Shibapokalypse
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Hallo liebe Mitlesenden (und hoffentlich hilfreich Antwortenden
)Der Titel ist natürlich etwas übertrieben, verrät aber schon ein bisschen, worum es geht. Bei uns lebt seit 6 Tagen eine kleine Shiba-Dame, Mila, mit der ganz grundsätzlich alles bestens läuft. Sie hat sich schon ganz gut eingelebt, versteht sich super mit den zwei Katern (auch wenn sie gelegentlich noch etwas stürmisch ist) und bereichert als kleiner Wirbelwind unser Leben. Ein paar kleine Probleme/Fragen/Bedenken sind aber dennoch aufgetaucht.
Mila ist jetzt ziemlich genau 6 Monate und wir haben sie von einem Züchter. Stubenreinheit hat sie dort leider nicht wirklich gelernt, weil sie 24 Stunden die Möglichkeit hatte, in den Garten zu gehen. In unserer Wohnung ist das leider nicht möglich, was dazu führt, dass wir schon einige Pipi-Unfälle hatten. Unser derzeitiger Gassiplan sieht so aus, dass wir morgens, mittags, abends und zuletzt gegen 23 Uhr mit ihr rausgehen. Für einen Hund in ihrem Alter sollten 4-5 gassifreie Stunden machbar sein - dachte ich. Tagsüber ist das auch der Fall aber morgens passiert beinahe täglich dann doch ein Unglück. Anfangs noch im Büro (das am anderen Ende der Wohnung liegt und darum wohl von ihr als "draußen" betrachtet wird), heute dann bei uns im Schlafzimmer, während sie noch freudig um uns herumsprang, weil wir endlich wach sind. Da ich ein bisschen Hundeerfahrung habe, weiß ich natürlich, wie man ganz kleine Welpen stubenrein bekommt. Aber wie stelle ich das bei ihr an? Wie lange schaffen es eure Hunde nachts ohne rauszugehen? Sollte ich vorerst noch den Wecker so stellen, dass sie nur 5-6 Stunden aushalten muss oder gewöhnt sie sich dann daran und wir können nie wieder länger als 5 Stunden schlafen?

Sie hat außerdem eine eigentlich ganz niedliche Eigenschaft - sie sammelt Dinge. Wir haben ihr ein Körbchen in die Diele gestellt und mittlerweile hat sie sich selbstständig auch eine Decke nebens Sofa gelegt, auf der sie rumliegt, wenn wir in der Nähe sind. Das sind "ihre" zwei Plätze und dort schleppt sie regelmäßig alles hin, was sie so finden kann. Schuhe, Socken, Zeitungen, Besen, und gelegentlich einen Kater.
Da sie die Sachen nicht kaputt macht und es auch kein Gezeter gibt, wenn wir das Zeug wieder wegräumen, habe ich bisher nicht eingegriffen. Allerdings frage ich mich, ob wir dagegen etwas unternehmen sollten. Warum sammelt sie die Sachen ein? Ist das eine Art Dominanzverhalten, das es einzudämmen gilt, oder baut sie sich einfach nur gern ein?Gleich vom ersten Tag an hatten wir bei Mila mit einigen Ängsten zu kämpfen. Zum Beispiel wollte sie die ersten 2-3 Tage nicht durchs Treppenhaus (weder aus der Wohnung, noch Richtung Wohnung). Das hat sich dann gelegt, als ich Schritt für Schritt auf sie gewartet habe und sie irgendwann gesehen hat, dass keine Gefahr vom bösen Treppenhaus ausgeht. Allerdings zeigt sie auch bei anderen Dingen gelegentlich solche Reaktionen. Sie möchte zum Beispiel nicht an parkenden Transportern vorbeigehen, nicht in öffentliche Verkehrsmittel steigen, sich Supermärkten o.ä. nähern. Sie legt sich dann hin, stemmt sich in den Boden und winselt teilweise auch. Im Fall der parkenden Autos bin ich einfach immer langsam mit ihr vorbeigegangen aber es wird nicht wirklich besser. Sämtliche Geschäfte haben wir bisher gemieden und in Straßenbahnen etc trage ich sie einfach - leider möchten die Fahrer so selten stundenlang warten, bis sich mein Hund mal reinbegibt. Teilweise sind ihre Angstattacken auch wirklich gefährlich. Wenn z.B. ein Auto irgendwo hupt, während wir über die Straße gehen, legt sie sich hin und geht keinen Schritt mehr.
Das sind natürlich alles typische Stadtprobleme und die Umgebung ist völlig neu für sie, da sie aus einem kleinen Dort kommt und nie etwas anderes gesehen habt. Aber wie gehe ich am besten vor? Sollte ich sehr städtische Bereiche einfach immer mit ihr meiden oder sie lieber schrittweise damit konfrontieren und z.B. mit ihr durch die Innenstadt laufen, damit sie sich an Lärm, Fahrzeuge etc. gewöhnt? Oder liegt es einfach daran, dass sie uns noch nicht soweit vertraut, dass sie denkt "Okay, wenn mein Mensch da durchgeht, kann es nicht so schlimm sein"? :/Das war es vorerst mal mit meinen Fragen. Ich danke fürs Lesen und hoffe, dass ihr mir vielleicht ein paar Tipps geben könnt.
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Hallo,
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Stubenreinheit: ja, in dem Alter können 4-5 gassifreie Stunden drin sein - wenn Hund bereits stubenrein ist. Mein neuester Rudelzuwachs ist ca. 2 Jahre alt, und dessen Stubenreinheitsprogramm (das mehrere Wochen dauerte) sah einen Gassiplan alle 2 Stunden, nachts sogar stündlich vor. Habe ich anfangs diese Zeiten überschritten, ging mit Sicherheit etwas in die Wohnung, und das lag nicht daran, dass der Hund mit 2 Jahren nicht länger einhalten konnte.
Wecker stellen ist sehr sinnvoll, eine mögliche Gewöhnung an nächtliche Gassizeiten kannst Du ganz schnell wieder ändern, sobald Mila mal stubenrein ist.Der eingesammelte Kater liest sich sehr lustig
(aber die Katzen haben schon Ausweich- und Rückzugsorte, stimmts?)
Ansonsten verfolgt Mila keine diktatorischen Ziele mit dem Einsammeln von Spielzeug, genau das ist es in ihren Augen.Angst: Mila ist in einem Alter, in dem sehr viele Hunde eine Unsicherheitsphase durchmachen. Bleibt geduldig, ich würde Angstauslöser weder komplett meiden, noch Mila damit überschütten. In diesen Phasen bin ich wahlweise zu Angstauslösern hingestapft, um sie (also die Angstauslöser) zu streicheln und mich über sie zu freuen (Hund durfte dabei soviel Abstand haben, wie er wollte), habe andere Situationen einfach zügig passiert... hör auf Dein Bauchgefühl, wann es an der Zeit ist, bestimmte Dinge zu üben. Einkaufsladen üben geht z.B. gut im Tierhandel: es riecht gut, und Du kannst Dir beliebig viel Zeit lassen.
Wegen solcher (unvorhersehbaren) Straßensituationen mit hupendem Auto würde ich meinem Hund ein Sicherheitsgeschirr verpassen, aus dem er in so einem Moment nicht rausschlupfen kann. Passiert schnell, wenn ich geradeaus gehe und Hund hinter mit blockiert. -
Hallo,
wie Rotbuche bereits schrieb, würde ich einfach öfter rausgehen, als würdest du es einem Welpen beibringen. :)
Das mit dem Einsammeln ist kein Dominanzverhalten, sondern Spaß.

