also. Als nach fünf Minuten noch keiner kam, lugte ich mal durch die Fenster. Es waren so sechs bis acht Hunde anwesend, Betreuungspersonal war weit und breit nicht in Sicht. Ich klingelte nochmal. Kurze Zeit später kam, vmtl eher aufgrund des Gebells, ein Mann aus einem anderen Teil der Anlage und fragte freundlich wie er helfen kann. Ich sagte, dass ich einen Termin um halb 5 zum Kennenlernen/Besichtigen habe. Darauf hin sagte er, seine Tochter (Inhaberin) sei gerade zum Tierarzt gefahren, aber er schaue mal nach. Er verschwand dann und kam nach einiger Zeit wieder. Er sagte, es sei kein Termin im Kalender eingetragen und seine Tochter sei nicht erreichbar.


    Da die Hunde immer noch bellten, war Newton natürlich auch nicht sonderlich ruhig. Er hat zwar nicht so gekläfft, wie die anderen Hunde, aber so ein paar deutliche Wuffs kamen verständlicherweise schon. Da Newton normalerweise nie bellt, sah ich keinen großen Handlungsbedarf und ignorierte ihn einfach. Die Bemerkung des eigentlich freundlichen Mannes: "Oh weh, der ist nicht kastriert, oder?" Dann fing er an, auf Newton einzureden ("Na Großer, was gibt's denn? Was schimpfst du denn so?") und ihn zu streicheln.


    Naja, auf jeden Fall bot er mir an, dass ich noch bis um 17 Uhr warten könnte, da wäre seine Tochter sicher wieder da, weil da die offiziellen Öffnungszeiten losgingen... Weil ich unter Anderem andere Termine hatte, habe ich mich dagegen entschieden und bin gefahren.


    Am selben Abend erhielt ich dann eine Mail von der Inhaberin. Sie entschuldigte sich. Sie sagte, sie hatte vergessen den Termin einzutragen und war daher der Ansicht, sie hätte Zeit für einen Tierarztbesuch. Sie bot mir einen zweiten Termin (heute) an, den ich jedoch erstmal ausschlug.


    Fazit:
    - verbindlich abgesprochene Termine werden nicht eingehalten
    - schon rein äußerlich lassen die Örtlichkeiten zu wünschen übrig (zwei Große Straßen, kein nennenswertes Außengelände)
    - die Inhaberin lässt ihren offenbar nicht dafür ausgebildeten Vater mit einem Rudel Hunde allein und ist dann nicht mal erreichbar
    - ein Rudel Hunde ist über Minuten vollkommen unbeaufsichtigt
    - ein unkastrierter Junghund ist anscheinend nicht gerne gesehen...


    So, nun ihr... ;) Bin das ich, oder meint ihr auch, das ist ein verdammt schlechter erster Eindruck?! Wie habt ihr eure Hundepension gefunden? Vllt hat zufällig jemand Tipps für mich? PLZ steht links. ;) Nehmen Hundepensionen generell nur kastrierte Rüden? Das kann doch nicht sein, oder?


    Vielen Dank für eure Beiträge,
    Rafaela

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  • Huhu,


    naja, wenn du einen schlechten Eindruck hast, lass es.
    Bis vor kurzem hatten wir eine nette kleine Pension, und mal auf deine Einwände einzugehen


    - verbindlich abgesprochene Termine werden nicht eingehalten


    kann passieren, finde ich menschlich, sie hat dir ja Ersatz angeboten und sich zudem entschuldigt


    - schon rein äußerlich lassen die Örtlichkeiten zu wünschen übrig (zwei Große Straßen, kein nennenswertes Außengelände)


    wäre für mich auch nicht ok, da meine Hunde auch toben sollen dürfen, aber das hätte man ja auch schon am Telefon erfragen können


    - die Inhaberin lässt ihren offenbar nicht dafür ausgebildeten Vater mit einem Rudel Hunde allein und ist dann nicht mal erreichbar


    die Pension wird auch von einer Hundegroomerin geführt und ihr Mann kümmert sich um die Hunde
    mir kommt es nicht auf die Ausbildung auf dem Papier, sondern auf den Umgang an


    - ein Rudel Hunde ist über Minuten vollkommen unbeaufsichtigt


    sind die Hunde dort auch, wenn er auf Toilette geht oder schnell was essen


    - ein unkastrierter Junghund ist anscheinend nicht gerne gesehen...


    Hat er das gesagt?



    Wie gesagt, letztendlich entscheidet das Gefühl (und Geld).


    Ich musste jetzt nach einer neuen gucken und das ist nicht so einfach.
    Ich drück die Daumen, dass du hier vielleicht konkrete Tipps bekommst.

    Liebe Grüße
    Manu und die Mädels


    Es ist unwichtig, was andere über dich denken. DU musst mit dir leben können.


