Krawall und Remmidemmi mit ca. 6,5 Monate altem Mischling
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Hallo ihr Lieben,
unser Lennox (ca. 6 - 6,5 Monate alt) macht uns abends das Leben gut ein, zwei Stunden ziemlich schwer. Es beginnt meist, wenn wir abendessen und ich dann meinen Sohn allmählich bettfertig mache. In dieser Zeit spielt Lennox eine untergeordnete Rolle, weil ich abends einfach viel Wert drauf lege, mit meinem Sohn eine relaxte Zeit zu verbringen. Und das scheint unserem Mischling (reine Vermutung: Schäferhund, Galgo, Rottweiler oder Dobermann, evtl. auch Pinscher, sogar ein Labrador war mal im Gespräch
) ziemlich gegen den Strich zu gehen. Er bellt dann die ganze Wohnung zusammen, springt ständig auf's Bett (auf das er NICHT darf), springt an uns hoch, zwickt auch, klaut die Decken vom Bett usw. Eine gewisse Zeit kann ich mich beherrschen, leiere wie eine kaputte Schallplatte "Nein" und "Aus" vor mir her, aber nach 15, 20 Minuten werde ich dann auch schon mal lauter. Das Ende vom Lied ist dann, dass er an die Leine muss und er dann kurzgehalten neben dem Bett Rabatz macht. Aber immerhin kann er in diesen Momenten nicht zwicken oder was klauen.
Dann bin ich genervt, mein Sohn grantig und der Hund dreht noch eine Stunde danach am Rad... (dann eben in der ganzen Wohnung und im Garten :/ )Tipps? Tricks? Erfahrungsberichte?
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Wichtig wäre zu wissen, wie euer Tag sonst strukturiert ist. Wie wird Lennox beschäftigt und wann sind seine normalen "Aktivzeiten"?
Wenn zum Beispiel nach dem Zubettbringen immer eine Toberunde im Garten angesagt war, ist es nachvollziehbar, dass Lennox in seiner Vorfreude den Start des Tobens immer weiter vorverlegt.Mal davon abgesehen würde ich es gar nicht erst soweit kommen lassen, dass er neben dem Bett tobt. Wie wäre es zum Beispiel damit einzuführen, dass er zu dieser Zeit sein Futter oder etwas zu Kauen bekommt. Hinter ihm wird die Tür geschlossen und du hast solange Ruhe für deinen Sohn. Die Übergangsphase wird vermutlich nicht ganz leicht...
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Normalerweise geht es morgens gegen halb neun (sobald der Junior im KiGa ist - der hat die Woche aber zu...) erstmal ca. eine Stunde auf's Feld, danach ist er bis mittags so platt, dass gar nichts mehr geht
Nachmittags sind wir meist im Garten oder auf einem Spielplatz, da versuche ich ihm immer mal wieder ein paar Tricks beizubringen.
Und wenn mein Mann nicht gerade Spätschicht hat, gehe ich nach dem Zubettbringen nochmal eine halbe Stunde raus.
Es interessiert ihn in dieser Zeit nichts. Kein Futter, kein Kauknochen, kein Tau. Alles an dem er sonst gerne rumkaut ist absolut uninteressant in dieser Zeit. Wenn ich die Tür zumache, zerlegt er mir in dieser Zeit das Wohnzimmer.
(Jetzt sitzt er seit 2 Stunden neben mir und kaut am Knochen rum
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Ich kann mir vorstellen dass ihm das morgens zu viel und abends zu wenig Action ist und er deshalb so nach Aufmerksamkeit strebt. Vielleicht wäre es ja eine Möglichkeit vor dem Abendessen noch eine halbe Stunde mit ihm rauszugehen, damit er dann vielleicht doch ein wenig ruhiger wird.
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Scheinbar kommt Lennox nicht gut damit zurecht, wenn er die "untergeordnete Rolle" spielt.
Die Frage ist also, hat er überhaupt gelernt, das zu ertragen?Sprich, hast Du im Frustrationstoleranzbereich mit ihm bereits was gemacht? Also, dass er gelernt hat, nicht jedem seiner Bedürfnisse sofort nachgehen zu können und mal Abwarten und Geduld zu lernen. Wie sieht es damit in anderen Bereichen aus?
Kannst Du ihn auf seinen Platz schicken? Hast Du das geübt?
Je mehr Du in den beschriebenen Situationen auf den Konflikt, den der Hund forciert einsteigst, desto heftiger wird sein Verhalten. Ganz logisch. Hier wäre vielleicht angebracht, Rituale und Strukturen einzuüben - erst mal in kleinen Schritten außerhalb der Konflikt-Situation am Abend.
Also tagsüber mal auf die Decke schicken, später Ablenkung steigern, die Zeit verlängern. Wenn das gut klappt, kannst Du das abends dann auch nutzen.
Eine Stunde morgens finde ich auch recht viel, was macht ihr denn da so auf dem Spaziergang? Ist da nur action angesagt oder arbeitest Du auch etwas mit dem Hund?
Vielleicht macht es Sinn, ritualisiert, BEVOR Du das Kind ins Bett bringst, mit dem Hund was ruhiges, konzentriertes und mental anstrengendes zu machen. Mit klarem Anfang und Ende. Und wenn Ende ist, ihn mit Ruhe auf einen Platz ablegen und was zu Kauen anbieten (oder einen gefüllten Kong oder so). Immer wenn er wieder aufsteht, direkt wieder hinschicken, bis er es begriffen hat. Der Platz kann ja ruhig erst noch in Deiner Nähe sein, so dass Du ihn im Auge hast und er Dich auch sieht.
