Mit Welpen üben/lernen
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Hallo Zusammen,
ich versuche mit meinem (12 Wochen) natürlich verschiedene Dinge zu üben. Sitz kriegen wir oft hin. Aber wenn ich andere Sachen mit ihm üben will ist er total überdreht.
"FUTTER! OH YEAH FUTTER! MEHR! MEHR! MEHR!"
Wohlgemerkt er hatte schon 2 mal gegessen und das nicht zu knapp und wir warten auch draußen.Er ist oft total überdreht, wenn ich ihm Aufmerksamkeit schenke. Als ob ich ihn den ganzen Tag ignorieren würde.
Und wenn er dann mal ruhiger ist, dann ist er schon beinah wieder müde.
Wann ist eurer Erfahrung nach der richtige Zeitpunkt zum lernen. Denn wenn er total überdreht ist, hält er selbst Sitz (was er sonst gut kann) keine halbe Sekunde aus. Will ihn ja auch nicht nötigen, wenn er müde ist. Und momentan kennt er scheinbar nur diese beiden Phasen. Müde & Überdreht. Das überdrehte war am Anfang auch da, aber nicht so lange. Meistens nur während seiner Irren 5 Minuten.
Oder habt ihr Tipps wie ich ihn "beruhigen" kann. Einfach nur warten bis er "runterkommt" hilft nicht. Sobald ich dann was sage oder mache geht es wieder los. "PARTYYY!"
Viele Grüße
Boldy - Vor einem Moment
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Hallo,
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Ach ja,
ich gehe häufiger mit ihm raus. Nicht mehr wie am Anfang alle zwei Stunden, sondern mittlerweile schafft er locker 3 bis er muss. + 2 größeren Runden von circa 30 Minuten. Die kurzen Runden gehen 10-15 Minuten. Bei mehr hat er ohnehin keine Lust... -
Was dann eine Erklärung für sein Verhalten sein könnte.
Die andere Frage ist, wie bist Du so drauf, wenn Du ihm Deine Aufmerksamkeit schenkst?
Sprichst Du viel in hohen Tönen?
Schlackerst Du viel mit den Armen?
"Hampelst" Du mal herum?Das alles kann einen jungen Hund dazu animieren zu "überdrehen".
Ein so junger Hund lernt eigentlich die ganze Zeit über.
Wenn draußen mal ein Schmetterling vor seiner Nase hinweggeflogen ist, ist es was Neues.
Wenn er, anstatt mal auf Gras zu gehen, auf Kies- oder Schotterweg läuft, ist es was Neues.
Wenn er mal nicht Deine Aufmerksamkeit hat, kann schon mal Frust entstehen - muß erst einmal lernen, damit klar zu kommen.Was passiert denn, wenn Du Dich einfach mal nur so auf den Boden setzt? Von mir aus auch mal hinlegst?
Was passiert, wenn Du ihn dann nur kraulst, sonst nichts anders machst?
Leckerchen kannst Du ja gerne bei Dir behalten, aber nicht so offensichtlich bereit liegen. Verstecke es, oder nimm etwas, was er eh zum Futter bekommt, also "langweiliges Trockenfutter" anstatt Käse (nur mal so als Beispiel).Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Also das rumhampeln tu ich bewusst nicht, um ihn nicht zu überdrehen.
Stimme leicht erhöht (aber nicht im Sinne von süüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüß), wenn er was gutes macht. Sonst normal.
Manchmal setze ich mich einfach auf den Boden und dann flitzt er wie ein irrer auf mich zu. Tu ich nichts versucht er zuknabbern und zu vielen... langweilt sich irgendwann und geht wieder weg oder legt sich auf den Rücken. Dann streichel ich ihn wenn er sich beruhigt hat. Als Leckerlies gebe ich ihm sein normales Trockenfutter.Abends ist er total ruhig und will aber nur knuddeln
schmeißt sich sofort auf den Rücken und wirklich was machen will er nicht.Ich setze mich bewusst nur zu ihm, wenn ich mich in dem Moment gut fühle und auch entspannt bin, damit es nicht in Stress für beide ausartet oder Genervtheit. Und wenn ich nach einigen wenigen Minuten merke, dass es nicht klappen will, mach ich etwas was er kann. Sitz. Lobe ihn, kraule ihn und beende es offiziell (Schluss mit Handzeichen).
