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Leinenführigkeit verbessern

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    Mein Hund (2 Jahre - bei mir seit 1 Jahr) ist an sich recht leinenführig. Das bedeutet, er zerrt nicht an der Leine und schaut mich von sich aus oft an. Manchmal versucht er jedoch vor mir zu laufen und sich bei interessanten Ecken in die Leine zu lehnen, was ich konsequent mit stehenbleiben unterbinde. Er weiß dann auch, dass er eigentlich an meine Seite gehört und läuft sofort an meine Seite - wenn er hampelig drauf ist, springt er regelrecht zurück - um vor der nächsten interessanten Ecke wieder leicht Zug zu geben, worauf ich wieder sofort stehenbleibe. Laufe ich auf einer Strecke, wo es nicht viel Interessantes gibt, hängt die Leine locker durch - er läuft dann neben mir oder einen Schritt vor mir.
    Ich möchte ihm zum einen klar machen, dass er vor mir überhaupt nichts zu suchen hat, sondern neben mir .- noch besser, ein wenig hinter mir läuft. Da ich öfters mit den Kindern und dem Hund zusammen unterwegs bin, dann evt. noch Taschen dabei habe, wäre es praktisch, bei einer Richtungsänderung nicht noch über den halb vor mir laufenden Hund zu stolpern.
    Ich habe es nun schon mit Futtertreiben, Klickern und Blocken versucht.
    Zunächst erfolgreich - irgendwann aber versucht er wieder leicht vor mir zu laufen.
    Hat jemand einen besseren Trainingsansatz für mich?

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  • Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen.... die Leinenführigkeit ist ein Thema, das dauert..... ich weiß nicht, wie lange Du es schon exakt mit dieser Methode probierst, aber auch, wenn Du das schon seit Wochen so machst, kann es halt nochmals Wochen dauern, bis ihr euch da eingespielt habt....und dann nochmals Wochen oder Monate, bis er sicher darin ist.......


    Wenn Du nicht möchtest, dass Dein Hund immer einen Schritt vor Dir geht, hast Du zwei Möglichkeiten (die mir bekannt sind): Zum Einen, die Leine so kurz halten, dass er nur auf Deiner Höhe gehen kann. Sofern auch nur ein leichter Zug kommt, stehenbleiben (finde ich lustig... meiner springt dann, so wie Deiner, zurück in seine korrekte Position) Zum Anderen, sobald er versucht Dich zu überholen, drehst Du Dich in seine Richtung ein, schneidest ihm also den Weg ab und gehst in die entgegengesetzte Richtung, dann machst Du wieder Kehrtwende.


    Dass man das im alltäglichen Leben nicht immer so 100 % konsequent vollziehen kann, ist klar... deshalb habe ich in der Zeit, als ich mit Milo die Leinenführigkeit trainierte, immer ein Geschirr UND ein Halsband angelegt. In Situationen, bei denen ich wusste, er würde eh nicht schön an der Leine gehen, habe ich die Leine am Geschirr befestigt. Habe ich mit ihm trainieren wollen (erst mit gar keiner Ablenkung, dann steigern...) befestigte ich die Leine am Halsband. Blieb aber auch konsequent stehen, sofern auch nur en kleiner Zug auf der Leine war, oder er versuchte mich zu überholen.


    Nun bin ich sehr zufrieden. Dass mein Hibbel es schafft, konzentriert und locker neben mir an der Leine zu gehen, hätte ich niemals gedacht. :D

    „Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde, mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“

  • Du könntest bei Richtungswechsel ein Signal trainieren, damit er sich zurückfallen lässt .
    So ähnlich mache ich es beim Radfahren, damit er aufmerksam wird, wenn ich die Richtung wechsel.
    Ich hab ja selber einen Hund, der von sich aus gern in meinem Windschatten läuft ( sowas würde dir sicher gefallen :D ) der Bandit läuft gern eine Länge vor mir.
    Aber auch der ist einst am Kinderwagen gelaufen :D das direkte neben mir laufen ist aber dennoch nicht wirklich seins.
    Vielleicht suchst du also einen Kompromiss?

    Melanie mit Bandit & Anton
    und Mücke im Herzen



    BX und Labbi

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  • Danke für eure Antworten. Die Leinenführigkeit trainieren wir seit ich ihn habe - also ein Jahr - immer mal wieder. Ich musste ihn ja überhaupt erst an die Leine (und vieles andere) gewöhnen. Es ist auch wirklich nur ein "Luxusproblemchen", denn er zerrt ja nun nicht an der Leine.
    Ich trainiere das mit 2 Methoden und wende die an, die gerade besser passt:


    1. Blocken (ich lasse ihn einfach nicht vorbei, drehe mich zu ihm ein und er merkt dann sofort schon, dass er an der falschen Stelle ist und korrigiert sich)


    2. Sobald er an mir vorbei will, bleibe ich stehen und drehe mich leicht ein - er korrigiert sich dann (je nachdem, wie hibbelig er ist, kann das auch ein Riesensprung nach hinten sein :headbash: )


    Geduld habe ich genug - konsequent bin ich bis zum Abwinken, daran liegts nicht. Ich werde das einfach weiter mit ihm üben - danke euch - dann bin ich ja soo falsch nicht gelegen.


    Leider habe ich nach der 5. Hundeschule aufgegeben, mir noch weitere anzusehen und grabe mich nun selbst durch die Hundeerziehung. :???: Dieser Hund ist aber auch so völlig anders als mein erster, so dass ich mit ihm ganz anders arbeiten muss. :roll:

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