Vertrauen/Bindung 12 Wochen alter Welpe
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Hallo,
wir haben eine 12 Wochen alte English Setter Hündin, die teilweise sehr eigensinnig ist. Das stellt für uns eigentlich kein Problem dar, jedoch sind wir ein bisschen ratlos/traurig, da wir nicht sicher sind, ob unsere kleine uns überhaupt "mag". Als sie vor 3 Wochen zu uns kam, kam zeitgleich eine 11 Tage jüngere Gordon Setter Hündin zu den Eltern von meinem Freund. Wir wohnen zwar in einem Haus, jedoch nicht zusammen. Wir haben einen eigenen Hauseingang und nutzen bloß den Garten zusammen. Jetzt war es leider so, dass beide die erste Woche arbeitsbedingt immer bei uns zusammen waren. Seit 2 Wochen geht die Kleine Gordon Setterin mit ihrem Herrchen zur Arbeit und unsere ist durchgehend bei uns. Ich habe den ganzen Tag Zeit für sie und beschäftige sie so gut ich kann. Wir lernen alles spielerisch und haben damit auch gar keine Probleme. Wenn die beiden zusammen sind, sind wir (wie soll es auch anders sein) abgeschrieben. Es sei denn wir feiern "Partys" (d.h. wir spielen extra laut, also mein Freund und ich und haben spaß um uns interessant zu machen). Dennoch glauben wir, dass unsere Elly nicht wirklich eine Bindung und Vertrauen zu uns aufbaut sondern zu Fleur. Wenn wir mit ihr draußen sind machen wir Suchspiele, rennen hin und her, spielen Stöckchen und trainieren spielerisch. Natürlich alles in Maßen um sie altersgerecht auszulasten. Dennoch kommt sie kaum von sich aus zu uns (eigentlich nie), dreht sich von uns weg oder geht gar weg. Ich finde das sehr traurig, weil ich nicht weiß, wie ich das einschätzen soll. Natürlich möchte ich keinen Schoßhund haben, dennoch habe ich das Gefühl, dass wir für sie nur die "Fütterer" sind. Da die beiden immer sehr stark raufen und leider alles in den mund gesteckt haben, waren mein Freund und ich oft die "Bumänner". Haben wir das Vertrauen, dass wir aufgebaut haben vielleicht immer wieder zersört oder braucht sie einfach mehr Zeit? Wenn sie aufwacht oder mein Freund nach Hause kommt, freut sie sich megamäßig, lässt sich gden Bauch graulen und alles, aber sonst eben nie. Auf das Sofa kommt sie eigentlich nie, auch wenn wir zusammen dort liegen. Wir wollen sie auch nicht dazu zwingen, aber dennoch wollen wir ihr zeigen, dass sie dazugehört. Als wir sie bekommen haben, hatte sie eine Allergie (Weizenallergie) die furchtbar gejuckt hat. Hat sie das streicheln und die Leiden vielleicht auf uns bezogen?
Auch versuchen wir sie nicht zu bestrafen, sondern alles Gute zu belohnen. Hab ich aber mal kein Leckerchen zu Hand, bin ich sowieso uninteressant.Tut mir leid für den langen Text, aber ich bin mittlerweile wirklich ein bisschen verzweifelt. :/
Lg Tina - Vor einem Moment
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Zitat
Da die beiden immer sehr stark raufen und leider alles in den mund gesteckt haben, waren mein Freund und ich oft die "Bumänner". Haben wir das Vertrauen, dass wir aufgebaut haben vielleicht immer wieder zersört oder braucht sie einfach mehr Zeit?
Man kann sich schon bei seinem Welpen unbeliebt machen, wenn man typisches Verhalten ständig korrigiert. Mit 12 Wochen schnallt ein junger Hund schon, dass ihr unberechenbar seid - in den Augen des Hundes.
Auch Deine Unsicherheit macht Dich nicht gerade attraktiv für den jungen Hund.ZitatWenn wir mit ihr draußen sind machen wir Suchspiele, rennen hin und her, spielen Stöckchen und trainieren spielerisch.
Vielleicht überfordert ihr die Kleine? Lass sie einfach Welpe sein. Sie ist erst 3 Wochen bei euch.
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Hm, aber dennoch kann ich ja auch nicht zulassen, dass sie Plastikteile, Draht, etc. verschlingt oder? Wie kann ich denn dann sinnvoll an die Sache rangehen, ohne für den Hund "unberechenbar" zu sein? Wir lassen sie ja auch raufen und auch mal alleine beschäftigen (rumschnüffeln, erkunden, etc) aber wenn es zu wild wird beim spielen oder der eine nicht aufhört wenn einer quiekt, trenne ich die beiden. Sie sehen sich ja auch nicht mehr wirklich oft.