Es ist mein erster Welpe und wahrscheinlich ist es normal. Aber ich würde gerne diese besondere Phase, wo sie alles aufsaugen, nutzen. Habe Angst, dass ich da "Potential" vergeude. Gott, wie das klingt.
Ich will keinen Superhund. Üben momentan Sitz, Platz, Bleib (klappt) und schäm dich. An letzterem hat er einfach wegen der Schnur auch spaß.
Spielen tun wir auch mit einem Kuschelknochen und da versuche ich ihm beizubringen es mir zu geben. Klappt gut im Austausch gegen sein Futter. :) Sonst kraulen, Spielzeug werfen etc.
Kraulen tu ich ihn häufiger. Spielen in der Wohnung 2-3 mal. Mache das auch von ihm abhängig.
Will ihn nicht überfordern und auch nicht unterfordern.
Gott, so viele Gedanken habe ich mir noch bei keinem Hund gemacht.
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Loben ist gut.
Wenn er davon etwas zu sehr abdrehen sollte, dann lobe ihn etwas anders.
Du siehst ja schon, ob das Lob ankommt. Dann eben nur das Maß finden, wo er nicht automatisch überdreht.Ich kann Dein "Ausnutzen" zwar verstehen, aber was und im welchem Tempo ein Lebewesen lernen kann, zeigt nur der Lernende selbst.
Wo es an Konzentration fehlt, kann auch nichts Neues aufgenommen werden.Alles kann nur nach und nach, wenn die Zeit dafür gekommen ist, gelernt werden.
Sonst könnte man ja auch verlangen, daß ein Schulkind, welches erst gestern frisch eingeschult wurde, schon im nächsten Jahr das Abitur macht.
Ist ein bißchen zuviel verlangt.Schöne grüße noch
SheltiePower -
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Danke für die lieben Worte.
Der Lümmel entspannt sich gerade auf dem Balkon und betachtet die im Wind wehenden Pflanzen. Dann schauen wir mal weiter und tun das, was ich immer tu. Erstmal den Fratz beobachten.
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Mal anders gefragt was muss ein Baby denn schon alles können? Warum muss dein Welpe ausser dem Alltagsgehorsam Komm und Nein überhaupt schon was können. Es ist ein Welpe!
Natürlich ist er überdreht, die Konzentration kann er für deine ganzen Übungen auch noch gar nicht haben. -
Er muss nicht alles können. Das erwarte ich doch garnicht. Wir üben und ich versuche das ganze eher spielerisch positiv zu machen. Ich wollte nur wissen, wann die Konzentration eher gegeben ist. Oder wie man sie eher kriegt.
Wenn er nicht will, dann lasse ich es. :) Ich freue mich auch jetzt noch darüber, wenn er sitz macht und versteht, dass man am Straßenrand sich erst hinsetzen muss bevor es rübergeht.Und meine ganzen Übungen?
Ich übe ja nicht keine 10 Minuten mit ihm. Es ist eher so: Er legt sich hin und ich sage Platz und freue mich. Manchmal verstecke ich das "Leckerlie" unter meinen Händen und er legt sich hin und ich freue mich. Das mit "Schäm dich" war Zufall und klappte einfach gut. Wir üben also eher Sitz und Platz. Bleib ergab sich als wir seinen Urin ständig weggewischt haben und er mit dem Wischer spielen wollte
Du siehst er ird hier nicht zum Superhund erzogen, sondern wir greifen nur das auf, was sich ergibt.Man muss nicht immer vom negativen ausgehen.
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Zitat
Wann ist eurer Erfahrung nach der richtige Zeitpunkt zum lernen.
Wie Sheltie-Power schon geschrieben hat, lernt Dein Welpe unentwegt.
Alles was er macht, dient seiner Entwicklung - auch das gefürchtete "wilde" Spiel, das Zerrupfen von Sachen.Wenn Du möchtest, dass die Fähigkeit des Lernens optimiert wird, dass sich möglichst viele Synapsen im Gehirn bilden, dann lass ihn Welpe sein!!!
"Sitz, Platz, Fuss und Bleib" sind erlernte Tricks, die kann man später immer noch beibringen.
Die Entwicklung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten, ein solides Selbstvertrauen, das Vertrauen in seinen Menschen kann man dem Hund jetzt mitgeben. Das lässt sich später nur schwer nachholen.
Das ist die Grundlage, auf die man später Erziehung aufbauen kann.
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