    EDIT: Bei allem, wo ihr mich ansprechen wollt, bitte mich im Beitrag markieren/zitieren oder per PN anschreiben, sonst bekomm ichs vermutlich nicht mehr mit

  • Ganz ehrlich für mich wäre die Pension raus!
    Ich kann dir mal schreiben wie es bei unserer Pension ist.
    Sie liegt in einem Industriegebiet, direkt eine Straße weiter gehen die Felder los.
    Es gibt dort das Wohnhaus und direkt angeschlossen ein Anbei mit 6 Hundezimmern. Die Zimmer sind zwar klein, haben aber einen kleinen Zugang zu einem Außengehege (auch klein, geteert). Es gibt 4 verschiedene Außengehege.
    Je nach Wunsch dürfen z.b. Einzelhunde die Ausläufe mit anderen Hunden gemeinsam nutzen (unter Aufsicht). Meine Zwei leben alleine in einem Zimmer und nutzen die Ausläufe gemeinsam (sie brauchen keine anderen Hunde). Jede Hundegruppe darf über den Tag verteilt mal in einen anderen Auslauf, zwischendrin gib es Ruhezeiten im Zimmer. 1x am Tag ist 30min Gassigehen inklusive, man kann aber weiteres Gassigehen zu buchen. Gassigehen gibt es nur an der Leine, angeblich mit langer Schleppleine und sogar mit bisschen leckerlie-suchen usw (ob das wirklich gemacht wird weiß ich natürlich nicht).
    Gefüttert wird das mitgebrachte Futter zu den von mir genannten Zeiten (hoffe ich, kann ich ja nicht überprüfen).
    Maximal leben dort ca. 15 Hunde gleichzeitig (davon dann aber oftmals z.b. 5Hunde aus einem Haushalt die gemeinsam ein Zimmer bewohnen und die Ausläufe dann natürlich auch als Gruppe benutzen).
    Ich bin eigentlich ganz zufrieden, ich habe nicht das Gefühl danach verstörte Hunde zurück zu bekommen, sie gehen auch gerne ins Gelände rein.
    Uhrzeiten zum Bringen und Abholen werden vorher genau festgelegt damit es nicht stressig wird. Es kann immer nur einer seine Hunde bringen oder holen, nächster Termin dann erst etwas später.
    Bei uns ist es aber keine Pension für Tagesbetreuung sondern man muss mindesten 24 Stunden buchen.
    Wir wollten extra keine Pension mit Gruppenhaltung, das wäre für meine Hunde Stress pur!
    Betreuungspersonal ist immer da, die Hunde sind eigentlich nie unbeaufsichtigt (außer in den Hundezimmern natürlich).


    Ich kann dir nur raten, wenn du kein gutes Gefühl hast dann lass es direkt sein! Bei soetwas gehört viel Vertrauen dazu, wenn es so schon anfängt hätte ich nie ein gutes Gefühl!

    Sam mit Emma & Lotte


    Emma, Galgo-Podenco-Mix *15.04.12
    Lotte, Podenco-Mix *01.03.13



    Unser Fotothread


    Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es,daß das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste.
    T.Heuss

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  • Danke für eure Beiträge!


    Mittlerweile habe ich eine geeignete Hundepension für Newton gefunden. Sie hat einen sehr guten Eindruck gemacht. Die Betreiber sind super nett und kennen sich sehr gut aus. Früher hat die Familie eine große Schäferhundzucht gehabt und nun wird die Anlage als Hundepension genutzt.


    Aufgefallen war mir die Pension schon im Sommer, da ich dort immer mit dem Rennrad vorbei gefahren bin. Da war es jedes Mal sehr ruhig und von dem großen vollständig umzäunten Außengelände war ich schon damals sehr angetan. Der einzige Grund, wieso ich dort nicht als erstes anrief, war, dass sie relativ weit weg von mir ist.


    Es wird dort sehr darauf geachtet, dass alles geordnet abläuft. Die Hunde sind einzeln oder zu zweit (Rüde/Hündin) in einem Zimmer untergebracht. Zu jedem Zimmer gehört ein großer Außenzwinger, den die Hunde nach Belieben selbstständig aufsuchen können, da es einen großen Durchgang in der Wand gibt. Morgens und nachmittags geht es jeweils eine halbe Stunde Gassi und danach gibt es jeweils Futter. Drei bis vier Stunden täglich dürfen sich die Hunde frei auf dem Außengelände in unterschiedlichen Gruppenzusammensetzungen bewegen. Die restliche Zeit ist Ruhe im Zimmer/Zwinger angesagt.


    Viele meiner Freunde sagen das mit der Einzel-/Doppelhaltung im Zimmer/Zwinger und der sehr geregelte Ablauf wären "Nichts" für sie. Aber ich muss sagen, Newton wird das sehr entgegenkommen. In großen Hundegruppen findet er (bisher, er ist 10 Monate alt) keine Ruhe und mir ist auch sehr unwohl bei dem Gedanken, dass eine große Gruppe von Hunden nachts unbeaufsichtigt in einem Zimmer ist.


    Im Mai wird dann mal probegewohnt. Mal sehen, wie es ihm gefällt bzw. wie er es verträgt.

  • Also Gang und Gebe ist bei Hundepensionen eigentlich nicht, weil die alle sehr verschiedene Konzepte haben. Das reicht von Gruppenhaltung im Haus oder Freien bis hin zu Einzelzwingerhaltungen in einer dunklen Scheune.


    Einen Termin kann man mal vergessen, vielleicht war der Tierarzttermin ja auch ein Notfall.


    Ob da Strassen sind wäre mir jetzt nur wichtig, wenn jemand mit den Hunden spazieren geht. Das handhaben alle Pensionen unterschiedlich.


    Ein grosses Aussengelände wäre natürlich schon wichtig und ist eigentlich auch Standard.


    Ob der Vater ausgebildet ist, weiss du ja nicht. Aber auch nicht ausgebildetes Personal ist durchaus üblich.


    Dass ein Hunderudel unbeaufsichtigt ist, halte ich für völlig normal.


    Dass ein unkastrierter Hund nicht gerne gesehen wird, weisst du nicht. Aber es gibt auch Pensionen, welche keine unkastrierten Hunde aufnehmen.


    Ich habe bei Hundepensionen die besten Erfahrungen durch Mund-zu-Mund Propaganda gemacht.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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