Ich denke nicht, dass wir sie überfordern, da sich dies ja alles über den ganzen Tag verteilt. Es sind ja keine Stunden am Stück und spielen nicht durchgehend. Sie hat immer ihre Zeit um alles zu erkunden und ihrer Nase freien Lauf zu lassen. Es ist auch nicht unser erster Hund, aber irgendwie ist sie ganz anders als unsere Vorherigen.
Wie würde denn so ein Tagesplan für einen 12 Wochen alten Welpen aussehen? Vielleicht haben wir ja doch unbewusst einen Hang zur überforderung, wobei sie abends auch immer ausgelassen ist und problemlos zur Ruhe kommt.
Vielen Dank für deine Hilfe und schnelle Antwort.
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bei uns sahen die typischen Tage in dem alter wie folgt aus:
Morgens gegen 5 schnell Pipi dann weiterschlafen. Um neun mit Beiden Hunden 20 Minuten raus um alles zu erldigen. Dann gabs Fressen und die Beiden haben etwas gespielt, daraufhin den Kleinen wieder auf die wiese gesetzt und dann schlafen bis ca 12Uhr. Wieder kleine 20 Minuten Runde und Fressen- Wiese-schlafen. Nachmittags sind wir immer eine etwas größere Runde gegangen weil der Große ja auch Bewgung braucht. also raus ins Grüne und da nen Stündchen das das Leben genossen. weit gekommen sind wir dabei nie. Danach wieder Fressen und schlafen.
Geübt hab ich in dem Alter weiter gar nichts obwohl es ein Sporthund werden sollte. Mal draussen 2m der Futterhand folgen aber sonst nichts. Leben war aufregend genug, gab ja so viel zu entdecken.
schimpfen oder etwas aus dem maul nehmen kann man super vermeiden. Rufen bevor was in der Schnute landet und dann Party- Rückruf ist hier sowas von Positiv dass dafür von Beginn an alles stehen und liegen bzw auch Fallengelassen wurde. Hat bisher mit 4 Hunden so geklappt. Später haben sie gelernt das ein Pfuipfui was ebenso tolles ist wie ein Rückruf denn dafür gibt es ja etwas tolles (Spiel oder Lecker).Ich habe meine Welpen immer sehr viel rumgetragen, gerade in neuen Situationen waren sie bei mir immer in sicherheit auf dem Arm und wenn sie sich heute gruseln kommen sie immer noch und suchen meine Nähe. sie wissen bei mir sind sie sicher und nichts auf der welt kann ihnen was anhaben.
Unternehmt kleine Ausflüge, erlebt das Wunder Welt gemeinsam und dann wird das schon!
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Zitat
Hm, aber dennoch kann ich ja auch nicht zulassen, dass sie Plastikteile, Draht, etc. verschlingt oder? Wie kann ich denn dann sinnvoll an die Sache rangehen, ohne für den Hund "unberechenbar" zu sein?
Ein Welpe erkundet die Welt mit den Zähnen. Er versteht es nicht, wenn man alles aus der Schnauze holt. Ich glaube nicht, dass Welpen Plastik oder Draht verschlingen. Meistens wird das wieder ausgespuckt.
Man hat doch so etwas nicht im Garten liegen, oder? Meinen Garten habe ich welpensicher aufgeräumt. Wenn ich spazieren gehe, suche ich auch Gebiete, die nicht von Müll übersät sind.Wenn man dem Welpen mal etwas abnimmt, ist das ok. Aber Erde, Steine, Gras, (ungiftige) Zweige, Käfer, Frösche usw. nehme ich meinen Welpen nicht ab.
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Wir lassen sie ja auch raufen und auch mal alleine beschäftigen (rumschnüffeln, erkunden, etc) aber wenn es zu wild wird beim spielen oder der eine nicht aufhört wenn einer quiekt, trenne ich die beiden. Sie sehen sich ja auch nicht mehr wirklich oft.Du hast geschrieben: Da die beiden immer sehr stark raufen....
Welpen spielen wild. Es wird auch mal gequiekt. Wie sonst sollen sie lernen, was dem anderen weh tut?Ich vermute, dass Du zu oft eingreifst.
Einen Tagesplan hatte ich nie. Ich habe höchstens pro Woche 2, 3 Unternehmungen geplant.
Der Tag ist doch für einen Welpen so voll damit, die Natur zu entdecken, den eigenen Körper kennenlernen, die eigenen Fähigkeiten und Verhaltensweisen zu testen, andere Tiere kennenlernen, den Menschen kennenlernen. Ein Welpe kennt keine Langeweile, wenn er sich frei bewegen kann.Das freie Spielen ist für einen Welpen unglaublich wichtig - sowohl alleine, als auch mit einem Artgenossen. Hier wurde gerade in der Verhaltensbiologie eine Parallele gesehen zu Menschenkindern. Man kommt mittlerweile weg von den vorgegebenen Spielen und lässt Kindern mehr Raum für das freie Spiel.
