Hund pinkelt zur Beschwichtigung

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    Hallo,
    mein Hund hat mich gestern beim Spaziergang sehr deutlich beschwichtigt und da mit dieses Verhalten nicht mehr aus dem Kopf geht wollte ich gerne mal eure Meinungen dazu hören.Kurz zur Situation: Jacke hat mit einem Kumpel getobt und dann ein Stöckchen gefunden. Beide haben dann dran gezerrt und damit getobt und irgendwann lag es am Boden und beide sind hingelaufen. Jacke hat dann den Stock verteidigt. Da er dabei in so eine Art Beschützerrolle fällt und nichts anderes mehr im Kopf hat, nehme ich ihm das Stöckchen dann immer ab. Ich habe ihn also zu mir gerufen und er kam mit gesenktem Kopf und dem Stock im Maul auf mich zu und hat dann so 2-3 Meter vor mir angefangen zu pinkeln. Aber nicht ich muss mal oder markiere sondern eben beschwichtigend. Ich habe es dann durchgezogen und den Stock für mich beansprucht. Er durfte gleich wieder spielen gehen und kam kurze zeit später bei Rückruf wieder freudig und glücklich auf mich zugewedelt
    Ich erziehe Jacke im allgemeinen so, dass ich ihm sehr deutlich zeige, welches Verhalten ich nicht möchte und welches ich klasse finde. Aber er soll ja keine Angst vor mir haben. Bewerte ich die Situation über oder sollte ich mir tatsächlich Gedanken machen? hab ihn doch soooooo gern und möchte, dass es ihm gut geht :herzen1: ! Wäre schön wenn ihr mir eure Meinungen schreiben würdet.
    LG

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  • Wie nimmst du ihm denn den Stock ab, wie hast du das bisher gemacht?


    'Sehr deutlich' lässt auch Interpretation zu.


    Körperhaltung? Hast du dich damit schon auseinander gesetzt?

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  • Klingt für mich überhaupt nicht nach Stinkefinger ehrlich gesagt. Vor allem wegen des Duckens. Das würden Stinkefingerhunde meines Erachtens nach nicht machen .


    Für mich klingt das- nicht böse gemeint- nach einer unsensiblen und unerfahren Eigentümerin.

  • Joco und Co
    Also Stinkefinger war das zu 100% nicht :dagegen:


    @AnnaAimee
    Also bei etwas unerfahren stimme ich dir zu, ist mein erster Hund aber als unsensibel würde ich mich jetzt nicht bezeichnen. Den Stock nehme ich ihm ganz einfach ab. Ich rufe ihn ab, sage Schluss, er lässt den Stock fallen, ich stell mich drauf und schicke ihn weg. Kommt er nicht sofort zu mir (weil er weiß in dem Moment, dass jetzt der Stock wegkommt und schwänzelt dann immer so ein wenig um mich rum) dann mache ich "scht" (ist ein Ermahnsignal, dass ich z.B. auch mache kurz bevor er in die Leine läuft). Aber mehr mache ich nicht.
    Meinst du mit Körpersprache die vom Hund oder meine? Also mit der vom Hund habe ich mich sehr genau auseinandergesetzt, da Jacke ganz gerne komische und uneindeutige Verhaltensweisen zeigt im Umgang mit anderen Hunden. Damit ich da den Durchblick bekommen habe musste ich einiges an Literatur wälzen. Und auch meine Körpersprache nutze ich während der Erziehung. Das hat mir unsere Trainerin ganz gut gezeigt.


    Heute hat Jacke auch wieder einen Stock auf der Hundewiese gefunden. Aber als ich ihm den am Ende der Hundewiese abgenommen hab war alles wie immer. Kein Beschwichtigen. Und er kam bei jedem Rückruf sehr freudig zu mir.

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  • Nein, nein, ich meinte deine Körpersprache.


    Hunde setzen sich damit mehr auseinander als man denkt. Puh, da finde ich das als Crashkurs schon viel Stoff. Mit 'unsensibel' war nicht gemeint, dass du im allgemeinen Umgang unsensibel bist. Du hast das negativ aufgefasst. Gemeint ist, dass du noch nicht 100% sensibel bist was deine Körpersprache angeht. Das finde ich auch völlig normal bei 'unerfahrenen Hundebesitzern'. Man muss sich konstant reflektieren. Gerade unsichere Hunde reagieren auf minimale Änderungen (teilweise auch Bewegungen, mit denen sie schlechtes verbinden ). Es kann also sein, dass dein Warnsignal klar und positiv aufgebaut wurde. Gleichzeitig kann es aber sein, dass er in sich zusammenbricht wenn du ihn (ausversehen) anstarrst.


    Hunde reagieren unterschiedlich. Meine Große ist da der perfekte 'Übungshund'. Sie reagiert auf die leichteste (wenn auch unbewusste) Drohung oder Körperveränderung von Menschen (okay wenn Sie Lust dazu hat). Der Zwerg auch, wäre aber ein schlechtes Übungsobjekt, weil Menschen oftmals 'übertreiben' mit der Deutlichkeit der Körpersprache. Für ihn wäre z.B. 'minimales' Drüberbeugen schon schlimm.


    ich vermute ähnliches bei dem Stockfall, den du beschrieben hast. Vielleicht in ein Gespräch vertieft und schwups. Das finde ich auch nicht schlimm, aber das halte ich für möglich.


    kennst du 'Das andere Ende der Leine' von Paricia irgendwas? Das solltest du sonst meiner Meinung nach lesen. Ich finde das ist eine Pflichtktüre für jeden. Danach ist man schon um einiges sensibler..


    So so ich hoffe jetzt hülsta du dich nichts eher so angegriffen, das war nämlich keineswegs so gemeint.


    edit: sorry für die schlechte Rechtschreibung, die Autokorrektur und das Forum sind gegen mich.

  • Nehm ich dir gar nicht böse. Ich überlege auch immer, was in bestimmten Situationen schief gelaufen ist und zwar immer erst was ICH falsch gemacht habe.
    Vielleicht habe ich mich echt ein wenig anders benommen als sonst. Ich bin 1-2 Schritte auf ihn zugegangen, aber ich glaube das mache ich öfter. Hm, ich werde mich die nächsten Tage mal beobachten, hoffe aber, dass das nicht nochmal vorkommt. Habe deswegen immer noch ein schlechtes Gewissen :( : !


    Das Buch werde ich mir mal besorgen. Kenne ich noch nicht und bin gespannt was es da noch zu lernen gibt.

  • Ich denke, du wirst das Buch mögen. Manchmal ein bisschen 'träge' (finde ich) aber es lohnt sich durchzuhalten.


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    ach was, schlechtes Gewissen ist Schwachsinn. Er hat das doch längst vergessen und du bekommst wahrscheinlich eh nicht mehr zusammen wie du dich verhalten hast. Ich würde einfach mal reflektieren in nächster Zeit. Ist unglaublich interessant- wirklich.


    Und nwenn du das Buch irgendwann als Hintergrund gelesen hast noch interessanter.

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