Wenn er erst zu viel Gelegenheit hat, weiter aufzudrehen, weil Du nur halbherzig bei der Sache bist und Dich beherrschst, wie Du schreibst, ihn aber machen lässt und nur verbal versuchst, auf ihn einzuwirken, dann ist der Hund dann schon so hochgedreht, dass Du dann kaum eine Chance hast, ihn schnell wieder zur Ruhe zu bringen.
Also lieber vorausschauend und mit Ruhe an die Sache ran gehen, ihm ganz klar vermitteln, was Du von ihm erwartest und ihn gar nicht erst da rumspringen lassen. Energie kann man nur mit Ruhe begegnen und dass Du Dich beherrschst, merkt der Hund auch und "fragt" deswegen auch weiter nach einer Antwort von Dir, die er auch versteht.
Ist sicher nicht ganz einfach, einem Kind und einem jungen Hund gleichzeitig gerecht zu werden, aber ich finde es auch wichtig, dass jeder seine Zeiten hat und dass ein Hund früh lernen sollte, dass Du mal andere Dinge zu tun hast, als Dich mit ihm zu beschäftigen. Da heißt es einfach, besser organisieren, strukturieren und vorbereitend mit dem Hund zu üben, damit es in der realen Situation dann auch irgendwann nutzbar ist.
Und ich denke, der Hund könnte gut rein geistig mehr gearbeitet werden. Ruhe, Konzentration, nichts Aufpushendes - das macht einen Hund sehr schnell sehr müde. Viel mehr, als wenn man action macht.
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Mir stellt sich die Frage, ob deine Deutung der Situation überhaupt zutreffend. Möglicherweise hat sich das Verhalten schon ein Stück weit ritualisiert, weil er ja genügend feedback bekommt, wodurch das Verhalten unbewusst verstärkt wurde.
Ich würde davon abraten, abends mehr action zu machen ( wurde hier irgendwo geraten) und ganz viel Struktur und Regeln in den Alltag einbauen.
Wieviel Stress erlebt der Hund über den Tag verteilt? -
Zitat
Ich kann mir vorstellen dass ihm das morgens zu viel und abends zu wenig Action ist und er deshalb so nach Aufmerksamkeit strebt. Vielleicht wäre es ja eine Möglichkeit vor dem Abendessen noch eine halbe Stunde mit ihm rauszugehen, damit er dann vielleicht doch ein wenig ruhiger wird.
Vielleicht kam mein Post von oben etwas falsch rüber. Ich wollte damit eher ausdrücken, dass eine Umstrukturierung vielleicht sinnvoller wäre. Morgens erscheint mir 1 Stunde als ziemlich viel für einen 6 Monate alten Welpen (Faustformel 5min Spaziergang pro Lebensmonat am Stück). Den restlichen Tag weiß ich nicht inwiefern er da involviert wird und wie das mit dem Tricks üben ausschaut. Ich wollte eigentlich nur dazu raten, den Spaziergang von nach dem Zubettgehen auf vor das Abendessen zu legen oder alternativ vielleicht etwas anderes zu machen z.B. Leckerlisuche im Haus oder Garten. Dann wird er vielleicht eher am Tag runterfahren.
Also nicht mehr mit ihm zu machen, aber zu anderen Zeiten. -
Ich würde ihm einen Kennel schön trainieren und ihm dann abends dort eine Auszeit gönnen. Dort kann er zwar kurz randalieren, wird aber sicher schnell in die Entspannung kommen. Alles andere schürt nur Aufmerksamkeit und verstärkt das Problem somit.
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Zitat
Eine gewisse Zeit kann ich mich beherrschen, leiere wie eine kaputte Schallplatte "Nein" und "Aus" vor mir her, aber nach 15, 20 Minuten werde ich dann auch schon mal lauter. Das Ende vom Lied ist dann, dass er an die Leine muss und er dann kurzgehalten neben dem Bett Rabatz macht. Aber immerhin kann er in diesen Momenten nicht zwicken oder was klauen.
Dann bin ich genervt, mein Sohn grantig und der Hund dreht noch eine Stunde danach am Rad... (dann eben in der ganzen Wohnung und im Garten :/ )Tipps? Tricks? Erfahrungsberichte?
JA

Du bist nicht authentisch.
Der hund kann nicht diskutieren und "sieht nicht ein, dass er sich so nicht benehmen soll"....Du unterdrückst dein Gefühl, bis du platzt.
Besser ist: Gleich für Ordnung sorgen
Ich bin nicht so der "klare Ansage Freund"
Ich habe einfach meinen Hunden von Anfang an beigebracht, dass ich sie auf den Flur tue, wenns mir zuviel wird, da ist ein kindergitterchen und gut ist.Manche nehmen einen Zimmerkäfig (das mag ich nicht), geht aber für diesen Zweck auch.
ALLERDINGS, wird bei euch evt. mehr Handlungsbedarf sein, weil der Hund mit seinem Verhalten schon zu oft Erfolg hatte.
Also: vergiss bei allen Erziehungstipps nicht, dass DU das Problem mit verursacht hast. Weil es an Konsequenz fehlt.
Binde den Hund einfach heute abend gleich an!
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