Hund nicht immer abrufbar, verrückt nach anderen Hunden

  • Zitat

    Ich belohne je nach Situation unterschiedlich. Mit Spielzeug wenn der Hund aktiviert werden soll,
    mit gemeinsamen Rennspiel auch als aktivierendes Lob. Durch gemeinsame Beschäftigungen die
    selbstbelohnend sind.
    Durch streicheln und Körperkontakt, mit Stimme oder Blicken wenn es ein ruhiges Lob sein soll.

    Je nach Situation eben.

    Und all das bekommt dein Hund wahrscheinlich nicht, wenn er unerwünschtes Verhalten zeigt.
    Würde ich nun in dieselbe Kerbe schlagen, würde ich von "Liebesentzug" und "emotionaler Grausamkeit" sprechen. Mach ich aber nicht.

    Ich belohne auch mit Stimme und Streicheln. Und eben mit Futter.

  • Ihr habt ja beide Recht.

    Ein Mensch sollte nicht nur Futterspender für den Hund sein, aber gerade am Anfang ist Futter eine tolle Bestätigung. Der Rest kommt wie bereits geschrieben von gemeinsamen Erlebnissen.

    Mein Hund bekommt sein Futter auch ausschließlich gegen Arbeit. Und wenns ein großer Brocken ist, dann wenigstens für ne Kleinigkeit, zB ein "High Five" in seinem Körbchen. Was soll daran problematisch sein?

    Vielleicht sollte man sich ein wenig von der romantischen Vorstellung verabschieden, dass unsere Hunde ausschließlich bei uns sind weil sie uns so sehr lieben :lol:

    Wir verwalten eben die Ressource Futter und für den Hund ist es einfacher sich uns anzuschließen als zu Jagen und selbst für seine Sicherheit zu sorgen.

    Füttert mal eure Hunde zwei Wochen nicht und wartet ab wieviel Liebe noch übrig ist, wenn sich Hundi einem anderen Menschen anschließt, einem, der ihn füttert.

    Aber genug vom OT.

    Lady99, du hast gute Tipps bekommen. Es benötigt eben einfach Geduld und viiiel Training, egal auf welchem Weg du dein Ziel erreichst. Dein Hund kommt gerade richtig in die Pubertät, da wirst du Demut lernen in der Erziehung deines Hundes, das ist normal. Aber bleib dran, es lohnt sich.

    Du schaffst das schon (und ich auch :lol: meiner ist 15 Monate)

    Grüße

    Larissa

  • Zitat


    Und all das bekommt dein Hund wahrscheinlich nicht, wenn er unerwünschtes Verhalten zeigt.
    Würde ich nun in dieselbe Kerbe schlagen, würde ich von "Liebesentzug" und "emotionaler Grausamkeit" sprechen. Mach ich aber nicht.

    Nein, aber er wird nicht ignoriert sondern bekommt ein entsprechende Rückmeldung. Zu einer guten
    Beziehung gehört eben auch das Austragen von Konflikten.
    Und er bekommt Streicheleinheiten und Körperkontakt auch ohne dass er immer was dafür getan hat.
    Es ist nicht nur Lob sondern gehört zum täglichen Umgang.

  • Zitat


    Nein, aber er wird nicht ignoriert sondern bekommt ein entsprechende Rückmeldung. Zu einer guten
    Beziehung gehört eben auch das Austragen von Konflikten.
    Und er bekommt Streicheleinheiten und Körperkontakt auch ohne dass er immer was dafür getan hat.
    Es ist nicht nur Lob sondern gehört zum täglichen Umgang.

    Und du gehst jetzt 1. davon aus, dass ich meinen Hund nie streicheln, kuschele, bespielen ohne Gegenleistung? Wo hast du das wieder rausgelesen?

    Eine "entsprechende" Rückmeldung ist auch das Ausbleiben vom Lob. Du kannst es nennen wie du möchtest, letztendlich konditionierst auch du bei deinen Hunden erwünschtes Verhalten. Also komm einfach mal von deinem gute/ schlechte Beziehungstrip weg.
    Und wie Larissa schon schrieb: Viele Wege führen zum Ziel und nicht jeder, der er seinen Hund anders erzieht als du, ist gleich ein schlechter Mensch und ein Erpresser. Die Methode muss dem Lerner angepasst sein.

    An die Themenerstellerin:
    Wenn dein Hund sich nicht durch deine Belohnung (wenn es kein Futter ist, eben das Spiel, etc.) davon abbringen lässt, anderen Interessen nachzugehen, ist die Belohnung nicht toll genug.
    Ein pappsatter Hund interessiert sich (meistens) nicht für Leckerlis. Ein Hund der ständig bespielt wird, lässt der Ball kalt... Finde zuerst raus, was dein Hund wirklich interessiert. Das muss die Belohnung sein.

    Konditioniere ein "Prima"-Signal (Clicker), das geht am einfachsten mit Futter. Belohne Blickkontakt. Bleib mit der Schlepp stehen und warte, bis der Hund zu dir schaut. Belohne das schauen sofort.
    Erhöhe die Augenkontakte. Das hat hier ebenfalls sehr viel geholfen.

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