Spezielle Kommandoworte...?

  • Hallo,
    da wir unser Collie-Mädchen nächste Woche endlich zu uns nach Hause holen dürfen (sie wird dann 9 Wochen alt sein), nun eine konkrete Frage v.a. an die Hundehalter mit (kleinen) Kindern.
    Ich mache mir im Vorfeld schon lange sehr viele Gedanken zur Erziehung (habe auch Hundeerfahrung...allerdings noch ohne Kinder) und zu den möglichst präzisen "Kommando"-Worten dazu...und wie ich diese auch schrittweise (nein...nicht gleich alle am Anfang für den kleinen Welpen!!!) einführe, sicher auch mit Clicker.
    Nun habe ich auch drei Kinder im Alter von knapp 3 , 5 und knapp 7 Jahren und überlege, ob ich einige Kommandos besser gleich von Beginn an auf englisch einführe, damit es sich mit den Aufforderungen an die Kinder besser unterscheidet. Also z.B.: Wait statt Warten, No statt Nein, Look statt Schau. Bei einigen Themen ist es ja dann nicht unbedingt notwendig (Sitz, Platz..). Aber bei einem ganz normalen Spaziergang mit den Kindern wende ich jetzt schon diese Worte recht oft an....kommt da der Hund durcheinander? oder merkt er, wer gemeint ist?
    Also, wer hat Kinder und Hund(e) und praktiziert das WIE?
    Danke für Eure Antworten!

  • Zitat

    kommt da der Hund durcheinander? oder merkt er, wer gemeint ist?


    Ich habe zwar keine Kinder, aber bei den beiden Fragen kann ich trotzdem helfen. ;) Meiner Erfahrung nach wissen Hunde sehr genau, wann sie gemeint sind – besonders, wenn man das Kommando von Anfang an mit ihrem Namen verbindet.

    Kurzes Beispiel: Ich bin mit meinem beiden Hunden fast nur gemeinsam unterwegs und gebe gelegentlich Kommandos, die nur einer von beiden in dem Augenblick befolgen muss. Ich habe das so geübt, dass ich mit dem Welpen von Anfang an das Blickkontakt-zu-mir-Suchen belohnt habe, d.h. "Welpe guckt sich draußen nach mir um" -> Click und Keks. Zusätzlich sehr hilfreich ist "Welpe reagiert auf seinen Namen" -> Click und Keks.

    Langsam bin ich dann dazu übergegangen, Kommandos immer mit vorangestellten Namen zu geben und schließlich habe ich noch Sichtzeichen eingeführt, damit ich den einen, der gerade wegguckt, rufen kann, während ich den anderen, der neben mir steht und guckt, mit dem Handzeichen ins Platz schicken kann. Ist auf Kinder nur begrenzt anwendbar :D , aber so ähnlich würde ich das in deiner Situation auch machen: Wenn dein Hund lernt, dass alles, was nach seinem Namen kommt, für ihn wichtig ist und er den Rest "ausblenden" kann, musst du keine anderen Kommandos haben.

    (Kannst du natürlich trotzdem, wenn du magst – ich kenne einen Hund, der italienische Kommandos hat – aber unbedingt nötig ist es nicht.)

  • Guter Tipp, danke. Das koennte klappen. Aber bei einem scharfen Nein ist es doch eher nicht so gut, den Namen mit dem Verbot-Kommando zu verbinden, oder?

    Gesendet von meinem GT-S5830i mit Tapatalk 2

  • Wenn ich mit zwei Hunden Gassi gehe, setzte ich auch immer den Namen vor das Komando. Trotzdem ist der "Nichtgemeinte" manchmal verwirrt, gerade wenn es um ein schärferes Stop oder Aus geht. Warum also evt Komplikationen, wenn es doch mit englischen Komandos um so viel einfacher geht. Ich finde es eine super Idee und würde das so machen. Spricht ja überhaupt nichts dagegen.

  • Ich finde deine Idee gut und habe in der Hundeschule auch den Tipp bekommen, dass man Kommandowörter wählen soll die man im Alltag nicht benutzt damit sie der Hund nicht zu oft hört und Hundi weiß dass immer er gemeint ist wenn er ein bestimmtes Wort hört.

    Mein "nein" ist daher z.B. "no" und als Abruf habe ich "zackig" und "karamba","platz" heißt bei mir "down".

  • Menschen sind einfach extrem verbal orientiert :D

    Hunde nicht; Worte sind für sie mehr als sekundär. Wer gemeint ist, ist z.B. sofort klar, wenn man denjenigen ansieht ;-)

    Viele Grüsse
    Schnuffeltuchler

    Gesendet von meinem GT-I9100 mit Tapatalk

  • Wir hatten erst die Hunde und dann kam klein Marie (2 Jahre und 8 Monate alt). Es stimmt, dass die Hund(e) oder Marie manchmal etwas irritiert sind. Im allgemeinen klappt es aber sehr gut und wenn unterwegs ALLE mal Stop machen... so verkehrt ist es auch nicht :lachtot: .
    Mit Deinen englischen Begriffen finde ich nicht schlecht die Idee (Du hast halt den Vorteil erst Kind(er), dann Hund). Vermutlich werden die Kinder aber auf Dauer auch darauf reagieren oder das genau hinterfragen. Musst Du einfach ausprobieren.
    Lebe erst Mal das Zusammenleben mit Hund und Kindern.
    Dafür wünsche ich Dir sehr viel Spaß, Erfolg und Ruhe :hust:

  • Danke für die konstruktiven Antworten! Ja, ich denke es wird sich einspielen. Man geht dann insgesamt vielleicht etwas sorgsamer mit mit der Wortwahl um...und wahrscheinlich sind die die Hundis auch viel schlauer als man denkt.
    Es wird sicher eine Herausforderung, aber ich freu mich schon irrsinnig drauf!!!

    Gesendet von meinem GT-S5830i mit Tapatalk 2

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