Mischling bellt und knurrt Menschen an
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Hallo ihr Lieben,
ich habe zwar schon einiges an Information bzgl. meines Threads gefunden, aber vielleicht gibt es ja noch mehr Ratschläge.
Unser Mischling (Schäferhund/Dobermann/Rottweiler/Labrador/Golden Retriever - all das wurde schon vermutet; wir haben ihn mit 4,5 Monaten aus einer portugiesischen Tierschutzorganisation geholt) hat von Beginn an Menschen angebellt und zum Teil auch angeknurrt. Sei es, weil jemand an uns vorbei geht oder er beim Gassi gehen jemanden auf 30m Entfernung sieht. Er will dann nach vorne preschen, springt zum Teil sogar hoch und bellt und knurrt manchmal.
Nun habe ich gelesen, dass es am sinnvollsten ist, ihn noch vor dem Fixieren bzw. Bellen zu bremsen, indem er sich auf mich konzentriert, ich ihm ein Leckerli gebe und dann einen ausreichenden Bogen um den Gegenüber zu machen.
Seit heute hat sich jedoch ein neues Problem ergeben: 1. hat er heute versucht, nach unserem neuen Nachbarn zu schnappen nach dem Bellen und Knurren. Und das 2. und viiiiiiieeeeel größere Problem, er legt das gleiche Verhalten nun auch bei Kindern an den Tag
Normalerweise ist er Kindern gegenüber ein traumhafter Hund; ist mir auch sehr wichtig, weil wir selbst einen 4 Jahre alten Sohn haben, aber die neuen Nachbarskindern waren heute einfach ein rotes Tuch für ihn. Er wollte sie dauernd anspringen, hat sie angebellt und angeknurrt. Das geht gar nicht!!!!!!!!
Vielleicht lag es daran, weil er heute echt einen scheiß Tag hatte? Wir haben ein Haus gebaut, müssen nächste Woche einziehen und im Moment hat er es wirklich nicht leicht. Innen muss er angeleint werden, weil er sonst ständig treppauf/treppab läuft und alles mögliche an Baustaub aufschlabbert, draußen wird er angebunden, weil wir noch keinen Zaun haben und er sonst auf und davon laufen würde. Und 30m von unserem Haus entfernt ist eine Bundesstraße!!!!
Und die Kiddies sind natürlich ständig an ihm vorbei gerannt, teilweise auf ihn zu, wieder weggesprungen usw. und er war quasi "machtlos" an der Leine. Nur mein Sohn konnte glücklicherweise wieder Kasperltheater machen, das war ihm egal.
Ich hab' so eine Panik, dass dieses Verhalten dauerhaft bleiben könnte
Er hat generell ein Problem mit Haustürenbesuch (Postbote, Vertreter, ebay-Käufer,...), kommen Familie und Freunde zu Besuch, bellt er zwar, aber nach wenigen Minuten beruhigt er sich wieder.
Am Sonntag werde ich die Thematik wieder mit unserem Hundetrainer besprechen, ich hoffe, er kann mir auch schnell weiter helfen.
Aber vielleicht wisst ihr auch einen Rat?
Viele Grüße - Vor einem Moment
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Hallo,
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P.S.: Er ist jetzt 6,5 Monate alt.
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Erst einmal finde ich es schon sehr gut, dass ihr einen Hundetrainer habt, um mit ihm am Verhalten eures Hundes zu arbeiten. Ich hoffe, er ist gut (bitte nicht falsch verstehen - aber da gibt es ja doch deutliche Qualitätsunterschiede...
). Falls nicht, seht euch nach einem anderen um. Dieses Verhalten eures Hundes ist keinesfalls tolerierbar, wird sich nicht wie von Zauberhand selbst erledigen und kann zu einem echten Gefahrenpotential werden. Darum finde ich es auch schwierig, Tipps hier übers Internet zu geben, ohne euch und den Hund gesehen zu haben. Darum würde ich euch auf jeden Fall zu einem guten, kompetenten Trainer raten!Als Akutmaßnahme würde ich den Hund sofort an einen Beißkorb gewöhnen (vielleicht weißt du schon, wie man diesen ordentlich und sauber antrainiert, Anleitungen dazu finden sich sonst auch im Internet) - zum Schutz von Nachbarn, Besuchern und euren Kindern.
Außerdem würde ich trotz Hausbau-Stress darauf achten, dass der Hund ordentlich geführt und ausgelastet wird, damit er nicht vor lauter überschüssiger Energie am Rad dreht und "auf blöde Gedanken kommt". Wenn er müde ist, fällt es ihm auch leichter, irgendwo angeleint ein Nickerchen zu halten.
