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Erziehungsfrage: Im "Platz" bleiben

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    Hallo zusammen :),


    ich habe eine kleine Erziehungsfrage: Meinen fünf Monate alten Vizsla fällt es zur Zeit immer schwerer im "Platz" zu bleiben. Ja, ich weiß natürlich, dass er ein kleiner Junghund ist, der sich viel bewegen will; dass er gerade zahnt und das generell die ganze Welt noch total spannend für ihn ist.


    Zu Hause klappt das ganze wie ein absoluter Weltmeister: Er bleibt auf seinem Platz, döst, kommt zum Kuscheln vorbei oder pennt tief und fest. Super entspannt.


    Auf der Arbeit ist das ein bisschen komplizierter. Er hat hier ein einfaches Deckchen und am Anfang ging es super; nur jetzt will er ständig rumlaufen. Lasse ich ihn "Platz" machen, befolgt er das anstandslos, geht aber drei Sekunden später ins "Sitz". Ich verbringe also zur Zeit einen Großteil meiner Zeit, ihn ins "Platz" zu rufen :). Aktuell hat er auch einen großen, weichen Sessel für sich entdeckt, der generell nicht genutzt wird. Manchmal sprintet er dann von seinem Deckchen los und hockt sich auf den Sessel. Da bleibt er dann auch die gesamte Zeit, aber ich weiß nicht, ob das sooo zielführend ist ;).


    Ein ähnlichen Fall (von Problem will ich nicht reden) habe ich, wenn ich einmal mit ihm ins Restaurant gehe. Am Anfang hat er sich auf sein mobiles Deckchen gelegt und gepennt. Jetzt ist er permanent am Zappeln und wird teilweise auch ein bisschen ruppig, in dem er anfängt an Sachen zu knabbern.


    Meine Frage ist: Wie sollte man hier am besten vorgehen?


    Immer wieder freundlich in den "Platz" schicken, bis man heißer wird?


    Mit Nachdruck (natürlich ohne Gewalt) zum "Platz" bringen – also ihn quasi hinlegen?


    Ihn anleinen und einfach machen lassen, was er will (so lange es nicht gefährlich für ihn ist oder zur Beschädigung von Sachen führt)?


    Vielen Dank für eure Antworten :).

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  • warum genau soll er die ganze zeit im platz liegen? ist ne ziemliche zwangshaltung. ich lass meine hunde nie länger als 10 min in der position. die sind aber auch schon 12 und 6 jahre. lass ihn sich doch einfach normal hinlegen oder setzen, solange er nicht ständig hinterher kommt ist doch alles gut.
    in der welpengruppe bring ich den leuten zwar platz bei, aber nie mehr als ein paar sekunden und bei den ganz talentierten ein paar schritte weg. sind aber nie mehr als 3 moder länger als 10 sekunden ohne belohnung oder auflösung.

  • Hi,


    also er soll ja nicht angespannt im "Platz" bleiben, sondern natürlich viel lieber bequem liegen. Nur fällt ihm das leider immer schwerer, weil er quasi alle drei Sekunden aufsteht (hat er vorher nicht gemacht).


    Gerade im Restaurant ist das leider sehr stressig, wenn er ständig rumwuselt und nicht auf seinem Platz bleibt.

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  • Ich bin auch der Meinung, dass es für einen 5 Monate alten Junghund sehr schwer ist, lange im "Platz" zu liegen. Welche Zeitspanne schwebt Dir denn vor?

  • Also vielleicht drücke ich mich nicht gut aus. Es geht mir darum, dass er einfach entspannt neben mir liegen soll. Es ist mir im Büro sonst zu gefährlich, weil hier viele Kabel rumliegen.


    Alternativ könnte ich ihn auch einfach anleinen und ignorieren.

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  • Zum einen ist es mit Sicherheit eine Altersfrage. Es beginnt in dem Alter langsam die Zeit, wo Hunde schier unerschöpfliche Energien zu haben scheinen.... das wird sicher noch viel ausgeprägter werden ;)


    Zitat von "AnniMalisch"

    Ich bin auch der Meinung, dass es für einen 5 Monate alten Junghund sehr schwer ist, lange im "Platz" zu liegen. Welche Zeitspanne schwebt Dir denn vor?


    Und das wär auch meine Frage... wie lange muss er leigen und unter welchen Voraussetzungen möchtest du, dass der Hund so lange liegt?
    Ist er vorher ordentlich bewegt worden? Hat er schon was erlebt, was er in Ruhe "verarbeiten" kann/muss?
    Mir klingt das schlicht und einfach so, als wäre dem Hund einfach langweilig wenn er bei dir auf der Arbeit ist. Zusätzlich, und das vermute ich nur, da ich die Umstände ja nicht kenne, dürften dort einige Reize vorhanden sein, Mitarbeiter etc., die ihn durch blose Anwesenheit dazu annimieren aufzustehen und "mal zu gucken".


    Wenn der Hund in dem Alter länger ruhig liegen muss, wäre mein Vorschlag: Vorher ausgiebig etwas spannendes, den Kopf anstrengendes unternehmen (längerer Ausflug in ein unbekanntes Gebiet mit Freilauf, Hundekontakt mit Spiel, intensieve (aber bitte altersangemessene) Übungseinheit, ausgiebige Suchspiele, kurzer Stadtspaziergang etc). Wenn sein bewegungsbedürfnis vorher ausreichend befriedigt wurde, und er gleichzeitig aufregende Dinge erlebt hat, wird er von alleine anschließend ersteinmal eine Ruhepause einlegen um sich zu erholen und Erlebtes zu verarbeiten.

