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Ich kann jagen und spielen nicht unterscheiden

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    Hi,
    ich habe mit meinem Hund folgendes Problem: Wenn andere Hunde miteinander spielen, dann macht ihn das ziemlich aggressiv. Er will dann hinterher und die Hunde regelrecht jagen. Wenn ich das zulasse, dann stellt er im besten Fall die anderen Hunde und unterbindet das Spielen, im schlimmsten Fall beißt er aber zu.


    So, wenn er die anderen Hunde aber ein paar Mal getroffen hat, dann ignoriert er das Spielen weitestgehend und irgendwann will er auch mitspielen.


    Und genau da ist mein Problem: Er rennt dann irgendwann anscheinend freundlich hinter den anderen Hunden her und will mitspielen.


    Nur kann ich dieses spielerische Hinterherjagen nicht von dem anfänglichen aggressiven Hinterherjagen unterscheiden.


    Folglich rufe ich meinen Hund dann wider zurück, auch wenn ich denke, dass er vielleicht nur spielen will, aber ich bin mir dann eben nicht sicher.


    Für den Hund ist das natürlich doof, wenn er spielen will und ich dieses dann unterbinde. Denn so lernt er ja nur, dass Frauchen nicht will, dass er mit anderen spielt. Das will ich aber gar nicht erreichen, er soll ja schon spielen dürfen.


    Nur kann ich eben nie genau sagen, ob er nun wirklich mitspielen will oder nur wieder hinterherjagen möchte.


    Was kann ich da nun machen?? Mache ich das Verhalten so nicht noch schlimmer, wenn ich ihn ständig vom Spielen abhalte?


    Gruß

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  • Hm, an der Körperprache solltest du es erkennen dürfen. "Aggression" und "freudige Erregung" sieht anders aus. Beobachte mal neutral, was du siehst und schreib dir das auf.
    Solange lässt du ihn natürlich nicht auf andere los, aber du musst schon lernen, was dein Hund gerade will.


    Es kann auch sein, dass Spiele kippen, auch sowas erkennt man an einer sich ändernden Körpersprache und man kann eingreifen. Da hilft nur: Auge schulen!

    "Sinn und Zweck eines Hundes als Haustier ist doch, dass er unser Freund wird, nicht unser Sklave." (John Bradshaw)


    ***Waheela*** (*11. August 2008) Husky-Grönlandhund-Mix
    ***Amarok**** (* 19. Februar 2015) Alaskan Malamute

  • Eine Möglichkeit wäre: Such dir einen guten (!) Trainer, der dich auf eine Runde mit anderen Hunden begleitet (oder du machst ein Video davon und sprichst es mit dem Trainer durch). Der kann dir dann genau sagen, an welchen körpersprachlichen Signalen du bei deinem Hund erkennen kannst, wenn es ins Aggressive kippt. Wenn man mal einen Blick dafür hat, ist es oft ganz einfach. Aber es ist oft hilfreich wenn einem jemand zeigt, auf welche Signale man achten muss. Denn die sind zwar generell ähnlich, aber nicht bei jedem Hund gleich.


    Oder mal einen Körpersprache-Workshop mitmachen. Da war ich auch mal, man lernt dann zumindest schonmal, wie fein die Kommunikation bei Hunden ist und wie schnell manches geht. Da muss man wirklich lernen, ganz genau hinzuschauen und das richtige Timing bei der Reaktion haben. Versteh dich da schon, dass du das schwierig findest :-) Ich seh auch nicht immer alles, obwohl mir gezeigt wurde, auf was ich achten soll :D

    Silvie mit
    Tessi (*31.03.2013, Appenzeller-Aussie-Mix)
    Pico (*ca. 2005, kleiner kroatischer Senfhund)

    Rosa (*ca. 2008, rumänischer Dauerpflegi)

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  • Ja, Auge schärfen ist das einzige, was da hilft - aber nur in einem Rahmen wo es für alle Beteiligten okay ist. Denn wenn es kein Spiel ist, leiden die anderen Hunde darunter und das sollte nicht vorkommen. Ich würde mich dafür an einen Trainer wenden, der wird dir das im Zweifel mit seinen Hunden zeigen können oder passende Rahmen finden, dass du dein Hunde-Auge schärfst.

    Zack Zack, Malinois (*30.3.2018), Thilde, Malinois (*14.06.2013) - und alle lieben Begleiter, Sportskollegen und Lehrer vor ihnen


    Die Hummel-Hunde


    Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und alle Antworten sind im Hund enthalten. (Franz Kafka)

  • Lanera:
    Das Problem ist leider, dass mir Trainer immer sagen "Das ist nur Spiel" und der Hund dann doch zubeißt. Daher verlasse ich mich da nicht auf einen Trainer, der meinen Hund kaum kennt. Und wenn mein Hund zubeißt, dann stehe ich bestimmt nicht daneben und drehe ein Video....

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Es gibt Hunde, die das halt einfach nicht leiden können, wenn andere Hunde spielen und toben. Es ist Stress für sie, und sie wollen für Ruhe sorgen.