Du könntest sie aber für das Einsammeln der Spielsachen bestärken und für anderes (z.B. Zeitung einsammeln) nicht belohnen.
Und du könntest dann ein Tauschgeschäft üben.Wegen der Angst:
Ich würde all die Dinge, vor denen sie Angst hat, positiv verknüpfen wollen. Das ist viel Arbeit, bringt auf lange Sicht aber mehr.Zum Beispiel könntest du dich irgendwo mit ihr hinsetzen, so weit von dem Auslöser entfernt, dass ihr noch in ihrer Wohlfühldistanz seid. Und dann den Hund schauen lassen, Leckerli geben, ...
Du kannst dich auch mal von dem Auslöser entfernen, wenn es für sie zu gruselig ist; du hast ja bereits festgestellt dass sie ihre Angst nicht ablegt, wenn sie durch eine Situation "durch muss".Grüße
Sadako -
Danke für eure Antworten!
Rotbuche Der jüngere Kater liebt es, in Stoffbeuteln zu schlafen - was Mila gern mal ausnutzt und ihn im Beutel durch die Gegend schleift.
Rückzugsmöglichkeiten haben die Katzen aber jede Menge und besonders der Ältere weist Mila auch gern mal in ihre Schranken, wenn es ihm zuviel wird. -
Ich habe meine 2 Jahre alte Hündin vom Züchter ( auch mit 24 h Gartenzugang) anfangs wie einen Welpen behandelt, was die Stubenreinheit angeht. Nach gut 4 Wochen war es dann Tagsüber kein Problem, nachts mussten wir immer noch mal raus. Mit unserer 6 Monate alten Hündin vom Tierschutz war es genauso. Sie hat aber ziemlich lange gebraucht, bis wir nachts nicht mehr zusätzlich raus mussten. Jetzt gehen wir 24 h und 7-8 h wieder. Unsere erste Hündin würde am liebsten nur gegen 22 h und dann von ihr aus erst um 10 h wieder. Sie ist immer genervt vom vielen in den Garten zum pieseln - vor allem wenn es regnet

Sachen sammeln hat die 6 Monate alte Hündin auch gemacht. Alles mögliche. Mit 8 Monaten war es dann wieder gut.
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