    Außerdem würde ich den Hund (zu hause und in Ruhe!) an eine Box gewöhnen, die ihn schlicht und einfach daran hindert den Platz zu verlassen und die man im Zweifel mit einer Decke verhüllen kann um die Außenreize abzuschirmen. Dann muss der Junghund nicht stundenlang im "Platz" liegen (und muss so nicht immer wieder korrigiert werden), wuselt aber auch nicht unkontrolliert umher. Wenn er vorher zu hause positiv (!) gelernt hat, dass in der Box Ruhe zu halten ist und man ihm eine Beschäftigungsmöglichkeit (Kauspielzeug/Kauartikel/Hohlspielzeug) mit gibt, dürfte er so auch im Büro einige Stunden Ruhe geben.

    "Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom."
    - Albert Einstein


    Es grüßen Eva, Der Katzendackel und das Skadidil
    Und immer im Herzen:
    Nemo 11.05.2004 - 23.09.2014

  • Ich würde da ganz klar unterscheiden:
    "Platz" ist das sofortige Hinlegen und Liegenbleiben an dem Platz, wo sich der Hund beim Kommando gerade befindet (wichtig für BH, Hundesport, evtl. auch jagdl. Ausbildung)
    Für Alles andere gibt es bei mir ein "leg dich hin" oder "geh auf die Decke"
    Dabei darf der Hund (auf der Decke oder am gewählten Ort) sich setzen, legen stellen, im Kreis drehen - aber den Ort nicht verlassen.
    Beigebracht wurde das mit Kauzeug, das es immer dann gab und aufgehoben wurde das Kommando am Anfang, bevor der Hund es selbst aufhebt, die Dauer wird allmählich verlängert. War das Prinzip verstanden, gab es auch erstmal nix auf der Decke, aber später ne Belohnung/Bestätigung fürs Bleiben.


    Ich finde, mit 5 Monaten ist es für einen aktiven Jungspund sehr schwer, längere Zeit tatenlos auf einem Platz zubleiben.....

    LG Elke


    hier gibt es Bilder von Quattro (Dez. 2007 - April 2016), Queeny, Daily & Dacco

  • Ich würde auch übergehen zum "Auf deinen Platz", sprich dein Hund geht auf seine Decke und bleibt da. Ob er da nun steht, liegt oder Handstand macht - Hauptsache er geht da nicht runter. Und vielleicht ist so eine Box ja wirklich keine schlechte Idee. Soooo teuer sind die nicht und mit einer Decke drüber wird das für den Hund zu einer 1A-Höhle!


    Allerdings führt mich das auch gleich zu einer Frage an die anderen: "Geh auf deinen Platz" können wir hier schon. Aber wie mache ich dem jungen Herrn klar, dass er da auch bleiben soll? Und nicht nur das Kauteil abgreift und damit - schwupps - auf den Esstisch-Teppich verschwindet? :???:

  • Hi zusammen :).


    Und wieder danke für all die tollen Beiträge.


    Vor der Arbeit gehen wir immer gut 20 Minuten durch die Stadt und fahren noch ein bisschen U-Bahn. Da nimmt er eigentlich schon einiges mit und ich will ihn dann nicht noch durch Suchspiele zusätzlich fordern. Im Büro selbst hat er eigentlich keine Fremdreize. Die Tür ist immer zu, er kennt alle Ecken in und auswendig und die Kollegin kennt er auch gut. Wenn er dann auch erstmal liegt, lässt er sich so leicht nicht aus der Ruhe bringen (jetzt liegt er übrigens da und SÄGT UNGLAUBLICH LAUT HOLZ :D).


    Ansonsten gehen wir alle zwei bis drei Stunden für zehn Minuten raus, dann kann er sich lösen und wir üben ein bisschen Leinenführigkeit (das strengt seinen Kopf immer gut an an). Und nach der Mittagspause geht es für eine halbe Stunde in den Park wo er frei rumspringen kann und mit anderen Hunden spielt.


    Zu Hause pennt er Nachts in einer Box (wenn er sich nicht gerade wieder heimlich ins Bett geschlichen hat). Ansonsten ist er ja, wie gesagt, total ruhig. Noch ruhiger ginge nur, wenn er Valium bekommt und ins Koma fällt. Er liegt dann einfach nur auf seinem Kissen und schaut jede Stunde mal an der Couch vorbei, ob er vielleicht drauf darf. Wenn ich "nein" sage oder leicht stöhne, dreht er direkt um und legt sich wieder. Wenn ich aber nur ein bisschen lache, dann springt er mir sofort mit einem Satz in die Arme und kuschelt.


    Ich habe auch schon mal überlegt, ob ihm die Decke im Büro vielleicht nicht weich genug ist. Vizslas sind ja generell sehr wählerisch, wenn es um den Untersatz geht. Vielleicht kaufe ich ihm einfach noch mal das gleiche Liegekissen wie in der Wohnung.

  • Probier doch mal aus, ob er müde und entspannt ist, wenn du vor der Arbeit mit ihm einen Spaziergang in der Natur machst.
    Fände ich für ihn (und für dich vielleicht auch ;) ) viel schöner als nen Gang durch die Stadt.

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