    Ich verstehe nicht, warum du unbedingt willst, dass dein Hund "spielt". Geh mit anderen Hunden spazieren, ganz in Ruhe, anfangs angeleint und meide "Stehpartys" mit anderen, vor allem mit fremden Hunden.


    Solange du deinen Hund nicht einschätzen kannst und er das Gefühl hat, er ist alleinegelassen mit der situation, wird das nur schlimmer.


    Lerne zu Führen, abzuschirmen und deinem Hund sicherheit zu geben, erwarte von ihm nicht, dass er deinen Vorstellungen von "lieber Hundi spielt so gern" genügt, sondern richte dich ein bisschen mehr nach seinen Bedürfnissen.


    Was für ein Hund ist er und vor allem wie alt? Wie wurde er als Welpe sozialisiert?

  • Bitte denke dran, dass die anderem Hunde vor deinem "unter bestimmten Umständen" beißenden Hund geschützt sein sollen.
    Denk bitte über die Verwendung eines Maulkorbes nach und wähle die Hunde mit denen dein Hund zusammentreffen kann sorgfältig auf.
    Hast du Pech und dein Hund gerät an einen Hund der weniger Toleranz gegenüber solchem Verhalten, kann das in unplanmäßigen Aufenthalten beim Tierarzt enden, was weder für deinen noch für den anderen Hund schön wäre.


    Ein Hund leidet übrigens nicht grundsätzlich, wenn er nicht mit anderen Hunden spielen kann. Man kann ihn auch anders auslasten und dann gezielt mit Hunden spielen lassen, die weniger Jagdspiele spielen, sodass dein Hund nicht so schnell überdreht.

  • Ich habe hier einen "Spieljäger". Wenn der andere Hund losrennt, dann will meiner hinterher. Ist der andere Hund psychisch robust, dann passt sich Milo dem Spiel des anderen Hundes an. Sprich, stoppt der andere Hund, rafft das Milo und spielt wieder gediegen und lässt sich auf die Art und Weise des Spiels ein. Ist der andere Hund hingegen, ich sag mal, ein "Panikläufer", also rennt er wirklich aus Angst weg, dann wird "das Spiel" sofort von mir unterbrochen. Bei Milo hauts dann nämlich nen Schalter um und er JAGT dann. Er bekommt nen "Flash". Da hilft nur zu mir rufen (dazu muss Abruf natürlich bombig sitzen....hat auch ein paar Wochen gedauert.....) und bei mir behalten... ab und an leine ich ihn dann sogar an, weil, wenn dann noch andere Hunde im Spiel sind, die miteinander spielen, und wir nicht vorhaben sofort weiterzugehen, ist er natürlich nicht absolut relaxt neben mir... möchte ihm aber die Chance garnicht erst bieten, dass er evtl. doch nochmal losflitzen kann. Das wäre selbstbelohnend und kontraproduktiv... ich versuche in der Zeit dann mich mit Milo zu beschäftigen, seine Konzentration einzufordern.


    Er würde zwar nicht beißen, aber, ich habe keinen Bock darauf, dass er andere Hunde mit seinem Verhalten stresst, noch dass er sich selber zu hoch pusht.... ich weiß nicht, ob es an seinem Terrierwesen liegt, aber, er ist da echt manchmal :headbash: :hilfe:


    In den Anfängen habe ich auch einen Trainer gehabt, der meinte, "Die spielen bloß". sorry.... sobald ein anderer Hund jedoch ANGST bekommt, ist das für mich kein Spiel mehr und da könnten zig Menschen auf mich einpalavern...DAS werde ich immer unterbinden. Selber Schuld ist mein Hund. Anständiges Benehmen bedeutet Freiheit. Manchmal reicht ein einmaliges Ermahnen in solch einer Situation und Milo schnallts... sobald ich ihn aber zurückrufen muss, ist Schicht im Schacht....


    Ja, Augen schulen. Lieber einmal mehr aus dem Spiel rausnehmen. Du kannst das ja auch so aufbauen, dass es für ihn keine Strafe ist, wenn er das Spiel unterbrechen soll. Biete ihm etwas an, was ihn in der Situatio befriedigt.... sonst, ja, mei, halt noch nen Hundetrainer konsultieren..... was bleibt sonst, nicht?

    „Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“

  • Okay, wenn du solche - sorry - Flachpfeifen - als "Trainer" in der Umgebung hast, dann brauchst du die wirklich nicht. Ich meinte Menschen, die wirklich Ahnung von Hunden haben.


    Dann würde ich dir auch raten, zieh deinem Hund nen Mauli an - dann sind die anderen zumindest vor Bissen geschützt.

    Zack Zack, Malinois (*30.3.2018), Thilde, Malinois (*14.06.2013) - und alle lieben Begleiter, Sportskollegen und Lehrer vor ihnen


    Die Hummel-Hunde


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  • Ich frage mich eher, wieso du bei "drohenden, bellenden, knurrenden" Hunden in anderen Threads so rigoros bist, deinen Hund aber zubeißen lässt?

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    ***Waheela*** (*11. August 2008) Husky-Grönlandhund-Mix
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