Benötige Zuspruch und Mutmacher

  • Pöbeln an Sachen und Möbeln: ich knabber am tv Kabel, mopse mir ein Buch oder gucke, ob die Steckdose schmeckt.
    Pöbeln an uns: meist als Krönung, wenn man sich voll hochgeschraubt hat. Bei mir in Hand und arm beißen und nein ignorieren. Bei herrchen wird sogar in den Nacken gesprungen oder in den Hintern gezwackt. Wenn ein nein nicht mehr zieht und man ihn gar nicht mehr runterbekommt, wird er kurz räumlich getrennt. Beruhigt sich dann.

  • öm, das würde ich einfach als typischen Junghundeverhalten bezeichnen. Hat eigentlich nichts mit Pubertät zu tun.
    Meist verschwindet das Rumkauen an Sachen von alleine, wenn der Hund älter wird. Unter "Pöbeln" verstehe ich was anderes (Leinenpöbeln - aggressives Verhalten an der Leine z.B.).

    Du schreibst ja, dass ihr eine Verhaltenstherapeutin habt - hat die gesagt, dass das die Pubertät ist?

    jedenfalls hast du einen Plan, wie du damit umgehen musst, wie du schreibst; ansonsten braucht es halt Geduld, Konsequenz und genug Gelegenheit für den Jungspund, sich körperlich auszutoben (ohne Leine) und mit anderen Hunden zu raufen. Das ist für mich in dem Alter das A und O.

  • Okay. Wir haben gerade nochmal drüber gesprochen. Das Verhalten bestand vorher schon, jedoch abgeschwächt.
    Der Therapeut hat das als (prä) pubertär abgetan und es sei völlig normal, wie du sagst. Hundekontakte hat er mehrmals täglich, kam auch gerade von der hundeschule zurück. Was mich anfangs nur irritiere, war, dass er so rastlos wirkt manchmal: legt sich hin, steht auf, legt sich wieder hin...

  • Hallo.
    Kleines update: läufige Hündinnen werden bestiegen und heute hat er das erste mal das Beinchen gehoben. Also doch Pubertät?
    Er ist erst etwas über 7 Monate.
    Mein kleiner wird groß. :sad2:

  • also unserer ist jetzt 6 Monate und hat einmal "aus Versehen" sein Bein gehoben. Läufige Hündinnen interessieren ihn auch, das liegt wohl in den Genen. Jemand hat in die Hundeschule eine läufige Hündin mitgebracht, die hat jeden interessiert. Trotzdem ist unserer noch nicht in der Pubertät. Wenns denn bei eurem jetzt so ist, dann kannst du es ja eh nicht ängern ;) .

  • Das ist alles normal, und es ist doch völlig wurscht ob Pubertät oder nicht - deine erzieherische Aufgabe ist immer dieselbe: Ruhe und liebevolle Konsequenz.

    Jungrüden heben irgendwann das Bein, und interessieren sich für läufige Hündinnen. Das hat aber nichts damit zu tun, ob sie Gegenstände anknabbern.

    Im Gegenteil: Die Pubertät markiert das Erwachsenwerden des Hundes, infantile Verhaltensweisen, wie alles mit dem Maul zu untersuchen und auf jeden Fremden begeistert zuzulaufen, werden in dieser Zeit weniger. Der Hund wird eigenständiger, nimmt mehr von seiner Umwelt wahr, seine Triebe (z.B. der Jagdtrieb) erwachen. Das erlebt der HH dann als "stur" - weil der Hund sich eben nicht mehr wie ein Baby verhält, weil er eigene Ideen hat. Gleichzeitig ist der pubertierende Hund aber ein unsicherer, unerfahrener Hund, der Führung und Sicherheit braucht.

    Ich würde den Hund nicht mit läufigen Hündinnen spielen lassen. Das weckt nur sein Interesse (abgesehen davon, dass du keinen Unfall willst, oder?)

  • Da hast du wohl recht. Es hieß, die Hitze sei vorbei, da sie nicht mehr blute.
    Schön, dass du auch mutmachende positive Worte für diesen (anstrengenden) Lebensabschnitt findest.

  • Zitat

    Pöbeln an Sachen und Möbeln: ich knabber am tv Kabel, mopse mir ein Buch oder gucke, ob die Steckdose schmeckt.
    Pöbeln an uns: meist als Krönung, wenn man sich voll hochgeschraubt hat. Bei mir in Hand und arm beißen und nein ignorieren. Bei herrchen wird sogar in den Nacken gesprungen oder in den Hintern gezwackt. Für mich ist das nicht Pupertät, sondern der Hund ist wahrscheinlich einfach noch nicht richtig erzogen. Er ist Distanzlos und akzeptiert Eure "Unversehrtheit" nicht. Wie spielt er mit anderen Hunden, ist er dort auch grob und pöbelt? Wie habt Ihr ihm das "Nein" beigebracht? Kennt er ein Alternativverhalten, wenn Ihr ihm dieses Abbruchsignal gebt?Wenn ein nein nicht mehr zieht und man ihn gar nicht mehr runterbekommt, wird er kurz räumlich getrennt. Beruhigt sich dann.


    Als ich meinen Sohn bekommen habe, war unser Hund 2,5 Jahre und bereits wirklich sehr gut erzogen. Aber damit er sich durch das Baby nicht zurückgestellt oder vernachlässigt gefühlt hat, habe ich mich immer mit Baby UND Hund gleichzeitig abgegeben (Sohn gestillt und gleichzeitig den Hund gestreichelt oder mit einem Spielzeug gespielt, wenn ich den Kleinen gewickelt oder gebadet habe, bekam der Hund während dieser Zeit sein Lieblingsspielzeug oder einen Kauknochen, mit dem er sich neben uns am Boden beschäftigt hat), wenn der Sohn geschlafen hat, habe ich den Hund ignoriert. So hat unser Rüde sehr schnell das Baby mit Aufmerksamkeit verknüpft und hat sich wieder entspannt verhalten, wie vor der Geburt des Kindes.
    Das "Ruhelos" Eures Rüden kann gesundheitliche Probleme haben (Tierarzt aufsuchen) oder er kommt mit der neuen Situation Baby noch nicht zu Recht. Oder Ihr beide behandelt den Hund anders als vor der Geburt, evtl. weil Ihr ihm ganz unbewusst "entschädigen" wollt, weil das Kind da ist?

  • Zitat

    Da hast du wohl recht. Es hieß, die Hitze sei vorbei, da sie nicht mehr blute. Oh oh, wenn die Besitzer der Hündin so denken, wird es dort vielleicht bald einen ups-Wurf geben. Wenn die Hündin nicht mehr blutet, kommen die Tage, an denen sie fruchtbar ist und sich decken lassen wird.....
    Schön, dass du auch mutmachende positive Worte für diesen (anstrengenden) Lebensabschnitt findest.

    Es ist wunderschön, Kind und Hund gemeinsam zu haben, das wirst Du ganz sicher auch bald erleben dürfen! Ich rate Dir ganz einfach, Dich vor allem dann mit dem Vierbeiner abzugeben, wenn Du auch das Baby bei Dir hast. Lange Spaziergänge mit dem Säugling im Kinderwagen und dem Hund dabei machen sehr viel Spass! Und Du kannst den Hund super beschäftigen, während der Kleine im Wagen schläft. Unternimm mehr nur Du mit Kind und Hund zusammen und verringere die Begegnungen mit anderen Hunden auf 2 bis 3 mal pro Woche.

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