Welpen zu älterem Hund
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Hallo ihr lieben,
ich brauche einfach mal einen Rat der nicht vom Züchter direkt kommt (der möchte seinen Welpen natürlich in guten Händen wissen und die hab ich
)Folgende Situation. Mein Boston Terrier Paul und ich sind ein Team seit er 12 Wochen alt war. Nun ist er 9 Jahre. Vor einer guten Woche ist der Hund meines Bruders gestorben und für ihn war klar er will direkt einen neuen haben. Ich naives Ding habe ihn zum Züchter begleitet (Französische Bulldogge) und er hat sich einen kleinen Burschen ausgesucht. Das "Problem" ist, ich habe mich leider auch in eine kleine Hündin verliebt.
Ich habe dem Züchter gesagt ach nein ich habe ja einen Hund und das wäre ja quatsch. Sie ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Nun ja am nächsten Tag kam der Züchter zu uns nach Hause und brachte BEIDE Welpen mit. Er wollte sich einen Eindruck vom zukünftigen Heim machen und wir wollten natürlich testen ob Paul mein Bosti die beiden toleriert.Im Garten gestartet. Alles gut, extremer Speichelfluss bei Paul und wildes Schwänzchen gewackel, danach waren sie ihm eher egal und er spielte lieber mit dem Ball. Ab und zu wurde geschnüffelt. In der Wohnung meines Bruders haben die Welpen dann geschlafen und Paul war ebenfalls dabei. Immer etwas hibbelig. Aber so ist er schon immer wenn Besuch da ist. Dann sind wir noch in meine Wohnung hoch und auch da durfte ich Welpen streicheln, hoch heben und unter mich krabbeln lassen. Sie waren auch an seinem Körbchen und auch in dieser Situation war er nicht aggressiv.
Soooooooooooooo lange Rede kurzer Sinn. Würdet ihr einen 9 Jahre alten (seeeeehr agilen) Bosten Terrier mit einer bald 8 Wochen alten Französischen Bulldogge halten oder würdet ihr eher abraten? Habe mir auch Literatur zu dem Thema geholt aber Praxiswissen wäre mir lieber. Habe auch vor eine Privatstunde bei einem Hundetrainer zu nehmen, damit ich da auch noch beraten werden kann.
Bin halt hin und her gerissen. Der Kopf sagt viel Arbeit. Das Herz sagt sie gehört zu uns. Habe auch Angst das Paul sich vernachlässigt fühlen kann. Deshalb habe ich gedacht die Erziehung der Dame könnte lieber mein Freund übernehmen, so dass ich eher Pauls Ansprechpartner bleibe. Doofe Idee oder nicht?
So nun aber gut. Her mit den Meinungen bitte

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Ich habe zu meinem damals 8-jährigen Boxerrüden einen Welpen geholt. Der Ältere hat den Kleinen geduldet, eine wirkliche "Vater/Sohn"-Beziehung ist aber nicht draus geworden. Dazu war sein Ruhebedürfnis zunehmend zu hoch. Als er 10 Jahre alt war, mußte ich den zweijährigen Matti schon ziemlich bremsen, weil er den Alten, der gottseidank noch recht aktiv war, doch ganz schön forderte und provozierte. Mit ein wenig Management ging es aber, und sie haben doch aneinander gehangen und Kontakt gesucht und gehalten.
Ein Boston ist nun ein wesentlich kleinerer Hund mit durchschnittlich höherer Lebenserwartung. Der, den ich kenne, ist sehr aktiv und beweglich. Deshalb würde ich versuchen, Paul möglichst unvoreingenommen zu beurteilen: spielt er gern und ausdauernd mit anderen Hunden? Läßt er erste Alterserscheinungen erkennen oder ist er ein Hund in besten Jahren? Und kannst Du im Notfall die Kleine etwas zurücknehmen, daß sie ihm auch in 2 oder 3 Jahren nicht auf die älter werdenden Nerven fallen kann? Zudem braucht die gemeinsame Haltung von Rüde und Hündin auch Überlegungen, die sichere Trennung bei Läufigkeit betreffend.