Und zuletzt würde ich definitiv an dem Kind-Hund-Umgang etwas ändern. Die Kinder müssen lernen, dass der Hund ein Lebewesen und kein Spielzeug ist. Für einen Junghund mit entsprechendem Aggressionspotential ist es eine Katastrophe, wenn sich die Kiddies einen Spaß darauf machen, immer frontal auf ihn zuzulaufen, vor ihm herumzuspringen usw. Das können sie überall anders machen, aber nicht vor dem angeleinten, "machtlosen" Hund. Wenn der Hund auf seinem Platz liegt, haben ihn die Kinder in Ruhe zu lassen. Das ist eine wichtige Lernerfahrung für Kind und Hund! Ggf. würde ich auch darüber nachdenken, den Ruheplatz des Hundes außer Sicht- und Spielweite der Kinder zu verlegen, sodass er dort (nach entsprechender Auslastung - siehe oben) wirklich zur Ruhe kommen kann.
Ich wünsche euch alles Gute, lass den Kopf nicht hängen!
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Zitat
P.S.: Er ist jetzt 6,5 Monate alt.
Du musst davon ausgehen, dass sein Wachverhalten jetzt erst richtig erwacht. Das war bis jetzt nur Vorgeplänkel. Viele Mischlinge aus dem Osten haben irgendwas in sich drin, was einen ordentlichen Wächter ergibt, der auch die Zähen einsetzen würde. Das noch gepaart mit Stress und Überforderung (wie von Dir beschrieben) - dann knallt es halt.
Ich würde die Erwartungen an den Hund runterschrauben, was er aushalten muss und, dass er "ein ganz Netter" bleibt.
Ich würde ihn jetzt, im Trubel, auf jeden Fall rausnehmen soviel und so oft es geht und für viele Ruhezeiten sorgen! Der Stress wäre für einen Junghund mit "guter" Vorgeschichte schon heftig. Für einen Hund mit seiner Vorgeschichte ist das eigentlich totaler Käse, dass Ihr jetzt umzieht. Also sorg für Ruhe, halte ihn beim Thema fremde Kinder und Erwachsene nach Möglichkeit raus und mach mit einem guten Trainer einen Plan wie ihr zukünftig mit seinem Verhalten umgehen könnt.
Viele Grüße
Corinna -
Ich kann mich den Vorschreibern nur anschliessen, haltet ihn fern von aneren Menschen und Kindern und lasst euch von einem Trainer helfen wenn ihr wieder Zeit habt.
Auch eine vernünftige Maulkorb Gewöhnung ist sehr wichtig. Wir haben einen unsicheren Hund, aber wir haben ihn mit zwei Jahren so bekommen.
Ich arbeite ganz intensiv mit unserer Trainerin aber möchte hier nichts kokretes raten weil ich nichts über euer Problem weiß und man es von fern schlecht einschätzen kann.Und so gut es auch schon ist wenn Lino anghebunden geärgert würde würde er ausflippen. Das ist oberfies. Er kann sich weder wehren noch flüchten da ist Aggression vorprogrammiert.
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Ich werde es zukünftig auch nicht mehr zulassen, dass die Kiddies vor ihm rumspringen. Es war einfach alles kacke gestern. Ich kann mit ihm ganz normal z.B. durch einen Baumarkt gehen, klar, er will schnüffeln sobald jemand an ihm vorbei geht, aber er knurrt nicht jeden an nur weil sie an ihm oder wir an ihnen vorbei gehen. Das soll aber keinesfalls eine Rechtfertigung für sein Verhalten bzw. unser momentanes Fehlverhalten bzgl. der Zeit für ihn sein.
Ich hoffe, dass der Hundetrainer weiter weiß. Bis dahin weiß ich ja wo ich mit wem etwas unternehmen kann, die er "kommentarlos" annimmt.Nur eine Frage noch: wenn er wieder so reagiert, wie weise ich ihn zurecht? Ziehe ich ihn an der Leine hoch? Schimpfe ich laut? Bleibe ich ruhig und gelassen, sage AUS und belohne ihn, wenn er sich umgehend beruhigt?
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Lautstärke, Aggression und Hektik sind die schlechtesten Ratgeber für einen überforderten Hund (für jeden Hund, aber da besonders). Insofern würde ich ihn blocken und zwar bis er sich beruhigt hat und dann ruhig abstreichen - aber erst wenn er wieder ruhig ist. Und ansonsten würde ich keinerlei Rat übers Internet geben, denn in dem Hundealter und ohne das live zu sehen halte ich das auch für gefährlich. Und wenn euer Trainer etwas anderes sagt, was du tun sollst - er sieht euch live.
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ich würd ihn in Zukunft auch immer abblocken wenn er so ein Verhalten zeigt. Alles was laut is und hektisch, putscht ihn in den Situationen nur noch mehr auf. ist also denkbar schlecht.
und auf jedenfall - MAULKORB.Berichte uns dann was der Trainer sagt, ja ?!
Lg
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Zitat
Ich werde es zukünftig auch nicht mehr zulassen, dass die Kiddies vor ihm rumspringen.