ZitatDennoch kommt sie kaum von sich aus zu uns (eigentlich nie), dreht sich von uns weg oder geht gar weg.
Das liegt meiner Ansicht nach an dem "Begöschern" des Welpen.
Ich lasse meine Welpen einfach Welpe sein, knuddel sie, wenn sie kommen, spiele auch mal, wenn sie z. B. mit einem Grasbüschel zu mir kommen. Aber ich renne ihnen nicht hinterher, störe ihr Spiel nicht, mache keine Übungen, sondern setze nur ein paar wenige Grenzen.Ich bleibe einfach liebevoll abwartend im Hintergrund, als ruhender Pol sozusagen. Anders kann ich es nicht beschreiben.
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Mach dir keinen Kopf, natürlich habt ihr eine Bindung bzw baut sie auf. Die ganzen Leute, die immer behaupten, eine "Bindung" wäre zu schlecht - gerade bei Welpen - finde ich furchtbar. Natürlich bindet sich der Hund - er ist ein Baby, was soll er sonst tun. Nur "Bindung" heißt nicht "angekettet".
Ich habe auch meinem Welpen viele Grenzen gesetzt, schlicht, weil sie es brauchte und die Bindung ist bestens. Der Gehorsam - sobald das mental machbar ist - auch. Da ist nix verkehrt dran, lass dich nicht verrückt machen von solchen Kommentaren.
Ich würde eher schauen, dass sie wo spielen und raufen wo sie einfach nicht viel fressen können. Ich habe - außer bei gefährlichen Sachen - da viel "in den Fang nehmen" einfach hingenommen - sie entdecken so die Welt. Wenn es natürlich was Gefährliches ist, hab ich das auch abgenommen. Separat das Aus Geben üben - spielerisch. Und sich nicht hetzen, alles, aber auch ALLES in die ersten Wochen zu packen. Dann wird das schon.
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Die Tatsache dass der Welpe nicht ständig angelaufen kommt, finde ich gar nicht tragisch. Eher im Gegenteil. Der Hund soll ja lernen, dass die Aktionen von euch ausgehen und eher abwarten. Vielleicht bringt sie dieses Verhalten einfach schon mit und ihr bewertet es einfach viel zu negativ , weil ihr ein anderes " Bild " von einen Welpen habt.
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Meine Hunde haben als Welpen ein lustiges Leben geführt...vollkommen losgelöst...
Die sogenannte BINDUNG wird immer tiefer, je älter der Hund.
Meine verstorbene 13 jährige hatte die tiefste Bindung zu uns...
Einfach akzeptieren, dass ein Baby ein Baby ist, ein junger Hund ein junger Hund und eh jeder Hund noch mal ganz speziell ist.
Je mehr ihr euch "anbiedert" und "zum Affen macht", je unglaubwürdiger seid ihr...Was wiederum nicht ausschliesst, dass ihr auch spielen dürft.
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Gebt euch Zeit!
mein Welpe wollte nie im Bett schlafen (das macht er erst jetzt mit 15 Monaten), verbrachte den größten Teil des Tages unter dem sofa und mochte nicht "knuddeln". Musste er auch nie. Inzwischen ist er ein absoluter Schmuser.
Nähe darf man nie aufzwingen, abgefasst werden ist für den Hund etwas unnatürliches, was er erst zu mögen lernt. Also: Finger weg! Vor allem, wenn der Hund zu euch kommt. Achte mal drauf - wenn man dann gleich hinpackt, weicht der Hund zurück.Natürlich ist es schwieriger, für den Hund der Mittelpunkt des Lebens zu sein, wenn da ein anderer, zumal gleichalter Hund ist. Daher ist es ja auf oft nicht leicht mit Wurfgeschwistern. Normal, kein Grund zur Sorge, wird schon.
Das ständige Wegnehmen: Zuhause sollte einfach gar nix rumliegen, was nachher weggenommen werden muss. Das ist wie wenn man ein Kleinkind hat. Wenn sie doch mal was hat, dann freundlich neutral hingehen, NICHT über den Hund beugen, und ihr etwas sehr Leckeres oder Tolles (Kauzeug, Spielzeug) im Tausch dafür geben.
Nie Fangen spielen (ausser zum Spielen
) - sondern vom Hund entfernen, wenn ihr wollt, dass sie kommt. Schleppleine dran, dann könnt ihr sie leichter erwischen und behutsam heranziehen. Je schneller ihr rückwärts geht, umso flotter kommt der Hund. Loben, Belohnen, aber nicht anfassen.Und nicht nach 3 Wochen schon soviel erwarten!
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