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Ja er ist wirklich ein putzmunteres Kerlchen. Ballspiele und Co. gehören noch zum Alltag. Paul ist auch kastriert. Mit Läufigkeit habe ich leider gar keine Erfahrung. Und das Brüderchen der kleinen wohnt ja eine Etage unter uns , so dass bei gemeinsamen Spaziergängen Paul seinen "Hobbys" nachgehen könnte und die beiden sich gegenseitig auslasten. Da muss natürlich bei Läufigkeit extrem aufgepasst werden.
Das wichtigste für mich ist einfach, das Paul sich weiterhin wohl fühlt bei mir. Er sich nicht vernachlässigt fühlt etc. und im Idealfall soll es keine Beißereien geben. Da dachte ich könnte es mit einem Mädel dazu eher passen.
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Zitat
Würdet ihr einen 9 Jahre alten (seeeeehr agilen) Bosten Terrier mit einer bald 8 Wochen alten Französischen Bulldogge halten oder würdet ihr eher abraten?
Meine Hündin ist 11 Jahre alt und bekam vor ein paar Wochen einen 10 Wochen alten Welpen vor die Nase gesetzt. Mein Welpe gehört allerdings zu kleinen Hunderassen.Sie spielt gelegentlich mit ihm, aber selten (sie ist kein Spielerhund). Oft ist sie von ihm genervt, aber sie ist generell eher der ruhige Typ und geht lieber die Umgebung beobachten, hin und wieder spielt sie mit ihm.
Ansonsten kann ich nicht meckern, er flitzt hier durchs Büro und spielt, er liegt aber auch an ihrer Seite und schläft. Zu Hause gibt es auch keine Probleme, außer er hat seine 5 Minuten und dann sind wir alle gefordert. Wenn meine Hündin keine Lust hat, dann sagt sie ihm sehr deutlich Bescheid und gut ist.
Ansonsten sehe ich immer zu, dass er sie nicht zu arg bespielt und seine Ruhezeiten einhält. Mit dem Rüden meiner Eltern würde er den ganzen Tag toben und fetzen. Das geht nicht, weil der Kleine braucht seinen Schlaf und der Große braucht auch mal eine Verschnaufpause. -
Vor zwei Wochen musste ich meinen Quintus gehen lassen.
Murphy ist jetzt 9 Jahre alt und nächstes Jahr soll wieder ein zweiter Hund einziehen.Man muss das sicher von Hund zu Hund entscheiden. Manche sind in dem Alter schon wirklich alt, andere noch fit und verspielt.
Murphy ist topfit und mag Welpen gerne. Natürlich hat er keine Lust mehr den ganzen Tag zu spielen und braucht auch seine Ruhephasen. Aber wenn man dafür sorgt das der Jungspunt den alten nicht dauernd nervt, sehe ich da nicht das Problem einen Welpen zu einem dann 10 jährigen Hund zu holen.
Wichtig finde ich das der Mensch die Dinge regelt und man dem kleinen von Anfang an gewisse Regeln beibringt.
Ich bin aber generell kein Freund von "die machen das schon unter sich aus"
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Unsere Lucky ist ja bereits 12 Jahre jung. Im Herbst letzten Jahres ist ihre Freundin und Weggefährtin Jeany im Alter von 10 Jahren verstorben. Lucky hat sehr getrauert und Jeany immer in der ganzen Wohnung gesucht. Im Dezember haben wir uns dann entschieden wieder einen Yorkie aufzunehmen und Snoopy ist im Alter von 12 Wochen bei uns eingezogen.
