Fliegen im Frachtraum - Ein Erfahrungsbericht

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    Fliegen mit Jack Russel Terrier – Erfahrungsbericht


    So, ich möchte mal gegen das Vorurteil angehen, dass es total schrecklich sein soll, wenn man seinem Hund das Fliegen im Gepäckraum zumutet.


    Ich habe da eine ganz positive Erfahrung gemacht:


    Wir sind im August für 3 Wochen mit unserem Jack Russel Terrier (1 Jahr alt) nach Fuerteventura geflogen. Da TUIfly nur Hunde im Handgepäck erlaubt, die 6 kg incl. Tasche wiegen, war klar, unser Hund (7,4 kg ohne Tasche) muss in den Frachtraum.
    Wir hatten zwar vorher überlegt, ob wir vielleicht behaupten können, dass der Hund leichter ist, aber ein Anruf vorab beim Check-In der TUIfly sagte uns klar, der Hund wird gewogen. Also definitiv keine Chance und wir haben Frachtraum gebucht (€ 60,- eine Strecke).


    Schweren Herzens sind wir an dem Morgen zum Flughafen gefahren mit der Transportbox, in der unser Hund sowieso immer schon von klein auf im Auto mitfährt, da er sonst nur Blödsinn macht.
    Ich hatte die Box mit mehreren dünnen Hundedeckchen und Handtüchern unten kuschelig ausgelegt, auf denen wir wegen dem Geruch schon eine Woche im Bett geschlafen haben, damit er wenigstens unseren Geruch dabei hat.
    Die Box haben wir mit den Aufklebern „Living Animal“, „This Side Up“ usw. beklebt und oben drauf einen riesigen Aufkleber mit unserer Handynummer.


    Beim Check-In-Schalter wurde der Hund tatsächlich gewogen, also hatten wir richtig gebucht für den Frachtraum.
    Nachdem unser Gepäck weg war, ist der Hund draußen noch mal vor dem Flughafengebäude pieseln gewesen und schnell was Wasser aus dem Napf geschlappt, dann ging es los:
    An dem Sonderschalter für Sperrgepäck wurde nur die Box durch das Röntgengerät geschoben und auf der anderen Seite hieß es dann Einsteigen und Abschied nehmen. Vorher noch schnell den mitgebrachten Trinktrog, den ich vorab eingefroren hatte, damit beim ersten Transport nichts verschüttet wird, in die Transportkiste einklicken – was der super freundliche Mann, der die Abfertigung dort gemacht hat, sehr lobenswert fand „endlich denkt mal jemand mit …“.
    Da unser Hund das Einsteigen in die Kiste kennt, war das kein Problem. Ich habe dann noch ein paar supertolle Leckerlis mit reingelegt. Dann wurde die Box auch sofort von einem Mitarbeiter durch die Tür gefahren und war weg …


    Beim Einsteigen habe ich noch einen Ramp-Mitarbeiter gefragt, ob der Hund an Bord ist: „ja, alles OK“.
    Puh, der Flug für mich war total furchtbar, was habe ich mir für Gedanken gemacht.


    Auf Fuerteventura angekommen, habe ich an der Sondergepäckausgabe ca. 15 Minuten gewartet, dann konnte ich durch die Luke dort sehen, wie die Hundebox unten auf das Band geladen wurde.
    10 Meter Transportband gerade und dann noch 10 Meter sanft bergauf bis zur Luke.
    Unser Hund saß in der Box und hat sich alles super interessiert angeschaut. Keine Spur von Angst. Als er dann mein Rufen gehört hat, hat er sich gefreut. Aber halt nicht anders, als wenn ich mal eben einkaufen war.
    Es war noch genug Wasser im Napf und die Leckerlis waren aufgegessen.


    Außerdem hat er nach dem Flug so viel Energie gehabt, der Akku war aufgeladen, dass ich davon ausgehen konnte, er hat im Flieger geschlafen und war nun fit.


    Auf dem Rückflug wurde der Hund nicht mehr gewogen, ich musste nur sagen, was der Hund wiegt und was die Box wiegt.


    Nachdem unser Gepäck abgegeben war mussten wir direkt zum Sondergepäckschalter, konnten kein Pipi mehr machen gehen und dort wurde auch wieder die Box durch das Röntgengerät gefahren und dahinter musste der Hund direkt einsteigen.
    Also noch schnell wieder das gefrorene Wasser und die Leckerlis mit rein, Hund rein und schon wurde die Box wieder eine Rampe 10 Meter sanft bergab und dann 10 Meter gerade gefahren.
    Dort wurde die Box auf einen Gepäckwagen geladen mit dem anderen Sperrgepäck (Surfbretter etc.) und zum Flugzeug gefahren.