Das halte ich für einen ganz wichtigen Punkt - für die Kinder und den Hund! Zu bedenken wäre nämlich auch noch, dass der Hund möglicherweise maßregelnd eingreifen will, wenn er der Meinung ist, dass das Spiel zwischen deinen und den Nachbarskindern zu wild wird. Der Hund sollte daher niemals unbeaufsichtigt mit den Kindern zusammen sein und diese (ich weiß, ich wiederhole mich jetzt
) haben die Ruheplätze des Hundes zu akzeptieren und diesen nicht zu ärgern - niemals!ZitatEs war einfach alles kacke gestern. Ich kann mit ihm ganz normal z.B. durch einen Baumarkt gehen, klar, er will schnüffeln sobald jemand an ihm vorbei geht, aber er knurrt nicht jeden an nur weil sie an ihm oder wir an ihnen vorbei gehen. Das soll aber keinesfalls eine Rechtfertigung für sein Verhalten bzw. unser momentanes Fehlverhalten bzgl. der Zeit für ihn sein.
Klar, solche Tage gibt es bei allen von uns und ich will dir deshalb auch ganz bestimmt keinen Vorwurf machen. Hausbau und Umzug ist sowieso schon eine sehr stressige Situation, auch ohne Sorge um den Hund. Aber ich wäre an deiner Stelle dennoch vorsichtig bzw. nicht blauäugig: ein Hund, der im Zweifelsfall nach vorne geht (und das tut er - er wollte den Nachbarn beißen) kann auch im Baumarkt oder sonstwo in eine Situation kommen, wo er sich nicht mehr anders zu helfen weiß, etwas maßregeln will oder was auch immer. Daher würde ich immer sehr vorausschauend handeln und den Hund im Zweifelsfall keinen Situationen aussetzen, die kritisch werden könnten. Bisher scheint es auch so, dass er vor dem Angriff durch knurren und bellen immer verwarnt hat. Was, wenn das mitten im Baumarkt plötzlich wegfällt, weil der Typ auch so eine olle Latzhose anhatte, und er gleich nach vorne geht? Das war der Grund, weshalb ich dir zu einem sofortigen (sauberen) Aufbau von einem Maulkorb raten würde - unabhängig von der Arbeit, die ihr mit dem Trainer machen werdet.
ZitatIch hoffe, dass der Hundetrainer weiter weiß.
Tja, dass hoffe ich auch...
Ich habe durchaus unterschiedliche Erfahrungen mit Hundetrainern gemacht. Wenn jetzt jemand seinen acht Wochen alten Welpen erziehen will und auf einen inkompetenten Trainer stößt, ist das nur rausgeschmissenes Geld. In eurem Fall ist die Situation aber viel ernster und ihr habt keine Zeit für ewiges rumprobieren. Nur du kannst entscheiden, ob dein Trainer kompetent ist - und du weißt auch am besten, ob Hund und Trainer zusammen passen. Solltest du auch nur den leisesten Zweifel haben, dass das mit diesem Trainer nix wird, dann würde ich mir auf der Stelle einen neuen, kompetenten Trainer suchen. Entweder du hörst dich bei dir in der Umgebung bei Hundehaltern, Hundeschulen oder Tierärzten um (scheu dich bitte nicht dazu zu sagen, dass es um das Thema Aggression geht!), oder vielleicht kann dir auch hier aus dem Forum jemand einen guten Trainer empfehlen.ZitatNur eine Frage noch: wenn er wieder so reagiert, wie weise ich ihn zurecht? Ziehe ich ihn an der Leine hoch? Schimpfe ich laut? Bleibe ich ruhig und gelassen, sage AUS und belohne ihn, wenn er sich umgehend beruhigt?
Die anderen haben es schon gesagt: ruhig bleiben, aber auch sehr souverän. Gelassen wäre wahrscheinlich zu viel verlangt, wenn der Hund gerade auszuckt und jemand ins Bein beißen will. Aber auf jeden Fall sollte zusätzliche Hektik und alles, was die Situation noch weiter hochpusht, vermieden werden. Wenn der Hund sich wie wild aufführt (und du sicher bist, dass sich seine Aggression niemals gegen dich wenden würde!), würde ich persönlich ihm ins Halsband greifen und dieses ruhig und bestimmt ein Stück nach oben ziehen. An der Leine funktioniert das auch, aber es entsteht mehr "Pendelbewegung" dadurch. Der Hund (welcher dadurch schon nicht erwürgt wird), wird sich dadurch hinsetzen und hat allein damit schon ein Stück Ruhe gewonnen. Zusätzlich wäre ein ein "Nein", "Aus", oder was immer er als Abbruchsignal kennt, in ruhigem und bestimmten Tonfall angebracht. Und quasi als allerletzte Notmaßnahme würde auch hier der Maulkorb dienen, den der Hund dann hoffentlich trägt... -
Zitat
Nur eine Frage noch: wenn er wieder so reagiert, wie weise ich ihn zurecht? Ziehe ich ihn an der Leine hoch? Schimpfe ich laut? Bleibe ich ruhig und gelassen, sage AUS und belohne ihn, wenn er sich umgehend beruhigt?
Im Grunde ist es egal, denn das darf nicht mehr passieren. Du solltest Dir dann mächtig in den Hintern treten und pingelig darauf achten, dass das nicht mehr vorkommt!
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