Am Anfang wurde Snoopy beäugt und neugierig angeschaut. Lucky ist dann wieder aufgeblüht. Nach 3 Tagen kam es bereits zu Kontaktliegen und jetzt sind die zwei ein Herz und eine Seele. Es ist zwar nicht so innig wie zwischen Lucky und Jeany, da einfach der Altersunterschied doch wesentlich größer ist, aber sie spielen zusammen, kuscheln zusammen. Nur beim Futter hört die Freundschaft bei Lucky auf. Was Lucky hat, ist Lucky, da darf Snoopy nicht dran. Das hat er aber auch recht schnell kapiert. Andersrum lässt er sich aber alles Futter von Lucky abnehmen, dabei ist es egal, ob es sich um die normale Futterration oder um Leckerchen/Knabbersachen handelt. Hier müssen wir dann halt ran und das managen.
Auch wenn Snoopy zu wild spielt und Lucky ihren Rückzugsort nicht lässt, was ab und zu vorkommt, greifen wir ein.
Natürlich ist es immer spannend, wenn so ein kleiner jetzt 9 Monate junger Yorkie zum Spielen auffordert. Wir versuchen aber immer darauf zu achten, unsere Aufmerksamkeit auf beide Hunde gerecht zu verteilen.
Wenn einer der beiden meint, das er zu kurz kommt, dann fordert er auch seine Streicheleinheiten (Lucky) oder Spieleinheiten (Snoopy).
Und das wird dann meist von uns auch gewährt.
Für uns war es die richtige Entscheidung, den Kleinen dazu zu holen.
Es hat uns und auch Lucky gut getan, mit der Trauer um unsere Jeany umzugehen.
Lucky passt auch immer auf, das ihrem Snoopy ja nichts passiert und schützt ihn auch vor anderen Hunden, wenn sie meint das es not tut. Wobei auch hier von uns geschaut wird, das dies nicht ausartet.Wenn Du also der Meinung bist, dein Paul kommt gut mit anderen Hunden klar, er hat seinen Rückzugsort an dem der Welpe nix zu suchen hat, und Du mit Deinem Freund die Zeit für zwei Hunde habt, klar, warum nicht.
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Och, hier ist geplant, einen Welpen anzuschaffen, wenn meine Hündinnen 10 und 12 Jahre alt sind.
Sofern die Hunde fit sind, andere Hunde mögen, ich dann immer noch genug Zeit habe und weiß, dass es mehr Dreck, Nerven, Geld, Zeit und Platz kostet, einen 2. Hund aufzunehmen, wieso nicht?

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Ach Leute, vielen Dank. Ihr habt mir mein Herz um einiges leichter gemacht.
Jetzt gehe ich entspannter an die Sache ran und hoffe einfach Paul wird sich freuen. Denn oft kommt der Herr mit einem Spielzeug an und Frauchen und Herrchen haben keine Zeit. Da kann er sich dann ja getrost an das neue kleine Familienmitglied wenden.Und eins wird sicher nie passieren, dass ich meinen Schatz vernachlässige.
Irgendwas zu beachten am Tag des Einzugs? Wie füttert ihr? Bisher hatte Paul sein Trockenfutter den ganzen Tag da stehen. Auch Spielzeug und Kausachen liegen immer rum. So lassen oder unter Verschluss?
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Das kommt darauf an wie sich der Welpe daran zu schaffen macht und ob dein Paul evtl. Futter und Spielzeug verteidigen würde.
Mit meiner Hündin ist weder Futter, noch Spielzeug ein ernstes Problem. Beim Rüden meiner Eltern trenne ich die Hunde, wenn es ums Futter geht versteht der da wenig Spaß und mein Kleiner ist da einfach noch zu unbedarft und die Größenverhältnis paßt überhaupt nicht.
Einfach gut beobachten und ggf. eingreifen, wenn es Probleme geben sollte.
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Bis beide Hunde sich kennen und einschätzen können, würde ich alle Ressourcen wegräumen und unter Aufsicht zuteilen. Später kann man das wieder lockern.
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