    Wir konnten das ganze gut aus dem Flughafengebäude beobachten (ca. 100 m entfernt) und unser Hund saß wieder sehr interessiert in seiner Box und hat sich alles angeschaut.
    Leider stand die Box ca. 30 Minuten auf dem Vorfeld auf dem Wagen rum. Zum Glück war es bewölkt und nicht heiß. Währenddessen wurden hinten die ganzen Koffer eingeladen. Der Chef der Beladungstruppe hat alle paar Minuten sich zu unserer Hundekiste gebeugt und mit den Fingern durch die Gitter unseren Hund bespaßt. Dann wurde das Rollband zum Beladen flach gestellt und unser Hund wurde sanft durch die vordere Luke ins Flugzeug gerollt.
    Nach einer weiteren halben Stunde haben wir abgehoben.


    Am Zielflughafen kam unser Hund zeitgleich mit den ersten Koffern am Sondergepäckschalter auf einem Rollwagen von einem netten Mitarbeiter angefahren und war wieder sehr interessiert an allem.
    Keine Spur von Angst und hatte wohl auch wieder auf dem Flug geschlafen, den der Akku war wieder aufgeladen und der Hund topfit.


    Natürlich soll meine Schilderung nicht dazu verleiten, ohne Gedanken seinen Hund im Frachtraum zu transportieren, aber vielleicht nimmt es manchen die Angst und die Vorstellung, dass der Hundetransport im Frachtraum ganz schrecklich sein soll.


    Ich würde es wieder mit den nötigen Vorbereitungen und der Sorge um das Wohlergehen unseres Hundes tun, denn die 3 Wochen Urlaub mit Hund waren ein Traum und wir hätten ohne unser Familienmitglied sicher keine Ruhe gefunden.


    Viele Grüße
    Petra

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  • Sehr schöner Bericht.


    Meine Hündin aus dem Tierschutz kam auch mit Lufthansa aus Bulgarien nach Deutschland. Dabei kannte sie vorher keine Box und wir (unbekannte Menschen) haben sie in Empfang genommen. Nachdem wir sicher waren, dass sie gut gesichert ist, haben wir sie aus der Box noch am Flughafen genommen. Sie hat sich gefreut, ist an uns hochgesprungen, hat die Leckerlies genommen und hat dann den ganzen Weg von München nach Erlangen auf meinem Schoss geschlafen.


    Ich finde es auch nicht schlimm, wenn ein Hund im Frachtraum transportiert wird. Es sei denn es handelt sich um einen Hund, der Angst hat alleine zu sein bzw. Angst vor der Box hat.


    Gruß


    Zheni mit Dari und Max

    Please don't breed or buy while shelter animals die!

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  • Zitat von "George"


    Natürlich soll meine Schilderung nicht dazu verleiten, ohne Gedanken seinen Hund im Frachtraum zu transportieren, aber vielleicht nimmt es manchen die Angst und die Vorstellung, dass der Hundetransport im Frachtraum ganz schrecklich sein soll.


    Angst? Es sind doch eher zweifel und die sind berechtigt. Wie kann man vorher wissen ob alles glatt läuft?


    Selbst wenn ein hund cool und ruhig aus der box schlüpft, woher weiss ich das er während des fluges nicht 1000 tode gestorben ist?

    »Ich brauche keine Bequemlichkeit. Ich will Gott, ich will Liebe, ich will wirkliche Gefahren und Freiheit und Tugend. Ich will Sünde!«

  • Schön dass das so gut geklappt hat! Ich würde es auch in Betracht ziehen, wenn es die einzige Möglichkeit ist mit Hund zu fliegen. Wobei ich hoffen kann dass Milo mit mir in die Kabine darf. Aber dass die Box 30 Minuten da rum stand :/ gut du sagtest es war bewölkt, aber da fragt man sich ob es bei knallender Sonne genauso gewesen wäre.
    Im Oktober fliegen wir nach Sizilien und ich kann Milo nicht mitnehmen, weil der Rückflug mit Ryanair ist und die überhaupt keine Tiere transportieren :( und ein Flug mit einer anderen Airline war nicht möglich.

    • Neu

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    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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  • Hallo,


    nein, Papiere mussten wir keine ausfüllen.
    Es hat sogar weder in Deutschland noch auf Fuerteventura jemand den Hundeausweis sehen wollen, wegen der Tollwut-Impfung ...


    Ich kann mir sicher sein, dass mein Hund keine Angst hatte, auch unterwegs nicht, da er wenn er Angst hatte, sich immer noch stundenlang danach komisch verhält. Das hätten wir auch nach dem Flug Stunden später noch gemerkt.


    Das mit der halben Stunde auf dem Rollfeld, wo es zu unserem Glück bewölkt und nicht so warm war, wird sicherlich die Regel sein, auch wenn das Wetter schöner ist. Aber gut zu wissen, dass es so ist, dann sollte man beim Buchen darauf achten, dass der Flug bis vielleicht 10 Uhr morgens abhebt. Da ist es dann noch erträglich.

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